Erfahrungen mit 3D-Lasercutter?

  • Hallo Zusammen,


    ich habe online folgenden Test gefunden


    https://www.vergleich.org/lase…UbHCUNQ6EhRxoC2ocQAvD_BwE


    Diese Cutter sind ja preislich weit unter dem vom Mr. Beam Dreamcut - hat wer von euch u.U. Erfahrungen mit einem der getesteten Geräte - der dreamcut liegt ja bei gut 3000 euro - das wäre mir aktuell grad zu teuer. Ich will im Prinzip aktuell nur dünne Hölzer cutten und Strukturen gravieren - Metalle, Acryl, Glas will ich nicht bearbeiten,


    Markus

  • Hi.

    ich bin ja schon seit längerem im Besitz so eines "Billigteils". Dazu kann ich nur sagen, das die drei Punkte, die oben angesprochen wurden so nicht wirklich zutreffend sind.


    Punkt 1...

    Wenn man den Laser zu stark eingestellt hat, so dass das Papier verbrennt, dann passiert das gleich am Anfang. Das habe ich selbst "ausprobiert". Gehen die ersten 1- 2 Minuten gut, passiert gar nichts mehr. Außerdem geht Lasern von Papier/Karton in aller Regel sehr schnell. Das muss wahrlich nicht "über Nacht" laufen,. Die 5 Minuten kann man dann doch immer warten...

    Die Billig- Schutzbrillen aus China halten dem Laserstrahl (bei mir 15 Watt 405 nm Diodenlaser) übrigens sehr wohl Stand, und zwar für mehrere Sekunden, bei voller Leistung und exakter Fokussierung. Auch selbst ausprobiert. Die Zeit reicht immer, um sich aus der Gefahrenzone zu bringen. Daneben ist es, zumindest bei meiner umgebauten CNC Fräse CNC 3018 praktisch unmöglich, direkt in den Laser zu geraten. Dafür ist einfach nicht genug Platz zwischen Laser und Frästisch. Und Reflektionen sind so gestreut, das der Laser keinen wirklichen Schaden mehr anrichten kann... Bei den reinen DIY Lasercuttern aus dem Billig- Segment gibt es keinen Frästisch. Die könnten also, wenn man ungeschickt ist und sie vom Tisch reißt, tatsächlich den Laserstrahl frei im Raum "verteilen". Das ist nicht schön, doch zum einen stimmt dann der Fokus natürlich überhaupt nicht mehr und zum anderen sollte man solche Geräte nun erst recht nicht ohne Schutzbrille verwenden. Allerdings muss ich zugeben, das mir mein "Fräsen- Lasercutter" dann doch lieber ist.


    Punkt 2...

    Wenn man Sperrholz oder MDF lasert gibt das einen Geruch, für den sehr viele Leute sehr viel Geld bezahlen. Das riecht nämlich nach Kaminfeuer. Und nach nichts anderem. Stinken tut es nur, wenn man unvernünftigerweise versucht, Kunststoffe zu lasern. Das sollte man tunlichst nicht machen, und wenn es dann doch mit Gewalt sein muss, unbedingt draußen machen... Würde ich persönlich aber nie machen. Speziell, da ich meinen Cutter ja auch als Fräse verwenden kann, Fräsen ist für Kunststoff auf jeden Fall die bessere Lösung.


    Punkt 3...

    Da 99,99% aller DIY Fräsen/Laser mit GRBL ausgeliefert werden, ist die Software überhaupt kein Problem. Dafür gibt es alles und zwar in sehr guter Qualität und nahezu immer kostenlos. Ich verwende Inkscape oder seit kurzem Affinity Designer (eine wirklich preiswerte Alternative zu Corel Draw) zum Erzeugen der SVG Dateien. Den G-Code erzeuge ich entweder direkt in Inkscape mit dem JTec Photonics Plugin oder in LaserGRBL, welches ich auch zum Steuern der Maschine verwende. Als Fräs- Software verwende ich Candle. Mit Ausnahme von Affinity Designer (27,99€ einmalig), welches man nicht unbedingt nutzen muss, Inkscape tut es auch, sind alle Programme völlig kostenlos zu verwenden. All diese Programm funktionieren einwandfrei und liefern hervorragende Ergebnisse.


    So lange man nicht unbedingt die deutlich größere Arbeitsfläche dieser reinen Lasercutter benötigt, würde ich immer empfehlen, eine CNC Fräse mit einem zusätzlichen Laser- Modul anzuschaffen. Ist zwar teurer (ca 100€), aber man hat einfach viel mehr Möglichkeiten. Und (etwas) sicherer ist es imho auch noch.

  • Hallo An Lasercutter Interessierte,


    ich denke der im Video vorgestellte Laser dürfte den Schutzvorschriften und meinem Sicherheitsbedürfnis entsprechen:

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