Gleisabstand im Fiddleyard

  • Hallo Andreas Husbert,


    sieht interessant aus. Die Hebel der Riegel dienen gleichzeitig als Rollschutz, wenn ich das richtig sehe.

    Meinen Nutzernamen habe ich von jk_wk geändert auf 0topia, weil ich zeigen möchte, dass mein Traum von meiner Spur 0 Anlage keine reine Utopie ist, sondern Stück für Stück in Erfüllung geht.


    Gruß aus dem Bergischen Land

    Jürgen (K)


    Nicht grübeln - mach es einfach, aber mach es einfach


    In meinem Vorstellungs-Thread habe ich Verweise auf meine bisher im Forum veröffentlichten Projekte hinterlegt.

    Edited once, last by 0topia ().

  • Hi all,

    das ist richtig. Die Riegel werden in die gegenüberliegende Lasche geschoben und stellen die Stromverbindung her. Wer das nachbaut nimmt bitte Messingriegel da meine vercromten nur mit Aufwand stromführend werden. So einfach mal löten ist nicht.

    Die preiswertesten findet man hier in der Bucht. 2,80 bis 3,80 pro Paar.

    Husbert

  • Hallo zusammen,

    ich möchte gerade auch ein FY bauen ,und auch auf Schubladen Schienen so wie Hubert allerdings mit 3 Gleisen.

    Meine Modulgrösse ist hier 1m x 55 .

    Gibt es hier eine Art Baubericht wie man sowas am besten aufbaut?

    LG.

    Dimo

  • Hallo Dimo,

    ich habe das recht einfach gehalten, mein Fiddelyard ist 100x25.

    Gekauft habe ich ein fertiges Modul, bei dem ich die Sperrholzplatte abgenommen habe.

    Dann habe ich mir drei einfache Schubladenschienen besorgt, bewusst ohne Kugellager, und die Platte wieder draufgeschraubt.

    Auf eine Verriegelung habe ich verzichtet, allerdings gibt es bei mir ein Durchfahrgleis, das durch einen starken Magneten fixiert wird.

    Die Verkabelung kommt noch, da wird es Schleppkabel geben.

    Wichtig ist vor allen die Schubladenschienen exakt parallel zu montieren, sonst hakt es.

    VG

    Joachim

  • Hallo,


    zum Thema gibt es ja inzwischen zahlreiche Anregungen und Erfahrungsberichte, so daß

    ich wohl kaum noch etwas Neues beitragen kann; trotzdem will ich es versuchen.


    Die Gleisabstände auf meiner Anlage betragen generell mindestens 90 mm, Abweichungen

    nach oben ergeben sich nach Lage der Weichen aufgrund deren Beschaffenheit. Daraus ergeben sich Wagenzwischenräume von etwa 25 mm; für meine Wurstfinger leider zu schmal, um dazwischen hantieren zu können. Insofern nichts Neues.



    Um Wagen trotzdem per Hand entkuppeln zu können, habe ich mehrere Versuche mit selbst

    gefertigten Entkupplungshebeln unternommen, wobei darauf zu achten war, daß man damit zwischen den Wagen unter die Kupplungen reichen konnte. Inzwischen habe ich die abgebildete Lösung gefunden, zwar noch immer nicht ideal, aber nach ein bißchen Übung durchaus praktikabel



    Für die Anfertigung habe ich einen 20 mm breiten Hartpappenstreifen gewählt, von dem ich an einem Ende 35 mm rechtwinkelig umgebogen habe, wobei ich die Biegungskehle durch

    einem kleinen Einsatz verstärkt habe.


    Mit diesem Entkupplungshebel greife ich zwischen den Wagen unter den Puffern hindurch

    und platziere das abgewinkelte Pappstück so unter die Kupplungshaken, daß sie sich nach

    leichtem Anheben lösen. Die eher zufällig gewählte Länge des Hebels erlaubt eine flexible Handhabung.


    Wenn sich mein Entkupplungshebel nachhaltig bewährt, werde ich mir noch einige zusätzliche basteln, denn erfahrungsgemäß liegt ein einziges Stück immer da, wo man es gerade nicht braucht;

    bei mehreren kann ich sie auf bzw. unter der Anlage verteilen.


    Bei dieser Gelegenheit noch ein kurzer Rückblick auf die Beschaffenheit von Kupplungen.

