Lennetal - der Hauptbahnhof auf unserer Clubanlage in Hagen

  • Hallo Djordje,


    danke für deine Ausführung. Ich hab selbst keinen Laser, interessiere mich aber sehr für diese Materie. Daher auch meine Frage, da ich das aktuell nur aus der "Theorie" heraus bewerten kann.

    Quote

    Ich persönlich finde die Idee von Christoph äußerst clever!

    Absolut! Sehr interessante Vorgehensweise, und das Ergebnis ist überzeugend.

  • Hallo Sebastian und Dordje,


    Meine Bauweise hat folgenden Grund: Normalerweise würde man MDF oder Karton für die Wände des Gebäudes verwenden. Beide Materialien haben aber den Nachteil, das sie sich gerne verziehen, besonders bei den großen Flächen dieses Gebäudes. Plexiglas wiederum verzieht sich nicht und kann sehr gut gelasert werden. Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die Grundstruktur zusammen mit den Fenstern aus Plexiglas bauen. Auf den Grundkörper wird dann schichtweise das Äußere des Gebäudes aufgebaut. Gerade bei diesem Gebäude mit seinem Betonskelett und den ausgemauerten Feldern bietet sich das an.

    Allerdings muß man dafür eine Laseranlage haben, weil das Plexiglas aufgrund seiner Sprödigkeit sich manuell kaum bearbeiten läßt. Fräsen wäre allerdings auch eine Option.


    Gruß Christoph

  • Hallo allerseits,


    hier kommt der letzte Bericht über den Bau des ersten Fabrikgebäudes. Ein Bericht über den Bau des zweiten Gebäudes folgt demnächst. Mit den CAD-Zeichnungen habe ich schon begonnen.


    Damit aus dem "Glaspalast" ein Gebäude wird, habe ich zunächst die Teile für das Stahlbetonskelett angefertigt.


    P1060579.jpg


    Anschließend waren die Teile für die Ausmauerungen an der Reihe. Diese habe ich aus 2 mm MDF geschnitten und die Ziegelfugen mit dem Laser graviert. Lackiert habe ich sie mit einem rostfarbenen Primer, in diesem Fall von AK Intractive. Nachdem diese Schicht getrocknet war, habe ich Creall Basic Color in weiß aufgetragen. Dabei ist es wichtig, den Pinsel diagonal über die Flächen zu führen, das gilt auch für das Auftragen des Primers.

    Nachdem die weiße Farbe getrocknet war, habe ich sie mit einem feuchten Schwamm wieder abgewischt. Auch den Schwamm habe ich diagonal geführt und häufig ausgepült. Als weiße Farbe eignet sich übrigens keine Acrylfarbe, die ist nach dem Trocknen nicht mehr wasserlöslich. Die Farben von Creall sind wasserlöslich, weil speziell für Kinder geeignet.


    P1060581.jpg


    Hier habe ich auf einer Seite das Skelett aufgeklebt und die Ausmauerungen zum Teil schon montiert. Dazu verwende ich nach wie vor Faller Expert Lasercut-KLeber. Weil sich die MDF-Teile durch die Vorbehandlung verziehen, müssen sie beim Aufkleben gepresst werden. Dazu benutze ich Klemmen und an Stellen, wo ich diese nicht benutzen kann, passende Stahlplatten zum Beschweren.


    P1060587.jpg


    Unter die Fenster und auf die Ausmauerungen habe ich schmale Streifen aus 2 mm MDF geklebt. Um die Streifen herzustellen, habe ich ein Stück MDF mit der gelben Farbe angestrichen und anschließend von der Rückseite mit dem Laser geschnitten. Von der Rückseite deshalb, um Schmauchspuren des Lasers möglichst zu vermeiden.


    P1060595.jpg


    Hier seht ihr die Streifen als Fensterbänke. Die Vorderkanten habe ich noch gelb lackiert, wie im folgenden Bild zu sehen ist.


    P1060594.jpg


    Ein Problem mit der gewählten Bauweise seht ihr auf diesem Bild. Ich hatte keine Lust darauf, die senkrechten Pfeiler an den Kanten auf Gehrung zu schneiden, was ein Laser sowieso nicht kann und weil keine der Ecken des Gebäudes einen 90 Grad-Winkel hat. Bei 90 Grad hätte ich die Winkel mit einem entsprechenden Fräser auf meiner Portalfräse schneiden können.


