Weichenzungenpolarisierung sinnvoll? Erfahrungsberichte

  • Hallo,


    bei meiner kleinen Anlage könnte ich zusätzlich zu der Polarisierung des Herzstücks auch die Weichenzungen polarisieren.


    Hat das schon jemand durchgeführt und ggf. Erfahrungen gesammelt? :/


    Würde mich über Beiträge freuen.8)

    Grüße aus Regensburg


    Heinz ;)

  • Moin,


    da hänge ich mich mal mit dran.

    Von der Länge her macht das durchaus Sinn.

    Allerdings sollten die bereits polarisiert sein, durch Anlegen an die jeweilige Backenschiene.

    Man darf die dann allerdings nicht vollständig in Farbe getaucht haben.


    Bevor ich meine Köf auf ESU umgebaut habe, hatte ich alle meine Weichen gemessen um über die Größe des Powerpacks zu entscheiden.


    Erstaunlicherweise waren alle Zungen gut mit Spannung versorgt, nachdem ich bei einigen die Flanken etwas gereinigt hatte.


    Gruß Patrick

  • Hallo Heinz,


    warum möchtest du das machen? Der Spurkranz erzeugt doch so ganz leicht einen Kurzschluss?

    Ich verbinde immer die Zunge mit der durchgehenden Schiene, Trennung ist vor dem Herzstück.

    Etwa so: https://www.weichen-walter.de/…ektrik/detail/2l-pol.html

    Von links her kommend mache ich eine Brücke von rot-rot und schwarz-schwarz vor dem blauen Herzstück.


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

    Edited once, last by H3x ().

  • Hallo Heinz,


    möglicherweise hast Du Deine Fragestellung etwas unglücklich formuliert. Warum sollte eine Weichenzunge "polarisert" werden? "Polarisieren" bedeutet, zumindest für mein Verständnis, das Umschalten der Polarität (üblicherwesie des Herzstücks einer Weiche) in Abhängigkeit vom befahrenen Strang. Eine Zunge hat aber immer die selbe Polarität, da muss nichts umgepolt (polarisiert) werden. Ich erkenne auch keinen Grund, warum man die nicht anliegende Zunge spannungsfrei schalten sollte. Wozu?

    Die Frage ist, ob man die Zunge separat mit der Gleisspannung versorgen sollte oder ob man sich auf den Kontakt beim Anliegen an der Backenschiene verlassen möchte. Hier tendiere ich ganz klar zur erstgenannten Methode (u.a. wegen der farblich behandelten Schienenprofile). Bei meinen aktuell selbstgebauten 0e Weichen erfolgt hier die Spannungsversorgung über das Zungengelenk. Das sind senkrecht am Schienenfuß angelötete Ms-Drähte (1 mm), die durch eine Bohrung in der Schwelle nach unten führen und so als Drehgelenk fungieren. Am unteren Ende habe ich die Drähte mit einem passenden Versorgungsdraht der Gleisspannung verbunden. Man kann aber auch mit kleinen Drahtbrücken zur benachbarten Backenschiene arbeiten. Es muss nur genügend Bewegungsspielraum für die Zunge gegeben sein.


    Viele Grüße

    Klaus

  • Hallo H3x,


    die jeweils nicht an der Backenschiene anliegende Zunge wäre stromlos geschaltet.

    Hallo Heinz,


    ja, kann man machen weil man es kann. Mir ist der Nutzen dieses Aufwands (Zusätzliche Leitungen und Umschaltkontakte) nicht ganz klar :/, was möchtest du denn damit erreichen? Die zusätzlichen Bauteile sind eine mögliche Fehlerquelle - was nicht da ist kann man nicht falsch anschließen und es kann nicht kaputtgehen ;)



    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


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  • Hallo Heinz,

    ich schließe mich da H3x an! Bei mir sind nach dem isoliertem Herzstück die beiden Zungen mit je einer Drahtbrücke zur jeweiligen Aussenschiene verbunden. So habe ich immer Kontakt und es kann kein Kurzschluß entstehen. Die Herzstücke sind alle über Wechselkontakt polarisiert. Hatte das schon bei meiner H0 mit 85 Weichen und auch jetzt mit 28 Null-Weichen! Ein Nachlöten von Drahtbrücken dürfte auch bei einer bestehenden Anlage kein Problem sein!

