Patinieren und Schottern von Gleisen

  • So...


    ich bin nun so gut wie am Ende mit den Experimenten. :) Ich hab drei Schotterfarben mit einfachen Mittel gezaubert, das Gleis mit wenig Aufwand versucht zu altern, die Schotterfarben bisschen gemischt, aufgetragen, mit klassischem Leim-Wasser-Spüli Mix verklebt und nun die ersten Ergebnisse.


    Nochmal, es geht mir primär darum, mit einfach Mitteln und wenig Aufwand, den maximalen Effekt zu erzielen. Ich möchte kein H0-fine betreiben. aber ein bisserl authentisch soll es dann schon sein. Was meint ihr? Links is nen langes Stück bunter Schottermix, dann zwei Schwellen grau aber gefärbt, dann nochmal drei Schwellen überwiegend rostiger Schotter... der dunkle und schmutzige Schotter ist nicht mehr auf dem Bild. Die Farbmischung ist mir ohnehin nicht gelungen.


    Kann man das so lassen? Eigentlich fehlt nur noch ne Ölspur und wenn ich lustig bin, eventuell noch einen Rostauftrag entlang der Schienenprofile. Aber das ist dann schon fast wieder zu viel Aufwand. Gerne in einem Diorama, aber ich übe im Moment für etwas Größeres.





    Gruß
    Djordje

  • Hallo Djordje,


    kommt darauf an was dabei `rauskommen soll.


    Neubaustrecke, kurz vor der Stilllegung, angegammelt, mehr oder weniger benutzt und alles was dir dazu sonst noch einfällt, u. s. w.. Planung/Rationalität scheinen bei der Moba oft mal nicht so das "one and only" zu sein wie vielmehr Phantasie (z. B. Vorstellungsvermögen/ geistiges Auge ect.), vor allen Dingen die Betrachtung der Natur - d. h. hinausgehen (fahren) und die Betrachtung des "Echten". " Z. B. beantwortet mir das des Öfteren mal die eine oder andere Frage ob dieses oder jenes SO richtig/falsch/angebracht ect. ist. "Phantasie ist wichtiger als Wissen ..." hat bereits Albert Einstein vermutlich nicht als Erster und nicht als Letzter formuliert - auf jeden Fall pflichte ich ihm, nicht nur aus der Mobaperspektive, bei.


    Das ist jetzt keine "positive/negative Betrachtung" deines Gleises, sondern nur mein erster Eindruck : Aufgeräumt, ordentlich, statisch. Wenn du diesen Eindruck erwecken willst ist es ja o. k., wenn nicht ... ändern. Ach ja - und die im vorwiegend kaufmännischen Bereich eiserne Regel - ich zitiere dich -


    Quote

    es geht mir primär darum, mit einfach Mitteln und wenig Aufwand, den maximalen Effekt zu erzielen


    scheint bei der Moba - und nicht nur da - auch nicht immer angebracht.

    Gruss
    Robert
    BTB0e+0

    Edited once, last by BTB0e+0 ().

  • Hallo Djordje,
    Ich würde nicht auf den schienenstrangseitigen Rost verzichten. Bei aller Mühe die Du dir machen willst ist das der geringste Aufwand, in jedem Fall finanziell. Ich verstehe es wenn Du in einem Monat eine Anlage wie z.B. In Sande erstellen müsstest, was aber illusorisch erscheint. Egal ob Diorama oder Zimmeranlage, Du wirst es bereuen. Kauf eine Dose Revell "Rost" und bearbeite das Gleis je nach Baufortschritt, dann wird auch diese Arbeit nicht zu nervig.


    Viele Grüße
    Jörg

  • Hallo Djordje,
    neben der Alterung des Gleisschotters ist m.E. auch zu bedenken, in welcher Region Dein Gleis angesiedelt ist.
    In Süddeutschland triffst Du nämlich oft auf hellen (Kalk u.a.) Schotter, in der Mitte z.B. eher auf Basalt usw.
    Nachdem Du nun schon gemischt hast, würde ich mein Anlagen-/oder Modul-Thema in die passende Region legen...... :rolleyes: .
    Grüße aus dem Basalt-Westerwald
    Carl :thumbsup:

