Miba Praxis: 3D-Druck für Modellbahner

  • Hallo Johann,


    hab schon den ersten Fehler beim kurzen Überfliegen gefunden ;( Nicht jedes Harz passt in jeden DLP-Drucker, eigene Erfahrung.

    Ich würde mir das Heft nur kaufen, wenn ich Anregungen für Projekte brauchen würde - es scheinen hauptsächlich einzelne Bauprojekte vorgestellt zu werden. Da finden sich im Web eigentlich genug Informationen


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Moin Johann,

    ich habe mir das Heft gestern zugelegt und muss sagen das ich sehr begeistert bin. Zumal es auch einige Stl Dateien zum selber drucken gibt. Ich selber habe seit einem halben Jahr einen Creality Ender 3pro Drucker im Betrieb und bin total fasziniert was mit so einem relativ günstigen Drucker möglich ist. Manche Modelle muss man dann nur umrechnen, was aber überhaupt kein Problem ist. Aber auch das wird in dem Heft bestens beschrieben. Für Modellbahner die sich auch mit dem 3D Druck beschäftigen wollen, ist das Heft ein Muss.

    Viele Grüße

    Dierk


    Meine Bahn

    http://www.weilroderkleinbahn.jimdofree.com/

  • Moin jbs,


    ich habe das Heft heute Morgen im Zeitschriftenhandel erworben und würde es nach Begutachtung als "Anfängerlektüre" bezeichnen. Es ist von den Inhalten teilweise sehr oberflächlich, will einen Überblick geben und viele Informationen vermitteln, die mir als aktiver 3D-Drucker schon länger bekannt sind. Wie H3x schon schrieb, ist das alles nach ein bisschen Suchen auch im www zu finden.


    Für ein paar gezeigte Projekte sind Downlinks für die entsprechenden STL-Dateien enthalten - STL-Dateien lassen sich im Slicer skalieren, so dass theoretische eine H0-STL-Datei für Spur 0 verwendet werden kann. Aber besser sollte man die Dateien vor dem Hochskalieren noch bearbeiten, da manche H0-Details in doppelter Größe zu grob werden.


    Das Thema "Konstruieren in 3D" wird angesprochen und an einem Beispiel vorgestellt, da wäre m.E. noch Luft nach oben.


    Alles in allem würde ich das Heft nur einem Spur 0er empfehlen, der bisher keine oder nur wenig Erfahrung mit dem 3D-Druck gesammelt hat.


    Freundliche Grüße

    EsPe


    P.S.: Das ist nur meine unmaßgebliche Meinung zu dem Heft und bitte das auch als subjektive Aussage zu verstehen. Wer nun verunsichert ist, dem empfehle ich, das Heft im Zeitschriftenhandel in die Hand zu nehmen, einfach mal reinzuschauen und dann über den Kauf zu entscheiden.

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Nachsatz: Ich habe beim zweiten Durchsehen einige interessante Firmen gefunden, die als Dienstleister fungieren und eine bessere Qualität als Shapeways haben sollten. Nachdem meine "Lieblings-3D-Druckerin" ( H3x: Bitte um Gruß an dieser Stelle!) vor einiger Zeit den 3D-Druck im Kundenauftrag eingestellt hat, lasse ich vielleicht testweise mal da drucken...


    Freundliche Grüße

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

    Edited once, last by EsPe: Hilfsverb vergessen... ().

  • Hallo Druckergemeinde oder Diejenigen, die einsteigen wollen.


    Ich habe mir das Heft gekauft, es hat mir ein/zwei Stunden Kurzweile bereitet.


    Wer allerdings meint, daß er Anleitungen zum 3D Druck bekommt, der wird enttäuscht sein. Man muß den Untertitel lesen um zu sehe, was zu erwarten ist: Konstruieren, Drucker-Typen, Praxisbeispiele. Es ist in der Tat so, daß ein kurzer Einblick gegeben wird, welche Technologien und Drucker-Arten gibt es. Dabei werden auch kurze Hinweise gegeben für was sich welche Druckertechnik eignet. Der weit überwiegende Teil der einzelnen Kapitel befaßt sich damit, wie Spur H0e Wagen der Jagsttalbahn konstruiert und für den Drucker vorbereitet werden.


    Es wird sehr ausführlich berichtet, wie man mit dem 3D Programm konstruiert. Es wir gezeigt, wie auf unterschiedlichen Wegen ein Ergebnis erzielt werden kann. Dem Maßstab geschuldet sind die Grundformen der Wagen alle dargestellt, feine Details (z.B. bei den Radlagern) werden sehr vereinfacht oder nicht abgebildet. Es werden auch kleine Anbauteile konstruiert, bei denen der Verfasser dann schreibt, daß deren Wiedergabe beim Druck nicht das positive Ergebnis zeigen.


    Wer Hinweise, Tricks oder Erfahrungswerte zu Einstellungen, Schichtdicken oder Belichtungszeiten bei verschiedenen Harzen oder Schnüren erwartet, der wird enttäuscht. Einzig die Angaben zu den Druckzeiten in Abhängigkeit von den Schichtstärken wird mitgeteilt. Ich vermisse z.B. auch, daß in hoher Auflösung Fotos gegenübergestellt werden, die die unterschiedlichen Oberflächen in Abhängigkeit zu den Schichtdicken klar stellen.


    Die bereit gestellten Dateien können als stl Dateien vom MIBA Rechner herunter geladen werden. Gerade diejenigen, die in einem größeren Maßstab arbeiten könne damit nicht so viel anfangen. Wie schon im Claus60 Beitrag zur V22 beschrieben, können diese Dateien eigentlich nur vergrößert oder verkleinert werden. Man muß spezielle Profiprogramme haben um sie einem anderen Maßstab zeichnerisch anpassen zu können. Selbst mit meinem hochwertigen Rhino5 Programm ist das nicht möglich. Man muß wissen, beim Vergrößern verändern sich auch alle Materialstärken und Details im gleichen Verhältnis. Wände mit einer ursprünglichen Wandstärke von 1,5 mm sind dann 3 mm dick. Die schon angesprochenen Radlager sind bei doppelter Größe in Spur 0e einfach nur spielzeughaft. Abgesehen davon sind die Fahrzeuge dann so groß, daß sie in die Hobby Resin Drucker nicht mehr hinein passen.


    Ich würde mir das Heft jederzeit wieder kaufen, zeigt es doch wie ein guter Modellbauer sich einer neuen Methode des Modellbaus annimmt und diese umsetzt. Und ganz nebenbei, es kommen einzigartige schöne Modelle dabei heraus, die vermutlich kein Kleinserienhersteller auflegen würde.


    Wer sich Rat zum Umgang mit den Druckern sucht, der sollte im Netz nach entsprechenden Foren suchen. Dort berichte Hobby-Profis bis ins Kleinste was sie tun und was machbar ist.


    Grüße aus VAI

    Armin.

  • Der Name des Autors ist mir schon ein Begriff, und ich bin ihm im Laufe meines Schmalspurlebens bestimmt schon mehr als einmal über den Weg gelaufen.


    Von daher - und auch aus dem oben verlinkten PDF zu ersehen - war mir klar, dass er in H0e arbeitet.


    Im übrigen ist Uwe Stehr auch bei der Jagsttalbahn im Modell aktiv, und auch auf der Webseite werden einige STL-Dateien zum Download angeboten, die auch nicht skaliert werden müssen, da es sich um Nutzteile handelt:


    http://www.jagsttalbahn-modelle.de/

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