[Schmalspur] 0m Segmentbahnhof Engiadina

  • Hallo zusammen,


    nach der NuSSA ist vor der NuSSA, und daher möchte ich hier das gemeinschaftliche Projekt von meinem Freund Georg und mir vorstellen:


    Ich hatte ja in der Vergangenheit den Bahnhof Susch und auch das Schalthaus von TE Miniatur Thomas Ermels gebaut, ohne jedoch eine Verwendung dafür zu haben.
    Seit dem Bau des Bahnhofsgebäudes schwebte mir jedoch immer so unbestimmt ein mögliches Projekt im Kopf herum, da ich bei meiner Bildrecherche zu dem Bahnhof auf eine H0m-Anlage "Susch" gestoßen war:


    http://tunnelportale.de/art/show.php?art_id=43


    Mit den Abmessungen von 208 x 45 cm kam dann ganz schnell die überschlägige Kalkulation, das man das auf 4 Metern in 0m auch realisieren könnte.
    Aber zunächst blieb das immer eine fixe Idee.


    Auf der Rückfahrt von Stadtoldendorf 2020, das glücklicherweise noch kurz vor dem allgemeinen Corona-Chaos stattfand, gab es dann ein Brainstorming, was wir ggfs. nächstes Jahr ausstellen könnten. Die US Anlage ist aufgrund der geplanten Anmeldung für Rodgau 2021 als Ausstellungsojekt für das Jahr 2021 tabu, daher kamen zunächst zwei Sachen in Betracht, zum einen eine 1:32 Feldbahnanlage von Georg oder mein alter 0m Banhof Westönnen.
    Als Alternative wurde dann noch einmal ein Neubau eines Engadiner Bahnhofs mit in's Spiel gebracht, da ja hier schon Bahnhofsgebäude, Schalthaus, Bockkran und Prellböcke vorhanden sind, genauso wie die Weichenlaternen.


    Nachdem ich mir meinen inzwischen über 33 Jahren alten Bahnhof angeschaut und die durchzuführenden Arbeiten festgelegt hatte, gab es ein zweites telefonisches Brainstorming. Dabei wurde als erstes die Feldbahnanlage verworfen, da diese auch im Hinblick auf die Weinenantriebe überarbeitet werden müsste und zum anderen derzeit auch keine geeigneten Fahrzeuge mehr vorhanden sind. Aber auch Westönnen war schnell aus der Planung, da dort so einiges an Landschaftsgestaltung und auch die Weichenansteuerung überarbeitet werden musste.


    Da jedoch für 0m die vorhandenen Fahrzeuge sprachen haben wir uns dann für einen Neubau entschieden.


    Ich habe dann als erstes mal versucht, die Gleisplanung zu Papier zu bringen und natürlich auch ein paar Abstriche zu machen. 90 cm breite Segmente sind einfach zu groß, aber mit ein paar Abstrichen bei der Landschaftsgestaltung war es dann möglich, einen ersten Entwurf zu Papier zu bringen, der sich im Hinblick auf die Ladestellen noch an dem H0m-Entwurf orientiert:



    In einer weiteren Entwicklungsstufe wurde dann die westlich des Bahnhofsgebäude befindliche Holzladerampe entfernt und dort ein Zementsilo eingeplant. Das Holz kann auch im Bereich des Bockkranes am Ladegleis östlich des Bahnhofs verladen werden, und so kann man mehrere verschiedene Ladestellen unterbringen.



    Bezüglich der Position des Schalthauses hat sich inzwischen die als Opt. 3 herauskristallisiert, da auf der östlichen Seite entweder noch vorhandene 0m-Module oder direkt ein Abstellbereich anschließen werden, die beide ein flaches Endprofil haben. Das westliche Ende wird ein Landschaftsprofil erhalten.


    Opt.1 könnte ich mir jetzt das Abortgebäude vorstellen.


