Dingler BR 56 und BR 39

  • Quote

    Ein Modell ist nur zu einem Preis zu verkaufen für den es Kunden gibt, die das auch bezahlen wollen

    moin michael,
    es ist sogar noch schlimmer, sie müssen nicht nur wollen, sondern es auch tun. und wollen tun bekanntlich immer viele. was ganz klar bedeutet, je größer der markt, desto stabiler die preise. wenn es viel gibt und viele es wollen, kostet das Produkt überall fast gleich viel. wenn es wenig gibt und wenige es wollen, ist die Preisspanne enorm. weil beide Seiten keine alternativen haben. der potientelle käufer muß froh sein, eine Maschine zu finden, der Verkäufer einen, der sie kauft. und je nachdem, wie wichtig jeder partei der kaufabschluß ist, fällt der höher oder niedriger aus. was natürlich eine preisabschätzung sehr schwierig macht. nehme ich das Maximum was bislang gezahlt wurde, oder einen preis, von dem ich weiß, das die maschine morgen weg ist, oder vielleicht die Mitte? was bei dieser frage allerdings nichts zu suchen hat, ist dieser ganze idielle scheiß, der hier die Gemüter hochkocht: messingloks sind doch so viel besser als Kunststoff-großserie und müssen folglich auch viel teurer sein. und die loks haben mal so viel gekostet, das will man wieder raus haben, nicht zu vergessen die Genugtuung, dass die eigenen Schätzchen, die man ja gar nicht verkaufen will, so einen enorm hohen wert haben. wir reden hier aber über einen gebraucht- und Antiquitäten-markt. und der funktioniert wie ne Auktion. das höchste gebot bekommt den Zuschlag. findet man einen, der soviel zahlt, hat man Glück. ist grade keiner da, hat man eben Pech.
    meint jedenfalls volker

  • Moin Volker + Alle,


    wie Du Recht hast! Ein Beispiel: ich bin an der Jagd eines SBB Personenzuges, was aus mehreren Wagen besteht. A, AB, B, D, usw. Man könnte denken daß alle Wagen dasselben Preis haben, es ist aber nicht so! Was ich in der Zwischenzeit kaufen konnte, hatte eine Preisfluktuation von fast 70%! Wenn ich noch in H0 nach einen Fleischmann KPEV G8.1 gesucht hatte, habe ich mehrmals die Artikel am Bucht gesehen, Endpreis war immer binnen 10% der Mittelpreis. So beeinflußt die Marktgröße die Preisstabilität...


    Gruß,


    Ákos

  • hallo zusammen


    ich verstehe sowieso diese ganze Aufregung nicht .


    Es gibt keinen zu niedrigen oder zu hohen Preis , sondern den richtigen Preis !!
    Denn wie auch immer der Preis aussieht es gibt immer einen der ihn bezahlt und dem auch der Gegenwert dies Wert ist .


    Klar haben die Messingdampfer mal sehr viel Geld gekostet , sie sind es aber auch mehr oder minder Wert , denn man muss sich auch mal vor Augen halten was da für eine intesive Planung und Arbeit drin steckt .


    Wir haben doch hier im Forum einige User die schon mal eine BR 70 von Gebauer zusammen gelötet haben !!! Fragt die mal wieviel Stunden sie daran gearbeitet haben
    ca 400 Stunden ( das ist noch niedrig gerechnet ) + Bausatz + Lackieren + Beschriften .


    Wenn man dies in Zahlen audrückt und dabei noch einen geringen Stundenlohn (1,50 Euro )rechnet , kommt man alleine schon bei der Zeit auf 600 Euro + den Bausatz 650 Euro
    Lackieren 80 Euro und Beschriftung 40 Euro , das wären zsammen 1370 Euro für eine kleine Tenderlok .


    In dieser Rechnung sind noch nicht mal die Rückschläge und emotionalen Kleinigkeiten mit einbezogen .