    Die alte Trix Express-Bahn verfügte über asymmetrische Kupplungen, auf der einen Seite Haken und Bügel, auf der anderen Seite nur ein Haken. Da wegen des tatsächlichen Zweileitersystems Kehrschleifen eigentlich nicht vorgesehen waren, funktionierte diese Lösung recht gut, da innerhalb der Züge stets eine Haken-Bügelkupplung auf eine bloße Hakenkupplung stieß.


    Wenn auf einer Anlage keine Kehrschleifen vorgesehen sind, könnte dieses Prinzip auch bei Spur 0-Wagen Verwendung finden. Durch die Entfernung des beweglichen Kupplungshakens an jeweils einem Wagenende wäre bei entsprechender Wagenreihung trotzdem ein sicheres Kuppeln möglich und das Entkuppeln würde erleichtert, da ja nur noch ein Haken anzuheben wäre. Für die Abweichung vom eigentlichen Thema bitte ich ausdrücklich um Entschuldigung.


    Schöne Grüße

    Reinhard

  • Hallo spätnuller,


    ja, Du hast einen engen Gleisachsabstand und da kommt man mit dem "Entkupplungslöffel" aus dem Haus Moog (0mobau) nicht zwischen die Wagen. Ich habe da eine andere "Problemlösung":


    Ich nutze einen Stab mit Magnet am Ende, mit dem ich beide Zughaken von oben erreiche und selbige anhebe, so dass ein Entkuppeln und Wegfahren problemlos gelingt. So sieht er aus:



    Alle Kupplungen bis auf die ersten Kiss-Kupplungen reagieren auf den Magneten, so dass ich bei meinem sechsachsigen Flachwagen von Kiss die Kupplungen getauscht habe und nun alle Waggons so entkuppeln kann.


    Bau des Magnetstabs war einfach: An die Spitze eines Holz-Vierkants mit 5 x 5 mm habe ich einen genauso gr0ßen NeoDym-Magneten geklebt, mit Tesafilm gesichert und schon war er fertig, der Entkupperstab.


    Das nur mal so als "offtopic-Tipp".


    Freundlicher Gruß

    EsPe

  • Hallo C_h_o_p_i_n,


    bist Du Dir da wirklich sicher:

    ich habe mit einem Gleismittenabstand von 8 cm und mit fünf parallelen Gleisen geplant

    Laut NEM 301 ist die Breite der Spur-0-Fahrzeuge 78 mm. Das gilt für 1:45. Aber es gibt noch 1:43,5-Fahrzeuge, die schon aufgrund des anderen Maßstabs breiter sind und teilweise im Zylinderbereich noch breiter sind, also eher in Richtung 1:40 gehen. Da dürfte ein Gleismittenabstand grenzwertig sein bzw. es sind Kollisionen vorprogrammiert. Für das reibungslose Verkehren der Spur-0-Fahrzeuge sollte man nach NEM 102 in der Geraden einen Bereich mit 94 mm Breite freihalten...


    Oder fährst Du mit Schmalspur-Fahrzeugen? Falls ja, dürftest Du bei 80 mm Gleismittenabstand keinen Rollwagen- oder Rollbockbetrieb machen...


    Freundlicher Gruß

    EsPe

  • Hej EsPe,

    ich habe mich zwar für 1:45 entschieden und auch zwei Gleise Lenz nebeneinander mit Fahrzeugen drauf scheinen in dem Abstand gut zu passen ...

    Aber das schaue ich mir dann doch noch mal an ...


    Noch kann ich es leicht ändern.


    Viele Grüße,

    Stefan

  • Hallo Jay,

    nochmals vielen Dank für Deinen Tip. Ich habe heute die Teleskop-Entkuppler erhalten und sogleich ausprobiert.

    Das funktioniert prima und ist dazu noch recht einfach. Kann ich nur empfehlen.

    Schöne Grüße

    Reinhard

  • Laut NEM 301 ist die Breite der Spur-0-Fahrzeuge 78 mm. Das gilt für 1:45. Aber es gibt noch 1:43,5-Fahrzeuge, die schon aufgrund des anderen Maßstabs breiter sind und teilweise im Zylinderbereich noch breiter sind, also eher in Richtung 1:40 gehen.

