? Norm für Spitzlager

  • Moin,
    ich habe zwei Paar der neuen 0m-Radsätze von Schnellenkamp vor mir liegen. Im Gegensatz zu den Bemo-Achsen, welche als klassische Wälzlager ausgeeführt sind (zylindrischer Achssummel läuft in Messingbuchse) besitzen Schnellis Achsen die bewährten Spitzlager. Soweit, so gut - aber wie sieht das Gegenstück aus? Es gibt mehrere Hersteller von Messingbuchsen für Spitzlager, aber eine Aussage wie eine Norm, aus der ich die Größe und den Abstand der beiden Lager voneinander in Abhängigkeit von der Länge der Achse entnehmen kann, konnte ich bisher nicht auftreiben. Könnt Ihr mir da auf die Sprünge helfen?
    Viele Grüße
    Jörn

  • Hallo Jörn,
    da gibt es die NEM 314 "Wagenradsatz für Spitzenlager". Allerdings ist dort 0m nicht enthalten, sondern statt dessen Spur S mit 22,5mm Spurweite. Aber zur Orientierung kann man diese Norm schon heran ziehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Jörn,


    Auch wenn es alles andere als ein Geheimtipp ist: Ich nutze wie sicherlich sehr viele andere auch die Romford/Markits Buchsen. Dabei bevorzuge ich persönlich die Variante mit Bund. Bei dieser liegt die Spitze des Radsatzes ziemlich genau 1.25mm hinter der Anlagefläche. Also muss man 2.5mm weniger als die Länge über Spitzen des Radsatzes einplanen. Bisher habe ich persönlich auch keine großen Abweichungen von Bestellung zu Bestellung oder innerhalb einer "Lieferung" in den Maßen festgestellt.
    https://www.petersspares.com/m…nt-bearings-mppbs-pk50.ir


    Mit besten Grüssen,
    Bastian

  • Hallo Jörn,


    die NEM 314 wird Dir in der Praxis bei 0m nicht weiter helfen, Du musst Dich an dem orientieren, was der Markt hergibt.
    Daher habe ich mir - vor längerer Zeit - meine eigene "Hausnorm" entwickelt:



    Die in der Skizze dargestellten Radsätze konnte man damals bei Addie beziehen, Schnellenkamp verwendet dankenswerterweise die gleiche Geometrie. Die Ms-Achslagerbuchsen sind von Alan Gibson (GB) - und ebenfalls nicht mehr erhältlich. Als Alternative bieten sich die Lager von Romford/Roxey an:


    https://www.roxeymouldings.co.…ed-pinpoint-bearings-50-/


    Ich vermute, dass die baugleich mit denen von Gibson sind, sollte man aber ggf. nachprüfen.
    Den erforderlichen exakten Abstand zwischen den Innenflächen der Achslager ermittelt man am besten mit Hilfe der Drehe und zweier Ms-Rundstäbe, in denen stirnseitig je eins der Ms-Lager eingesetzt ist. Der Radsatz wird per Hand in Drehbewegung versetzt und mit gleichzeitiger Betätigung des Pinolenvorschubs findet man die optimale Distanz der Achslager heraus.



    Im eingebauten Zustand kann das so aussehen:



    Achslagergehäuse und Ferdern muss man, wenn der Markt nichts fertiges hergibt, selber bauen.



    Wer den für 0m zwar grob vorbildwidrigen, aber verlockend einfachen Weg mit der Umspurung von Magic-Train-Fahrwerken geht (zu denen gehöre ich gelegentlich auch), kann nach dem Längsauftrennen des Teils die Ms-Buchsen auch da einbauen. Die Laufeigenschaften verbessern sich dadurch erheblich.



    Gruß
    Karl Heinz

  • Ich habe diese Hütchen aus verschiedenen Quellen bezogen und mit dem unbewaffneten Auge keine Unterschiede außer der Verpackung und der Menge (40 oder 50 Stück) festgestellt. Weil sie alle für Romford-Achsen gedacht sind, dürften sie auch nicht verschieden sein.


    Herbert

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