Der Anfang einer kleinen Nebenbahn

  • Ein freundliches Hallo zusammen und Moin Moin,
    dies wird ein Vorstellungs- und Planungs-Hilfe-Thema. Ich
    hoffe dagegen ist nichts einzuwenden.


    Ich lese hier nun schon etwas länger und die Faszination an
    der "großen" Spur hat mich gepackt. Als Kind durfte ich mit der Spur N
    spielen. Diese scheint mir aber nun doch etwas zu klein. Man wird ja nicht
    jünger.


    Und damit kurz zu meiner Person. Mein Name ist Detlev. Ich
    bin 50 Jahre alt und wohne in Hamburg. Die Liebe und das Studium hat mich vom
    Süden in den Norden geführt. Und nach langen Jahren der Abstinenz vom Hobby
    Modellbahn hat mich der Virus wieder infiziert. Ich bin aber blutiger Anfänger
    und muss mich erst noch in das Bahngeschäft einlesen.


    Aufgrund der etwas "beengten"
    Platzverhältnisse (s. Grundriss des zukünftigen "Spielzimmers") schwanke
    ich noch zwischen der Spur 0 und H0. Wobei mit H0 bei dem Grundriss auch kein Blumentopf
    zu gewinnen sein wird. Leider ist aufgrund der aktuellen Lage ein Vergleich der
    beiden Spuren schwer möglich und eine endgültige Entscheidung wird wohl
    deswegen noch etwas auf sich warten lassen.


    Zur Diskussion möchte ich Euch meinen ersten Entwurf
    vorstellen. Die Anlage orientiert sich nicht an einem existierenden Vorbild.
    Aber es sollte sich schon richtig anfühlen. Ich würde das Modell in der Epoche
    2 ansiedeln wollen und es soll eine Nebenbahn dargestellt werden. Mein Fokus liegt aber mehr beim Bauen als im Simulieren von realen und vorbildlichen Abläufen.


    Gerne möchte ich einen kleinen Zug an mir vorbei fahren
    sehen und auch das Rangierspiel würde mir Spaß bringen. Und die Anlage sollte
    auch wieder leicht zu demontieren sein. Daher denke ich in Richtung Segment-
    oder Modulbau. Evtl. könnte ich mir auch zuküftig vorstellen eine zweite Anlagenebene, die Über einen "Aufzug" zu ereeichen ist, einzuplanen. Um damit den Spielspaß und die Streckenlänge zu erhöhen.


    Zum Zimmer: die beiden Fenster sind bodentief, aber nur im
    oberen Bereich zu öffnen. Ein Bastelltisch sollte integriert werden.


    Was denk Ihr über meinen ersten Versuch?

  • Hi Detlev,
    mir gefällt Dein Gleisplan sehr. Ich würde die auf dem unteren Anlagenteil aber noch einen Gleisanschluss auf freier Strecke einfügen und das ganze auf der rechten Seite durch eine Straßenbrücke die Einfahrt in sogenannte Zugkassetten tarnen. Diese können bei Deinen kurzen Zuglängen auf festen Wandkonsolen mit Handgriffen abnehm- und austauschbar sein. Das ist in England eine verbreitete Methode eines Fiddleyards. Ich bin gespannt auf Deine weiteren Überlegungen und wünsche Dir viel Spaß beim planen...


    Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Hallo Detlev,
    ja die Frage stellt sich bei beengten Platzverhältnissen öfter : Spur H0 oder 0 ?
    Da aber bei Deinen Platzverhältnissen weder in H0 noch in 0 lange Züge an einem vorbeifahren können ,ist Spur 0 doch intertessanter.
    1. Die Modelle in Baugröße 0 bieten einfach den besseren Eindruck der großen Bahn im Modell
    2. Man kann wesentlich besser detaillieren
    3. Und dank vieler Groß- und Kleinserienhersteller gibt es in 1:45 auch sehr viel Zubehör
    Na dann viel Glück bei Deiner Entscheidungsphase.
    Der hier gezeigte typische Wagen in Epoche I/II ist allerdings ein Selbstbau.Teile gibt es genug
    Grüße aus Berlin
    Michael Schulz

  • Einen wunderschönen guten Tag


    Eigentlich wollte ich hier mich nie zu irgendwelchen Planungen von Gleispläne einmischen, grad auch weil jeder da andere Bedürfnisse hat.
    Dadurch dass ich in drei Spurweiten baue ( H0, 0 und 1 ) ,stehe ich auch immer wieder vor der Frage ,was kann man auf einer bestimmten Fläche in der Baugröße bauen. Was auch annähernd vorbildlich erscheint.
    In Spur 0 liegt immer noch ein Plan in meiner Schublade den Bahnhof Bomblitz ( nur Bahnhof mit angedeuteten Werksanschluss) umzusetzen. Dieser Bahnhof bietet für mich einen gewissen Spielspaß und durch den Werksanschluss eine Menge Möglichkeiten zum rangieren . Aber bitte dass gilt für mich und jeder hat da andere Bedürfnisse.


    http://www.kdtroeger.de/ohe2z.htm




    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar
    Spur Null Galerie

  • Gude DetlevHH,


    das Problem in Null sind immer und besonders bei Umsteigern aus kleineren Spurweiten die Nutzlängen der Gleise.


