Weiche einschottern im Echtzeit-Video

  • Hallo!


    Zu meinen „Angstgegnern“ beim Bau der Anlage zählte immer schon das Einschottern der Weichen.


    Ich stellte mir vor, dass durch die hygroskopische Wirkung der gewässerten Gleise und des Schotters der anschließend aufgetragene Kleber in alle Ritzen der beweglichen Weicheteile fließt und dadurch alles bombenfest verklebt.


    Wie einfach dieses Problem zu umgehen ist, bewies ein kleiner Versuch mit Öl. Wenn die Teile, die nicht verkleben dürfen, gut geölt werden, kommt hier auch kein Leim-/Wassergemisch hin.


    Das nennt sich dann hydrophob und wirkt phantastisch.



    Nun gibt es im Internet Videos zuhauf, die zeigen, wie man Gleise einschottert.


    Ich habe deshalb einmal das Einschottern des kritischen Teils einer 0-Weiche ganz ohne Schnitt gefilmt, auch, damit man einen Eindruck vom real erforderlichen Zeitaufwand bekommt.


    Der einzige Schnitt in meinem Video ist der, der die Abbindezeit des Klebers überbrückt.


    Einige werden bemängeln, dass die Gleise vor dem Schottern eingefärbt werden sollten.


    Mag sein – aber ich habe bis heute noch keine wirklich überzeugende Methode für diese Arbeit gefunden. Vielleicht lass‘ ich es auch ganz bleiben. Man wird sehen.


    So – und wer nun eine halbe Stunde Zeit hat, kann sich ja mal mein Video ansehen.


    Es ist - genauso wie die gezeigte Arbeit – nur etwas für tiefenentspannte Zeitgenossen.


    Viel Spaß!


    Heiner


    PS:


    Den Ton könnt ihr abstellen; bei der Aufnahme lief das Radio im Hintergrund.


  • Hallo Heiner,


    ich wässere die Gleise und den Schotter vor der Verklebung nicht noch mal extra.


    Damit ist das Risiko, dass der Kleber überall hinwandert m.E. deutlich gemindert.


    Probleme mit nicht fest sitzendem Schotter hatte ich bisher trotz einiger Fahrtreffen noch nicht.


    Gruß aus dem Süden,

    Bernd

    Schreibt mir ruhig bei Fragen und Anmerkungen. Ich bin meist recht umgänglich... :P

  • Hallo Heiner,


    gute und perfekte Arbeit.👍😆

    Ich weiß nicht, wie es funktioniert, hier etwas zu vergeben. Auf meinen Apple Geräten sind nicht alle Funktionen angekommen.

    Aber dein Video hat mir gut gefallen.

    Ich werde deine Methode ausprobieren, Danke fürs zeigen.


    Gruß

    Dieter

    Freundschaft ist ein zerbrechliches Gut

  • Ich weiß nicht, wie es funktioniert, hier etwas zu vergeben. Auf meinen Apple Geräten sind nicht alle Funktionen angekommen.

    Moin Dieter,

    wenn du auf deinen Äpfeln nicht im Desktop-Modus bist, erreichst du die Reaktions-Icons, indem du auf die drei Punkte rechts, unmittelbar unter dem Autor Bild des Beitrags, klickst.

    Viele Grüße,

    Johann

  • Hallo,

    schön gemacht, allerdings die Gleise mit einem Gleisradiergummi zu reinigen ist der Fehler des Jahrhunderts (das hat ja schon in den Ohren wehgetan !!!) - niemals - so vergrößert man die Oberfläche des Schienenkopfes und Dreck kann sich noch besser festsetzen, habe den Fehler vor Jahren bei Z-Gleisen gemacht und draus gelernt, immer nur mit Filzen reinigen.


    Gruss

    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

  • Heiner,

    ich finde es richtig die Gleise nach dem Schottern farblich zu behandeln. Da ich nicht so der Profi in der Gestaltung bin habe ich meinen ersten Meter erst geschottert und hinterher die Schienen mit dem Pinsel mit Koemo Farbe behandelt, so bekommt der Schotter im Bereich des Schienenfußes auch ein wenig "Rost" ab.


    Gruss

    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

  • Hallo!

    Das Gleisreinigungsgummi verwende ich nur bei hartnäckigen Verschmutzungen - so wie hier, wo der getrocknete Leim entfernt werden muss.

    Die grundsätzliche Verteufelung des Reinigungsgummis kann ich nicht teilen: eine stärkere Verschmutzungsanfälligkeit kann ich nicht feststellen. Das war schon vor 20 Jahren zu H0-Zeiten so.

    Für die übliche Gleisreiniging nehme ich allerdings ein fusselfreies Tuch, gerne ein ausrangiertes Feinripp-Unterhemd ;).


    Heiner

  • habe den Fehler vor Jahren bei Z-Gleisen gemacht und draus gelernt, immer nur mit Filzen reinigen.

    Für Z, N und auch H0 stimme ich Dir zu, Bei 0 ist diese Problematik aufgrund der größeren Kontaktfläcjen und des Gewichtes der Fahrzeuge nicht mehr relevant, den Rest regelt die Pufferung.

  • Hallo Michael,


    mit dem mechanischen Bearbeiten des Schienenkopfes vergrößert man die Fläche - ist schmutzanfälliger! Ich gebe Dir Recht, daß dies bei kleineren Spurgrößen gravierender ist, aber muß man es dann trotzdem machen nur weil es etwas weniger schadet ? Zur Pufferung - es gibt auch Modelle in die kein Powerpack mehr reinpasst, habe hier selber eine Kö I bei der ich mich entscheiden mußte, guter Klang oder Powerpack und da schone ich lieber meine Gleise. auch ist es für einen Powerpack nicht gesund wenn er laufend am Laden / Puffern ist, die Kondensatoren werden sauheiss und die Lebenszeit und Kapazität wird drunter leiden. Hatte letztens eine Gebauer Köf III digitalisiert, Kondensator heiss und siehe da - ein Pilzkontakt klemmte, instantgesetzt, Kondensator nur noch lauwarm.


    ... aber ich will nicht weiter von Heiners interessanten Schotter-Video abweichen...


    Gruss

    Olaf

    Der Mensch hat die Atombombe erfunden, keine Maus war je so dumm und baute eine Mausefalle !

  • Hallo Heiner,


    ich habe mir tatsächlich 30 min. Weicheneinschotterung angesehen - sehr kontemplativ, die Tätigkeit, das Zusehen auch. Vor dem Funktionstest habe ich den Atem angehalten! Vielen Dank für den Tipp mit dem Ölen der Gleitbahnen und Gelenke! Da steht nun dem Einschottern meines "Hosenträgers" nichts mehr im Wege, außer der Farbgebung, die muss man natürlich vor dem Ölen der Gelenke vornehmen. Die Rostspuren im Schotter habe ich übrigens durch Auftragen von rostrotem Kreidepulver, ebenfalls wieder mit Pinsel, erzeugt. Ich denke, das kann man auch nach dem Ölen machen, da werde ich aber, da im Weichenbereich, schwarze Kreide ausprobieren. Ich werde davon ebenfalls berichten.


    Gruß, Reinhold

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