Berliet-Rangiertraktor der StAB

  • Hallo Reinhold,


    ich habe Dein Problem mit dem Sekundenkleber gelesen.

    Natürlich kann man High-End-Sekundenkleber für den Nuklear- oder Weltraumbedarf benutzen, bringt aber leider meist nicht viel !:)


    Ich benutze nur flüssigen oder Gel-Sekundenkleber von UHU und Pattex, wird der richtig angewendet reicht das vollkommen aus. Natürlich vorher reinigen / entfetten, braucht man wohl kaum noch ansprechen. Aber was mir so aufgefallen ist - das Modell glänzt sehr schön metallisch und das ist das Problem - die Klebe-Oberfläche ist viel zu klein.

    Mindestens vorher schön mit mittelgroben Schmirgelpapier über alle Klebeflächen, so vergrößerst Du für den Kleber die Oberfläche und da fällt nichts mehr ab.

    Wenn du es perfekt machen willst besorg dir aus dem Modellbaubedarf ein Sandstrahlset, wenn dann alles richtig verklebt ist bekommst du ohne Gewaltanwendung nichts mehr ab.


    Gruss

    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

  • Liebe Leser!


    Es ist nicht so, dass ich nur auf der faulen Haut gelegen habe, aber zum Glück hat man noch andere Interessen (kleiner Tipp für Kunstinteressierte: David Hockney im Bucerius Kunstforum in HH, sehr sehenswert!).

    Aber etwas wurde doch gewerkelt. Meine Probleme, die Laufwerke dauerhaft am vorhandenen FZ-Rahmen zu montieren, kennt Ihr ja schon. Dank Eurer Ratschläge, vor allem aber von Andreas "Fredduck", von dem auch die wunderbaren Achshalter stammen, habe ich auch das Problem gelöst, vielen Dank! Die Laufwerke wie auch die Auflagerwinkel für den Antriebsträger wurden zusätzlich mit eingeklebten M1-Gewindestangen verstiftet; die von außen aufgedrehten Muttern sind eher Zierde. Außerdem sind die Schakenböcke mit 0,8mm Messingdraht regelrecht angenagelt worden, das macht nun einen recht stabilen Eindruck, jedenfalls hält alles bisher u. hat sich auch bei den verschiedenen, z. T. auch gröberen Maßnahmen am Rahmen nicht gelöst. Hier ein Foto mit dem ersten wie bebeschrieben montierten Laufwerk:



    Die Kopfschmerzen diesbezüglich sind also erstmal weg, aber neue im Anmarsch. Nach einigen Anpassungen des Antriebsträgers kam die Vorgelegewelle dran, hier Teil 1, Ritzelwelle vor dem Einbau im Getriebegehäuse. Sie besteht aus nicht weniger als 8 Einzelteilen (Zahnrad, 1mm Stahlachse, 2 Stck. 2,5mm Messingröhrchen und 4 Distanzbuchsen, alles sauber verlötet. Die Stahlachse zentriert eigentlich nur die gesamte Konstruktion, weil ich mich aus Angst vor einem eiernden Schneckenrad nicht getraut habe, die Achsbohrung auf 2,5mm aufzureiben.



    Hier nun das fertige Vorgelege:




    Das sieht so harmlos aus, schrammte aber knapp an einer Katastrophe vorbei. Nur soviel: ich weiß nun, wie es geht.

    Der Vollständigkeit halber nochmal das Gesamtkunstwerk im Bau, von oben und unten:




    Im nächsten Schritt muss der Motor eingepasst und befestigt werden, Ankleben möchte ich ihn aus gemachter Erfahrung nicht so gerne; mal sehen, was mir da noch einfällt.

    So langsam muss man sich auch Gedanken über den Decoder und wo man ihn unterbringt machen. Ich denke, der ESU-Loksound 5 ist Stand der Technik und auch wg. seiner geringen Größe erste Wahl. Leider habe ich aber kein Programmiergerät, um den Sound aufzuspielen. Einen passenden habe ich im Forum du Zero entdeckt, aber mangels französischer Sprachkenntnisse komme ich da nicht weiter. Vielleicht kann mir ja einer der lieben Kolleginnen und Kollegen einen Tipp geben!

    Fortsetzung folgt!

  • Hallo Stefan,


    das ist sehr freundlich von Dir, ich habe aber Monsieur Christian von https://crisdigitrain.com/ bereits angemorst, englisch wir er ja wohl verstehen. Die Firma bietet nämlich eine motorisierte und digitalisierte Version des Chrezo-Berliet-Locotracteurs an (€ 458,-), vielleicht rückt der ja den Sound auch ohne Traktor raus. Aber den Link zum Forum du Zero sollst du auch haben:

    https://www.leportailduzero.or…viewtopic.php?f=76&t=4541

    Wenn man französisch versteht, ist das eine hochinteressante Seite, ich gucke auch ohne Sprachkenntnisse gerne mal rein.

  • Hallo Reinhold,


    gemeinsam mit dem Google-Übersetzter ... der im Video zu hörende Sound wurde u.a. dahingehend kritisiert, dass er wohl von einer dieselelektischen Lok stammt - weil ... die Drehzahl vairiiert leider nicht mit der Geschwindigkeit ...

    Eventuell müsste man nach dem Sound einer anderen Kleinlok schauen.


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo Stefan, hallo Dirk,


    danke für Eure Tipps!


    Stefan: Das ist ja eine interessante Info und so ein Sound geht ja gar nicht! Wäre mir vermutlich auch zu teuer gewesen ... allein 17€ Versandkosten von F!

    Dirk: Kö 1 könnte tatsächlich passen, aber sicherheitshalber werde ich nochmal recherchieren, ob der Berliet-Lastwagenmotor evtl. doch mit Benzin fuhr.


