BR 38 mit Wannentender von Lenz

  • Hallo zusammen,
    wie immer gibt es wenn ein neues Modell erscheint zweit Seiten. Die Einen freuen sich, wenn ein erschwingliches Modell auf den Markt kommt, die Anderen suchen sofort nach Kritikpunkten. Ich habe mir als die 94er auf den Markt gekommen ist diese sofort gekauft, bin bis heute glücklich damit.
    Dann bin ich immerhin schon Urgroßvater und ich schließe eine Wette ab, dass wenn die Dritte Generation nach mir diese Modelle fahren lässt, das ist gar nicht mehr so lange dahin denn der älteste Urenkel ist schon drei :D .
    Denen sind solche Feinheiten egal, denn ich bin mir sicher die werden das Original höchstwahrscheinlich nicht mehr im Betrieb sehen....
    Ich frage mich immer warum hat man nicht das Modell von Kiss oder Anderen gekauft das war ja nur 1000 Euro teurer ohne Spaltmaße etc. dafür nur 100 Stück Auflage. Der Spur 0 Markt scheint auch nicht mehr so viel Umsatz herzugeben....
    Nachdenkliche Grüße
    Dieter

  • Die Einen freuen sich, wenn ein erschwingliches Modell auf den Markt kommt, die Anderen suchen sofort nach Kritikpunkten.


    Ich denke das Eine schließt das Andere nicht aus, und was heißt "sofort". Die Diskussion über die Zylinderabdeckungen der BR 94 hat doch bewiesen, dass konstruktive Kritik dazu führen kann, dass eine Beanstandung beseitigt werden kann und somit im allgemeinen Interesse liegt.

  • Hallo, die Herren,


    Ich verstehe das alles nicht. Da bildet sich ein ganzes Chor von Kritikern. Hier könnte etwas besser sein, da vielleicht auch.


    Man kann das aber auch ganz pragmatisch sehen:


    Da gibt es in einer sehr ordentlichen Firma ein ganzes Team von Leuten, die sich bemühen, für den erlauchten Kreis der Spur 0 Freunde in jahrelanger Arbeit ein Modell zu entwickeln.


    Hier Probleme, die zu Problemlösungen werden, dort wirtschaftliche Zwänge bei der Produktion. Arbeitsame Hände, die das ganze produzieren in einem Lohngefüge, in dem der werte Spur 0 Bahner nie schaffen würde.


    Am Ende steht da das fertige Produkt auf dem Gleis. Der Hersteller bietet es an zu seinem Preis.


    So, jetzt kann sich der werte Käufer entscheiden, ob er das, was es zu erleben gibt, haben will oder nicht.


    Wenn es ihm nicht gut genug ist, soll er es doch lassen.


    Ja ich habe auch einige Kleinserien-Modelle. Sie sind detailgenauer, und teurer. Aber haben sie auch den Service, den Lenz uns seit Jahren meist kostenlos bietet?


    Von 10 Messingloks kamen viere schon beschädigt an oder liefen nicht richtig. Reparaturen waren teilweise erfolglos oder unbefriedigend.


    Ich habe die P 8 auch von Kiss. Alles gut. Aber, ich liebe diese P8 von Lenz. Sie ist ehrlich, so, wie sie ist.


    Also, wenn ihr es könnt, macht euch die Loks selbst. Bringt erst einmal die Leistung von Lenz.


    Ihr müsst die P 8 nicht kaufen, aber laßt andere ihre Freude daran haben, bitte.


    Wie sagt man so schön: "Take it or leave it".


    Meine Empfehlung


    Jan

  • Vermutlich wird der Artikel im SNM hier "Aufklärung" bringen.


    Hallo,
    man muss nicht auf den Artikel im nächsten SNM warten, um diese Frage zu klären, denn sie ist in der Bedienungsanleitung geklärt:
    Zitat: Die Gesamtlautstärke des Sounds können Sie in der CV902 ändern. Der Wert „0“ ist kleinste (also aus), der Wert „255“ maximale Lautstärke. Zusätzlich zur Gesamtlautstärke können Sie die Lautstärke des Tenderlautsprechers in der CV102 verändern und somit das Lautstärkeverhältnis zwischen den beiden Lautsprechern anpassen."
    Hab ich dann mal gemacht, passt jetzt besser. Kein Problem.


