Projekt "Kleiner Franzose"

  • Hallo Michael,


    theoretisch hast Du recht praktisch vermutlich nicht. Ich habe die Zähne nicht gezählt, aber ich schätze, das Zahnrad hat 30 Zähne, also muss der Motor 30 Umdrehungen für eine Umdrehung des Schneckenrades machen. Dazu kommt die Untersetzung im Kettenantrieb, geschätzt 1:3. Der Motor macht also geschätzt 90 Umdrehungen für eine Umdrehung der Antriebsachse - da merkst Du nicht mehr, ob der Motor drei oder fünf Pole hat.

    Ich vermute, dass es grundsätzlich am Kettenantrieb liegt, weil die Ketten lose laufen. Dazu kommt, dass es zwei

    Ketten sind und jede macht, was sie will.

    Also: Antrieb komplett ändern auf ein Schneckenrad pro Achse, eine lange Schneckenwelle und einen Stirnradantrieb vom Motor auf die Schneckenwelle. Ketten nur zur Deko.


    Gruß


    Christoph

  • Hallo Christoph,

    Ich vermute, dass es grundsätzlich am Kettenantrieb liegt, weil die Ketten lose laufen. Dazu kommt, dass es zwei

    Ketten sind und jede macht, was sie will.

    Also: Antrieb komplett ändern auf ein Schneckenrad pro Achse, eine lange Schneckenwelle und einen Stirnradantrieb vom Motor auf die Schneckenwelle. Ketten nur zur Deko.

    das ist aber ein ganz schöner Tiefschlag, ich hatte mich gerade für den Kettenantrieb begeistert! Aber vermutlich ist Dein Vorschlag mit der langen Schneckenwelle letztendlich das Beste, was man da noch machen kann. Ich werde mal sehen und noch ein wenig testen, auch mit einem alten Decoder. Erfahrung sammeln schadet ja nicht!

    Aber vielen Dank allerseits für Eure Vorschläge!

  • Hallo Reinhold,


    nicht gleich die Flinte ins Korn werfen ohne das Magazin hinter zu werfen 8o

    Dein Antriebskonzept ist schon ansich ok, du scheinst auch einen Glockenankermotr eingebaut zu haben, also gibts auch keine Rastmomente. Aber: Antrieb direkt über Schnecke auf Zahnrad und auf Zahnradwelle gleich die Ketten, das ist schon hefitg für den kleinen Motor was seinen Gleichlauf angeht. Jederkleinste mechanische Widerstand überträgt sich sofort auf den Motor und der kleine Kerl hat eben keine Reserven zum Kraftausgleich.

    2 Varinaten fallen mir spontan ein; Schwungmasse auf ie andere Seite der Motorwelle - gleicht Gleichlaufschwnkungen durch das Getriebe ein wenig aus und zähle mal die Kettenglieder beider Ketten nach - ist Anzahl gleich?

    Ansonsten kann es nur noch an den Kettenrädern oder den Ketten lliegen, die sind aus Spirtzgussteilen und können Grate aufweisen, die den Motor gleich beeinflussen.


    Gruss, Dirk

  • du scheinst auch einen Glockenankermotr eingebaut zu haben, also gibts auch keine Rastmomente.

    Hallo Dirk,

    mechanisch kommutierte Glockenankermotoren haben sogar ein auffälligeres Rastmoment, da das Trägheitsmoment des Rotors besonders klein ist. Dadurch kann der Rotor nicht als Schwungmasse dienen. Der Vorteil von Glockenankermotoren liegt in der Möglichkeit, dass sich Drehzahländerungen schnell durchführen lassen.

    Bei Bürstenlosen Glockenankermotoren kann es anders aussehen, aber hier wird ein mechanisch kommutierter Motor verwendet.

    Michael

  • Hallo Reinhold,


    Hast Du Dir mal überlegt, ob Du mit dem Kettenantrieb bei so kleinen und dauernd ändernden

    Tourenzahlen im Rangierbereich auf dem richtigen Weg bist und ob was im Vorbild ok ist im Modell

    auch wirklich entsprechend funktioniert? Und dann noch mit 2 nicht gespannten Ketten auf 2 Radsätze?


    Ich würde mir es ev. mal mit 2 kleinen Faulhaber Getriebemotoren 1512 überlegen wie sie auch Uhde einsetzt.

    Ich schätze dass Du damit glücklicher werden würdest. Diese sind auch bei LEMO-SOLAR erhältlich.


