Geschwindigkeitsmessung für Spur 0 Fahrzeuge im Maßstab 1:45

  • Hallo Spur 0 Freunde,

    was mir schon lange fehlte ist eine Geschwindigkeitsmessung für Spur 0 Fahrzeuge im Maßstab 1:45.


    Nicht nur bei der Einstellung der Parameter eines ESU Dekoders für die Modellbahngeschwindigkeit ist es sinnvoll ein passendes Messinstrument zu haben. Durch einen Beitrag eines N-Bahners https://n-modellbahn.de/moba-speed/ habe ich mit einem Arduino Nano, zwei IR-Sensoren und einem OLED-Display aus der Bucht und FOREX aus der Bastelkiste einen Geschwindigkeitsmesser für Fahrzeuge im Masstab 1:45 nachgebaut. Es waren einige kleine Parameteränderungen an dem Sketch (Arduino Programm) erforderlich und schon konnten die Messfahrten nach Kalibrierung der IR-Sensoren beginnen. Mit dieser technischen Hilfe lassen sich sehr gut Einstellungen vornehmen.


    Geschwindigkeitsmessung der Diesellok Jung10LB vorwärts:

    https://buemo.net/SNMForum/Modellbahn-Geschwindigkeit_1.mov


    Geschwindigkeitsmessung der Diesellok Jung10LB rückwärts:

    https://buemo.net/SNMForum/Modellbahn-Geschwindigkeit_1a.mov

    Freundliche Grüße :)

    Michael

  • Hallo spur-0-fan,


    aufwändiges Projekt, das aber wunschgemäß funktioniert. Danke fürs Zeigen!


    Mir wäre das zu aufwändig, ich würde, so glaube ich, eher einen Fahrradtacho in einen G-Wagen einbauen und diesen mitschleppen - sowas habe ich mal in einem Eisenbahnclub gesehen und das funktionierte auch sehr gut. Der Aufwand wäre nur, den Tacho in einen Güterwagen einzubauen. Aber das ist ein anderes Thema...


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Ich kenne auch eine andere, einfache wie geniale Variante.

    Es kommt ohne Computer, Extradisplay und Sketch Programmieren aus, mit in einem Güterwagen eingebauten Fahrradtacho.

    Eine PDF Bauanleitung findet man auf der Seite des Modelleisenbahnverein Traiskirchen.

    Ich will es hier nicht einstellen oder verlinken wegen evtl. Urheberrechtlichen Problemen (wer weiß was heutzutage Anwälte alles angreifen können), aber wer will, findet es in 4 Klicks in 5 Sekunden.

    LG Zoltan von der StEAG
    (Somestaler Eisenbahn-Aktiengesellschaft), BW Traktion Langkatzenhofen
    SzVVT (Szamosvölgyi Vaspálya Társaság), Hosszúmacskási Vontatási Telep
    Schaut bei meiner "echten" Dampflok 52.4984 vorbei!
    Und hier ist mein YouTube Kanal mit meinen (Bahn)filmen
    :)


  • Moin,

    von LDT gab es auch mal den Geschwindigkeitsmesser Train Speed. Den habe ich zusammen mit einer Lichtschranke von Conrad auf meiner MTSE ( Achtung Schmalspur !) verbaut. Der LDT Train Speed taucht hin und wieder noch in der Bucht auf. Die beiden Lichtsensoren liegen im Abstand der möglichst langen Meßstrecke zwischen den Schwellen und werden vom Zug beschattet. Aus welcher Richtung der Zug kommt ist egal, die Messung beginnt, wenn der erste Sensor auslöst und endet wenn der zweite Sensor auslöst. Funktioniert seit vielen Jahren präzise und störungsfrei.

    Mit freundlichen Grüßen aus dem schönen Hamburg

    Michael

    http://www.0e-club-hamburg.de

  • Hallo Michael,

    danke für das Foto, das ist eine sehr gute Idee um meine Installation zum Thema Geschwindigkeitsmessung "täglich" zu nutzen. Ich wünsche euch weiterhin viel Bastelspaß und Freude mit der Schmalspurbahn 0e im Norden Deutschlands.

    Freundliche Grüße :)

    Michael

  • Hallo Michael

    ich finde deine und andere Arbeiten und Methoden hier sehr interessant.