    P1060598.jpg


    Also mußte eine andere Lösung her. Diese besteht aus dünnen Kartonstreifen, die ich nach genauem Ausmessen mit dem Laser ausgeschnitten habe. Den Knickspalt habe ich mit verringerter Laserleistung geschnitten. Die Streifen ließen sich danach sauber der Länge nach knicken und aufkleben.


    P1060596.jpg


    So sieht das dann nach dem Anstrich mit der gelben Farbe aus.


    P1060604.jpg


    Zuletzt zeige ich hier das Dach des Gebäudes. Das besteht auch 1 mm MDF mit unterseitigen Verstrebungen, damit es gerade bleibt. Das Dach ist abnehmbar und weil das Abnehmen schwierig ist, habe ich an jedem Ende eine Unterlegscheibe unter das Dach geklebt. Nun kann ich das Dach mit einem kleinen Magneten abheben.


    P1060606.jpg


    Das Dach bekommt natürlich noch "Dekorationen" mit Aufzug-Maschinenhaus, Lüftern, Rohrgewirr, etc.


    Demnächst mehr


    Gruß Christoph

  • Hallo allerseits,


    längere Zeit nichts gepostet, das heißt aber nicht, dass ich untätig war. Im Gegenteil, das zweite Fabrikgebäude ist so gut wie fertig, wie die folgenden Bilder beweisen:


    P1060621.jpg


    Durch die Fenster im ersten Stock des großen Gebäudes sieht man Maschinen und Arbeiter. In einem abgetrennten Bereich gibt es Büromöbel und Angestellte.


    P1060622.jpg



    P1060623.jpg


    Vor dem Gebäude werde ich Gleise für 0e im Straßenplanum versenken. Einen passenden MagicTrain-Wagen habe ich bereits in eBay gefunden. Wenn ich noch eine Kastendampflok hätte, könnte ich behaupten, das wäre die Hohenlimburger Kleinbahn.


    P1060624.jpg


    Einen Namen hat die Fabrik auch schon bekommen.


    P1060619.jpg


    Wahrscheinlich werde ich morgen die Gebäude probeweise an Ort und Stelle auf der Vereinsanlage aufstellen.


    Bis dann!


    Gruß Christoph

  • Hi Christoph,

    das sieht klasse aus!

    Wenn Du schon ein heimliches Auge auf die Hohenlimburger Kleinbahn geworfen hast, dann mache es doch gleich nach Vorbild in 0m.

    Wagen gibt es bei Jaffa, demnächst sogar die Kastendampflok, und Gleise von Schnelli... :S

    ...Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V. ...

  • Moin,

    falls es wichtig erscheint, da ihr Euch so viel Arbeit gemacht habt, es heißt glaube ich Niete , nicht Nieten.

    Tut der Bewunderung aber keinen Abbruch! Ist wirklich ganz toll geworden. Vor allem den Kran finde ich gut!

  • Hallo allerseits,


    long time no see.... Es ist aber zwischendurch weitergegangen und nun sind alle drei Gebäude und der Schornstein fertig. Ausserdem herrscht dank Preiser und Woodland Scenics auch Leben in der Bude. Aber seht selbst:


    P1060647.jpg



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    P1060649.jpg



    P1060634.jpg



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    P1060636.jpg



    P1060651.jpg



    P1060655.jpg



    P1060658.jpg


    Soweit für heute. Ich melde mich wieder, sobald die Gebäude auf der Anlage in Hagen stehen.


    Gruß Christoph

  • Hallo,


    tolle Fabrikgebäude. Besonders die Rohrbrücke, die asymetrische Konstellation der Gebäude zueinander - genau solche Feinheiten tragen zum Gesamteindruck des "industriellen Flairs" bei - so wie es `rüberkommen soll.

    long time no see....

    Antwort: ... nothing for ungood! ;) :D

  • Hallo Christoph!

    Danke für Antwort! Das bin Ich ausser Haus, könnte Ich nicht das Buch genau benennen.

    Dein emfehlung finde Ich sehr Gut, für jede Anlage gibt es Viele Inspiration drin.

    Gruss aus Bad in Třeboň

    Vladimir

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