Update meiner Köf II

  • Hallo,


    ich habe hier hier schon mal kurz eine Köf II mit Rangierkupplung gezeigt.


    Heute habe ich den Umbau meiner beiden Köf II abgeschlossen. Beide Loks haben einen ESU Loksound V5 bekommen. Hilfreich war dabei der Bereicht von Miching dazu. Besten Dank!


    Hier mal ein Bild das die unterschiedlichen Köf zeigt. Neben der unterschiedlichen Alterung gibt es noch weitere Details. So hat die 4151 eine neue "Tröte" auf dem Dach.



    Die Köf 4803 ist eine Bielefelder Lok. Diese hat einen Bühler-Motor und somit weniger Platz unter der Haube. Hier habe ich die beiden ElKos des ESU-Power-Packs abgelötet und unter das Führerhaus montiert. Da ist Platz, weil die Lok Schraubenkupplungen hat.



    Bei der 4151 mit Maxxon-Motor hat das Power-Pack neben dem Decoder unter der Motorhabe Platz.



    Der Sound der Maschinen ist meiner Meinung nach viel näher am Vorbild. Allein dafür hat sich der Umbau gelohnt.


    Hauptgrund für das Update der beiden Loks war aber die Rangierkupplung von Andreas Schuster. Ein wunderbares Spielzeug!


    HIer ein paar weitere Bilder und ein Video auf YouTube (ich bitte die Qualität zu entschuldigen). :)






  • Hallo,


    Jörg und ich haben mal darüber sinniert, wie sich das Gesicht des kleinen Rangiergeräts verbessern ließe. Gemeint ist die Kühlerfront, die in ihrem Erscheinen doch eher "schlicht" ausgefallen ist. Es fehlt ihr einfach an Tiefe. Es nur mit schwarzer Farbe zu versuchen, reichte uns nicht. Wenn man sich das Vorbild anschaut - da fehlt etwas ...



    Nun ist jammern eine Möglichkeit - die in der Regel nur in einer Sackgasse endet ...
    Besser ist es, zu überlgen, was kann wie mit wem zur Realisierung gemacht werden ...


    Erster Schritt, selber Hand angelegt ...
    mit eher mäßigem Erfolg ...



    (Für die Ungeduldigen - zu der bedauerlichen Signalpfeife, schreibe ich später etwas)



    Da wir beide eine Köf von Herrn Petau "in Arbeit" hatten (Rangierkupplung + Alterung), erzählte ich ihm von dem Ansinnen. Auch er haderte bereits mit dem "Gesicht" der Kleinen. Also schickte ich ihm meinen Versuchsträger und er entwickelte einen genialen Umbau!!


    Zunächst fräste er den Kühler so weit es ging aus



    Dazu konstruierte und fertigte einen Einsatz aus 0,2mm Blech und Messingdraht, der zusammengelötet und zum Schluss nur noch
    lackiert und eingeklebt wird!


    Die Schritte sehen wie folgt aus:
    "Frontgitter in der beiliegenden Lehre nach Fotos zusammen löten. Gitter mittig auf den 0,2mm
    dicken Rahmen löten."






    "0,2 mm Strefen an das Abdeckblech löten, dann 1mm Streifen anlöten."





    "Abdeckblech lackieren und Gitterpapier zwischen die
    beiden Streifen kleben (echtes Gitter stellt keine optische Verbesserung dar)."




    Das Ergbenis ist mehr als überzeugend!!
    Und die kleine Fuge ist angesichts anderer diskutierter "Fugen /Spalten" i
    mit Blick auf das Ergebnis, vernachlässigungswürdig!


    Vielen Dank Herr Petau!!
    Fünf weitere Kühler machen sich auf den Weg zu Ihnen ;-))



    Die Bearbeitung des "Kühlers" wird nach Einsendung des Vorbaus, bei Herrn Petau
    durchgeführt. Preis etc. erscheint ebenso wie die Bauanleitung auf der Webseite von Herrn Petau.


    Im 2. Teil stelle ich die "Demontage" der Lok vor.


    Herzliche Grüße
    Andreas




    Bitte bis zum Ende des "Updates" mit Zwischenmeldungen warten, um den
    Bericht für Interessierte nicht zu zerschießen - Danke!!

    Edited once, last by fredduck: Fehlerteufelchen gejagd ().