  • Hallo,


    die Profile sind rostig / lederbraun mit der Airbrush behandelt. Sieht man wohl nicht so offensichtlich auf dem Bild, doof. Das habe ich aber vor dem Schottern tatsächlich gemacht. Vermutlich schlechtes Licht beim Fotografieren. Schotter ist nach der endgültigen Trocknung doch noch spürbar nachgedunkelt. Auf dem Foto hab ich ja drei Varianten von Schotterfarben eingesetzt. Und genau das ist ja die Idee, immer schön varieren, damit es nicht statisch bleibt. Mal mehr hell, mal mehr rostig, mal mehr schmutzig. Je nach Strecke, Beschaffenheit UND offensichtlich auch Region! Wieder was gelernt. :D


    Was ich eigentlich bezwecken wollte, ein Gleis zu schaffen, ohne das man nach dem Schottern noch mal mit Farbe drauf los muss. Weil das finde ich so la la... da hat man schnell eine homogene Farbdecke drauf und damit wären wieder beim statischen Effekt.


    Na ja, ich werde wohl nochmal ein Gleisstück anpacken! Etwas rostiger und beim Schotter gegen das Abdunkeln kämpfen.


    Danke und Gruß
    Djordje

  • Hallo Djordje,


    zu Deinen Fragen / Gedanken: In folgendem Beitrag findest Du ein wenig dazu,
    ab Beitrag 13 von Manuel,
    hier der Link


    Mein Modul-Start


    In einer Antwort dazu hatte ich geschrieben, dass ich das Problem des Nachdunkelns bei mir mit der Beimischung von Farbpigmenten (weiß / besch) gelöst habe.


    Weiterhin viel Freude bei Deinen Versuchen,
    mich hat bisher das eigene Probieren immer weiter gebracht.


    Grüße, Stefan

  • Hab mal ne andere Kamera rausgekramt... Jetzt dürfte man die Schottersorten gut erkennen! Und auch das es ein bisschen nachgedunkelt ist. Aber eigentlich gar nicht so tragisch. Was ich grad noch nicht auf die Linse kriege, das meine Schienen wirklich Lederbraun mit Rostanteil gefärbt sind. Die blanke Schienenkopf sticht enorm ins Auge. :D Alle Schotterfarben sind selbst gefärbt und zuletzt hab ich alle drei Farben mal gemischt. Diese bunte Mischung finde ich irgendwie interessant, aber kommt das halbwegs an Original hin? Hmmm....









    Gruß
    Djordje

  • Diese bunte Mischung finde ich irgendwie interessant, aber kommt das halbwegs an Original hin?


    Ich meine, nein. Aber du solltest das doch leicht selbst beurteilen können. Geh mal raus an die Strecke und schau dir das Schotterbett an.
    Gruß, Freddy

    Ich mache gern Kompromisse. Aber nicht beim Maßstab.

  • Ich habe hier nur noch leider wenige Jahre alte Schienenstrecken (Nürnberg-Regensburg) als Anschaungsmaterial. ;) Siehe Anhang! Schlechte Referenz für Epoche III/IV mit Holzschwellen. Und der Neubau zieht sich wirklich etliche Kilometer in beide Richtungen. Selbst im Bahnhof Parsberg wurde wahnsinnig viel Gleis die letzten Jahre erneuert. Insofern bin ich halt im Moment auf der Suche.


    Heimatbahnhof Seubersdorf





    Haltepunkt Regensburg Prüfening





    Gruß
    Tschokko

  • Einen wunderschönen guten Abend



    .... nur Bilder da es so viele Facetten gibt .



    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar


    Spur Null Galerie






    <img src="https://www.bilder-hochladen.net/files/big/m61w-5v-e730.jpeg" alt="m61w-5v-e730.jpeg" title="m61w-5v-e730.jpeg" style="font-size: 0.8em;" />






  • Einen wunderschönen guten Morgen


    Alle Bilder hier wurden im ehemaligen Werkbahnhof KKK Rheinsberg aufgenommen ( Gleis 5 und 5a NL 80 m) und zeigt innerhalb des kurzen Bereich verschiedene Facetten.


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar
    Spur Null Galerie









  • Mahlzeit,



    der Tipp mal an die Strecke zugehen wurde schon genannt. Dem kann ich nur zustimmen, das Vorbild liefert die realistischen Anregungen.


    Aber auch noch ein paar Hinweise...