    Deshalb denke ich das man bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen soll !( wie in einem anderen Theard)


    Klar sind Großserienprodukte billiger und vielleicht auch nicht schlechter , aber man sollte doch meine kleine Rechnung im Kopf behalten wenn man über die ach so angebliche überteuerte Messinglok's schimpft .


    So nun hoffe ich das ich etwas zum entspannen der Gemüter beitragen konnte .



    Gruß
    Jürgen

    wer mich als Freund hat , braucht keine Feinde :D

    Edited once, last by der noergler ().

  • Quote

    Klar sind Großserienprodukte billiger und vielleicht auch nicht schlechter , aber man sollte doch meine kleine Rechnung im Kopf behalten wenn man über die ach so angebliche überteuerte Messinglok's schimpft .

    hallo Jürgen,
    genau diese rechnung hat hier nichts zu suchen. für einen einzelnen hat das alles Bedeutung. aber die grundfrage ist doch nicht, wie viel ist mir eine Lok wert. oder ob ich messingloks mag oder überkandidelt finde, sondern hier geht es um die Beurteilung des marktes von messingfahrzeugen. und da bestimmen angebot und nachfage den preis. und die größe des Marktes bestimmt die Preisstabilität. dem potentiellen käufer ist die zeit, die der Erbauer da reigesteckt hat, doch völlig schnurz. er möchte ein Produkt erwerben, ohne seine eigenen resourcen über gebühr zu beanspruchen. und das hat nichts damit zutun, ob man irgendetwas wertschätzt oder nicht, sondern nur mit dem haushalten eigener resourcen. und jeder käufer wird eine kosten-nutzen rechnung nach seinen Vorstellungen aufstellen und eine für ihn wirtschaftliche Entscheidung treffen. und je mehr alternativen da sind, umso größer ist die chance, das für den einzelnen eine der alternativen wirtschaftlicher ist. sprich desto kleiner und unkalkulierbarer ist der markt.
    das problem, das eine lok erst dann etwas wert ist, wenn man sie verkauft hat, hat doch schon der kleinserien-hersteller, der sie produziert hat. in einem anderen threat über kiss wurde da doch schon lange drüber lamentiert, das da erst nach Vorbestellungen erst über eine Produktion nachgedacht wurde. was ja nichts anderes bedeutet, dass man unter allen umständen ja unter der nachfrage nach dem Produkt bleibt, um auch alle Loks verkaufen zu können. wenn das nicht was über den markt aussagt.
    meint jedenfalls volker

  • Hallo Volker


    zitat von Dir

    Quote

    dem potentiellen käufer ist die zeit, die der Erbauer da reigesteckt hat, doch völlig schnurz. er möchte ein Produkt erwerben, ohne seine eigenen resourcen über gebühr zu beanspruchen

    ??????????????????????




    Da möchte ich mal Deine Reaktion sehen, wenn das Dein Arbeitgeber zu Dir sagt , das ihm Deine Arbeitszeit schnurz ist .


    Gruß
    Jürgen



    P.S.
    lassen wir das es bringt nichts und ausserdem auch noch OT.

    wer mich als Freund hat , braucht keine Feinde :D

    Edited once, last by der noergler ().

  • hallo Jürgen,
    ich bin selbständig,
    meinen arbeitgebern ist natürlich völlig egal, wie lange ich an einem projekt arbeite. die interessiert nur, ob ihre kosten-nutzen Rechnung stimmt. wenn sie stimmt, habe ich Arbeit, wenn nicht habe ich keine.
    meine arbeitszeit ist nur für meine kosten-nutzenrechnung wichtig.
    und im grunde funktioniert dieses Prinzip auch bei Arbeitnehmern, durch staatliche Reglementierung natürlich nur in abgeschwächter form.


    und so off-topic ist das hier garnicht.
    die frage war ja: was sind bestimmte Loks wert. und die eindeutigste Antwort war quasi: kann man nicht sagen. da ist eine Diskussion, warum das so ist, und ein verstehen des Marktes schon hilfreich.
    meint jedenfalls volker