  • .



    ACHTUNG – spätesten nach diesen Zeilen endet die Garantie o.ä. für das Fahrzeug ;-))




    Hallo zusammen,


    für das Zerlegen der Lenz Köf II wähle ich folgende Vorgehensweise – diese hat keinen Anspruch darauf, die einzig Richtige zu sein ;)
    Als eine gute und sichere Arbeitsunterlage, eignet sich der Kartondeckel der Lok, in die sie kopfüber gelegt wird.


    Schritt 1



    Lösen und herausnehmen der Schrauben:
    1. Befestigung des Fahrwerks am Rahmen
    2. Schrauben für den Drehpunkt des Kupplungsarms
    3. Befestigungsschrauben der Spulen für die Kupplung
    4. Schrauben für die Führerhausrückwand



    Hier noch mal im Detail




    Nach dem herausnehmen der Lenz-Kupplung, kann sich der Magnet bei älteren Fahrzeugen bzw. Fahrzeugen die betrieblich beansprucht sind, in einem solchen Zustand zeigen. Hier empfiehlt es sich, den Magneten zu tauschen (s. Bericht „Rangierkupplung für Schraubenkupplungsfahrer im SNM Forum)




    Schritt 2



    5. Befestigungsschrauben für den Vorbau lösen. Bei manchen Ausführungen können sie aufgrund der Platine nicht ganz heraus gedreht werden. Dies geht zu einem späteren Zeitpunkt besser (Schritt 7 )



    Schritt 3


    Die Dachkante behutsam nach außen spreizen. So läßt sich das Dach abnehmen.






    6. Diese beiden Schrauben verbinden die Dachplatine mit der Rückwand des FH.
    Empfehlenswert ist es, sich an-der-ein-oder-anderen Stelle, Schrauben zur „Erinnerung“ wieder einzuschrauben. Bei der Vielzahl an verschiedenen Schrauben, kann es für die spätere Montage einfacher sein.




    Schritt 4


    Die Dachplatine ist mit der FH Vorderseite über den Tankbehälter verbunden. Dessen Halterungen (orange Kreise) haben zwei Zapfen, die in dem darunter liegendem Motor- Getriebekasten, stecken. Bei manchen Ausführungen sind diese nur gesteckt und halten - bei anderen sind sie eingeklebt. Für beide gilt: Den Tankbehälter vorsichtig nach oben drücken, bis er vom Block getrennt ist. Waren die Halterungen eingeklebt werden diese beim späteren Zusammenbau angeklebt oder wieder eingesteckt.





    Schritt 5


    Ablöten der mit „X“ gekennzeichneten Kabel. Hilfreich kann es sein, sich eine Skizze der Anschlüsse zu machen




    Schritt 6


    Die FH Vorderseite ist in zwei Führungen am Vorbau eingeschoben. Zur Demontage sind die seitlichen Tritte am Fh soweit auseinander zu spreizen, bis sich der Rest des Führerhauses über die seitlich am Getriebekasten angebauten Hebel und den Fußbremsen (orangene Kreise) nach oben hin schieben lassen.







    Schritt 7


    Die Lampe auf dem Vorbau ist wie folgt auszubauen: Sie ist zweigeteilt aufgebaut. Zunächst wird das „Vorderteil“ entfernt. Es kann sein – je nach Modell (und evtl. Vorbesitzern), dass es mit der Halterung verklebt wurde. In diesem Fall etwas z.B. Feuerzeug- oder Waschbenzin zum Lösen der Verbindung verwenden. Anschließend behutsam die Lampenhalterung nach oben heraus ziehen. Darauf achten, dass die „Beinchen“ (Rastzapfen) nicht beschädigt werden. Sollte dies trotz aller Vorsicht passieren, den Halter später wieder an seinem Platz ankleben.






    Nun steht der Lichtleiter für das 3. Spitzenlicht frei und der Vorbau kann komplett abgeschraubt werden (s. Schritt 2)
    Hier haben die beiden Schrauben die Nr. "8" bekommen - nicht irritieren lassen!
    Die beiden Schrauben "7" lösen die Platine (mit Speicherbaustein) des Decoders vom Vorbau. Dies verbleibt nach dem
    Lösen am Rahmen - sofern der Decoder nicht getauscht wird.