    Gruss und viel Erfolg
    Peter Lehmann

  • Hallo Reinhold,


    wie straff sitzen denn die Ketten? Meine E44 hat in den Drehgstellen Ketten verbaut. Diese lassen sich ca. 1mm eindrücken, sind also nicht straff gespannt. Die Lok läuft einwandfrei.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Peter Lehmann, hallo Reinhold

    Ich habe in meiner "Moerser" Köf II seit etwa 30 Jahren einen AMZ-Antrieb, der genauso wie Dein Kettenantrieb aufgebaut ist. Also Motor auf mittlere Achse, von dort je eine Kette nach vorne und eine nach hinten zu den Achsen. Okay, da ist kein Schneckentrieb verbaut, aber damit ist doch bewiesen, dass die Ketten als Antrieb durchaus gut geeignet sind. Und dieser Antrieb funktioniert immer noch tadellos, ein langsames Fahren ist genauso möglich wie die flotte Fahrt, und das ohne dass die Köf ruckelt.


    Was allerdings auffällt, ist, dass die Ketten nicht straff oder stramm gespannt sind, sondern leicht durchhängen - vielleicht ist das der Schlüssel zum Erfolg?


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Liebe Freunde,


    erstmal vielen Dank für Eure Vorschläge und Anmerkungen, vor allem zum Kettenantrieb.


    Ich hatte bei der Planung die Kettentriebe im Maßstab 5:1, natürlich analog (händisch mit Papier und Bleistift), aufgezeichnet. Das ergab bei einem Achsabstand von jeweils 31,25mm zwischen Vorgelege und Achsen eine Kettenlänge von genau 99,7mm entsprechend 32 Kettengliedern von 3,117mm Länge. Die Kettenräder haben 8 rsp. 15 Zähne. Nach dem Einbau hingen jedoch die Ketten, offenbar durch ihr Spiel, ziemlich durch, liefen aber trotzdem recht sauber. Ich habe dann die vordere Kette um ein Glied verkürzt und den Motorblock mit der Vorgelegewelle geringfügig in der Längsachse verschoben. Nun sind beide Ketten sehr leichtgängig, mit einem sehr geringen Durchhang, aber nicht straff gespannt, und machen an und für sich einen sehr guten Eindruck. Ich weiß aber nicht, welche Rolle die nicht erkannten Spritzlingskanten der Delrin-Elemente beim Gleichlauf spielen. Die Ketten sind nämlich trotz sorgfäligen Putzens unter der Lupe auf einer Seite rauher als auf der anderen; ich habe natürlich die glatte Seite nach innen eingebaut.


    Ich werde noch etwas an dem Antrieb herumdoktern, bin in den letzten Tagen leider nicht dazu gekommen.

  • Moin

    Da eine Schnecke dabei ist, hat man doch ein relativ einwandfreies DAVOR und DAHINTER. Also Schnecke weg und wenn es läuft dann ist es davor. Stell das mal ohne Motor auf eine schiefe Ebene. Dann muss es gleichmäßig rollen. Sonst eine Kette weg, dann nur die andere und so weiter.

    Da es nicht Reibungslos ist, sollte man auch auf das Gewicht achten. Zu leicht wird auch immer leicht zu bremsen sein . Egal was dann bremst. Ggf. Schmierungskonzept überdenken.

  • Hallo Olli,


    guter Vorschlag, der mit der schiefen Ebene! Den Motor werde ich ohnehin noch mehrfach ein- und ausbauen müssen, allein wg. der Lackierung. Deine Bemerkung zum Gewicht finde ich auch nachdenkenswert, vielen Dank für den Denkanstoß! Bisher habe ich die Bedeutung des FZ-Gewichtes eher bezüglich des Reibungsgewichtes als Zugmaschine gesehen, da gab es jedoch keine Probleme. Mal sehen, wo ich noch etwas Ballast im FZ unterbringen kann.

  • Hallo Reinhold

    Ich denke es liegt an dem Schneckengetriebe. Ein Antrieb treibt an und wird auch angetrieben. Kennen wir vom Auto. Gibst du Gas treibt treibt der Motor das Auto an und wenn du Gas wegnimmst, treibt das Auto den Motor an.

    Jetzt hast du Ketten verbaut die auf der einen Seite straff gespannt sind und auf der anderen Seite durchhängen. Also gezogen und geschoben werden. Das erzeugt Schwingungen, die bei deinem Konzept nicht...ich sag mal...durch gehen können. Das Scheckengetriebe blockiert das. Scheckengetriebe = selbsthemmend.

