Lackieren von Wägen (D-Zug Lima & Rivarossi)

  • Guten Abend,


    wenn nichts dagegen spricht, starte ich ein eigenes Lackieren Thema für die D-Zug Wägen von Lima & Rivarossi.


    Die Farbe vom Lima Wagen konnte ich mit Spiritus aus dem Supermarkt entfernen! Die Oberfläche wird mit 300/400er Körnung angeschliffen und dann werde ich erstmal eine Grundierung (von Elita, siehe Bestellung) auftragen. Danach nass schleifen mit 600/800er Papier und dann die Farbe schichtenweise auftragen. Erste Farbkreation wird ein Fernblauer Interregio.


    Der Lima Wagen dient ausschließlich zum Üben. Rivarossi soll es dann auf der Anlage werden.


    Offen bleibt aktuell nur die Frage: Welche Düsengröße für die Airbrush? Ein Versuch aus der Sprühdose hat nämlich richtig beschissen ausgesehen. :D


    Gruß

    Djordje







  • Hallo,


    Ich nehme zum Spitzen eine Düse von 0,2 mm.

    Lackieren mit einer Spraydose ist nicht zu empfehlen, weil kein geregelter Druckpunkt da ist.

    Bei einer Pistole kann man mit Gefühl im Finger den Druck und somit den Farbaustritt schön regeln.


    Viele Grüße Robby

  • Learning by doing....


    Wie mit allem.


    Kauf dir einen billigen Kompressor mit Pistole für um die 40€ für großflächige Arbeiten....Bei Airbrush bist Du mit der Düse für den Preis gut bedient.


    Ist aber alles eine Sache des Betrachters, der Temperatur, der Verdünnung der Farbe usw....


    Schleifpapier.....willst Du Holz oder was schleifen......so ab 1500 aufwärts...Nass, Trocken.

    Rifen sind schneller drin wie draussen.....


    Nur als Anregung und zum Nachdenken...Erst überlegen...dann handeln...spart viel Geld.

  • Hallo Djordje.

    So bin ich auch mal angefangen, alles schön sauber machen und dann neu lackieren. Es ist eine mühsehlige Arbeit.:( Beim zweiten Wagen habe ich als Grundierung einfach Rostschutzgrund Matt Braun aus dem Autohandel genommen ( Sprüdose ) und alles damit Grundiert. Das Ergebnis war für mich sehr gut und bei den Güterwagen hat das Matt Braun auch noch die passende Farbe. Die richtigen Farben habe ich dann mit der Airbrush Pistole aufgetragen.

    So hat jeder seine Methode die zum Erfolg führt.


    schöne Grüße

    Hein

    Ich baue nach dem Grundsatz " meine Anlage wird nie fertig " :thumbup:

  • Hallo Tschokko, hallo Freunde des Fahrzeugbaus in Spur 0,

    vielen Dank, dass Ihr hier Eure Erfahrung zum Thema Lackieren mit uns teilt. Nach meiner langjährigen Modellbauerfahrung ist das eine Kunst für sich, die ganz besondere Herausforderungen bereithält... Es braucht gaaanz viel Erfahrung, Übung, Geduld und und Konzentration, um wirklich ein gutes Finish zu erhalten.


    Methode 1:

    Die Kö I, die ich hier als Profilbild verwende, habe ich mit Weinert-Acryl-Farben und einem ganz einfachen Revell-Airbrush lackiert, mit Druckluft aus dem Kompressor. Ohne viel geübt zu habe, ist das auf Anhieb gelungen. Ich teile da Robbys Erfahrung, dass man damit sehr dosiert arbeiten kann.


    Methode 2:

    Für meine V15, die auf diversen Fotos in meinen Beiträgen zu sehen ist, habe ich mit Autolack aus dem Autolackfachgeschäft lackiert. Ich hatte mir die benötigten Farbtöne in Seidenmatt anmischen lassen und in der Spraydose nach hause getragen. Damit kann man wie ich finde auch ganz gute Ergebnisse erzielen, die Vor- und Nacharbeiten sind nicht so auffwändig, allerdings kostet so eine Spray-Dose-dann ab 15,-€.