    Und so sieht das Puzzle mit seinen Teil dann zum Abschluss der Demontage aus … .
    Der Vorbau (Sternchen) kann nun zu Herrn Petau eingeschickt werden.





    Wer sinnigerweise bei dieser Gelegenheit den Decoder-Tausch nutzen möchte, dem sei empfohlen, im Vorbau den Bund der beiden Schraubenlöcher zu entfernen.





    Dazu dann zu einem späteren Zeitpunkt alle weiteren Schritte.
    Ebenso folgen einige weitere Tipps zur Pflege (Getriebe, Pilzkontakte, Zurüstteile z.B. von Spur0tuning, Petau etc.)


    Anschließend nun ein Tipp für die "Signalpfeife" an manchen Lenz Köfs ;-))


    Herzliche Grüße
    Andreas

  • Hallo liebe Köf II Freunde,


    immer wieder vernehme ich die Aussage, die auf dem Vorbau platzierte „Signalpfeife“ sei falsch. Dies ist nicht grundsätzlich so, wie ein Blick auf Vorbildaufnahmen zeigt.


    Auf den Epoche II und frühen Epoche III Fahrzeugen finden sich keine Signalhörner auf dem Dach – da gibt es zur „Kommunikation“, die Signalpfeife bzw. Motorpfeife auf dem Vorbau. In der Regel aber auf der linken Vorbauseite, da sich rechts der Auspuff (in unterschiedlichen Ausführungen – hoch /niedrig) befindet. (Mir sind bis dato keine Aufnahmen aufgefallen, auf denen eine umgekehrte Platzierung zuerkennen ist … .)

    Aber wie so immer – keine Regel ohne Ausnahme. Im Buch „Deutsche Kleinlokomotiven“ von Andreas Christopher z.B. sind einige Aufnahmen abgebildet, die jeweils eine Köf II mit Typhon auf dem Dach und Motorpfeife auf dem Vorbau (links) zeigen – wie z.B. auf Seite 44.


    An den Lenz Modellen handelt sich bei der Motorpfeife um ein gestecktes Kunststoffteil, dass sehr bruchempfindlich ist und bei älteren Modellen dann gern durch „Abwesenheit glänzt“. Wer nun so gar nicht mit der leeren Stelle zufrieden ist und dieses Bauteil ersetzen möchte, kann sich solch Teil wie folgt selber erstellen.
    Benötigt wird z.B.:
    ein Stück 1 mm Messingdraht,
    ein Röhrchenstück mit 1,4– 1,6 und 1 mm Innendurchmesser
    sowie eine 1mm Mutter.
    Andere Utensilien aus der Bastelkiste sind natürlich auch denkbar …
    Die Mutter wird entsprechend aufgerieben, damit sich die Mutter leicht auf das Drahtstück
    „fädeln“ läßt






    Wenn bereits an der Lok „Hand-angelegt-wird“, spricht natürlich auch dem nichts entgegen, gleich eine vorbildgerechtere Ausführung zu erstellen. Entweder Loch für die Motorpfeife zu schließen und z.B. den Auspuff durch einen Zurüst- bzw.Tauschteil von Jürgen Moog anzupassen (optional die Motorpfeife mittels 1 mm Loch auf die linke Vorbauseite zu platzieren).


    https://www.0mobau.de/zurustteile-kof/100-auspuff-kof.html




    Oder – je nach Ausführung - den vorhanden Auspuff etwas von Hand aufbohren …



    Damit wäre u.a. der Weg bereitet, um aus seiner Epoche III Maschine, eine Ausführung der Epoche II bzw. frühen Ep. III ohne 3. Spitzenlicht zu machen (und Signalhorn). Hierfür ist die elektrische Verbindung der Lampe auf dem Vorbau abzulöten und die Öffnung zu verspachteln.


    Mir sind zwischenzeitlich zwei verschieden Ausführungen an Kabelführungen für das 3. Spitzenlicht begegnet. Einmal mit Kabeln




    und einmal mit Leiterbahn zur Platine




    Für die FH Rückseite und dem 3. Licht gilt entsprechendes. Das Spitzenlicht ist gesteckt und kann von Hand abgezogen werden




    Innen die beiden Schrauben lösen ...