    Bei Deinem Basisentwurf ist die Bahnsteignutzlänge so knapp, dass bei einem mit Lok voraus eingefahrenen Zug schon die zweite Donnerbüchse nur noch zur Hälfte am Bahnsteig steht, d.h. Du kannst für den Reisezugverkehr maximal einen GmP mit einer Donnerbüchse oder einen zweiteiligen Schienenbus einsetzen. Um langfristig abwechsungsreichen Betriebsspaß an der Anlage zu haben, sollten mindestens drei (= zwei Umbaudreiachser plus Pw), besser vier Donnerbüchsen (= vier Umbaudreiachser) an den Bahnsteig passen und natürlich auch umfahrbar sein. Das entspricht vier bis sechs Güterwagen.
    Solche Züge brauchen aber auch eine entsprechende Länge des Einsatz-/Abstellbahnhofs. In der von mir gezeichneten Variante für vier Donnerbüchsen als dreigleisige Schiebebühne ist die Gesamtlänge an der unteren Wand 305cm, wenn Du Dich auf Lok unter 30cm Länge beschränkst, ansonsten entsprechend mehr. Bei maximaler Zuglänge von drei Donnerbüchsen kommst Du mit 275cm aus. Das über die Weiche angeschlossene Stumpfgleis dient der für die Rückfahrt zum Bahnhof nötigen neuen Zuglok, welche bei Betrieb mit Zugkassetten nicht benötigt wird.
    Falls Du mit Zugkassetten planst, kannst Du jeweils nochmal 30cm bei der Gesamtlänge einsparen.


    Als Anregeung dieser auf Deine Raummaße zugeschnittene Plan (Lenz Gleisgeometrie):



    Viel Erfolg bei der weiteren Planung.

    Mit Gruß vom Nick

    Edited 2 times, last by Nick ().

  • Hallo Detlev,


    ein herzliches Willkommen.
    Ich hatte die gleichen Fragen mir der Baugröße und habe mich für 0 entschieden.
    Meine gründe waren
    1. die wunderschönen detallierten Modelle (bezahlbar)
    2. sehr guten Rangier Eigenschaften und Fernbedientes Entkuppeln
    3. guter Selbstbau möglich auch mit Unterstützung der doch vielen Zubehör Hersteller.


    Zu deinen plan hätte ich 2 kleine Änderungsvorschläge (auch wenn ich hier nicht der Spezialist bin) , ich würde die Dreiwegweiche durch 2 Einzelweichen ersetzten. Der Zug könnte etwas länger werden und du kannst ihn immer noch umfahren. Und die Weiche unten im Anschluß würde ich auch tauschen, das Ladegleis liegt vorn und ist länger und das hintere würde ich benutzen um die Kassetten (Fiddleyard) mit den Zügen zu tauschen. Die können ja während des Betriebes ruhig über dem Arbeitsplatz liegen. Auch hätte man gleich die Möglichkeit die zweiten Ebene mit einzubinden.


    Aber es sind auch nur meine Gedanken zu deinem Plan.


    Gruß


    Uwe

  • Hui. Da kommen ja ganz viele Vorschläge. Vielen Dank hierfür. Das muss ich mir jetzt erstmal im Detail ansehen. Mit den Zuglängen fehlt mir noch jegliche Erfahrung. Aber vielen Dank für den Tipp.

    Schöne Grüße aus Hamburg
    Detlev

  • Moin,


    das gefällt mir schon sehr gut. Ich hab jetzt einfach den Gleisplanvorschlag von Nick in WinTrack nachgezeichent und noch die 2.Ebene erstellt.Wie ich dann die Verbindung, also den Aufzug, konstruktiv umsetze muss ich noch sehen. die 2.Ebene bindet ein Industriegebiet ein.

    Files

    • 1.Ebene.pdf

      (96.76 kB, downloaded 183 times, last: )
    • 2.Ebene.pdf

      (57.7 kB, downloaded 145 times, last: )

    Schöne Grüße aus Hamburg
    Detlev

  • Hallo Detlev!