    Methode 3:

    Damit habe ich den Prototyp meiner V100-Ost lackiert. Die Spraydose von Duply-Color, kann man im gewünschten Farbton und auch in Seidenmatt für kleines Geld im Online-Shop kaufen. Damit kann man aber nicht (mehr) so gut arbeiten. Ich vermute, dass es am Verbot der vor einigen Jahren noch verwendeten leichtflüchtigen Lösungsmittel liegt. Während bei diesen Sprays früher schon die Hälfte des Lösungsmittels verdunstet war, bevor es die Oberfläche unseres Modells erreicht hatte, klatscht uns heute so eine bunte Brühe auf's Modell, die sich erstmal in den Kanten und Löchern sammelt und dann langsam von aussen nach innen trocknet, also alles eher nicht so schön für uns, wenn es auch vielleicht für die Ozon-Schicht unseres Heimatplaneten weniger schädlich ist.


    Methode 4:

    Wasserlacke. Noch nie verwendet, null Erfahrung. Dazu wüßte ich gerne mehr, habt Ihr da was zu berichten? Das wäre schön.


    • Methode 1 nimmt man, wenn man sich gerne gutes Werkzeug zulegt, um damit professionel zu arbeiten.
    • Methode 2 ist ganz gut, wenn's mal schnell gehen soll und man auf dem
      Heimweg von der Arbeit noch schnell am Autolackceter halten kann.
    • Methode 3 kann man vergessen.
    • Methode 4 habe ich noch nicht ausprobiert, aber wahrscheinlich geht da die Reise hin.


    So, ich gehe dann mal wieder fernsteuerbare Kupplungen bauen, heute ist ja kein "ich muß jetzt draussen sein"-Wetter...


    Schönen Sonntag!

    Gruß

    Torsten Frieboese

  • Learning by doing....

    Dafür ist das Hobby da, Zeitvertreib mit Learning by doing. Ist doch eigentlich nicht so schlimm, oder?


    Zum Schleifen:

    Nachdem ich gestern bemerkt habe, das ich die Farbe einfach so mit Spiritus rückstandslos runterkriege, will ich natürlich dort und dann schleifen wo es nötig ist. Z.B. wenn ich neue Fenster mit Rahmen einsetzen werde - vorausgesetzt ich krieg diese Rahmen - werde ich den alten Rahmen runterschleifen. 280/400er Trocken und dann 600/800er Naß. Sobald die Grundierung aufgetragen ist, würde ich alles mit einem 800er Naß nochmal anschleifen. Ob es sinn macht, keine Ahnung. --> Learning by doing. ;)


    Airbrush hab ich schon. Daswegen muss da nichts angeschafft werden.



    einfach Rostschutzgrund Matt Braun aus dem Autohandel genommen ( Sprüdose ) und alles damit Grundiert.

    Das muss man aber schleifen, oder? Weil ich hab auch absichtlich mal mit der Sprühdose die Fläche lackiert. Nur der Auftrag war mir zu "grob" bzw. zuviel "orangenhaut".


    Gruß

    Djordje

  • So, das Dach ist entlackt und geputzt. Sieht faszinierend aus. :)




    Das ist jetzt echt cool ! Foto bleibt Foto, aber halte ich einen Lenz Wagen dagegen ist der Unterschied nur noch minimal. Es wird ! Es wird ! Langsam aber sicher. Ich habe diesmal der Farbe etwas Elita Mattierungspulver hinzugefügt und mit nem Mini Spritzer Odol verdünnt. Das Ergebnis finde ich echt klasse !!! Ich freu mich schon auf die Elita Farben. :)