    ... und die Platine ist zugänglich und kann entnommen werden






    ACHTUNG: Für die Demontage der Lichtleiter etc. fehlen mir insofern die Erfahrungen, dass ich nicht die Kenntnis habe, wie Funktion des Lichtes ist, wenn das 3. Licht „abgeklemmt“ wird. Hier sind die unter Euch gefragt, die mit den „fließenden Strömen und ihren Wegen“ vertraut sind … .



    Herzliche Grüße
    Andreas

  • Hallo,


    als ersten Schritt zur Demontage des Antriebs der Köf II, sind die 5 Schrauben (Orange) am Boden der Lok zu lösen und zu entfernen.




    Danach ergibt sich häufig ein ähnliches Bild, wie dieses Beispielbild von einem Antrieb, der zum ersten Ma seit der Montage geöffnet wurde. Das originale Fett sitzt verteilt „in-allen-Ecken“, die Zahnräder sind „Schmiermittel frei“.




    Es gibt auch die andere Variante, dass nach einer Revision, die Menge des Schmiermittels großzügig gewählt wurde. Das sich hierbei um eine bereits erfolgte Überholung handelt, läßt sich z.B. an der Farbe des Schmiermittels erkennen. Das Herstellerseitige Fett, weißt in der Regel ein gelblich bis bräunlich dunklen Farbton auf, während hier ein eher weisslich bis rosa /orangefarbender Ton zu erkennen ist.




    Ich zeige die weiteren Schritte anhand dieses Fahrwerks (FW) auf, da das andere FW bereits wieder überholt bei seinem Besitzer „schnurrt“.


    Ist der Bodendeckel entfernt und die Radsätze noch in ihren Öffnungen, empfiehlt es sich nun (mit besserer Sicht), jeden Radsatz hinsichtlich seiner Seitenverschiebbarkeit, zu überprüfen. Dabei gleichzeitig zu beobachten ober jeder Pilzkontakt (PK), den Kontakt zur Radscheibe „hält“. Sollte dies nicht der Fall sein, wird dieser Kontakt (oder mehrere) später einer genaueren Überprüfung unterzogen.


    Nun kann der vordere Radsatz (RS) seinem Platz entnommen werden. Danach werden die beiden Schrauben, die den hinteren RS in der Wippe des Getriebekastens fixieren, gelöst und entnommen.





    Eine weitere „Zwischenkontrolle“ der Pilskontakte (ausreichender Federdruck) mit dem Finger, kann weiteren Aufschluss über den Zustand der Federkontakte geben.
    Rechts im Bild ist die Druckfeder des Kontaktes in Ordnung, während der Linke nicht so weit hervor schaut. Dies kann auf eine Verschmutzung und /oder auf eine bereits „gestauchte“ Feder hinweisen.
    Siehe auch Ende des Beitrags




    Weiter geht es mit dem Entfernen der kleinen Schrauben, die die Platine am Antrieb befestigen.




    Sie wird nur ein Stück angehoben. Drei weitere Schrauben verbinden die beiden Gehäusehälften miteinander – ihre Positionen markieren die farbigen Kreise.



    Nun können die beiden Gehäusehälften vorsichtig getrennt werden. Im Einzelnen liegt nun offen:
    1. Bronzelager für das Stufenzahnrad - ist nur eingelegt
    2. Stufenzahnrad – auf den Achsstummeln befinden sich transparente Passscheiben!
    3. Box mit dem 2. Stufenzahnrad. Diese Box ist mit Zapfen im Gehäuse frei beweglich eingesetzt. In ihr saß zuvor der Radsatz und bildet damit eine „Pendelachse“ /3-Punkt-Lagerung
    4. Diese Schrauben sind zu lösen wenn die Pilzkontakte (PK) zu wechseln sind. Deren Kunststoffhülsen sitzen stramm in ihren Öffnungen.
    5. Zapfen und Öffnungen der Box




    Um auch das Stufenzahnrad in der Box entnehmen und reinigen zu können werden die beiden markierten Schrauben gelößt und entfernt.


    Nun können alle ausgebauten Teile gründlich z.B. mit Waschbenzin o.ä. ausgewaschen werden. Es empfiehlt sich hierzu ein harter Borstenpinsel, mit dem auch alle alten Schmiermittelreste aus den Gehäuseschalen und von den sich bewegenden Teilen etc. entfernt werden kann.