    So erzeugst du quasi einen Wellenbrecher, der die Schwingungen zurückwirft und gegenläufige sich überlagernde Wellen erzeugt.

    Und das könnte sich in einem ruckelnden Fahrverhalten bemerkbar machen.

    Ist nur eine Überlegung, eine Theorie...

    Ich selbst benutze Ketten bei meinen 5 Zoll Loks, und da ist keine Kette gespannt und die schwingen ganz ordentlich. Allerdingst wiegen die Loks 70kg und ich hab direkt auf dem Motor ein Kettenritzel, das treibt wie bei dir ein Zwischenrad an und von da geht es dann auf die Achsen. Da ruckelt nix...:thumbup:

  • Liebe Leser,


    hier ein kleiner Zwischenbericht. Ich habe mir Eure Vorschläge und Bedenken ausgiebig zur Brust geführt, aber es gibt, meine ich, kein mechanisches Problem im Antriebsstrang mehr; der läuft nämlich seidenweich und geschmeidig. Aber ich glaube, daß ich dem eigentlichen Grund für die stockende Fahrweise nun auf der Spur bin: die Stromabnahme! Das FZ stand nämlich immer etwas kippelig auf dem Gleis, wo ich doch extra die gefederten Achslager von Fredduck eingebaut hatte. Die sind auch tadellos, allerdings sind die Federn recht stramm und verursachen ein Klemmen und Verkanten der Achslager in ihrer Führung. Ich habe also den gesamten Kladderadatsch wieder zerlegt und die Federn eingekürzt. Probefahrten konnte ich noch nicht vornehmen, weil ich die Demontage für die Lackierung des Fahrgestells nutzen wollte. Aber es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn das Problem damit nicht behoben ist. Ich werde die Federung nochmal ohne Antrieb ausgiebig testen, evtl. noch weiter korrigieren und dann berichten.


    Zwischenzeitlich habe ich die Puffer mit etwas weicheren Federn und selbst hergestellten (jaha, und das ohne Drehbank!) Schaftschrauben M2 x 12 modifiziert und Pufferplatten angelötet.




    Des weiteren habe ich einen alten ESU-Decoder der Version 3.0 oder 3.5 (siehe Bild) mit der Akustik einer D&RGW C16



    provisorisch in den Motorvorbau des kleinen Franzosen implantiert und angeschlossen.





    Die Stromübertragung erfolgt über Micro-Stecker, die rechts und links im Führerhaus eingeklebt wurden: links grau und schwarz für die linke Motor- und Gleisseite, rechts rot und orange für die rechte Seite. Die anderen Kabel werden für den Testbetrieb nicht verwendet. Leider hat der Decoder noch keinen Anschluss für einen Pufferkondensator, sonst hätte ich ihn mit neuem Sound verwenden können ... Die offene Verkabelung in der Kabine fällt nicht auf und kann ohne weiteres auch in der Endversion so beiben.



    Der Schaltplan für die Beleuchtung ist auch schon fertig und die Lampen geliefert. Als ich aber die LKW-Lampen von Weinert auspackte, bekam ich doch etwas Schnappatmung, so winzig sind die Dinger! Mir würden ja viel besser die Lampen von AMJL, dem französischen Kleinserienhersteller, gefallen, aber wie kommt man an die ran? Eine Anfrage blieb bis jetzt unbeantwortet. Vielleicht kann mir jemand aus dem Forum weiter helfen.


    So long ...

  • Hallo Walter,


    ja, ja, die französischen Webseiten, sehr kryptisch aufgebaut, vor allem, wenn man des französischen nicht mächtig ist! Aber ich habe sie gefunden, Phare Unifié type Marchal (HM 94570), siehe hier:

    http://www.haxomodele.fr/?page…%E9tach%E9es%20trains%200

    (nach den Radsätzen). Allerdings ruft Haxo fürstliche Preise auf, € 8,70 für zwei Laternen zzgl. € 17 Versand nach Deutschland! Das ist mir, ehrlich gesagt, etwas zu heavy. Mir fällt da schon noch etwas günstigeres ein.

  • Hallo Leute,


    um Missverständnissen vorzubeugen, mein Beitrag von gestern war nicht gegen die Franzosen an sich gerichtet, ganz im Gegenteil! Nicht nur Rotwein bekommen sie richtig gut hin! Jedoch sind die Auslandsversandkosten in Europa alles andere als gemeinschaftsförderlich, leider macht die Deutsche Post da keine Ausnahme!