    Vermeide bitte eine sog. Schwellensaubere Trennung verschiedener Schotterfärbungen. Schotter wird in der Regel aus dem Fc-Wagen heraus eingebracht und mit einem Schotterpflug verteilt. Der hört nicht an der letzten erneuerten Schwelle auf. Der fährt etliche Meter weiter. Wenn er der Stopfmaschine ausweichen muss sind das auch mal 100m und dort verliert er immer noch Schotter aus seiner Arbeitsausrüstung. Der SSP 110 SW hat standardmäßig einen kleinen Schotterbunker von ca. 5 m³. Den machen die Bediener bei manchen Firmen grundsätzlich leer.


    Ein kleiner Exkurs in die Oberbauvorschriften der DB AG, wenn Stopfarbeiten ausgeführt werden ist 20m in den Altbestand hineinzumessen, werden dort unzulässige Lagefehler erkannt sind diese zu beseitigen. Eine unzulässige Überhöhung wird dann z. Bsp. angeglichen. Als 2000 oder 2001 der Blue Tiger in Gerstungen wegen eines Fehlers des Fdl entgleist ist hat mein damaliger Ausbildungsbetrieb die Schäden beseitigt. Die 08-275 3S war anderweitig im Einsatz, so kamen die Jungs mit der Unima I, eine Kleinstopfmaschine ohne Hebe- und Richtaggregat mit einem sog. vorkragenden Stopfaggregat.


    Der komplette Gleisbogen hatte Lagefehler von durchschnittlich 40mm Unterhöhung, der Oberbogen (die bogenäußere Schiene) liegt normalerweise bis zu 160 mm über der bogeninneren Schiene um die Fliehkräfte auszugleichen. Dort lag sie im Schnitt 40mm tiefer. Ich durfte an dem Tag im Rahmen meiner Ausbildung mit an die Stopfmaschine und dort mit vormessen, mittels Winden richten. Auf etwa 40m wurden die Überhöhungswerte insoweit angepasst das wir nach der Weiche ordentliche Werte hatten welche abnahmefähig waren.


    Wir haben damals einen Sattelzug voll Schotter bekommen, das waren 25 Tonnen. Die wurden dann da verteilt wo was gefehlt hat. Dem Baggerfahrer ist es in einem solchen Fall herzlich egal wo er den Schotter her nimmt. Neuschotter welcher angeliefert wurde, Schotter der da rum liegt... es wird auch kein Gleisbauer neue und alte Steine sortieren.


    Mischungen aus neuem und altem Schitter sind auch völlig unrealistisch. Das einzigste wo dies passiert ist innerhalb einer Bettungsreinigungsmaschine. Und das in 2 Fällen. Reinigung wenn da kurz vorher Schotter für die Durcharbeitung abgeladen wurde, dieser wird i.d.R. nicht eingestopft sondern bleibt einfach liegen. Und bei Reinigung mit Planumsverbesserung (PLV) und Neuschotterergänzung. Hierbei wird einerseits der Schotter mit der Räumkette ausgebaut, gereinigt, die feine Bestandteile werden nach vorne in die MFS-Wagen abtransportiert. Die zweite Räumkette nimmt den alten Unterbau auf und entsorgt diesen meist komplett, das Zeug hat so wenige große Steine das ein sieben hier sinnlos wäre. Fallweise wird Geotextil ausgerollt u d darauf kommt die neue sog. Planumsschutzschicht. Das ist Fein- und grobkörniges Material mit einer Körnung 0/32,5. Darauf kommt nach dem verdichten der gereinigte Altschotter. Ist das zu wenig wird mit Neuschotter ergänzt so das die Schwellen eine durchgehende Auflage haben. Später wird das Gleis mit Neuschotter verfüllt und gestopft. Der alte Schotter liegt also unten drin. Den sieht man hinterher nicht mehr. Allenfalls am Fuß des Schotterdamms kann man mal noch ein bisschen was sehen wenn ohne PLV gereinigt wird.


    Du kannst auch ein Gleis mit Hokzschwellen darstellen, komplett mit altem Schotter und baust zwischendrin ein paar wenige Betonschwellen ein und arbeitest dort mit etwas neuerem Schotter. Dann stellt diese Situation eben einen Bereich dar in welchem Schwellen gewechselt wurden. Sofern die BM selbst Schwellen wechselt bringe die meist aus irgendwelchen Vorräten auf dem Beiwagen zum Skl ein paar Tonnen mit um Schotter zu ergänzen wenn was fehlt.


