Welche Ladegüter wurden im K15 (Klappdeckelwagen) transportiert?

  • Hallo...

    "Schnelli" hatte am Freitag auf die aktuellen Muster hingewiesen (siehe Schnellenkamp - Regelspur).


    Ich konnte nicht widerstehen und habe auch einen für Ep.2 bestellt (mit Bremserhaus).


    Mein Verständnis, welche Güter damit transportiert wurden:

    Alles, was empfindlich auf Regen / Feuchtigkeit ist.


    Wurde damit auch Getreide / Weizen transportiert (als Korn) ?


    Grüße, Stefan

    Edited once, last by merzbahn: Getreide / Weizen / Korn, präzisiert ().

  • merzbahn

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  • Hallo merzbahn,


    ein klassisches Ladegut für diese Wagen war damals in der Epoche II Kalk.


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Wie war das noch, erst in Wikipedia nachforschen, dann schreiben ....


    Folgendes habe ich in der Wikipedia gefunden:

    Wikipedia, Wagen mit öffnungsfähigem Dach


    Zitat:

    "Hauptsächlich werden sie zum Befördern von nässeempfindlichem Schüttgut wie Zement, Gips, Kalk, Kalisalz und Getreide genutzt. Die Beladung kann hierbei über Schüttvorrichtungen oder Fördereinrichtungen, die Entladung mittels Schwerkraft erfolgen. Daneben sind einige neuere Typen mit ebenem Wagenboden auch für den Transport kranbarer sperriger Stückgüter geeignet."


    Aber vielleicht kann jemand von Euch mit mehr Details dienen.

    Mein Kenntnisstand ist, das in Epoche 2 hauptsächlich G10 zum Transport von Getreide eingesetzt worden sind (Stichwort "Ladeluken")

    Danke.


    Grüße, Stefan

  • Hallo merzbahn,


    Stefan Carstens schreibt in seinem Buch "Güterwagen Band 2" folgendes dazu:


    Quote

    Die Klappdeckelwagen dienten der Beförderung nässeempfindlicher Schüttgüter wie z.B. Kalk oder Salz. Da die Wagen zwar mit Fördergeräten beladen, aber nur von Hand entladen werden konnten, begann schon frühzeitig die Suche nach Alternativen zu dieser Konstruktion. So wurden bereits in den Zwanziger Jahren vierachsige Sattelwagen für den Transport von Kalo in Ganzzügen entwickelt.


    Zwar blieben vorerst die Klappdeckelwagen für den Transport kleinerer Mengen unverzichtbar, aber an der Stückzahl der gebauten Wagen wird deutlich, dass der Trend bereits zur Reichsbahnzeit zu den Selbstentladewagen ging. Die letzten Klappdeckelwagen, die noch in un nennenswerten Stückzahlen beschafft wurden, waren die Austauschwagen, von denen zwischen 1927 und 1933 insgesamt 991 Wagen gebaut wurden.


    ...


    Von Getreide (in Körnern) schreibt er nicht, davon habe ich auch noch nichts gehört. Meines Erachtens war der Getreidetransport in Epoche II kein großes Thema für die Reichsbahn, da es damals noch überall "an jeder Ecke" Mühlen gab und die Bauern ihr Getreide direkt dorthin liefern konnten und lieferten.


    In Epoche IIIb sind mir Klappdeckelwagen eigentlich nur als Kalkwagen und als "Müllwagen", also als Bahndienstwagen zur Sammlung von Müll in den Bahnbetriebswerken oder Bahnhöfen, "untergekommen".


    Auch zeigen die Bilder im angeführten Buch entweder neue Wagen oder nur "verkalkte".



    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • >Meines Erachtens war der Getreidetransport in Epoche II kein großes Thema für die Reichsbahn, da es damals noch überall "an jeder Ecke" Mühlen gab und die Bauern ihr Getreide direkt dorthin liefern konnten und lieferten.<


    Hallo Stefan und EsPe,

    für den Getreidetransport hat die DRG spezielle Großraumgüterwagen beschafft. Diese hatten oben im Dach 4 Ladeluken und konnten unten über 4 auf jeder Seite befindlichen Luken entladen werden. Die Wagen waren vierachsig und hatten ein Fassungsvermögen entsprechend den OOt-Wagen. (Ladegewicht 55 500Kg) Geliefert wurden diese Wagen ab 1929 von Orenstein & Koppel und von Krupp. Fleischmann hat diese Wagen in H0 und N nachgebildet.


    Ein Getreidetransport in gewöhnlichen G-Wagen dürfte wohl mit größeren Verlusten verbunden gewesen sein, wenn ich da an die nicht gerade dicht schließenden Schiebetüren denke.

    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

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