    Trotz der vielen Technik fahre ich seit Jahren hoch zufrieden (und "technikarm") mit der Berechnungsmethode die Stephan/asisfelden hier im Forum mal vor einiger Zeit beschrieben hat : Höchstgeschwindigkeit Lenz 24 er

    Versteckte Markierungen stehen neben dem Gleis. Und nach kurzer Zeit sind auch für neue Loks die Daten erfasst und gespeichert. Kontrollieren macht immer wieder mal Freude. Es klappt. Immer wieder :).

    Weiterhin viel Spaß und alles Gute.

    Beste Grüße

    Hendrik

  • Hallo Michael,


    das “Arduino Nano” Projekt sieht sehr vielversprechend aus.

    Die ausführliche Demonstration von J. Kießling lädt tatsächlich zum Nachbauen ein.


    Vorteil gegenüber Messwagen mit Fahrradtacho: Der Wagen passt gegebenenfalls nicht in das Zugbild.

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass auch die Genauigkeit bei der Lichtschrankenmessung genauer sein könnte.

  • Hallo,


    ich habe Versuche mit einem Fahrradtacho gemacht, die leider nicht so erfolgreich waren. Vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten war der Kontakt über den Magneten icht ausreichend, also nicht oft genug, um vernünftige Ergebnisse zu erzielen.


    Ich habe daher einen Freund, der sich mit Elektronik auskennt, gebeten, mir eine "Mess-Station" wie oben beschrieben zu bauen. Die Arbeiten laufen noch, die ersten Tests verliefen aber sehr gut! Wer sich mit Arduino auskennt oder sich da einarbeitet, bekommt für kleines Geld eine sehr ordentlich Geschwindigkeitsmessung!


    Gruß

    Thomas

  • Hallo moba-tom,


    hattest Du bei Deinen Versuchen nur einen Magneten an der Achse oder mehrere? Eben aus dem von Dir genannten Grund (Messung bei Langsamfahrt) sollten schon drei oder vier Magnete an der Achse sitzen und der Radumfang entsprechend eingekürzt in das Tacho eingegeben werden.


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)


  • Moin.

    Bei mir hat es auch mit einem Magneten funktioniert, allerdings sitzt der nicht unbedingt optisch passend zum Bremsgestänge. 8)


    Da habe ich etwas rumprobieren dürfen bis Magnet und Reedrelais sich optimal fanden. Der Magnet sollte auch nicht allzu schwach auf der Brust sein.


    Es war ein Pola X05 und billiger Tacho aus dem "Super-/Baumarkt". den habe ich erstmal geöffnet und alle Leitungen für Kontakt und Tasten rausgelegt. So kann man auch mal schnell den Radumfang ändern wenn es bis 200 km/h sein muss und fitzelt nicht auf dem Tacho rum.

    Leider habe ich nie ein Bild von unten und im Stillstand gemacht. Andererseits, ein Reedrelais mit 2 Kabeln ist jetzt auch nicht so was besonderes.

    Wenn ich nochmal im Clubheim bin und dran denke mach ich noch Fotos.

  • Die Problematik bei Magneten und Reedkontakten in Verbindung mit dem Fahrradtacho sind ohne "experimentieren" nicht zu schaffen. Auch ich verwende (habe schon mehrere in 0e gebaut) nur einen Magnet. Neodym Stabmagnet 2 mm Durchmesser, 5 mm Länge. Achse abgeflacht dass der Magnet einigermaßen plan aufliegt, also im rechten Winkel auf der Achse steht, und mit einen Tröpfchen Superkleber befestigt wird.

    Der Reedkontakt funktioniert am besten wenn er schräg zur Drehrichtung (das Glasrörchen) des Magneten und so nahe als möglich am Magneten - ohne diesen zu berühren - befestigt wird. Er muss (oder darf) auch nicht sklavisch genau über dem Magneten sein sondern leicht seitlich versetzt. Wenn der Magnet parallel zur Achse ist dann kommt es zu Aussetzern beim Messen und wenn er in der Längsmittelebene ist dann schaltet er ca. 80 bis 90 % der Zeit 2 x pro Umdrehung. Besonders im Langsamfahrbereich. Reedkontakte nehme ich die Kleinsten mit 1,5 x 7 mm.

    Beim Beachten dieser Anleitung ist gutes Gelingen vorprogrammiert. Und ein im Zugverband mitfahrender Wagen der die aktuell gefahrene Geschwindigkeit anzeigt kann schon was. Aber jeder halt wie er will.

    lg Franz

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