BR 38 mit Wannentender von Lenz

  • auf dem Bild der 38 3434 welches mir vorliegt ist eindeutig zu erkennen das die Schutzbleche an dem Vorläufer bis über die Radnaben herunter reichen. Außerdem ist auch zu erkennen dass die Windleitbleche beim Original auffällig kleiner sind als beim Modell von Lenz.


    Dank für den Hinweis auf das Bild!


    Ohne wirklich Maße zu haben bleibt die Aussage zur Größe der Windleitbleche spekulativ. Hat jemand diese Maße des Vorbildes? Konnte bisher keine finden.


    Gruß
    Wolfgang

  • Hallo an alle,
    mein Gott, super Fahreigenschaften, tolle Lok- Tender- Verbindung
    und etliche andere Qualitäten, hoher Spielwert.....
    Aber keine Schienenräumer vorn, das fällt negativ auf und stört MICH


    jedenfalls, sehr schade.
    Schon der "alten" Fleischmann- P8 (H0) fehlten die Schienenräumer vorn
    auch da sah das stets recht "nackt" aus.
    Vielleicht bessert Lenz doch noch nach (Tauschteil), dann muss man nichts
    selbst "drankleben".
    Mal sehen, wie meine DRG- Lok wird......
    Es grüßt Euch Frankie :)

  • Moin 38er,


    als bekennender Schraubenkupplungsfahrer hoffe ich jetzt auf die "Mitarbeit" von Paul Petau!


    Außer den bereits oben beschriebenen Fehlern/Mängeln (fehlende Schutzbleche, fehlende Schienenräumer, zu große Windleitbleche, nur minimalistischer Rahmen der Wassereinfällöffnung auf dem Tender) müsste meine BR 38 der Epoche III noch mit einem geschlossenen Führerstand und Indusi-Magneten (beiseitig) ausgerüstet sein.


    Ich habe die beim Fachhändler bestellte Lok nicht abgenommen und warte erst einmal auf Korrekturen seitens der Firma Lenz, beziehungsweise auf entsprechende Zurüstteile von Herrn Petau.


    Als ich die 38 anfangs von vorn sah, hatte ich das Gefühl, ich hätte ein H0-Modell von Trix oder Märklin vor mir...


    Schade eigentlich!


    Jürgen M.

    Generaldirektion der REEB

  • "Schon vor Kriegsende wurden einzelne P8 mit Wannentendern der Bauart 2'2'T30 gekuppelt. [..] Ab 1950 rüstete die Deutsche Bundesbahn sehr viele P8 mit Wannentendern überzähliger 42er und 52er aus." Den geschlossenen Führerstand gab es insgesamt laut der Veröffentlichung von K. Koschinski im Eisenbahn Journal von 2016 nur 47 mal, 44 wurden zwischen April 1955 und Juni 1957, die übrigen drei 1963/64 umgebaut.
    Geschlossene Führerhäuser gab es nur für die Wendezugloks; erforderlich war dafür auch der an der Stirnseite abschließende Wannentender. Die meisten Wannentender jedoch wurden mit der P8 mit offenem Führerstand und langem Dach gekuppelt, weshalb der Tender Richtung Führerstand abgeschrägt wurde.
    Jeder, der die Modellentwicklung bei Lenz ein wenig verfolgt, weiß, dass die BR 38 mit Wannentender zuerst auf den Markt kommt, weil der von der BR 50 als Form schon vorhanden ist. Schon letztes Jahr, als die BR50 mit Wanne erschien, war klar, dass es die P8 zumindest in nächster Zeit nicht mit geschlossenem Führerstand geben wird, denn dafür braucht es ein anderes Führerhaus. So wie es jetzt ausgeliefert wird, passt es sowohl für Modelle mit Wannentender als auch mit Kastentender.

  • Moin Blaukäfer,

    Geschlossene Führerhäuser gab es nur für die Wendezugloks

    danke für die weiter gehenden Infas.
    Von Hamburg Hbf aus fuhren die BR 38 mit Nahverkehrszügen über die Elbe Richtung Harburg und weiter.