    Gruß

    Djordje

  • Quote

    Industrielackierter Wagen von Lenz

    Auch der Lenz-Wagen ist in Handarbeit lackiert und nicht mit Robotern. Mein Tipp für Dich, bei aller Euphorie über das Geschaffene: Erst innen lackieren, und außen von Hell nach Dunkel arbeiten. Dann bekommst Du bei der Deckung der verschiedenen Schichten und Farben die wenigsten Probleme. Weiter ist bei leuchtenden Farben (z.B. gelb und rot) eine helle Grundierung sinnvoll um die Farben zum Leuchten zu bringen und keinen stumpfen Eindruck zu bekommen. Bei den Dächern (weißaluminium) ist eine graue Vorlackierung empfehlenswert. Sonst wirkt die Farbe grob und eher wie Ofenrohrfarbe.


    Ich denke mal, das es sich um ein Übungsobjekt handelt. Sonst solltest Du mehr Zeit und Energie in die Vorarbeiten investieren. Deine Bilder zeigen deutlich, dass die Farbe keinerlei füllende Eigenschaften hat und Fehler im Untergrund daher nicht ausgleichen kann.


    Weiter viel Erfolg!


    Null-Problemo8)

  • Ich denke mal, das es sich um ein Übungsobjekt handelt.

    So isses ! Der Lima Wagen ist ein reines Übungsobjekt, um Gefühl für Farbe, Auftrag, Schleifen, etc. zu entwickeln. Und ja, ich hab nicht viel Farbe aufgetragen! Geschweige denn grundiert. Hab die richtigen Sachen noch nicht zu Hause. Ich war lediglich positiv überrascht, was ein bisschen Elita Matierungspulver ausmacht und wie gut und vergleichbar danach die Lackierung wird. Jetzt heißt es auf die guten Farben warten, dann erstmal innen und außen grundieren, innen auslackieren in RAL 1000 und dann wird es kompliziert. Pastelblau, Fernblau, Lichtgrau... Dach wird allerdings RAL 7040. Den Gambrinus Wagen werde ich dagegen Stahlblau und das Dach in Weißaluminium lackieren. Ich hoffe ich denke da an deinen Tipp, das Dach vorzulackieren. Meinst das Fenstergrau (RAL 7040) reicht als Vorlackierung?


    Gruß

    Djordje

  • ......würde eher ein dunkles Grau empfehlen (z.B. RAL 7016). Versuch macht klug......


    Drei Beispiele:


    1r1iMf.jpg


    Das eher stumpfe Rot (RAL 3002) kommt durch eine weiße Grundierung zum Leuchten. Natürlich wird der Eindruck durch das Tageslicht verstärkt....


    c47g.jpg


    Hier ist mir das Weißaluminium nicht so gelungen wie geplant (das Grau der Vorackierung war zu hell, RAL7032). Der Rest dafür um so besser.


    weiche4.jpg


    Hier habe ich das besser gemacht und dunkelgrau vorlackiert. Das Weißaluminium war zudem höher verdünnt. Durch den hohen Kontrast erkennt man auch schnell wann die Deckung erreicht ist.


    Frag mich jetzt nicht, wie oft ich Farbe wieder abgewaschen und von vorne begonnen habe......;(


    Null-Problemo8)

  • Methode 4:

    Wasserlacke. Noch nie verwendet, null Erfahrung. Dazu wüßte ich gerne mehr, habt Ihr da was zu berichten? Das wäre schön.


    Hallo Torsten,


    das habe ich vor kurzem mit den Aquacolorfarben von Revell probieren müssen, nachdem sich die Randprofile der Türen des Kühlwagens unter Einwirkung der Weinertfarbe verzogen hatten. Es hat gut funktioniert. Nur muss man nach Abschluss der Lackierungsarbeiten sehr schnell die Pistole gründlich reinigen, es darf nicht der kleinste Farbrückstand in ihr bleiben. Wenn die Farbe einmal trocken ist, lässt sie sich mit keinem Lösungmittel mehr entfernen. Der Vorteil, zum reingen kann man Wasser nehmen, es stinkt also nicht.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Wenn die Farbe einmal trocken ist, lässt sie sich mit keinem Lösungmittel mehr entfernen.