    Den Oberbau wirklich vorbildgerecht auszugestalten ist ein sehr umfassendes Feld, leider stellt das mancher literaturschaffender Modellbauer falsch dar. Habe da in diversen Hobbyzeitschriften schon vieles gelesen wo ich nur den Kopf schütteln muss. Leider habe ich aktuell keine Zeit da einfach mal ein paar kleine Testdiorahmen zu bauen. Wegen der Coronageschichte komme ich ja schon an meine Modulkästen nicht ran. Und da jetzt noch welche bauen zu lassen wird dann mit Sicherheit genauso abenteuerlich. Sonst würde ich da einfach mal 3 oder 4 Diorahmen bauen um das mal zu zeigen.


    Bei Fragen dazu darf man mich gerne ansprechen. Gebe da aus meiner beruflichen Vergangenheit auch gerne weitere Auskünfte.



    Viele Grüße vom Spülzug Tiefenentwässerung zwischen Niederpöllnitz und Triptis mit 211 041...
    Sebastian Woelk

  • Guten Morgen, Sebastian


    merci für den hervorragenden Beitrag - da konnte ich beim Morgenkaffee noch viel lernen!
    Interessant fand ich die 160 mm Überhöhung der kurvenäusseren Schiene. In Spur 0 sind das immerhin rund 3,6 mm. Gut zu wissen für zukünftige Module etc.


    Gruss aus der Schweiz
    Chris

  • Servus Sebastian,


    erstmal vielen Dank für deinen ausführlichen und informativen Beitrag! :)


    Die harte Trennung des Schotters auf meinem Übungsstück, dient mir lediglich um zu sehen wie der Schotter in Verbindung mit dem gealterten Gleis aussieht. Wie ich tatsächlich auf einem längeren Stück Gleis den Übergang von alten auf frischen Schotter gestalten würde, dessen bin ich mir im Moment noch völlig unschlüßig!


    Ziel meiner aktuellen Bemühungen ist es die richtigen Schottermischungen zu erarbeiten, die man so in freier Wildbahn antrifft. Z.B. mein bunt gemischter Schotter könnte eine Spur mehr hellen Schotter vertragen, dann wäre ich sehr nahe an den Gleisen aus Beitrag 13. So daneben lieg ich wohl doch nicht.


    Der rost-rote Schotter von mir, dürfte in Ordnung sein. In Beitrag 11 und 12 sind Gleise zu sehen, dessen Farbe durchaus mit meiner rost-roten Mischung vergleichbar sind. Aber ich sehe auch deutlich, da sind die Schwellen sehr bräunlich bzw. stark überdeckt von rostigen Abbrieb. Ergo, muss ich bei dieser Variante meine Schwellen farblich anders behandeln.


    Und zu guter Letzt, die dunkle Farbgestaltung meiner Schwellen scheint am Besten zu einem sehr dunklen und dreckigen Gleis zu passen.


    D.h. mir fehlt jetzt eigentlich nur eine Vorlage von einem neuen Holzschwellengleis mit frischem Schotter? Und wie sah dieses Gleis nach paar Jahren aus, auf einer Strecke wo viel und vor allem auch schnell gefahren wird. In den 80ern wurden doch Schnellfahrstrecken für den InterCity (mit BR 103) gebaut. Hat man da schon konsequent auf Betonschwellen gesetzt?


    Gruß
    Djordje

  • Wunderschönen Guten Morgen(*) zusammen,

    merci für den hervorragenden Beitrag - da konnte ich beim Morgenkaffee noch viel lernen!
    Interessant fand ich die 160 mm Überhöhung der kurvenäusseren Schiene. In Spur 0 sind das immerhin rund 3,6 mm. Gut zu wissen für zukünftige Module etc.


    Moin, die 160mm gelten aber für Radien jenseits der 1000m, im Modell dürfte das bei Spur 0 kaum umsetzbar sein, zumal auch die realistischen Zuglängen dazu kaum fahrbar sein dürften.



    Die harte Trennung des Schotters auf meinem Übungsstück, dient mir lediglich um zu sehen wie der Schotter in Verbindung mit dem gealterten Gleis aussieht. Wie ich tatsächlich auf einem längeren Stück Gleis den Übergang von alten auf frischen Schotter gestalten würde, dessen bin ich mir im Moment noch völlig unschlüßig!


