Weiche - wofür ist der Draht und ist das richtig?

  • Moin!


    ich hoffe zunächst mein Posting hier richtig platziert zu haben was die Gruppe betrifft.


    Heute habe ich meine erste Lenz-Weiche erworben und beim Öffnen der versiegelten Verpackung ist mir ein Draht aufgefallen. Dieser kommt von der Rückseite, umläuft eine Schwelle und endet dann lose vor dem Gleis.



    Ist das richtig so und welche Bedeutung hat dieser?


    Da hakt man schnell einmal hinter und dann ist der verbogen.


    Kann mich einer aufklären?


    Jan

  • Hallo,


    den kannst gern verbiegen, der ist nur zur Sicherung um die Schwelle gewickelt. Er ist am Herzstück angepunktet und an diesen blanken Draht soll man die Herzstückpolarisierung anlöten.


    Gruss, Dirk

  • Hallo Jan,

    such hier mal im Forum die Begriffe " Herzstück" + "Polarisierung".


    Diese Draht gehört zum Herzstück Deiner Weiche, dieses führt im jetzigen Zustand beim Einbau keine Spannung, dieses muß über einen Wechselkontakt Relais oder Mikroschalter beim Schalten der Zunge mit der jeweiligen Gleisseite mit Spannung versorgt werden, damit Loks und Wagen immer mit Spannung versorgt werden.

    Zur nächsten Frage - muß das wirklich sein - ja ! Ein in der Lok verbauter Powerpack ist keine Ausrede, bei Peco-Weichen sind das 9cm ohne Saft und das muß nicht sein.


    Gruss

    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

  • hier verstehe ich nur Bahnhof. :/

    Hallo Jan,


    ein Bahnhof hat mindestens eine Weiche :)


    Noch mal ganz langsam:

    Das Herzstück der Weiche hat keine elektrische Verbindung zu den anderen Schienen der Weiche.

    Ist die Lok lang genug überbrückt die einfach die stromlose Stelle.

    Kurze Loks könnten stehenbleiben.

    Damit das nicht passiert haben viele Loks (alle von Lenz) einen kleinen "Akku" eingebaut mit dem die Lok weiterfährt.

    Das klappt fast immer oder eben auch mal nicht bei schmutzigen Schienen oder Loks ohne Akku. (Das meinte Olaf)

    Darum "polarisiert" man das Herzstück:

    Bei Umschalten der Weiche wird das Herzstück mit der linken oder rechten Schiene verbunden.

    Dazu nimmt man einen Umschalter, der zusammen mit der Weiche umgeschaltet wird


    HTH


    Grüße

    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo Jan,

    ich gehe beim Bau meiner stationären Anlage so vor, dass ich diesen Draht dort wo die Weiche hin soll durch ein Loch nach unten unter die Anlage führe. Da ich in Segmenten baue, teste ich von Segment zu Segment ob alle Gleise ausreichend mit Strom versorgt sind. Die Weichen sind derzeit noch ohne Polarisation. Da ich ausschließlich Loks mit Powerpacks habe und alle, selbst der Breuer Rangiertraktor bis jetzt überall hin ohne Probleme kommt, bleibt es zunächst so wie es ist. Der Teufel steck bekanntlich im Detail. Da meine Gleise mit Hilfe von Farbe patiniert werden kann auch mal Farbe speziell bei Weichen für unliebsame zusätzliche Isolierungen sorgen, für solche Fälle habe ich den Draht um jederzeit das oder die Herzstücke mit Strom versorgen zu können.

    Viel Freude beim Bau und viele Grüße

    Dieter

  • Hallo Jan, ich habe auf meiner Anlage Lenz und Peco Weichen verbaut. Bei keiner habe ich das Herzstück polarisiert. Da ja alle Loks von Lenz und MBX mit diesem Baustein ausgestattet sind, gab es in 10 Jahren noch keine Probleme. Du kannst ja mal ein DIN a 4 Blatt auf die Gleise legen und du wirst sehen, das sogar die Köf. problemlos da rüber fährt.

    Gruß Micha :)

  • Hallo Jan,


    ich kann Dir nur eines raten - tue nichts was du später bereust !


    Dieters Idee ist schon mal nicht schlecht, den Draht so verlegen, dass Du später immer noch gut rankommst.

    Du kommst von der Spur Z und wo da Loks Kontaktschwierigkeiten haben braue ich dir wohl kaum erklären - auf der Weiche !

    Viele die Ihre Herzstücke nicht polarisiert haben fehlte wohl an der Kenntnis oder wollen um es nett zu umschreiben die Arbeit und Zeit nicht investieren was ich aus einigen Gesprächen zu diesem Thema rausgefiltert habe. Ich habe in diesen Arbeitsschritt einge Stunden investiert, war teilweise recht nervig, habe allerdings hinterher keine Minute davon bereut.

    Es ist eigentlich diskussionsfrei, aber dieses Thema kommt immer wieder auf und es kommen immer die gleichen Aussagen.

    Unsere Bahn funktioniert über Gleispannung und da baut man doch wohl kaum vorsätzlich nichtspannungsführende Abschnitte ein, oder ?

    Natürlich kannst Du Dir nur Großserienmodelle von der Stange holen, da sind die Stromspeicher groß genug um diese Abschnitte zu überbrücken, dafür sind sie allerdings nicht eingebaut, sondern für Stellen mit Kontaktproblemen wie Dreck und weniger gut verlegte Gleise.

    Aber vielleicht findest du mal Gefallen an einem älteren Modell, diese haben teilweise weniger gut gelagerte Achsen und eine mindere Stromaufnahme und da wirst du froh sein ein paar Minuten Mehrarbeit investiert zu haben.

    Ich habe schon einiges an älteren Modellen digitalisiert und "neuzeittauglich" gemacht, da sind die wenigsten dabei die ohne Powerpack auskommen - und dann noch Spannungslose Gleisabschnitte !?


    .... und wenn das Polarisieren so unnütz wäre, würden die Hersteller wie Peco und Lenz wohl kaum die Litze mit anlöten, oder !?


    Gruss

    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

    Edited once, last by Ole ().

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