    Der Zusammenbau geht dann in umgekehrter Reichenfolge von statten. Dabei ist auf die umsichtige Leitungsverlegung sowie die genaue Platzierung der Zapfen in die Gehäusehälte zu achten.




    Ergänzung zu den Pilzkontakten:


    Die beiden nachfolgenden Bilder zeigen:
    zunächst einen PK mit einer Druckfeder, die in Ordnung ist




    sowie einen PK, bei dem sich die Feder nicht mehr auseinander drückt



    Die Ursache hierzu zeigt sich nach dem Öffnen des PK – die Feder ist gestaucht




    Ersatzteile hierfür sind bei Lenz unter der Artikelbezeichnung „Pickup Köf II, neue Ausführung“ zum Preis von 4,28 € incl. Mwst. (Stück) plus Versand zu beziehen.




    Der nächste Beitrag wird sich mit dem schrittweisen Zusammenbau und einigen Änderungen / Ergänzungen befassen.



    Herzliche Grüße
    Andreas

  • Hallo Freunde des kleinen roten Rangierers,


    wie angekündigt, geht es in umgekehrter Weise mit dem Zusammenbau und zunächst mit dem abschmieren der Achsen und Zahnräder weiter:


    • wenn vorhanden, transparente Passscheiben auf die Achsen der Stufenzahnräder setzen – sind nicht bei allen Ausführungen eingebaut
    • beim zweiten Stufenzahnrad ähnlich verfahren und es anschließend mit dem Lager in eine Hälfte der Antriebsgehäuse einsetzen.
    • Beide Hälften des Antriebsgehäuses zusammenfügen – dabei auf die angeführte Lage der Kabel achten, die sich an den Pilzkontakten befinden.
    • die 3 Schrauben am Antriebsgehäuse einsetzen und verschrauben – die lange Schraube sitzt mittig, die beiden kürzeren jeweils links und rechts oben
    • Platine mit zwei kleinen Schrauben oben auf befestigen
    • Radsätze einsetzen – dabei mit einer Radsatzinnenseite zunächst einen Pilzkontakt etwas rein drücken, damit beide Räder klemmfrei eingesetzt werden können. Zuvor ist darauf zu achten, dass die Achslager auf der Achse, passend über ihrem Platz liegen!! Hier kann eine Pinzette zur Unterstützung hilfreich sein
    • über dem hintere Radsatz wird mit den beiden Schrauben, der Steg am Gehäuseboden angeschraubt
    • zum Abschluss die Bodenplatte auflegen und mit den 5 Schrauben ( 2 lange + 3 kurze) anschrauben. Die langen Schrauben haben ihren Platz vorn, da hier die Gewinde tiefer sitzen.
    • etwas „Schmiermittel“ an die Achsstummeleinsetzen des Stufenzahnrads und die Bronzelager aufstecken
    • Stufenzahnrad mit Lagern in die Box einsetzen und verschrauben
    • meine Vorgehensweise: zwischen jeden Zahn des Stufenzahnrades etwas!! Schmiermittel „setzen“


    Der 1. Teil des Zusammenbaus ist erledigt.



    Weiter geht es mit der größeren Herausforderung – dem Verfeinern und Umbauen der Gehäuse-Aufbauten. Herr Petau hat hierzu bereits vor einiger Zeit, einige interessante Zubehör und Umrüstteile entwickelt:


    1. Feinste Handräder /Füllräder – mit 4 oder 7 Speichen

    2. Kaminaufsatz für geschlossene Führerhaus Ausführungen Epoche IV

    3. Abdeckung Luftzufuhr (an der Rückwand) für die Webasto Heizung unter dem Dach - geschlossene Ausführung winterfest

    4. Lüfterklappe Rückwand – geschlossene FH Ausführung

    5. geätzte Herstellerschilder – Messing, Materialstärke 0,2 mm!!

    6. Neuer Frontgitter-Bausatz. Zum angegebenen Preis gehört auch die Ausfräsung der alten Imitation. Hierzu wird der Vorbau vom Kunden eingesendet.


    39757821tl.jpg



    7. Bausatz für Verschleißpufferbohlen, die ab Mitte der 70-iger Jahre bei der DB erprobt wurden, da ab Mitte der 80-iger Jahre alle Loks eine sogenannte automatische Kupplung erhalten sollten.