    Der Gleisbau wird wie gehabt erfolgen, Code 100 Profil, 3x5 mm Abachi-Holzwschellen, 1:5,5 Weichen. Mir ist schon klar, dass das Code 100 Profil 0,5 mm zu niedrig ist, aber wir bauen alles mit Code 100 (die gesamte US-On3-Anlage, mein alter 0m Bahnhof Westönnen, und auch die 0m-Module sind in Code 100), und daher bleibt es aus kompatibilitätsgründen dabei.
    Die Weichen werde ich mir bauen lassen, nachdem inzwischen sehr gute in 0m verfügbar sind. Die 1:5,5 haben auch den Vorteil, dass ich noch zwei Weichen auf einem Segment unterbringen kann. OOK hat es in seinem Blog (http://0m-blog.de/platzverbrauch-von-weichen/) sehr schön beschrieben, für einen Parallelgleisabstand von 10 cm braucht man mit Ferro-Suisse 105 cm (also mehr, als das Segment lang ist), während mit 1:5,5 der Abstand bereits nach 70 cm erreicht ist.
    Die Weichen werden mit den Unterflurantrieben von Melinda Hoffmann http://www.h0fine.com/Shop2/product_info.php?products_id=149 betätigt. Dieser Antrieb hat eine integrierte 90° Drehung für Weichenalternen, ist wahlweise für deutsche Drehung oder die CH/AT Drehung einsetzbar und wird manuell vom Anlagenrand betätigt. Wir haben davon aktuell 4 Stück auf der 0n3 Anlage zufriedenstellend im Einsatz.
    Unbeleuchte Weichenlaternen habe ich bereits hier liegen (die hat mir NORMA damals konstruiert), Abdeckplatten für das Weichengestänge habe ich auch noch reichlich, nur aktuell bereiten mir die Weichenantriebsdummys ein wenig Kopfzerbrechen. Die Ms-Teile aus Lichtenstein sind zu hoch und nur die Motorkästen waren damals mit den Laternen geliefert worden, nicht jedoch die Aufnahme für die Laternenstange und den Kanal zur Weiche :(


    Gebäude sind das Bahnhofsgebäude und das Schalthaus bereits gebaut, das Zementsilo ist als Bausatz vorhanden. Auch der Bockkran ist aus der alten Forenaktion schon vorhanden, genauso wie die Prellböcke.
    Neben dem Bau des Zementsilos sind dann jetzt noch das Abortgebäude und der kleine Schuppen als Selbstbauprojekte dazugekommen.


    Aber bevor ich an den Bau gehen kann, muss erst noch das restlich bestellte Holz eintreffen. Hier vor Ort ist es nicht mehr zu bekommen und man konnte mir auch nicht sagen, wann es wieder eintreffen wird. Also habe ich es bei Hamburg online bestellt, nur leider springt die Materialstärke im Shop immer wieder auf 3 mm um, und das ist mir nicht aufgefallen. Jetzt habe ich die Deckplatten für die Kästen hier, nur die Stirn- und Seitenbretter sind bestellt, haben aber schon längere Lieferzeit als eigentlich vorhergesagt (Corona sei Dank :( ).

  • Und die Planung geht weiter, inzwischen bin ich bei Version 3 angekommen:



    Diese neue Version resultiert aus Überlegung zum Modulübergang, ob mit oder ohne Landschaftsprofil.
    Da sowohl die vorhandenen 0m-Module als auch der geplante Abstellbereich flache Enden aufweisen, bietet sich das natürlich auch für die 4 Bahnhofsteile an.


    Im östlichen Bereich kristallisierte sich damit sofort der Stellplatz für das Schalthaus heraus, nur für das westliche Ende fehlte noch eine sinnvolle Lösung.
    Nach längerem Überdenken bin ich dann auf die Lösung gekommen, die Weichenstrasse etwas Richtung Osten zu verschieben und den Platz zwischen der ersten Weiche und der Segmentkante mit einer Straße und Bahnübergang zu belegen. Dies hätte auch den Vorteil, dass man die Zu- und Abfahrt zum Zementsilo von dieser Straße aus realisieren kann und nicht über den Banhofsvorplatz.


    Der kann, auch wenn er jetzt noch komplett auf einem Segment eingezeichnet ist, auch über der Trennkante zu stehen kommen (die stirnseitige Rampe und die seitlichen Rampen zum Güterteil sind so konstruiert, dass das Gebäude dazwischen gesteckt wird. Damit könnte man dieses Teil auf dem einen Segment fest installieren und dann den Bahnhof dazwischen über der Trennkante positionieren).
    Damit würden die Proportionen etwas besser werden und das Abortgebäude könnte westlich vom Bahnhof stehen. Auf der anderen Seite stünde es im Bereich der Ladestraße und der Zufahrt zum Bockkran.

  • Inzwischen haben die ersten Bauarbeiten begonnen.


    Nachdem ich mir schon das benötigte Sperrholz und sonstigen Materialien für den Segmentbau beschafft hatte - um einer evtl. Ausgangssperre zu entgehen - habe ich gestern mit dem ersten Ausstattungsdetail begonnen, wobei es ja nicht das erste ist, denn Bahnhofsgebäude und Schalthaus existieren ja schon.


    Norma hatte vor einigen Jahren auch den Stationsbrunnen konstruiert gehabt, und mit den STL-Dateien hatte ich mir damals zusammen mit anderen Sachen auch den Brunnen bei Dick & Dick drucken lassen.