    Um die Unschlüssigkeit zu beseitigen gibt es ja auch Foren. Aber ich kann Dich verstehen, ich habe auch sehr lange Zeit hin und herüberlegt was ich eigentlich will. Dann kam eine Phase mit den Überlegungen wie ich es technisch umsetze und dann eine Phase wie ich es ausgestalte. Zwischenzeitlich ist vieles klar, einiges Material beschafft, teilweise Material doppelt und in unterschiedlichen Größen weil das ein oder andere verworfen wurde. Meine Modulkästen kommen jetzt demnächst mit der Post, dann kann ich mal so ganz zaghaft anfangen was zu bauen. Mal sehen wo ich dann Probleme haben werde.


    Ziel meiner aktuellen Bemühungen ist es die richtigen Schottermischungen zu erarbeiten, die man so in freier Wildbahn antrifft. Z.B. mein bunt gemischter Schotter könnte eine Spur mehr hellen Schotter vertragen, dann wäre ich sehr nahe an den Gleisen aus Beitrag 13. So daneben lieg ich wohl doch nicht.


    Verabschiede Dich am besten von dem Wort "Schottermischungen". Das habe ich versucht mit meinem nächtlichen Beitrag aufzuzeigen. Da wird nichts gemischt, das Gerät zufälligerweise ineinander. In der Rubrik "Verkäufe" bietet Frank-Martin aus Leese glaube noch Schotter an. Habe davon was gekauft. Der ist vergleichsweise günstig. Auf jeden Fall deutlich günstiger als das Zeug beim Modellbahnhändler. Und es ist echtes Gestein! Auch beim MEC Wilder Kaiser soll der Schotter sehr sehr gut aussehen. Spurenwelten wurde bisher auch gelobt. Da warte ich grad auf die Testpackung. Wenn du solches Material verwendest dann brauchst Du nichts mehr mischen. Das einzige was Du dann machen solltest ist die Patina. Auf keinen Fall das Zeug lackieren. Denn dann kommt wieder eine Einheitsfarbe raus. Ich muss das mal probieren wie ob das mit Schwamm und Farbe geht, in verschiedenen Tönen tupfen.


    Wenn Du Schotter kaufst frage nach der Körnung. Die Modellbahnhersteller rechnen völlig falsch um. Schotter hat lt. DB AG Klassifizierung eine Körnung von 31,5/63mm. Das sind im Modell (Null) eigentlich ca. 0,8 bis 1,4xmm). Der oben erwähnte Schotter von Frank-Martin (Baumbauer 007) hat die Körnung 1/1,5mm, das passt wunderbar. Diese Körnung wird von den großen Playern gerne als Schotter in H0 vertrieben. Aber 1,5mm x 87 = 130mm große Knotten im Gleis ist nicht mehr wirklich zu finden. Vielleicht noch auf Altbestandsgleisen einer NE-Bahn wie WEG, HzL, EVB oder Werkbahnen. Selbst auf allem was seit 25 Jahren saniert wurde findest Du solche Knotten nicht mehr.



    Der rost-rote Schotter von mir, dürfte in Ordnung sein. In Beitrag 11 und 12 sind Gleise zu sehen, dessen Farbe durchaus mit meiner rost-roten Mischung vergleichbar sind. Aber ich sehe auch deutlich, da sind die Schwellen sehr bräunlich bzw. stark überdeckt von rostigen Abbrieb. Ergo, muss ich bei dieser Variante meine Schwellen farblich anders behandeln.


    Wenn Du mit der rost-roten Farbe das Bild in der Schale links im Beitrag 7 gemeint hast, da hast Du die Farbe schon gut getroffen. Hast Du das mit Pigmenten und dem Schotter gemischt oder flüssige Farben genommen? Ich neige dazu hier auf Pigmente zu setzen. Habe das zwar so noch nie selbst gemacht aber bei allem was ich zum altern, granieren, umfärben etc. gelesen habe sollte der Schotter in Natur eingebaut werden und nach dem verkleben mit den Pigmenten behandelt werden. Dann bekommst Du die Schwellen gleich mit. Denn den Rost-, Staub-und früher auch Fäkalpartikel war es ja auch egal ob sie auf Schwelle oder Schotter fallen. Sofern Du die Schiene vorher lackierst und dann das Gleis einschotterst, nach dem verkleben des Schotters dann mit Pigmenten drauf gehst sollte ein bisschen der natürlichen Farbe übrigen bleiben. Auf jeden Fall dürften die scharfen Kanten des Schotters nicht mit Farbe zugekleistert werden. Diesen Fehler habe ich als junger Bengel mal gemacht. Ganz stolz vom Taschengeld 1 kg Schotter gekauft, dazu die sündhaft teure Farbe von Revell weil nur die ja für den Modellbau ist (wer Beeinflussung durch Werbung findet darf sie behalten *grinsss*) und das Zeug zusammengerührt. Oh Schreck. Erstens war es zuviel Farbe und zweitens gab es keinerlei scharfe Kanten mehr. Und gerade die Darstellung von scharfen Kanten beim Schotter macht denke ich ab der Spur 0 doch gewaltig was aus.