    Hallo EsPe,


    wenn dass so in der NEM 301 steht, dann sind damit Fahrzeuge im Maßstab 1:43,5 gemeint und keiner hat diese Norm an den Maßstab 1:45 angepasst. Ich habe gerade meine alte BR 78 ( schätze aus den 80er/90er Jahren) nachgemessen, diese ist 1:43,5 und akurat an der breitesten Stelle 78mm. Wobei die breiteste Stelle nicht die Zylinder sind (dort ist sie 70mm breit), sondern die seitlichen Aufstiege am Tender.

    Die ebenfalls 1:43,5 hergestellte E 92 ist an den Aufstiegen 74mm breit.


    80mm Gleisabstand im Modell entsprächen 3,60m beim Vorbild, das sind 10cm mehr, als der Gleismittenabstand auf zweigleisigen Strecken bis in die Epoche III hinein. Stefan dürfte also keine Probleme auf seinem Fiddleyard erwarten.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland


    Nachtrag:

    Habe soeben in der NEM 301 (Ausgabe 1979) nachgesehen: Dort steht in der Tabelle kein Maßstab, sondern "Nenngröße 0". Also wird man sich wohl auf 1:43,5 bezogen haben.

  • Hallo Rollo,

    Wenn man das Lichtraumprofil (Gleisabstand) mit der Fahrzeugumgrenzung (Größte Breite) überlagert sollte man ein paar Dinge bedenken:

    In Bögen ragen die Fahrzeuge aus.

    Es gibt Gleislagefehler.

    Die Fahrzeuge haben Spiel gegenüber dem Gleis (Spurspiel, Federung).

    Die Fahrzeuge können im Spießgang stehen.


    Das wird bei dem Vorbild alles berücksichtigt und gilt so eigentlich auch im Modell. Die NEM macht unter 3m Radius auch einen Zuschlag im Gleisabstand.


    Bei 1,1 mm Spurspiel wird das schon mit -0,2 mm am Tender knapp, ohne die anderen Effekte zu berücksichtigen.


    Aber man kann alles bauen, wie man will. Ironie: Zum Glück sind bei der Modellbahn die Normen verpflichtend.8) (Ohne Ironie: Nein, sind sie nicht!)


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

    Edited once, last by H3x: Der letzte Satz war missverständlich, war ironisch gemeint. ().

  • Hallo H3x,


    in der Schule würde der Lehrer jetzt sagen: "Lieber H3x, Dein Beitrag ging am Thema vorbei, hinsetzen Fünf!";)

    Es ging hier um die NEM 301, welche die maximalen Fahrzeugbreiten vorgibt.


    Auf einem Fiddleyard werden sicher keine Gleisbögen verlegt. Bei Gleisbögen sollte man sich dann an die NEM 112 halten.


    Und verpflichtend ist die NEM 112 auch nicht, denn es steht in der Einleitung: "Dieses Normblatt dient als Hilfsmittel". Es ist also eine Empfehlung.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo Roland,


    das tut mir leid, dass ich dich mit meinen Ausführungen verwirrt habe. Da habe ich wohl zuviel Systemwissen aus der Einschränkungsrechung in den Beitrag gesteckt.

    Eventuell kann ich die schlechte Note doch noch verbessern:

    Fahrzeugumgrenzung, Lichtraumprofil, Bogenradius, Spurspiel und Toleranzen muss man immer zusammen betrachten. Eine Argumentation mit einer einzelnen Größe "Fahrzeugbreite" geht nicht, weil dann das System nicht mehr funktioniert: Zwei 78 mm breite Fahrzeuge können sich bei 80 mm Gleismittenabstand nicht sicher begegnen, wenn man das Spurspiel nicht beachtet. Das war meine Aussage.

    Viele Schattenbahnhöfe haben auch Weichen, welche im abzweigenden Strang einen Bogen und meist einen Gegenbogen haben. Ein sehr enger Gleisabstand kostet dann Nutzlänge. Bei Schiebebühnen gilt das natürlich nicht.


    Der Satz mit den "verpflichtenden Normen" war ironisch gemeint, man kann wirklich alles bauen, wie man will.


    Schöne Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo Rollo,


    Danke für diesen Hinweis:

    wenn dass so in der NEM 301 steht, dann sind damit Fahrzeuge im Maßstab 1:43,5 gemeint und keiner hat diese Norm an den Maßstab 1:45 angepasst.