    Diesen habe ich mir jetzt vorgenommen, nachdem ich in Cinous chel-Brail einen neben dem Bahnwärterhaus gesehen hatte.
    Gestern wurde der Brunnen dann mit Aged Concrete von Polly Scale - leider nicht mehr erhältlich, eine schöne Betonfarbe - gestrichen. Nachdem das getrocknet war, konnten heute das Auslaufrohr noch aufgebohrt und dann alle Metallrohre schwarz gestrichen werden.
    Wenn das Wasser dann eingetroffen ist, kann der Brunnen auch befüllt werden und ist dann einbaubereit:



    Und dann habe ich heute noch mal den geplanten Gleisabstand auf einer Segmentdeckplatte angezeichnet und zwei Flexgleise provisorisch aufgenagelt.
    Mit zwei Wagen konnte ich dann die zukünftige Bahnsteigbreite gut dokumentieren, es sind jeweils 6 cm Wagenbreite und 6 cm Wagenabstand:


  • 10.04.2020
    Hallo zusammen,


    inzwischen sind mehr als eine Woche seit dem letzten Posting vergangen, und es ist auch einiges geschehen.
    Nach eingehendem Studium von Bahnhofszeichnungen und historischen Unterlagen habe ich den Gleisabstand etwas verringert.
    Laut den Angaben von Hennings im Buch "Projekt und Bau der Albulabahn" sowie einigen Angaben in den Gleisplänen betrug der Gleisabstand in den Stationen 4 Meter, was umgerechnet 8,9 cm wären.
    Bei meinem alten Bahnhof Westönnen ist das auch ungefähr der gewählte Gleisabstand, der mir persönlich jedoch etwas zu gering ist.
    Daher habe ich jetzt für die Planung den Gleisabstand auf 10 cm zwischen dem Gleis 1 (direkt am Gebäude) und Gleis 2 (das Durchgangsgleis) und auf 11 cm zwischen Gleis 2 und dem Überholgleis 3 verrringert anstelle der ursprünglich geplanten 12 cm. Ein Test hatte ergeben, dass schon die 10 cm ein nicht unerheblicher Unterschied zu meinem vorhandenen Bahnhof darstellt.


    Mit diesen neuen Erkenntnissen konnten dann am vergangenen Freitag nach dem finalen Eintreffen des benötigten Holzes (für Stirn- und Seitenwagen) die Stirnbretter gebohrt und mit Griffloch versehen werden.



    Am Samstag wurde dann das erste Segment zusammengebaut, und am Sonntag mit der Erfahrung aus dem ersten die restlichen drei:



    Nachdem am Montag gespachtelt und am Dienstag geschliffen worden war, konnte seit Mittwoch jeden Tag an der Basisfarbgebung gearbeitet werden.
    Inzwischen sind alle 4 Segmente von beiden Seiten grundiert:



    Bei zwei Segmenten habe ich inzwischen die Oberseite mit Abtönfarbe im Farbton "Havanna" inzwischen ein grobe Grundfarbgebung für den Landschaftsbau aufgebracht.


    Und dann wurden noch 25 Meter Abachileisten zu Schwellen verarbeitet, die jetzt ein Bad in Beize Eiche dunkel nehmen:


  • 11.04.2020
    Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert


    Nachdem die Oberfläche der Segmente, die ich noch mit einem Lehmähnlichen Farbton gestrichen hatte, getrocknet war, wurden alle Segmente in der Garage erstmals zur Einheit zusammengeschraubt. Da die nur lose auf Böcken aufliegen ist natürlich keine Feinjustage möglich, aber darum geht es ja nicht.
    Als nächstes habe ich dann die Gleislagen eingezeichnet und dann mit den vorhanden und geplanten Gebäuden eine Stellprobe vorgenommen.
    Und es passt alles, auch konnte ich das noch nicht verfügbare Bahnwärterhaus unterbringen.



    Als nächstes steht jetzt noch die Positionierung der Weichenschablonen an, und dann können die Schwellen verlegt werden

  • 13.04.2020


    Eine erste Etappe ist abgeschlossen, die Gleislage ist fixiert und alle Schwellen mit Ausnahme der Weichen sind verlegt:



    Und gestern fragte mich doch ein Freund aufgrund des Baufortschrittes (rund 2/3 der Schwellen war da verlegt), ob ich mit Speedy Gonzales verwandt sei.


    Nein, dem ist nicht so, sondern es ist das Ergebnis von strukturiertem Vorgehen, das sich im Laufe der Jahre eingeschliffen hat.