    Aber zurück zur Sache, zwei Beiträge im Forum du Zero zeigen bemerkenswerte Fotos eines abgestellten und bereits reichlich angerosteten Berliet RLCB (Seiten 20 und 21): https://www.leportailduzero.or…php?f=19&t=4023&start=190 . Auf Seite 18 wird sogar ein Kettenantrieb vorgestellt!

    Auch hier: https://www.leportailduzero.org/forum/viewforum.php?f=108 - gibt es mehrere Beiträge, die sich mit dem kleinen Franzosen beschäftigen. Überhaupt wird in dem Forum feiner Modellbau gezeigt!

  • Hallo Reinhold,

    danke für die Links. Auf die Idee, diese Seiten weiter zu verfolgen, bin ich noch gar nicht gekommen. Die Bilder sind Klasse, werde ich mir nochmals in Ruhe anschauen.


    Gruß Jörg


    PS.: Du hast mit den internationalen Postgebühren soooo Recht, leider weiß ich nicht wie man sich dagegen wehren kann.

  • Reinhold

    Changed the title of the thread from “Berliet-Rangiertraktor der StAB” to “Projekt "Kleiner Franzose"”.
  • Hallo Leute,


    man sackt sich mit so einem Projekt schon allerhand auf, stelle ich fest. So mal eben einen Motor einbauen is nich! Aber es geht weiter. Weil meine StAB zwar einen Rangierhobel braucht, aber nicht mit Spill arbeiten will, bekommt der Traktor wie es sich gehört Plattformgeländer und Aufstiegsleitern.





    Ich sehe ein, diese Variante hat kein direktes Vorbild, aber Unfallverhütung geht vor! Die Deckel der Sandeimer standen den Aufstiegsleitern im Wege und wurden durch Riffelblechflicken ersetzt; der Sand kommt nun anderweitig rein. Die Leitern selbst sind noch in der Produktion, aber der Schlosser kommt nicht aus dem Quark. Dafür sind die Puffer fertig und machen mir richtig Spaß; sie federn ordentlich, haben eine vorbildgerechte Größe und sehen prima aus - kein Vergleich mit den Püfferkes von der 08, die die Bauteile geliefert hat.

    Weiter habe ich die Beleuchtung geklärt. Die Lastwagenlampen von Weinert, die ausdrücklich für Spur 0 deklariert sind, habe ich mehr versuchsmäßig aufgebohrt und mit SMD-LED's Nr. 0603 versehen. Sie sind bereits über den Fenstern des Führerstandes eingebaut und bilden meine roten Rückleuchten. Die Fotos zeigen, wie winzig die tatsächlich sind.




    Für die Hauptscheinwerfer konnte ich die Lampen von Klaus "kdkause", die er für sein "Jagsttal-Krokodil" konstruiert hat, erben. Die werden nun extra für mich gedruckt und stehen den Haxo-Lampen sicher in Nichts nach, sind aber erschwinglich; nochmal vielen Dank an Klaus! Die Lampen kommen auf die Pufferbohlen und erhalten nur weißes Licht; macht die Sache auch etwas einfacher. Hier nun die Fotos vom provisorischen Anbau des Führerstandes, die Lichtkabel von den Rücklichtern gucken noch heraus. Ach so, die Hauptaufstiege sind auch schon montiert!





    Währenddessen wartet der Fahrwerksrahmen auf den Lackierer ...

  • Hallo Lokführer,


    mal 'ne Fachfrage an Euch: Anbei ein paar Fotos vom Steuerstand des Berliet; kann mir jemand die Funktion der Steuerelemente spezifizieren? Gangschaltung (Mitte unten) und Reglerrad für die Geschwindigkeit (gelb, vermutlich von einer alten Ölquelle) ist mir, glaube ich, klar. Aber welche Funktion haben die beiden Rasthebel (gelber und roter Griff) und welche der lange, links liegende Hebel? Im rechten Fenster der kleine Rasthebel wird vermutlich die Sandstreuer bedienen und das kleine Handrad unter dem Frontfenster die Handbremse. Wird der Rangierspill etwa von einem der Steuerhebel bedient?


    Für Eure Tipps vielen Dank!


    39604826ej.jpg


    Hier noch zwei weitere Fotos:


    39604825gw.jpg


    39604824xh.jpg

    Ich weiß, ist alles vorsintflutlich, an die 95 Jahre alt. Macht aber auch Spaß, sich damit zu beschäftigen.


    Alle Fotos aus dem Forum de Zero,

    https://www.leportailduzero.or…php?f=19&t=4023&start=190 f.f.

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