    Und genau so eine Wendezug-38 steht auf meiner Beschaffungsliste.
    Verwirklichen kann ich diesen Projekt nur, wenn Herr Petau die Teile für ein geschlossenes Führerhaus konstruiert und produziert. :whistling:


    Schöne Grüße
    Jürgen M.

    Generaldirektion der REEB

  • Geschlossene Führerhäuser gab es nur für die Wendezugloks;

    Moin,
    genaugenommen gab es umgedreht keine 38er Wendezugloks mit offenem Führerhaus. Ich bin zwar kein Nietenzähler, aber für meine Wendezüge kommt das Modell deshalb leider nicht in Frage.
    Die etwas eigenwillige vordere Pufferbohle hätte ich akzeptiert, weil ich die Lok mit dem Slot am Zug gekuppelt hätte.


    Viele Grüße,
    Johann
    P.S. Ich weiß, es gibt dieses Baby von einer anderen Mutter, aber das ist mir zu teuer.

  • Hallo Jürgen,
    na das ist ja mal ein Projekt. Eine Lenz 38.10-40 in eine Wendezug P8 umzubauen. Bei der Menge der benötigten Teile, als da wären zB. eine vernünftige Pufferbohle, Schienenräumer, Vordere Schutzbleche, Maßstäblichen Schlot, maßstäbliche Windleitbleche, Spitzenbeleuchtung, doppelte Anzahl Sandfallrohre, Umbau Führerhaus, umbau Kohlenkasten, Wasserdeckeleinheit, entfernen der Einstiegsbleche und Führerhaustreppen. Nur so auf die Schnelle. Dann das ganze neu lackieren und neu beschriften. Nicht zu vergessen die benötigte Zeit und man hat immer noch ein sehr Kompromissbehaftetes Modell.
    Kürzlich habe ich bei eBay noch eine Wendezug P8 gesehen, ist es da nicht schon günstiger so eine zu kaufen oder eine ganz neu zu bauen. Das ist nur meine Meinung.


    Gruß
    Michael

  • Hallo Michael,


    du schreibst von unmaßstäblichen Windleitblechen und Schornstein. Wo stehen die korrekten Maße ? Ich konnte nichts finden.
    Ich würde das gerne nachmessen und bei meiner Lok überprüfen.


    Danke !


    Gruss Michael

  • Hallole,
    die BR 38 1772 sollte man sich nicht als Referenz aussuchen....
    Seit ca. 1971 hat sie EINEN Austauschzylinder auf der rechten Seite...
    Und auf der linken Seite den originalen....
    Den Wannentender hat sie erst nach Ihrer "aktiven" Zeit bekommen...
    Nach einer Entgleisung war der Kastentender zu schwer beschädigt....


    MfG
    M. K.

  • Einen schönen Guten Tag


    Ich habe leider vergessen zu erwähnen, es ging mir bei dem Foto um den Frontbereich , nicht um den Rest.
    Kommt nicht mehr vor , werde mich aus dem Thema auch raushalten.



    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar


    Spur Null Galerie

  • [quote='V218','index.php?page=Thread&postID=166398#post166398']Hallo Michael,


    du schreibst von unmaßstäblichen Windleitblechen und Schornstein. Wo stehen die korrekten Maße ? Ich konnte nichts finden.
    Ich würde das gerne nachmessen und bei meiner Lok überprüfen.


    ___________________________________________________________________________________________________________


    Hallo Michael
    Gerne versuche ich dir zu helfen damit du die Unterschiede siehst. Wie das halt nun mal bei alten Dingen so ist die 38 1772 ist leider nicht mehr in Lengerich. Damit ist das Nachmessen sehr schwierig. Aber diese kleine Gegenüberstellung kann dabei helfen. Wenn du das Vorlaufrad mit 1 Meter Durchmesser als Maßstab nimmst kannst du Maße leicht ermitteln.
    Aber wenn man auf das hinter Windleitblech schaut sind da aber schon so deutliche Unterschiede zu sehen. Beim der Lage des Schlotaufsatz ist es aber ebenso.