    Zur Frage der Nörgelei:
    Wenn etwas Neues am Markt erscheint, sei es ein neuer Benz, ein Golf oder was auch immer, oder eben ein nicht gerade spottbilliges Spur-Null-Modell, ist es doch verständlich, wenn die Kundschaft mal genauer hinschaut. Ein kritischer Blick ist doch keine Nörgelei! Bleibt einfach sachlich!


    Gruß
    Wolfgang

  • Guten Morgen,


    ja natürlich kommen jetzt auch die hervor, die sich detailtreue von Modellen wünschen.
    Wenn man nur ein Spielzeug erwartet, dann sind die Erwartungen vielleicht nicht so hoch, ohne jemandem zu Nahe trete zu wollen.


    Natürlich muss man bei einem Model in "Großserie" bzw. zu so einem Preis auch Kompromisse bei den Details machen.
    Das ist auch in Ordnung und keiner Kritik würdig, nur ich habe hier manchmal das Gefühl, das sich hier einige persönlich angegriffen fühlen, wenn man mal Kritik an einemHersteller äussert.
    Leider gibt es nicht mehr so viele Hersteller und noch weniger über die man schreiben kann. Daher trifft es hier halt mehr Lenz.


    Was leider mehr als schade ist, ist die Tatsache das viele Dinge mit keinen oder wenig Kosten verbunden wären.
    Und ohne das ich jetzt mit dem Meßschieber dabei wäre sollen optisch schon viele Punkte auf.Wie z.B.:
    der zu hoch sitzende Ring am Schlot,
    die viel zu dicke Radfelge,
    die zu kurzen Achswellen (schließen im Original fast bündig ab), (Warum sind die Wellen an den Treibachsen eigentlich blank und am Vorläufer nicht??)
    die zu großen Schwimmhäute an den Vorläufern (bei den Treibradsätzen passen die Verhältnisse.)
    Auf den dankenswerter Weise eingestellten Bildern (Bild 11) sieht man zudem noch Lackschäden am der ersten Achse.
    Am gleichen Bild sieht mal auch den zu kurzen oder zu tief am Kreuzkopf sitzenden Voreilhebel. (Zu erkennen an der zu starken Schrägstellung der Lenkerstange.)


    Was die Front betrifft mag das der Konstruktion geschuldet sein. Durch die fehlenden Schutzbleche und die geteilte Bauweise geht die charakteristische Ansicht der P8 Front völlig verloren. Hier ist die grosse und wuchtig wirkende Pufferbohle ein markantes Merkmal der P8 und dies geht bei Lenz völlig verloren.
    Ob dies jetzt ein Kompromiss sein muss, darf dann jeder für sich entscheiden.


    Und dann kann man für sich auch schon mal die Frage stellen, worauf bei Lenz eigentlich bei der Entwicklung Wert gelegt wird und ob da auch Leute am Werk sind,
    die sich auch mal Originale anschauen und deren Anblick mal auf sich wirken lassen.


    Das soll jetzt nicht heißen, das ich ich Lenz grundsätzlich schlechte Arbeit bescheinige, aber es ist, auch zum gleichen Preis, deutlich mehr möglich.
    Die nachfolgenden Generationen erwarten dies auch einfach. Dann nun darauf zu verweisen man möge sich dann Kleinserienloks zulegen wenn man mit Lenz nicht zufrieden ist, geht in die falsche Richtung.
    Was passiert denn, wenn Lenz sich nicht von vornerein verbessert?
    Andere stoßen in die Nische und dann ?


    Das würde mich eher nachdenklich stimmen.



    Viele Grüße
    Patrick


    PS: Ich bin dann jetzt ich mal auf den Bericht der Fachleute im Magazin gespannt.

  • Ich möchte manche der Herrschaften doch bitten, konstruktive Kritik nicht als Meckern zu bezeichnen. Aus der Vergangenheit haben wir gelernt, dass die Firma Lenz noch nie "eingeschnappt" über eine sachlich vorgetragenene Kritik war, sondern sie sich stets zu Herzen genommen hat und bei späteren Serien Verbesserungen hat einfließen lassen!


    Insofern ist Kritik an sachlicher Kritik hier völlig deplatziert!


    Ich erwähne neben den Zylinderabdeckungen der BR 94 auch die anfänglich zu kleinen Seitenfenster der V100, auch die hat die Firma Lenz später korrigiert.