    Und zu guter Letzt, die dunkle Farbgestaltung meiner Schwellen scheint am Besten zu einem sehr dunklen und dreckigen Gleis zu passen.


    Das denke ich auch. Durch die Pigmente ändert sich die Farbe ohnehin. Ich frage mal ein paar Spezialmodulkästen an und schaue mal, vielleicht kann ich dann ab Mitte April sehr zum Lachen der Kollegen auf der SFS Mannheim-Stuttgart auf der Az-Lok sowas bauen. Dann gibt es schmale Module von 10 cm Breite nur für Testschottern. Und wenn es absolut nichts geworden ist dann fliegt es halt weg. Dann schmunzeln eben die Arbeitszugführer, die Logistiker und was weiß ich wer noch. Schon Rosenstolz hat ein besonderes Lied gesungen was da auf jeden Fall zutrifft... :-)


    D.h. mir fehlt jetzt eigentlich nur eine Vorlage von einem neuen Holzschwellengleis mit frischem Schotter? Und wie sah dieses Gleis nach paar Jahren aus, auf einer Strecke wo viel und vor allem auch schnell gefahren wird. In den 80ern wurden doch Schnellfahrstrecken für den InterCity (mit BR 103) gebaut. Hat man da schon konsequent auf Betonschwellen gesetzt?


    Das Bild im Beitrag 18 ist doch gar keine so schlechte Vorlage. Angenommen Du baust 10m Modellgleis, dann schotterst Du Dir 1m fertig ein und verklebst den Schotter, dann mit Pigmenten drauf. Sobald Du zufrieden bist schotterst du den nächsten Meter und stellst eben eine stärkere oder schwächere Patina nach. 45 Modellmeter sind zwar jetzt nicht besonders nah am Vorbild, Du kannst ja auch eine einzelne Weiche mit neueren Schotter gestalten. Der neue Schotter sollte aber dann beidseitig entweder in die Weiche reinreichen oder in die Anschlussgleise. Du musst also Mitte der Weiche die Arbeitsrichtung beim Schotter einpinseln umdrehen. Wenn Du ca. 10 Schwellen Übergangsbereich machst dann sieht das auf jeden Fall realistisch aus.



    So, nun werde ich aber mal beginnen michnauf heutiges tätigkeitsloses Geld verdienen vorzubereiten. Schichtausfall kleiner Abbestellfrist. Heute wird normale Schichtzeit geschrieben und ich kann Fernseh schauen und im Netz surfen. :-) Und da Kuchen immer gut ist werde ich jetzt erstmal Kuchen essen.



    Viele Grüße aus Moßbach in Thüringen. Der alte Bahnhof ist in Sichtweite vom Hotelzimmer...



    Sebastian Woelk


    *) Ich komme aus Nachtschicht, habe bis 14:30 geschlafen, da darf ich gegen 16 Uhr nich Guten Morgen sagen... :-)

  • Ich benutze etwas ganz anderes um die Schienen zu patinieren, mit wenig Geld und schnellgemacht;
    edding 1455 creative mit 1-5 mm Spitze, nachdem ersten Strich etwas warten und dann nochmal drüber und fertig.
    gruß WOTAN

  • Ich benutze etwas ganz anderes um die Schienen zu patinieren, mit wenig Geld und schnellgemacht;
    edding 1455 creative mit 1-5 mm Spitze, nachdem ersten Strich etwas warten und dann nochmal drüber und fertig.
    gruß WOTAN



    Mahlzeit Wotan,



    nimmst Du da den schwarzen? Hast Du ggf. ein Bild des so patentierten Schienenmaterisls? Das Ergebnis interessiert mich gerade brennend.



    Viele Grüße
    Sebastian Woelk

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