    Nachtrag: Lese gerade, daß Berliet erst ab 1928 Dieselmotoren in LKW's eingebaut hat, der Lokotracteur wurde aber 1924 gebaut; also mit Benzinmotor! Aber so einen authentischen Heuler wird man wohl nicht leicht finden ...

  • Wenn Dieselsound, hör Dir mal die Feldbahnlok bei ESU an, Sound "Kleindiesel" !


    Gruss

    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

  • Hallo Leute,


    vielen Dank für Eure Hinweise und Tipps! Ob das Gerät nun einen Dieselmotor hatte oder nicht, wer weiß das so genau. Jedenfalls handelt es sich bei dem IXO-Modell um den Type RLCB, als Prototyp 1924 gebaut (siehe hier: https://www.leportailduzero.org/forum/viewtopic.php?t=4023). Und da Berliet erst ab 1928 Lastwagen mit Dieselmotoren gebaut hat (Wikipedia), spricht einiges für einen Benzinmotor.

    Ein Benzinmotorsound würde mich schon reizen, aber der müsste einigermaßen authentisch sein, ob da der Ford-Sound passt, ich weiß nicht, muss ich mir mal anhören. Ansonsten ist mir der Kö 1-Sound wegen des Kettenrasselns am sympathischsten. Es ist ja immerhin möglich, daß die Betriebswerkstatt der StAB den verschlissenen Benzinmotor von 1924 rausgeworfen und durch einen Dieselaggregat ersetzt hat. Schließlich werden mangels Alternativen auch andere Puffer und sogar DB-Lampen eingebaut! Die Puristen unter uns mögen sich mit Grausen abwenden, aber dafür haben wir Privatbahner nur ein Achselzucken übrig.


    p.s.: Was sagt denn eigentlich die KFZ-Fraktion dazu, ist Sound für die noch kein Thema? Sonst hätte man dort mal räubern können!

  • Danke, Gerald,


    die Zimo-Tabelle kannte ich bereits, obwohl ich etwas brauchte, die senfkorngroßen Ikons für das Abhören wieder zu finden. Leider sind die meisten ja verschlüsselt, außerdem wird es wohl Probleme geben, wenn man den Zimo-Sound auf einen ESU-Decoder aufspielen will. Ich habe diesbezüglich leider keinerlei Kenntnisse und Erfahrung.

    Wie man an den ESU-Sound (zum Probehören) kommt, ist mir nach wie vor nicht klar! Daß wohl jeder Händler den gewünschten Sound auf den bei ihm gekauften Decoder kopiert, davon gehe ich eigentlich aus.

  • Liebe Leser,


    OK, mit dem Sound habe ich mich nun auch beschäftigt und die Tendenz geht zur Kö I. Oder doch Schweineschnäuzchen? Imponiert hat mich auch der bollerige Sond der HF 130 C, scheint mir von der Motorgröße aber etwas überdimensioniert zu sein. Schließlich soll der kleine Franzose nicht meiner rollenden Schrottpresse namens Class 08 die Show stehlen.


    Bis es soweit ist, sollte aber der Antrieb laufen, und da gibt es leichte Fortschritte zu verzeichnen. Nachdem die vierte Version der Vorgelegewelle endlich für einen einigermaßen akzeptablen Rundlauf der Kettenräder sorgte, konnte der Motor eingepasst werden. Zehntel für Zehntel, ach was schreibe ich, Hunderstel Millimeter wurden vom Motorsitz abgeschmirgelt und abgeschabt, bis das Geräusch des Schneckenantriebs nur noch sehr gering war; der Motor ist ohnehin fast lautlos. Erinnerte mich stark an meine Jugend, als ich den Altmeistern beim Anpassen und Einschleifen von Gleitlagern zusehen konnte.



    Die Befestigung des Motors mit Isolierband scheint nicht so schlecht zu sein, bisher hält sie ganz gut. Der Einbau des Antriebsträgers im FZ-Rahmen war dann schon Routine. Im nächsten Schritt wurden die Achsen eingesetzt, natürlich erst, nachdem die Kettenräder aufgezogen wurden. Praktischerweise haben die Slaters-Radsätze zu den Kettenrädern passende Achsdurchmesser (1/8''), außerdem ließen sich die Räder recht gut abziehen. Hoffentlich gibt es keine Probleme mit dem Lagerspiel, weil die Bohrungen in den Lagern einen Durchmesser von 2,1 oder 2,2mm haben, die Slaters-Radsätze aber nur 1,8mm-Zapfen. Bisher habe ich auf ein Ausbuchsen der Lager verzichtet. Die Federn habe ich an den Lagern (von Fredduck) mit einem winzigen Tropfen Sekundenkleber fixiert, bevor sie mit Radsatz in den Achshalten eingesetzt wurden; bisschen Fummelei, klappte aber ganz gut. Danach Einbau der Ketten; 32 Glieder pro Kette. Komischerweise ist die eine Kette zu lang, die muss nochmal gekürzt werden; ob ich mich verzählt habe? Auf jeden Fall sind Kettenräder und Ketten sorgfältig von Angüssen zu befreien! Und dann kommt der bange Moment: bewegt sie sich oder nicht? Heureka, der Kettenantrieb läuft!








    Ich habe sogar ein kleines Video gedreht, aber ich muss erst noch mal sehen, wie man das hochladen kann. Aber wie gesagt, an eine Kette muss ich sowieso nochmal ran.

    Einen Roll-Out kann man es noch nicht nennen, so ohne Puffer, Bremsen und Kupplungen, aber mal kurz aufs Gleis stellen, ist erlaubt! Probefahrt gefällig?



    Nun kann man langsam an den Decoder gehen, immerhin wurde darüber bereits nachgedacht!

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