    Ich hatte ja zunächst grob kalkuliert, wieviel Schwellen ich brauche und diese dann zugeschnitt sowie gebeizt. Damit war schon die aufwändigste Vorarbeit erledigt, denn der Rest ist dann nur noch langweilige Fleißarbeit ;).


    Aber auch hier kann man sich die Arbeit erleichtern, wenn man so wie ich die Schwellen einzeln von Hand legt und sich nicht mit einer gefrästen Lehre und Klebeband Schwellenbänder erstellt, wie ich dass schon wiederholt bei Modellbahnern in den USA gesehen habe.


    Es ist relativ einfach, eine einigermaßen gleichmäßige Schwellenlage zu erzielen.


    Als erstes zeichne ich die Gleismitte an, und die brauche ich ja auch für die Positonierung der Weichenschablonen.
    Wenn dann alle Gleise vorgezeichnet sind, wird auf einer Seite in 2 cm Abstand eine Hilfslinie gezogen. Die 2 cm sind die halbe Schwellenlänge, die ja 40 mm beträgt. Für den Abstand der Schwellen von 82 cm Mittenabstand habe ich mir ein Tool gebaut, genau wie damals bei der On3 Anlage. Die 82 cm ergeben 18 mm in 1:45 und da habe ich mir aus Abfallsperrholz ein passendes Stück zugesägt. Mittig im rechten Winkel eine Hilfslinie drauf, und schon kann ich mir auf dem Modul die Schwellenlage anzeichnen.



    Und da ich mit Ponal Express arbeite, kann ich abwechselnd vorgehen und die Trocknungszeit des Leimes sinnvoll nutzen.
    Schwellen auf einem Stück aufleimen, mit einer Leiste und Gewicht andrücken, und währen der Leim trocknet zeichne ich an einem anderen Segment die Schwellenlage an und lege die Schwellen. Wenn ich da durch bin, sind die anderen Schwellen soweit angeklebt, dass ich die Beschwerung umsetzen kann.

  • 14.04.2020


    Heute mal keine neuen Baufotos, sondern nur ein paar Zubehörteile.


    Vorletzten Sonntag per eMail bei Dick & Dick in Leipzig bestellt, am Montag mittag die finale Freigabe erteilt, und bereits am Donnerstag wurden die Teile verschickt. Bedingt durch die Feiertage traf das Paket erst heute ein.


    Im einzenen habe ich folgende Zubehörteile bestellt:


    - 2 Bänke
    - 2 geschweißte Prellböcke
    - 2 Plakattafeln
    - die Druckteile für ein Lademaß


    und nicht zu vergessen das wichtigste, die Grenzzeichen alter Variante:


  • 19.04.2020


    Und auch dieses Wochenende ging es mit dem Bau weiter, der geplante Fertigsstellungstermin soll ja eingehalten werden :)


    Nach einigen Arbeiten an den Basissegmenten habe ich ermittel, wie viel Schienen ich voraussichtlich brauche und dann 20 Stück a 3' grundiert.
    Zuvor hatte ich die entfettet, und obwohl es bis auf zwei Stücke nagelneue Profile von Peco aus der Verpackung waren, war das Tuch anschließend schwarz.



    Und heute ging es dann mit den Schwellen weiter. Nach einem weiteren Beizvorgang mit Eiche dunkel erfolgte dann nass in nass noch eine Nachbeizung mit dunkelgrau, wobei vermutlich sogar schwarz nicht schlecht gewesen wäre. Diese Technik habe ich vor über 30 Jahren schon bei den Kieferschwellen angewendet.


  • 26.04.2020


    Auch wenn schon eine Woche seit meinem letzten Bericht vergangen sind bedeutet das nicht, dass ich nichts getan habe :)


    Nachdem wir uns vorletzte Woche auf die Farbgebung der Segment-Aussenwände geeinigt hatten - Havanna von Caparol wie schon vor über 30 Jahren - wurden diese Woche die Segmente an den Aussenseiten und auch von unten entsprechend gestrichen.


    Eigentlich sollte es dann mit dem Gleisbau weitergehen, aber leider habe ich letztes Jahr meine Spurlehren so gut weggelegt, dass ich sie nicht nicht wiederfinden kann :( Glücklicherweise gibt es inzwischen von Schnellenkamp welche, also wurden die kurzerhand geordert und bis zum Eintreffen die Vorarbeiten erledigt.