    Sicher? Alle Farben die ich bisher in die Airbrush gekippt habe, konnte ich mit Nitroverdünnung im ärgsten Fall immer los werden. :D Die Nitro Reinigung führe ich allerdings nur im Freien durch. :D Der Wenz Klarlack hat mir mal die Airbrush Pistole zugesetzt. Hätte ich nicht gedacht, zu spät bemerkt und am Anfang dachte ich mein Airbrush ist kaputt. Auf einen Tipp hin hab ich alles ordentlich in Nitro getränkt. :D Teufelszeug. ;)


    Gruß

    Djordje

  • Hallo allerseits,


    nach meiner Erfahrung kann man wasserbasierte Acrylfarbe mit Azeton wieder auflösen. Ist aber möglicherweise für die Dichtungen nicht gut, also nur für den Notfall. Damit dieser nicht eintritt, werfe ich meine Airbrush nach dem Einsatz oder beim Farbwechsel in einen Eimer mit Wasser und Spülmittel, sprühe sie dann unter Wasser ordentlich durch und lasse sie bis zum nächsten Einsatz im Eimer liegen. Auch nach zwei Wochen funktioniert sie dann noch, ist aber gerne von außen etwas schleimig:P


    Gruß


    Christoph

  • Hallo,


    ich musste noch nie Nitro in die Airbrush kippen, denn dann wären bei meiner neue Dichtungen nötig. :D;(

    Bislang ging es immer mit Demontage und gründlicher Reinigung. Zur Not im Ultraschallbad.

    Ich benutze gern die Reiniger der Farbenhersteller, sind etwas teurer, aber funktionieren schonend.


    Die wasserlöslichen Lacke verwendie ich oft:

    Ich verwende Tamiya (Löslich mit Isopropanol), Aircolor von Schmincke und Vallejo.

    Tamiya für Schienen, Radsätze und Kleinteile.

    Aircolor für Landschaft und Gebäude und zum Altern von Werkslackierungen.

    Vallejo für Fahrzeuglackierungen, wenn ich Pinsel und Airbrusch kombiniere und für die meisten anderen Dinge.

    Wichtig scheint mir: Richtig gründlich entfetten, leicht sandstrahlen und direkt grundieren. Die Grundierung sollte immer zum Lack und zum Untergrund passen, dann gibt es auch keine Probleme mit der Haltbarkeit. Also immer wasserverdünnt auf wasserverdünntes Acryl.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo Stefan,


    eine Badger-Strahlpistole, ganz feines Strahlmittel von Ebay und den Garten.

    Draufhalten bis es matt wird. Staub abpusten, nicht mehr mit bloßen Fingern anfassen und direkt grundieren.

    Ach ja, Maske, Handschuhe und Brille nicht vergessen und auf die Windrichtung achten.


    Eine Kabine lohnt sich für mich bei den wenigen Sachen im Jahr nicht, da kann ich kiloweise Strahlmittel für kaufen.


    Edit: Hier ist ein Bild von einem gestrahlten Kleinteil drinnen


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Achtung, es geht etwas durcheinander!


    Sandstrahlen ist eine prima Methode zu Vorbereitung für die Lackierung. Aber bitte nur Messing/Weissmetall. Kunststoffoberflächen strahlen ist eine überflüssige Kunst, die mehr Schaden als Nutzen bewirkt.


    Klar, mit Nitroverdünnung kriegt man alles aus der Airbrush raus, aber Ethanol AKA Spiritus funktioniert genau so gut, stinkt weniger und lässt die Dichtungen in Ruhe. Von der Gesundeheitsschädlichkeit von Nitroverdünnung reden wir sowieso besser nicht.


    Michael

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