    Vergleicht die Bilder einfach mal. Das Bild der 38 stammt aus August 88 und ist gespiegelt.
    Gruß
    Michael

  • @Lothar
    ich sehe leider kein Foto ;(
    @all bzw Admin
    könnte man den Tröt nicht teilen?
    Einen für die, welche die Lok vorstellen, Bilder und Videos zeigen, vielleicht das eine und andere dazu erklären.
    Und einen für die, ich sag es mal vorsichtig, Tuningfraktion.
    Dort kann dann alles rein was nicht gefäll wie es besser sein könnte und wie man da hin kommt.
    Man vermeidet das reingrätschen in einen schönen Beitrag, es liest sich leichter und man findet, wenn man denn seine Lok zerlegen und neu aufbauen will, die Hinweise und Anregungen besser.


    Könnte man ja generell bei neuen Modellen so machen.
    Einen "schönen ich freu mich schaut her" Faden in Fertigmodelle z.B.
    Und einen "das ist nicht schön, das fehlt, das ist falsch, so könnte man es besser machen, so habe ich es verändert" Faden in Fahrzeugbau.


    Schöne Grüße von der Ostsee
    Jens

  • Servus,


    Ist es denn sinnvoll, eine über Jahrzehnte zusammen gepfriemelte Museumslok als Referenz heranzuziehen?
    Oder vielleicht mal die Literatur zu bemühen. Es gibt doch sicher im P8 Buch des Ek Verlags jede Menge passender Fotos oder Maßzeichnungen?

  • Hallo,


    es ist doch bekannt, daß Lokomotiven in den früheren Jahren doch mit unterschiedlichen Bauteilen auf- bzw. umgerüstet wurden. Und von ungenauen Fotos ohne konkrete Maße etwas herleiten zu wollen ist m. E. mehr als gewagt.


    Warum hat denn noch keiner gefragt, ob die 23. Niete auf der linken Seite an der richtigen Stelle sich befindet?

    Grüße aus Regensburg


    Heinz ;)

  • ... nicht um Nieten, sondern um ganz deutliche Abweichungen von Regelbauteilen, die an allen P8 gleich waren.
    Z.b. den die Verlängerung des Schlotes oder die falsch proportionierten Radfelgen und Schwimmheute, Lenkerhebel usw.


    Da nützt es sich jetzt das schön zu reden oder zu überspitzen, diese Fehler sind de facto nun vorhanden.


    Natürlich kann man noch viel weiter suchen aber mir ging es eher um den Gesamteindruck der Lok und der ist leider für meinen Geschmack in dieser Version einfach nicht gelungen.


    Das kann aber jeder selber entscheiden.



  • Hallo M. K.
    Das ist korrekt, das die 38 1772 auf der Lokführerseite einen G10 Zylinder bekommen hat. Das sie einen Wannentender erst nach ihrer aktiven Zeit bekommen hat kann ich leider nicht so stehen lassen. Zu ihrer Zeit bei der BD Stuttgart im BW Ulm hatte sie noch einen Wannentender. Es gibt Fotos aus dem Jahr 1967 die das belegen. Ein Bild zB. ist in dem EK Buch die preußische P8 von Hansjürgen Wenzel, ein weiteres habe ich in einem EK Spezial „Die DB vor 25 Jahren“ aus dem Jahr 1967 gefunden.
    Einen T21,5 Tender bekam sie wieder als sie zum Bw Tübingen umbeheimatet wurde. Da war ein kurze Tender auf der Drehscheibe von Horb wieder nötig weil sie sonst nicht auf die Scheibe passte.
    So startet sie auch ihre Kariere als Museums Lokomotive. Bei der Entgleisung auf der Sauschwänzle Bahn wurde der T21,5 Tender so stark beschädigt das er nicht mehr eingesetzt werden konnte und es kam dann wieder ein Wannentender.



    Wannentender Aufarbeitung als Ersatz für den T21,5
    Und jetzt ist Schluß für mich zu dem Thema.


    Gruß
    Michael

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