    Nachdem die benötigten Abflachungen für die Schienenverbinder an den Übergängen eingefräst und nachgebeizt waren, wurden die Schienenprofile abgelängt. Als nächstes dann die Löcher für die Stromanschlüsse gebohrt - je eines an jedem Schienenende - und dann die Leitungen angelötet und die Schienen an ihren Stellen platziert:




    Da das relativ schnell erledigt war, geht es jetzt erstmal mit dem Bau der Ausstattungsteile weiter.


    Als erstes wurde der 10 Tonnen Umladekran - das 3D Druck Projekt aus dem Frührjahr 2014 des damaligen RhB 0m Forums - zusammengeklebt und dann die die Verstrebung und die Kurbeln aus Messingdraht gebogen und eingeklebt. Jetzt warte ich auf die Farbe, um den zu lackieren.




    Heute ging es dann mit dem Lademaß weiter. Es handelt sich um die ältere Version, wie sie wohl zum Schluß noch in Furna gestanden hat und die Spieth vor vielen Jahren zusammen mit einer anderen Version in 1:87 vertrieben hat. Auch dieses Teil ist in der Basis im 3D Druck entstanden und entstammt der Konstruktion des Bockkran-Konstrukteurs.


    Leider war das H-Profil, dass ich mir beschafft hatte, nicht 5x5x0,5 wie erforderlich, sondern hatte eine Schenkelstärke von 0,68 mm. Daher war reichlich zufeilen des Profils und ein wenig Nacharbeit am Sockel erforderlich, bevor ich das Profil dann mit leichten Hammerschlägen bis zur erforderlich Position in den Sockel eintreiben konnte. Als nächste wurde eine M3-Schraube des Kopfes beraubt, längs geschlitzt und von unten eingeklebt, bevor dann die dafür vorgesehene Kammer mit Uhu Plus aufgefüllt wurde.


    Schlussarbeit für heute war die Montage der Lager am H-Profil, die natürlich alle nachgearbeitet werden mussten, bevor sie in das H-Profil passten:


  • 01.05.2020


    "Corona sei Dank" :( habe ich momentan etwas mehr Zeit, da ich eigentlich an diesem Wochenende auf einem Treffen sein wollte und dafür Urlaub habe.


    Daher geht es natürlich mit dem Bau weiter. Nachdem die Spurlehren von Schnellenkamp am Dienstag eingetroffen waren, wurde der Mittwoch und Donnerstag genutzt und alle möglichen Schienenprofile aufgenagelt. Leider kann ich da jetzt nicht weitermachen, da die Weichen noch nicht geliefert sind:



    Aber wer rastet der rostet, also ging es dann heute mit den Arbeiten am Zubehör weiter.


    Als erstes habe ich die Grenzzeichen, die ich vor ein paar Tagen schon mit weißem Füller gespritzt hatte, auf den entsprechenden Flächen rot eingefärbt:



    Und da die rote Farbdose gerade offen und der Pinsel eingefärbt war, habe ich mir auch noch die Prellböcke und Bänke vorgenommen. Beide waren zwar beim Druck mit eingefärbt worden, aber das rot war sehr dunkel und hatte schon fast einen Touch Lila, daher habe ich alles leicht übergestrichen:



    Und zum Schluss habe ich mich dann noch an das Lademaß gemacht und die Lehre an feinen Ketten aufgehängt und alles zusammengebaut. Jetzt steht nur noch die Farbgebung an:


  • 03.05.2020


    In den letzten beiden Tagen habe ich mich mit den nächsten Ausstattungsteil für Engiadina beschäftigt, dem Zementsilo.


    Hier wurde ein Bausatz von Wenz Modellbau verwendet, den ich unmittelbar nach Erscheinen im Herbst 2018 gekauft hatte.


    Insgesamt eigentlich relativ einfach, aber dann stellenweise doch etwas tricky. So gibt es keine genauen Angaben, wie die Schrägabstüzungen zu montieren sind, und daher sind die bei mir dann auch nicht korrekt installiert :(


    Auch könnte die Ausführungsqualität der 3D Druck Teile etwas besser sein, hingen teilweise doch noch die Filamentfäden an den Teilen.


    Abweichend vom Bausatz bin ich dem Hinweis von Wim van der Ent aus den Niederlanden gefolgt und habe auf der Rückseite des Silos = gleisabgewandte Seite das Geländer durchbrochen, wo dann die Leiter installiert wird. Jedoch habe ich dies vorschriftsmäßig mit einer Kette gesichert :)
    Und dann habe ich noch auf jeder Seite zwei zusätzliche Stützen für das Geländer installiert, das war mir ein bisschen zu wacklig.