    Schöne Grüße

    Reinhard

  • Hallo,


    ich habe bei meinen Weichen das Zungengelenk mit flexibler Litze überbrückt. Damit habe ich immer Strom auf der Zunge und muss nicht hoffen, dass der Strom eventuell übers Gelenk oder die Backenschiene in die Zunge kommt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

  • Hallo,

    ich schließe mich an, bei meinen Pecoweichen werden die Zungenschienen über Schienenverbinder mit Spannung versorgt. Ich würde mich niemals drauf verlassen dass die Zungenschiene über Kontakt mit der Außenschiene mit Spannung versorgt wird.


    Gruss

    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

  • Hallo,

    habe bei meiner 0e Anlage mit Peco Weichen gute Erfolge mit der Spannungsversorgung erzielt, indem ich den oberen Teil der Zunge leicht mit einer Zange Richtung Außenschiene verbogen habe. So erfolgt eine Punktberührung des Zungenendes und der Kontakt ist deutlich besser als bei einer Flächenberührung. Die Spitze, die dabei entsteht "sticht" durch die eventuell vorhandene Korrosionschicht. Bitte vorsichtig und nicht zu stark biegen, sonst sieht es nicht mehr vorbildgerecht aus.


    Grüße aus dem Odenwald


    Andreas

  • Hallo Leute,


    ich trage mich bei meinen verbauten Lenz by Peco Weichen mit dem gleichen Gedanken, sprich einer Litzenader übers Zungegelenk in die Schienenfusskehle zu löten. Das ist faktisch am Ende nach Einfärben nicht mehr zu sehen. Gerade die Kö hat sonst ab und an Probleme, was man an der Verminderung der Geschwindigkeit beim Überfahren der Zunge deutlich merkt. Aber ob sich dabei beim Durchfahren ein Kurzschluss ergibt durch Kontakt des Radsatzes mit der anderen Zunge muss ich erst testen.


    Gruss, Dirk

  • Das Thema mit den Weichenzungen hatten wir schon vor vielen Jahren hier. Das dazugehörige Foto in Beitrag 2 ist leider dem damaligen Crash des Bilderhosters Imagebanana zum Opfer gefallen. Offenbar hat sich an der Problematik inzwischen nichts geändert.


    P.S.: Die Suchfunktion hat prima funktioniert! :thumbup:

  • Hallo Leute,


    ich trage mich bei meinen verbauten Lenz by Peco Weichen mit dem gleichen Gedanken, sprich einer Litzenader übers Zungegelenk in die Schienenfusskehle zu löten. Das ist faktisch am Ende nach Einfärben nicht mehr zu sehen. Gerade die Kö hat sonst ab und an Probleme, was man an der Verminderung der Geschwindigkeit beim Überfahren der Zunge deutlich merkt. Aber ob sich dabei beim Durchfahren ein Kurzschluss ergibt durch Kontakt des Radsatzes mit der anderen Zunge muss ich erst testen.


    Gruss, Dirk

    Hallo Dirk

    hast Du mal ein Bild bitte?

    Grüsse aus Wales


    Sandra

  • Hallo,


    ich habe das so gelöst (bei genauem Hinsehen ist eine dünne Kupferlitze erkennbar):


    Einfach in die Kehle des Schienenfusses gelötet, schon so kaum zu sehen und nach Lackierung wohl nur noch aus direkter Nähe.


    Fahrtests heute haben nur gute Ergebnsse gebracht; die Kö2 läuft nun anstandslos über alle Weichen. Auch lange Dampfer verursachen keinen Kurzschluss durch Berührung der nicht anliegenden Zunge. Ich werde also alle meine Weichen so ausrüsten, um dann später keine Probleme im Betrieb zu haben.


    Nachtrag an alle Lötunwilligen: Bitte nicht wieder die Definition Powerpack hervorkramen, ich möchte auch auf Weichen die Fahrtrichtung wechseln können und langsamst rangieren können. 8o


    Gruss, Dirk

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