    Nebenbei bemerkt arbeiten überall auch nur Menschen, die Fehler(chen) machen, aber trotzdem muss man darüber nicht immer den Mantel des Schweigens hüllen.


    In diesem Sinne: Bleibt gesund!


    Claus

  • Hallo Freunde der BR 38


    seitdem ich hier über die Pufferbohle gelesen habe, sehe ich beim Betrachten von Bildern des Modells nur noch darauf.
    Kann man wohl nicht vermeiden; ist ein bekanntes Phänomen.


    Übrigens: Meiner Meinung nach darf und soll man sogar darüber diskutieren.
    Mein grundsätzliches Interesse an dem Modell hat sich dadurch aber nicht geändert.


    Eine Frage an diejenigen, die das Modell schon haben:
    Wenn ich mir auf der Seite XXL-Fotos der BR 38 das dritte Bild anschaue ("Front Heizerseite"), frage ich mich, ob man da nicht mit ein bisschen behutsam mit dem Zahnstocher aufgetragenen Sekundenkleber und anschliessendem beherztem Zusammendrücken der Teile von oben und unten den Spalt (weitgehend) zum Verschwinden bringen kann. Oder ist die Trennung der Teile hier essentiell z.B. zum Auseinandernehmen der Lok?


    Merci im Voraus für Überlegungen (oder sogar schon Erfahrungen) dazu
    Chris

  • … mit ein bisschen behutsam mit dem Zahnstocher aufgetragenen Sekundenkleber und anschliessendem beherztem Zusammendrücken der Teile von oben und unten den Spalt (weitgehend) zum Verschwinden bringen kann. Oder ist die Trennung der Teile hier essentiell z.B. zum Auseinandernehmen der Lok?


    Guten Morgen,
    wenn man die beiden Teile, also die eigentliche Pufferbohle und das von oben eingesetzte Teil gegeneinander presst, bleibt die Ritze trotzdem sichtbar. Um sie unsichtbar zu machen, müsste man sie nicht nur verkleben, sondern auch verspachteln.
    Ich gebe allerdings folgendes zu bedenken: Lenz-Loks sind so konstruiert, dass sie reparierbar sind. Die Service-Freundlichkeit soll in den zukünftigen Konstruktionen noch weiter verbessert werden. Wer, wie es mir passiert ist, einmal eine aus 1,3m Höhe abgestürzte BR 50 reparieren musste, weiß das zu schätzen. Das hier bei der P8 in die Pufferbohle von oben eingreifende Bauteil trägt auf seiner Unterseite eine kleine Platine für die Versorgung der LEDs in den Laternen. Wenn daran etwas kaputt geht, z.B. eine Laterne abbricht, kann man dieses Bauteil austauschen. Dies gilt an vielen anderen Stellen ebenso. Wer an Messing-Modellen Reparaturen vornehmen muss, weiß, dass dies dort häufig mit Löt- und anschließenden Lackierarbeiten verbunden ist.
    Gruß
    Wolfgang

  • Nur eine spontane Idee:


    Man könnte eine sehr dünne Messing- oder Metallplatte passend zuschneiden und über den Spalt kleben. Diese Platte reicht dann bis zu den Puffer-Befestigungsblechen, also deckt in etwa die halbe Pufferbohle und vor allen Dingen den Spalt ab. Man hätte dann zwar auch eine kleine Kante, aber wenn die Platte sehr dünn ist, fiele diese nach dem Lackieren kaum auf und wäre deutlich weniger präsent als dieser Spalt. Man könnte auch einen Kleber verwenden, der nicht so extrem haftet, damit die Platte zu Reparaturzwecken (sollte in der Praxis so gut wie nicht vorkommen) und der damit einhergehenden Demontage abgenommen werden kann.


    Ich halte diese Lösung für besser als da mit Kleber und Spachtel zu arbeiten, das bekommt man auch nicht unbedingt unsichtbar hin.


    Wie gesagt, nur eine spontane Idee...


    Gruß, Claus

  • Hallo,
    neben den Spalten in der Pufferbohle, fehlt auf dem Wannentender der hohe Rahmen um den Wasserdeckel. Diese eigentlich doch sehr auffällige Bauteil l ist doch sehr dürftig ausgefallen.