    Zunächst einmal die Basis mit dem Zugang:



    Der zusammengebaute Silo, die Verrohrung erfolgt nach der Farbgebung und finaler Montage



    Das Auslassventil, dass separat lackiert und bei der finalen Montage mit eingebaut wird.



    Und so sieht es aktuell zusammengestellt aus:


  • 04.05.2020


    Die Ketten, die ich bei dem Lademaß verwendet habe, gehören bei mir zum Lagerbestand und stammen aus einer US Bezugsquelle. Die nutze ich schon seit Jahren (genauer gesagt seit 1998) und die habe ich auch für die Absicherung am Zementsilo benutzt.


    Was man leider nicht sieht ist, dass das herunterhängende Teil des Lademaß etwas schief hängt, da die Ketten eben nicht genau in der Mitte angeschlagen sind, sondern nur an einer Seite. Da wäre es sicherlich besser gewesen, das Teil in Messing drucken zu lassen, damit etwas mehr Gewicht dranhängt.


    Und zu den Ketten:


    Builders in Scale aus den USA hat diverse feine Ketten im Angebot. In meinem Fall handelt es sich um die feinste mit 40 Kettengliedern pro Inch (also auf 2,54 cm, also alle 0,635 mm ein Kettenglied. Entsprechend ist auch der Durchmesser mit gut 0,6 mm. Die gibt es in Messingfarbe oder eben auch in schwarz wie von mir genutzt:


    http://www.builders-in-scale.com/bis/parts-chain.html

  • 18.05.2020


    Auch wenn der letzte Rapport schon zwei Wochen zurückliegt, so war ich den letzten Tagen doch nicht untätig.


    Nachdem am Zementsilo die restlichen Teile montiert waren - diese warten noch auf die Lackierung - und auch die Plakattafeln mit Werbeplakaten bestückt waren begann ich dann am Freitag mit dem Bau des Abortgebäudes.


    Als erstes wurde eine 0,5 mm starke Sperrholzgrundplatte zugeschnitten, die den Abmessungen der Fundamente des Gebäudes entspricht.
    Nachdem noch die Betonsockelleisten installiert waren, wurde alles mit Polly Scale Aged Concrete (alter Beton) gestrichen. Leider neigt sich mein Bestand langsam den Ende zu, und Polly Scale ist vor einigen Jahren vom Markt verschwunden :(



    Nachdem die Farbe getrocknet war, wurde aus 1 mm Sperrholz der Gebäudegrundkörper zugesägt und dann auf dem Sockel montiert. Zur Stabilisierung wurden auch die Trennwände eingebaut, auch wenn man sie am Ende überhaupt nicht sieht. Verstärkt wurden die ganzen Ecken wie gehabt mit meinem üblichen Material, den Startstäben der Sylvesterraketen. Und zum Abschluss wurden auch schon die ersten Leisten montiert:



    Am gestrigen Tage wurde dann das Gebäude bis auf die Frontwand mit den Türen aufdekoriert:



    Heute habe ich mich dann der demnächst überwiegend verdeckten Frontwand gewidmet, Türen eingebaut und natürlich auch die Balken soweit als möglich nachgebildet. Und dann wurde noch die freistehende Schamwand, die später die Türen verdeckt, komplett gebaut.





    Auch bei der Schamwand wurde die Rückseite grob gestaltet.
    Geschenkt habe ich mir dabei die Verjüngung der vertikalen Balken im oberen Bereich, das war mir dann doch zu viel Aufwand und ist eh nicht mehr zu sehen.


    Die gelaserten Teile im Giebelbereich wurden von Thomas Ermels TE-Miniatur speziell für das Abortgebäude aus den Teilen vom Schalthaus modifiziert und für mich gelasert.


    Aktuell fehlt noch die Trennwand zwischen dem Herren und Damen Bereich und eine Leiste oberhalb der Verzierungen.

  • 21.05.2020


    Nachdem ich gestern noch ein paar fehlende Leisten ergänzt hatte, folgte der erste Beizvorgang, der natürlich auch wieder einige Fehlstellen ergab.
    Heute wurden dann die waagrechten Leisten bei den verzierten Balken angepasst und angeklebt (die Leiste dafür hatte ich gestern direkt mitgebeizt, damit die schon mal die Grundfärbung hatte) und anschließend die Fehlstellen mit Vallejo Farbe übergetüncht. Ist zwar nicht ganz passend, aber teilweise sind die Gebäude ähnlich verschmutzt.
    Nachdem das getrockent war, wurden die nächsten beiden Beizvorgäng (zweiter Eiche Dunkel gefolgt von Dunkelgrau) aufgebracht.
    Paralle. mit gebeizt wurde das Material für die Trennwand zwischen Schamwand und Gebäude:


    Die frisch gebeizten Teile im Freien zur Sonnentrockung.