    39757819gc.jpg



    8. Neue Griffstangenhalter für den Vorbau!!


    39757818bz.jpg




    Den Zusammen- und Anbau dieser Teile an der Lenz Köf II beschreibe ich im weiteren Verlauf dieses threads.-




    Zwischenzeitlich sind meine bearbeitet Vorbauten von Herrn Petau zurück gekommen. Er hat auf einer hierfür entwickelten Vorrichtung, die Kühler-Imitation heraus gefräst. Die Wirkung mit seinem Bausatz im Gegensatz zum Original ist enorm!!


    39757830su.jpg


    39757829ep.jpg


    [39757831ed.jpg



    Bei meinen Köfs sind auch mehrere der vermutlich1. Ausführung aus dem Lenz Programm dabei. Sie sind an dem 3. Spitzenlicht auf der Kühlerkante zu erkennen. Häufig habe ich schon das „Stöhnen + Maulen“ darüber vernommen, dass diese Ausführung falsch wäre. Nur weil etwas „häufig“ anders zu sehen ist, ist eine Abweichung davon nicht automatisch „falsch“. Im überaus interessanten EK Buch zur Köf II, ist auf Seite 383 oben, die Köf 6332 im Jahr 1959 abgebildet. Sie wurde 1958 gebaut und mit Hella Lampen ausgeliefert – 3. Spitzenlicht auf dem Vorbau an der Kühlerkante - wie am Lenz Modell. Später wurde dies umgebaut, denn auf der Seite

    https://www.deutsche-kleinloks…1&action=image&position=1


    Ist sie als „323 644-5“ mit geändertem Spitzenlicht und weiteren Änderungen abgebildet.


    Wen es nun zu sehr stört, dass das Spitzenlicht „verkehrt“ wäre, kann auch selber aktiv werden.

    Dieser Schritt bietet sich geradezu an bevor der Vorbau wieder montiert wird. Doch immer getreu dem Motto "Alles kann - nichts muss"


    Die Beinchen der Lampenhalter sind u.U. angeklebt, sodass es beim Ausbau geschehen kann, dass mind. eins davon abbricht. Kein „Beinbruch“ – von unten ein 0,5er Loch in die Stelle bohren. 0,5er Messingdraht in eine Hülse mit größeren Außendurchmesser löten – passend alles ablängen und dann als Prothese einkleben.

    Die neue Öffnung für die Lampe kann mit mehreren nebeneinander platzierten kleinen Bohrungen und dem anschließendem befeilen der Öffnung, erstellt werden. Der Platzhalter kann auch aus Kunststoff angefertigt werden – ist mir erst danach eingefallen ;-))


    39757846rl.jpg


    39757847zu.jpg




    Wer zum Bearbeiten des Vorbaus diesen lieber einspannen möchte, sollte sich zur Sicherheit eine Hilfskonstruktion anfertigen, um den Vorbau nicht zu beschädigen. Meine Idee besteht aus einem Messingstück und zwei dünnen Blechstreifen. Das Messingstück wurde an beiden Flächen leicht konisch dem Innenraum des Vorbaus angepasst. Die beiden Blechstreifen halten es klemmend fest.

    Von außen nutze ich zwei Holzstücke mit denen der Vorbau im Schraubstock eingespannt wird.




    Da die Lampe nun weiter hinten sitzt, ist der "Stromleiter" für das Spitzenlicht u.U. zu kurz. Er ist an der Platine hinter der Frontplatte („Pufferbohle“) mit Lötpunkten verbunden. Mit 2 kurzen Kabelstückchen lässt er sich um die entsprechend notwendige Länge verlängern.


    Das und anderes in den kommenden Beiträgen.



    Herzliche Grüße

    Andreas





    P.S.: Bitte keine "Laberbeiträge" anschließen, da dies als Anregung /Bauanleitung für Interessierte erstellt wird. Dafür gerne neuen

    thread eröffnen - Danke für das Verständis!

    Edited once, last by fredduck: Ergänzugen eingefügt + ein paar Fehlerteufelchen gejagt ().

  • Hallo,


    neben den bereits konstruierten Umbauteilen für die kleine Rote war auch in der Überlegung, die drei Öffnungen für den Auspuffschalldämpfer in der Frontplatte nachzubilden.