    Leider finde ich meine alten Bilder vom Wannentender der 38 1772 nicht mehr wieder. Die hatte ich mal gemacht um bei einenr Fleischmann P8 dieses Teil richtig anzubauen. Um aber trotzdem einen Vergleich zu zeigen kann ich habe ich noch ein Modell Bild.

    Das wird wohl schwierig sein bei einer Spritzguss Form so etwas nachzubilden aber da fällte mir wdie Br. 64 ein. Da gab es doch auch einen Deckel als Zurüstteil. Vielleicht wär das bei der P8 auch auf diese Weise gegangen. Jedenfalls so nackt wie es jetzt aussieht fehlt da was.
    Gruß
    Michael

  • Hallo


    ich haben alle berichten gelezen über die neue BR 38 von Lenz und die bilder angesehen Persönlich find ich die BR 38 von Lenz nicht richtig gelungen was modell betrifft . Die BR 24 von Lenz find ich besser aussehen mit der DB lantarn.


    bernhard 1967

  • Hallo,


    schon lange kann man bei Lenz in den eingestellten Bildern erkennen, dass bei der BR 38 solche unzweifelhaft unschönen Spalte sichtbar sein werden.
    Das dort gezeigte Bild der BR 55 lässt ähnliches erwarten. Von der 56.2 gibt es nur ein CAD-Bild - noch ohne Spalt.
    Die BR 64 war seinerzeit in dieser Hinsicht ohne Fehl und Tadel - gerade eben noch einmal überprüft. Schienenräumer gab es auch und die Schutzbleche sind OK.
    Vor der Auslieferung von 55 und 56.2 sollte Lenz daher vorsorglich noch etwas "Modellpflege" betreiben, denn die BR 38 trifft in der Frontansicht einfach nicht das Vorbild. Sehr schade!


    Mit freundlichen Grüßen


    Pjotr

  • Möchte noch etwas m E. sehr Positives erwähnen, nämlich den vorbildmäßigen Abstand zwischen Vorlaufradsätzen und Schutzblechen/Rahmen!!! Das wiederum ist dem 3Buchstabenhersteller leider nicht so gut gelungen.(Siehe entsprechende Fotos)


    Ansonsten hoffe ich wegen der Lampen auf die Ep4 Ausführung und darauf das Lenz ja vielleicht doch noch ein Einsehen mit den "Schraubenkupplungsfahrern" hat und eine Lösung für Schutzbleche und Schienenräumer anbietet.


    VG
    Bernd

  • Wenn man die einschlägige Literatur durchblättert, kann man sehr schnell erkennen, dass die 38er bei den Schutzblechen unterschiedlich ausgestattet waren. Etliche Maschinen wiesen die Art aus, wie bei der Lenz-P8 zu sehen ist, andere hatten längere, aber auch da gab es Unterschiede, sehr lange bis unter die Radnabenebene (das sind vermutlich die, die von Lesern hier vermisst werden, weil sie von vorne sehr deutlich und auffällig wirken), aber auch solche, die oberhalb endeten. Die zwei mir bekannten Photos der 38 3434 klären nicht, wie es bei dieser speziellen Maschine war.
    Schienenräumer könnte man nachrüsten, gibt es als MS-Bauteil. Warum Lenz sie weggelassen hat - da kann ich nur raten. Schon bei der BR50 waren das Teile, die man nach Entgleisungen im Schotterbett suchen könnte.
    Gruß
    Wolfgang

  • Hallo


    auf dem Bild der 38 3434 welches mir vorliegt ist eindeutig zu erkennen das die Schutzbleche an dem Vorläufer bis über die Radnaben herunter reichen. Außerdem ist auch zu erkennen dass die Windleitbleche beim Original auffällig kleiner sind als beim Modell von Lenz.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hubsi (Hubertus)

  • Moin 38-Lokführer,

    Ansonsten hoffe ich wegen der Lampen auf die Ep4 Ausführung und darauf das Lenz ja vielleicht doch noch ein Einsehen mit den "Schraubenkupplungsfahrern" hat und eine Lösung für Schutzbleche und Schienenräumer anbietet.

    und alternativ hoffe und warte ich auf entsprechende Lösungen und Zurüstteile von Paul Petau.... :rolleyes:
    Herr Petau hat mich diesbezüglich noch nie enttäuscht!!!


    Bleibt gesund!
    Jürgen M.

    Generaldirektion der REEB

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