    Die fertig gebaute Trennwand.



    Und nachdem die Trennwand fertig war, wurde diese als erstes montiert und dann die Schamwand auf den Sockel und an die Trennwand geklebt.
    Letzte Arbeit war dann noch die Montage von kurzen Balkenstücken zwischen Schamwand und Kerngebäude. Leider kann ich auf den Fotos nicht erkennen, ob es die gegeben hat, aber es erscheint mir logisch.



    Jetzt sieht es schon viel proportionierter aus.
    Als nächstes steht jetzt die Anfertigung des Daches aus Sperrholz und der zusätzlichen Balken und Sparren an.

  • 24.05.2020



    (Fast) Fertig :)


    Der nächste und eigentlich letzte Schritt war das Dach nebst Regenrinnen.


    Nachdem an den äußeren Giebel noch zusätzliche Balken die etwas überstehende Sparren abdeckten wurde die Dachunterkonstruktion zugeschnitten und graviert sowie anschließend alles gebeizt:



    Nach dem Trocknen wurden dann die Dachunterkonstruktion aufgklebt, anschließend die Dacheindeckung und die Schneefangbalken.
    Wie schon beim Schalthaus von TE Miniatur geliefert, habe ich auch hier Addie-Dachrinnen zugeschnitten und silbern lackiert.
    Nachdem diese angeklebt waren, ist das Abort-Gebäude bis auf die Schachtabdeckung zur Entleerung der Grube fertig. Hierfür warte ich aktuell auf die Lieferung des Rohmaterials.




    Und dann ging es weiter mit der Ferro Suisse Gleiswaage, die vor einigen Tagen eingetroffen war.
    Diese wurde zusammengebaut und dann grundiert.
    Da aber doch so einige Details fehlen, wurden auf dem Riffelblech gleisseitig noch zwei Scharniere montiert.


    Nach Studium meiner Vorbildphotos




    habe ich dann die Gleiswaage zwischen zwei Schienenprofile montiert und Nietenstreifen auf den Ecken montiert:




    Aktuell ist sie jetzt eingefärbt und trocknet.


    Und dann habe ich bereits vor einigen Tagen meine beiden Plakatwände mit Plakaten versehen:


  • Nachdem die Wiegeeinrichtung silbern gestrichen und auch das Sperrsignal - zusammen mit dem auf dem Lademaß - Farbe bekommen hatte ging es mit dem Bau der Gleiswaage weiter.


    Zunächst wurde das Riffelblech, das zwischen die Gleise zu installieren ist, an insgesamt 4 Stellen eingesägt, da im Original an den beiden Enden Klappen für den Zugang zur Mechanik der Gleiswaage sind. Nachdem dann noch Scharniere installiert waren (ebenso wie schon beim Bau der Wiegeeinrichtung aus dem Grandt Line Satz) konnte das Teil ebenfalls gestrichen werden.


    Heute ging es dann auf dem Segment weiter.


    Als erstes mussten im Bereich der Gleiswaage die Schwellen entfernt waren, denn als ich das Ladegleis baute wusste ich noch nicht, dass ich noch eine Gleiswaage bekommen würde. Und hier wollte ich es etwas besser als Ende der 80er Jahre machen, wo ich die Wiegeeinrichtung einfach auf den Schwellen montiert habe.


    Bild


    Nachdem die Schwellen entfernt und der Untergrund einigermaßen geplant war wurden unter die Schienen zwei mit aged concrete (verwitterter Beton) gestrichenen Schwellenhölzer positioniert und mit dem Segment und den Schienen verklebt. Damit ist die Spurhaltigkeit der Gleise sichergestellt.


    Anschließend wurde dann mit weitern Schwellenhölzern ein Unterbau für das Riffelblech geschaffen.


    Bild


    Der nächste Schritt war dann das aufkleben des überarbeiteten und lackierten Riffelbleches.


    Bild


    Die Frontabdeckung der Original-Waage und auch die seitlichen Streifen auf dem Riffelblech (beides nicht im Bausatz enthalten) wurden aus Polystyrol angefertigt. Die Frontabdeckung besteht aus zwei Streifen, aus denen ein T-förmiges Stück hergestellt wurde. Die seitlichen Streifen wurden von unten mit dem Körner eingedrückt und bekamen damit die Nieten.


    Bild


    Nachdem dann die Teile zwischen den Schienen ebenfalls lackiert waren, wurde zum Schluss noch die Wiegeeinrichtung aufgeklebt.