  • Ich habe den Markt noch nie verstanden - oder Glück muß man haben- Vor zwei Jahren habe ich mal zwei von mir gebaute Tnhs32 Kühlwagen, die damals noch von Herrn Dora vertrieben wurden, in der Bucht eingestellt, um ein anderes Projekt zu finanzieren. Nach anfänglichem Dümpeln sind die beiden für 800€ nach Tokio gegangen.... Habs dann ein Jahr später nochmal probiert, hat aber nicht mehr geklappt... Soviel zum Versuch im emotionalen Spur 0 Bereich mit all seinen Glaubens- und Grabenkämpfen Preisorienierungen dem Endverbraucher an die Hand zu geben... Sucht noch jemand zwei Tnhs? Ich gehe jetzt meine Dingler 56.2 streicheln und freue mich auf V 200 Bilder aus Köln.


    Gruß an Alle

  • Hallöchen,
    nachdem ich mit Begeisterung beobachtet habe, wie Ihr euch blaue Augen holtet, wollte ich einfach noch mal die ursprüngliche Frage von Heiner wiederholen:" Wie ist der realistische Preis der beiden Loks" ? Betonung auf realistisch!!!! Und der ist für diese beiden Qualitätsloks ( wenn professionel zusammengebaut) hoch. Schon allein durch die gering produzierte Stückzahl und daher geringe Verfügbarkeit am Markt.
    Übrigens, die BR 56 gab es auch einmal von der Fa. Sauer in Ms- Ausführung. Diese Lok wird deutlich billiger ( für mich nicht preiswerter ) angeboten.


    Hier noch ein Beispiel an der kleinen Gebauer T3: Diese Lok wird lt. meiner privaten Preisliste zwischen 800.- und 1500.-€ gehandelt. Ich machte ein " Schnäppchen" für 700.-€. Dafür baute ich ein neues Getriebe ein 120.-€, neuen Radsatz 300.-€, digitalisieren mit Geräusch und Puffer 130.-€, Steuerung anpassen und schwitzen, daß nichts paputt geht ( Ersatzteilversorgung ), Beschriftung 30.-€, Beleuchtung 10.-€, Lackieren. D.h., die Maschinen für 800.- oder weniger entsprechen einfach dem technischen Stand der 80er Jahre aber jetzt dem heutigen. Die o.g. Maschinen entsprechen auch dem heutigen Stand der Technik. Wer diese beiden Maschinen unter 2000.-€ bekommt, darf sich einfach glücklich schätzen.


    Und noch etwas. Wer etwas bestimmtes baut, z.B. eine Nebenbahn, dem nutzt doch eine S 3/6 von Spring für 600.-€ überhaupt nichts. Der kauft sich eher eine Pt 2/3 zum doppelten Preis. Dafür bekommt er aber auch nicht irgend etwas, sondern was er wollte und benötigte.


    Jetzt bin ich doch auch vom Thema realistisch abgewichen.


    Gruß von der
    Betriebsleitung der NauKb


    http://naugarderkleinbahn.jimdo.com

  • Hallo,



    ich würde keine Original
    - Dingler – Lok mehr ungesehen und ungeprüft kaufen.



    E sei denn mir ist der Verkäufer gut und persönlich bekannt –
    oder der Preis rechtfertigt einen kompletten Neuaufbau.



    Bei meiner 39 habe
    ich ein Fiasko erlebt, eine Original Dingler die erst nach viel Zeit und Geld
    das geworden ist was sie ist.



    Die 39er - ein schön detailiertes Modell, das aber im Regelfall ohne kostspieligen
    Umbau nicht für Anlagenbetrieb taugt!



    Ebenso die 58er.



    Schluss endlich kauft aber jeder das was ihm gefällt, er hat
    es ja auch selbst zu bezahlen.



    Grüße

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!