was passiert bei einem Patinier-Seminar

  • Guten Morgen,


    was passiert mit Lenz und Brawa Wagen, wenn man sich bei einem Seminar zum Patinieren anmeldet? Sie werden alt, dreckig und irgendwie total betriebsverschmutzt.

    Unter der Anleitung von Thorsten Ströver (manchem hier unter Leopoldsthal bekannt) konnte man seine Wägelchen einsauen.

    Verwendet wurde hauptsächlich PanPastel und Washes, bzw. Farben von MIG und AK Interactive. Etwas Vallejo war auch dabei.


    Heraus kamen nachfolgende Ergebnisse. Ich muß gestehen, daß ich vorher noch nie rollendes Material eingestaubt hatte und mich nur an Gebäude wagte.


    Der Lenz/SNM Kessel war als erster dran. Da ging es mir hauptsächlich darum, den Plastikglanz verschwinden zu lassen und leichte Ölspuren anzubringen


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    Als nächstes kam der Omm von Brawa. Dieser bekommt noch ein Ladegut aus Kies, Gneis oder Granit, das zum Stauben neigt. Daher ist der Wagen auch staubig


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    Wieder etwas dezenter wurde der K4 von Lenz eingepudert


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    Er macht sich in der Üg recht gut


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    Dann wurde ich wieder mutiger und habe mir den Ucs von Brawa vorgenommen. Kalkstaub ist ja sehr anhänglich


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    Mit dem Ergebnis zufrieden wurde ich mutiger. Wagen, die kurz vor ihrem Einsatzende stehen, kannte ich gut und hatte auch nette Vorbildfotos. So nahm ich mir den G19 und den Dresden von Lenz vor:


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    Ich muß zugeben, es hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn ich meine Klamotten nun entsorgen kann. :)

    Wahrscheinlich dürfen sich meine anderen Güterwagen nun auf ein neues Outfit gefasst machen.

    Und alte Wagen in Spur 0 wirken einfach viiiiieeeel besser als in den kleinen Spuren.


    Ergänzend angemerkt:


    Den Dresden hatte ich vorher mit einem Rostton Wash immer partiell eingepinselt und dann aus den PanPastel Näpfen mit einem Borstenpinsel die Pigmente aufgetropft. Anders kann ich es nicht beschreiben. Es sind dunkelblaue, dunkelgrüne, hellrostrote und dunkelrostrote, sowie dunkelbraune Pigmente gewesen. Diese dann mit einem weichen Pinsel in Bretterfugenrichtung eingearbeitet und dann mit einem weicheren Borstenpinsel von oben nach unten abgerieben, bis man die gewünschte Färbung hat. Der Dresden eignet sich übrigens auch dazu, die Nietbleche mit einem Vallejo-Rostrot nachzuarbeiten. Da kann man entweder das typische Dunkelrot nehmen und ggf. noch mit grau oder schwarz (da reicht ein Tropfen) dunkler machen. Mit einem superfeinen Pinsel dann vorsichtig auftragen. Wenn es trocken ist, kann man mal leicht drüber stauben. Im Pinsel ist sicher noch genug vorhanden und auf dem Küchentuch sowieso.

    Die verschiedenen Pinsel sind übrigens auch ein Thema. Man benötigt alte Borstis, die schon aufgefächert sind als auch feste und weniger feste Borstis, dazu ein paar Schminkpinsel verschiedener Dicke (die weichen, nicht die schwammigen) und die typischen dicken Malkastenpinsel. Das reicht eigentlich schon. Etwas Verdünner ist auch vonnöten. Die Farben und washes hat Thorsten alle (auch in seinem Shop, falls jemand mal loslegen will) zur Verfügung gestellt. Die neuen feinen und fächerigen Pinsel sind nun auch zu haben. Für die gute Qualität recht günstig.


    Hier sieht man den gewashenen:


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    Ausbesserungsstellen kann man auch mit einem zugeschnittenen Schwämmchen herausradieren oder man klebt vorher ein Stück Tesafilm auf.


    50057614956_78ecfb4064_c.jpgIMG_2636 by Schwellensittich, auf Flickr


    Ich muß sagen, mir hat es sehr gut gefallen, über meinen Schatten zu springen und mich ans Thema Fahrzeugalterung zu wagen. Es macht wirklich Spaß und unter fachkundiger Anleitung gibt es auch schöne Ergebnisse.


    Staubige Grüße ...Hust...

    Viele Grüße


    Michael

    Edited 2 times, last by Locutus ().

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