    Ja, da hast Du Recht, denn die NEM 301 ist tatsächlich so ausgelegt, dass auch die Fahrzeuge in 1:43,5 NEM-gerecht sind und auf NEM-gerechten Anlagen verkehren können. Die NEM 301 wird niemals auf 1:45 angepasst werden, denn die NEM 010 (Maßstäbe, Nenngrößen, Spurweiten) definiert für die gesamte NEM-Sammlung den Maßstab und nennt 1:45 mit dem Vermerk, dass in einigen Ländern auch 1:43,5 angewendet wird. Dementsprechend sind alle relevanten Maße in der NEM-Sammlung 1:43,5 kompatibel (ausgenommen der Spurweite, aber ich kenne auch keinen 1:43,5er, der auf maßstäblichen 33 mm Spurweite unterwegs ist...).


    80mm Gleisabstand im Modell entsprächen 3,60m beim Vorbild, das sind 10cm mehr, als der Gleismittenabstand auf zweigleisigen Strecken bis in die Epoche III hinein. Stefan dürfte also keine Probleme auf seinem Fiddleyard erwarten.


    In 1:43,5 entsprechen 80 mm umgerechnet 3,48 m - Du hast den falschen Faktor genommen. Aber Du hast Recht, wenn sich alle Fahrzeuge exakt an Umrechnung Vorbild ins Modell halten, die Radlager nur vorbildgerechtes Spiel haben, die Räder umgerechnet dem Vorbild entsprechen und die Federungen nur vorbildgerechtes Querspiel erlauben und somit auch im geraden Gleis kein Spießgang entsteht, ja dann passiert mit 1:43,5-Fahrzeugen bei 80 mm Gleisachsabstand nichts. Die NEM 112 (Gleisabstände) fordert aus genau diesen Gründen 89 mm im geraden Gleis.

    Habe soeben in der NEM 301 (Ausgabe 1979) nachgesehen: Dort steht in der Tabelle kein Maßstab, sondern "Nenngröße 0". Also wird man sich wohl auf 1:43,5 bezogen haben.


    Wenn C_h_o_p_i_n nicht vor dem ersten Einsatz jedes Fahrzeug vermessen möchte, um eine Kollision zu vermeiden, dann sollte er die NEM-Maße einhalten und von 80 mm abrücken. Obwohl: Ein zu breites Fahrzeug (auch ein ansonsten nicht zu breites Fahrzeug mit Toleranzen im Fahrwerksbereich, die aus dynamischen Gründen auf Anschlag sind, kann ein zu breites Fahrzeug werden - bspw. Wagen mit alten NEM-(Lenz)Kupplungen im daraus bedingten Spießgang) macht da betrieblich noch kein Problem - eng wird es erst, wenn sich zwei zu breite Fahrzeuge an einer solchen Engstelle begegnen.


    Man darf bei der NEM nicht nur eine einzelne Norm betrachten, sondern muss die gesamte Normensammlung im Auge haben. Die NEM bauen logisch aufeinander auf - das wird besonders bei den Rillenmaßen im Gleis und den davon abhängigen Maßen der Radsätze deutlich. Aber auch das Thema "Umgrenzung der Fahrzeuge", "Umgrenzung des lichten Raums" und "Gleisabstände" lassen deutlich erkennen, dass die NEM sich zwar an den Vorbildmaßen orientiert, aber auf Betriebsfähigkeit der Modelle abgestellt sind. Wer mit NEM-Radsätzen in einem NEM-Gleis fährt, sollte aus Gründen der Betriebssicherheit auch die flankierenden NEM beachten.


    Danke nochmals für den Hinweis, dass die 80 mm im Maßstab 1:43,5 gerechnet sind. Deine Logik ist zutreffend, die NEM folgt ihr auch und ich habe da nicht weit genug gedacht!


    Freundlicher Gruß

    EsPe


    P.S.: Ich weiß, dass Du als Fan der frühen Epochen auch ein Fan der damaligen Gleisabstände bist, selbige runterrechnest, auch anwendest und somit beweist, dass da engere Maße als in der NEM genannt möglich sind :thumbup:. Hier ging es jetzt aber nur um die NEM, die grundsätzlich immer als Gesamtwerk zu verstehen sind, in den meisten Fällen nur Empfehlungen sind und bei Beachtung quasi garantieren, dass nichts schief geht. Wenn man die Extrem-Abweichungen bei den Fahrzeugen für seinen Bereich ausschließen kann, dann kann man beim Anlalgenbau auch von manchen NEM abweichen.


    P.P.S.: Dieses Mal war H3x nur zwei Minuten schneller als ich... ;):thumbup:

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