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    Jetzt fehlen nur noch die vertikalen Schienenstücke als Anfahrtschutz, für die ein Stück Schienenprofil zwischenzeitlich lackiert wurde und trocknet.

  • Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.


    Eigentlich hatte ich die Wärterbude von der Bauliste gestrichen, da die Zeichnung im Dachbereich doch sehr kompliziert aussah und ich das als Verzierungen auf der Aussenseite interpretierte.


    Nach dem Bau des Abortgebäudes fiel mir jedoch auf, dass es auf der Zeichnung ebenso aussah und es sich um den Dachstuhl handelt und nicht um aussenliegende Verzierungen, und daher stand dieses Gebäude schneller wieder auf der To-Do-Liste als gedacht :)


    Die Wärterbude ist etwas anders konstruiert als das Abortgebäude, hier wurden vertikale Bretter nebeneinander verbaut und nicht überlappend.

    Als erstes habe ich aus 2,1 mm Sperrholz (falsche Platte erwischt :( , es sollte die 2,5 mm sein) die Seiten- und Stirnwände ausgeschnitten und anschließend die Ausschnitte für die Fenster angefertigt. Ich hatte mich schon damit abgefunden, die Fenster auch zu bauen, aber ein Blick in den Grandt Line Katalog brachte passende Fenster (fast korrekte Maße) zu Tage, und die hatte ich sogar auf Lager. Glück muss der Mensch haben :D


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    Nachdem die restlichen vorhandenen Holzleisten gebeizt und getrocknet waren, habe ich heute das Gebäude beplankt. Leider hat der Vorrat nicht mehr ganz gereicht, jetzt muss ich erst auf Nachschub warten.


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    Wie man sehen kann, fehlt bei einem Giebel noch der komplette obere Teil und bei dem anderen nur noch zwei Stücke.

    In den hellen Bereich auf der einen Seitenwand (die aber zum Gleis steht) kommt später die Tür.


    Und dann habe ich noch die vorbereiteten Schienenstücke zum Schutz von Gleiswaage und Lademaß installiert.


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  • Und weiter ging es:


    Nachdem der Rohbau des Gebäuedes stand, habe ich mich der Tür gewidmet und diese aus 0,6 mm Sperrholz zugesägt und dann graviert. Das untere Stoßblech wurde aus einem dünnen Polystyrolstreifen gefertigt, in den die Nieten von hinten eingedrückt wurde (wie bei der Gleiswaage auch).


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    Da die bestellten Holzleisten bereits am Donnerstag eingetroffen waren (Montag bei http://www.architekturbedarf.de bestellt, Mittwoch mit DHL verschickt, Donnerstag morgen zugestellt), hatte ich noch schnell abends eine Leiste gebeizt, so dass ich am Freitag die restlichen Leisten anbringen konnte.


    Anschließend wurde das Gebäude dann nachgebeizt:


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    Vor dem Beizen hatte ich noch die Bodenplatte zugesägt und mit der Trittstufe versehen. Anschließend wurde das Gebäude darauf positioniert und 2 8mm Löcher durchgebohrt, in die in die Bodenplatte halbierte Dübel geklebt wurden. Anschließend wurde die Bodenplatte mit Aged Concrete gestrichen.

    Die Dübeltechnik verwende ich seit 1988, um Gebäude mit Bodenplatte passgenau auf die Module aufsetzen zu könen und gleichzeitig das verrutschen zu verhinden. Und da die Dübellöcher im Freestyle gebohrt werden passt auch kein Gebäude an die falsche Stelle. Und nicht wundern, das dritte Loch war eine Fehlbohrung, die nicht genutzt wird.


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    Und als letztes wurden dann noch die Fenster weiß gestrichen, damit die Farbe über Nacht trocknen konnte:


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    Heute wurden dann als erstes die Fenster eingeklebt und anschließend klares Polystyrol von hinten eingeklebt.


    Um die Fensterlöcher im Giebel wurden noch die Zierramen aufgeklebt und dann die Sparren angefertigt und montiert.

    Diese entstanden aus überzäligen Teilen vom Arbortbau und einigen selst zusammengeklebten Leisten.


    Nachdem dann noch die neuen Teilen nachgebeizt waren, sieht das Gebäude jetzt so aus:


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    Nachdem ich noch die Dachunterkonstruktion aus 1 mm Sperrholz zugeschnitten und graviert hatte, wurden diese gebeizt und sind am trocknen.

    Und zum Schluss noch ein Foto des Abortgebäudes, dass inzwischen mit dem Schachtdeckel ausgerüstet ist und bei dem ich die Dachkanten verdickt habe, da das dünne Dach kritisiert worden war.


    Bild

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