    Du schreibst in deiner Vorstellung der Planung, dass dir vor allem das Bauen Spaß macht. Das Bauen von ... was? Gebäuden? Landschaft? Gleisen?


    Wenn dich Gebäudebau am meisten interessiert, dann kommt es darauf an, ob du lieber viel Verschiedenes oder wenigere, dafür aber detailliertere Gebäude bauen willst. Im ersten Fall wäre HO, gegebenenfalls noch 0e (braucht weniger Platz für die Bahn was mehr Platz für Gebäude bedeutet) zu empfehlen.
    Bist du vor allem an Landschaft interessiert, wäre HO der eindeutig bessere Weg, da in 0 auf deiner Fläche nicht gerade viel Platz für Landschaft ist.
    Gleisselbstbau ist in beiden Spuren möglich. Da ich selbst nie Gleise selbst gebaut habe, kann ich nicht sagen, wo es einfacher bzw. befriedigender ist.


    Noch ein etwas "abartiger" Vorschlag: Wenn du wirklich tief in den Gebäudebau einsteigen willst, wäre eine Kombination bzw. ein Nebeneinander von 0 und HO möglich: 0e benötigt fast die gleiche Gleisgeometrie wie H0 (außer gewisse große deutsche 0e-Dampfloks), nur ein wenig mehr Platz (sprich: Abstand zwischen parallel laufenden Gleisen). 0e-Züge fahren also auf HO-Gleisen und umgekehrt. Das mache ich mir zu Nutze, indem ich eine Anlage baue, die wahlweise in 0e oder in HO genutzt werden kann (beides übrigens nach US-Vorbild); es müssen nur das Rollmaterial, die Gebäude und Zubehörteile ausgetauscht werden. Das heißt, du hättest auf gleicher Fläche die Möglichkeit, etwa anderhalb mal so viele Gebäude zu bauen. (Ich weiß, für diesen Vorschalg werde ich von den Puristen am liebsten verbrannt, äh, verbannt :D ).


    Oder noch ein anderer Vorschlag (der gilt sowohl für Gebäudebau als auch für Landschaft): Herausnehmbare Teile. Die kannst du erstens am Werktisch bearbeiten und zweitens immer wieder gegen Neubauten tauschen. So hast du praktisch unendlich viele Möglichkeiten des Bauens.


    Tschüß
    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Hallo Utz,
    vielen Dank für Deinen Beitrag. Mein Fokus beim Bauen wird sich auf den Gebäudebau konzentrieren. Und dann eher weniger detaillierte Gebäude. Dein "abartiger" Vorschlag ist sehr interessant. Wobei hier dann, bitte korrigieren wenn ich falsch liege, der schöne Vorteil der großen Loks gegenüber H0 verloren geht. Das fände ich sehr schade. Aber ich werde mir das überlegen. Danke.
    Herausnehmbare Teile ist ne tolle Idee und auch hierüber werde ich nachdenken. Danke auch hierfür.

    Schöne Grüße aus Hamburg
    Detlev

  • Moin Detlev,
    insbesondere die untere Ebene gefällt mir gut und sie stellt auch so ziemlich das Maximum dar, was auf der Fläche für einen Endbahnhof möglich ist.
    Beim Anbinden des Fiddleyards müsstest du allerdings eine Loklänge zwischen Weichenspitze und Beginn von Schublade/Aufzug/Kassetten vorsehen, weil du sonst die Länge der Abstellgleise nicht ausnutzen kannst.
    Viele Grüße,
    Johann

  • Einen wunderschönen guten Tag


    ......ob das von Interesse ist, aber es wird ja oft bei Anlagen mit zu kleinen Radien von einer Spielzeugbahn geredet. Aber was ist wenn das Vorbild dieses Problem selber hatte. Da redet keiner von Spielzeugbahn , sonder es weckt dass Interesse . So auch bei mir in diesen Beitrag vorgestellten Bahnhof Bomlitz mit Werkbahnanschluss .Die Werkbahn im Werk selber hatte so enge Radien dass die Güterwagen mit Kuppelstange bewegt werden . ( siehe Gleisplan im link)
    Warum ich dass schreibe , bei einer Planung ist man oft auf bestimmte Dinge angewiesen, so auch oft der Platz und dass gab es beim Vorbild auch. So hat man auch für sich selbst bei einer Planung eine Grundlage und Erklärung dazu.
    Den es gibt nichts was es nicht gab oder gibt.


    Hier ein Link mit Bilder dazu


    http://www.razyboard.com/syste…ic-1355740-5103989-0.html




    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar
    Spur Null Galerie aus Rheinsberg

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!