    Hierzu hatte mir „miching“ /Michael freundlicher Weise eine bemaßte Skizze von deren Köf 6642 erstellt. Vielen Dank nochmals dafür!!

    Leider wird hier deutlich, dass die Öffnungen, mit dem für die Lenz-Kupplung eingesetzten Ausschnitt, kollidieren werden.




    Mich trieb es jedoch um, einen möglichen Weg der Umsetzung zu erreichen. So hab ich mal einen ersten Versuch zur Probe unternommen … . Er wird noch weiter angepasst, da die Öffnungen noch nicht den korrekten Durchmesser haben. Dadurch wird der Abstand dazwischen noch geringer werden.


    Zum Hintergrund:

    Diese drei Öffnungen stellen wie angeführt, den Platz für die Auspuffschalldämpfer für die bei den Neubauloks dar. Diese wurde erst mit den Neubauloks ab Köf 6289 verbaut. Der große rechteckige Ausschnitt für den verbauten Auspuffdeckel, gab es bis Köf 6147. Köf 6148 – 6273 haben kleine rechteckigem Ausschnitte und … „Köf 6274 – 6288 ohne Ausschnitte (die Deckel für den stark verkleinerten Auspuffschalldämpfer Bauart Eberspächer waren bei diesen Loks von unten zugänglich)“ Quelle: EK Buch Die Einheitskleinlokomotiven… Seite 103.


    Damit geht eine weitere vorzunehmende Änderung einher: Die Neubauloks hatten keinen genieteten sondern nur noch geschweißte Rahmen und Frontbleche. Also gehört auch die Entfernung der Nietnachbildungen dazu – an einigen Stellen der Pufferschürzen werden hier stattdessen Schraubimitate eingesetzt.


    „Machst Du eine Tür auf – zeigen sich mind. 2 weitere Türen …“




    Im März 1954 wurde aufgrund von schweren Unfällen beim Rangierpersonal, genehmigt, dass der Bereich zwischen den Bahnräumern bei den Fahrzeugen mit großem rechteckigem Ausschnitt, die Schürze dazwischen um 100 mm ausgeschnitten wurde. Bei den anderen Fahrzeugen um 170 mm.





    Da dieses und ein weiteres Fhz. später die Verschleißpufferbohle aus dem Programm von Herrn Petau erhält, werden auch die weiteren angegossenen Aufnahmen nicht benötigt und somit entfernt. Nun zeichnet sich auch ab, dass diese Köf später eine Epoche IV Ausführung wird – denn:


    Die Verschleißpufferbohlen wurden bei der DB ab 1971 versuchsweise eingeführt, um sich darauf vorzubereiten, dass ab 1985 eine Automatische Kupplung europaweit eingeführt werden sollte. Dazu kam es aus verschiedenen Gründen, jedoch behielten viele der Köfs ihre PB. Insgesamt sollen bis Anfang 1975, 150 Köf II damit ausgerüstet worden sein. Im Rahmen dieses Umbaus sollten diese Loks auch „Winterfest“ gemacht worden Fenster, Türen, Heizung). Beim größten Teil der vorgesehenen Fahrzeuge konnte dies auch durchgeführt werden (EK Buch <S. 134 /35).


    Auf vielen Abbildungen von Köf II sind im Bereich der unteren Ausschnitte in den Schürzen (vorn + hinten) wiederum „Bleche“ dahinter zu sehen. Hierbei könnte es sich meiner Vermutung nach, um die in den Ausführungen erwähnten zusätzlichen Gewichte, die innen im Rahmen angebracht wurden, handeln. Ist aber nur meine „Interpretation“. Es gibt auch Vorbildaufnahmen, die Fahrzeuge dort „offen“ zeigen, während die Ballastkästen unter den Rangiererbrettern und Batterien montiert sind.







    Der Verschleißpufferbohle von Modellbau Petau liegt eine gute + bebilderte Bauanleitung bei, sodass ich hier den Zusammenbau nicht weiter vorstelle.


    Auch den Anhebewinkeln /Anhebekonsolen aus dem gleichen Programm liegt das erforderliche bei, bzw. ist auf der Homepage von Herrn Petau dazu abgelegt.


    Diese Anhebewinkel wurden ab 1962 an den Köf II angebaut. Einige Fahrzeuge haben in ihren Aw´s auch Bohrungen in der Schürze für spezielle Anhebevorrichtungen erhalten. Das Anheben an den Puffern war nicht gestattet, da es eine zu große Belastung für die dort verbauten Schrauben darstellte (Seite 135)


    Dem Bausatz liegt auch eine Lehre bei, um die erforderlichen Löcher in den Schürzen zu positionieren. Meine Winkel verstärke ich noch mit kleinen Röhrchenabschnitten, von außen 0,6 mm und 0,4 mm Innendurchmesser. Dies kann man(n ) – muss man(n ) aber nicht machen.






    Einer der einfachsten Schritte etwas „mehr“ aus dem kleinen Rangierer herauszuholen, ist sicherlich die Umrüstung mit den neuen seitlichen Rangierer-Trittbrettern und den weiteren Ballastkästen hinter der Frontschürze. Einfacher Bau – maximaler Erfolg!





    Ein weiterer – für mich notwendiger - Schritt ist, die Modelle mit neuen Federpuffern zu bestücken. Das Modell eines befreundeten FREMO Kollegen erhält die !alte Ausführung“ der genieteten 450er Puffer. Diese haben einen Schaftdurchmesser von 4 mm. Die Lenz-Puffer besitzen einen 5 mm Durchmesser. Von einem Stück Messingrohr (5mm /4 mm) dient ein abgelängtes Stück als Adapter. Die Tiefe muss etwas erweitert werden, damit er bündig passt. Vorn ist es kein Aufwand – sie werden mit etwas Kraft abgezogen. Hinten ist die angespitzte Pufferhülse zunächst vorsichtig Stück-für Stück aufzubohren. Das Loch für die Hülse zum Schluss auf das benötigte Maß aufgebohren.

    Das Ergebnis rechtfertigt für mich den Aufwand.









    Herr Petau ist zwischenzeitlich dabei noch einige weitere Teile für die „kleine Rote“ zu entwickeln.

    Neben einer Bohrschablone und Einsätzen, die den Umbau wesentlich erleichtern …




    … werden auch neue -randlose - Fensterscheiben kommen




    Wir dürfen gespannt sein, was wir nach der Öffnung seines Shops für weitere interessante Sachen auf seiner Seite zu sehen + angeboten bekommen! Die kleine Rote hat viele Details, die sich erst auf dem zweiten und dritten Blick offenbaren. Es bleibt spannend!!


    Herzliche Grüße

    Andreas




    P.S.: Vielen Dank für die Rücksichtnahme auf meine Bitte, keine "artfremden Beiträge" anzuhängen.

  • Hallo,


    heute gibt es mal wieder ein Update.


    Als ich den Thread gestartet habe, waren meine beiden Köf II eigentlich schon fertig umgebaut (ESU, RK, Alterung etc.):


    72xcef.jpg


    Und so sieht es aus, wenn man zwischenzeitlich die Kühler hat fräsen lassen:



    Jetzt habe ich zwei Großbaustellen, weil ich sämtliche inzwischen verfügbaren Teile auch in meine beiden Köf verbauen möchte.


    Neu sind inzwischen die bei Holger Gräler erhältlichen Scheibenräder. Sie sind wie immer mit Edelstahl-Radreifen bereift und haben selbstverständlich die typischen Bohrungen, denn sie wurden ja nach Original-Zeichnungen konstruiert.



    Gruß - Jörg


    P.S.: Vielen Dank für die Rücksichtnahme auf unsere (Andreas und meine) Bitte, keine "artfremden Beiträge" anzuhängen.

  • In diesem Thread geht es bald weiter, haben sich doch noch nach Vorbild-Recherche noch ein paar Teile und eine passende Beschriftung eingefunden.


    Korrigierte ESU Sounddatei


    Evtl. für alle interessant, die ihre Köf II auf ESU umgebaut haben:


    die Köf II Datei, die man bei ESU runterladen kann hat einen Fehler in Form eines Peaks in der sd2.wav, was bei jedem Anfahren einen unschönen "Pieps" gibt. Auf ein Ticket hat ESU 4 Wochen nicht reagiert. Trotzdem habe ich nun durch einen Trick beim Setzen des Timers eine korrigierte Version der Datei.


    Bei Interesse bitte PN, dann schicke ich diese sehr gerne zu.

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