Lennetal - der Hauptbahnhof auf unserer Clubanlage in Hagen

  • Hallo allerseits,


    mein erster Beitrag auf dem neuen Server!


    Nachdem das Hauptgebäude im Wesentlichen fertig ist, möchte ich heute über die Herstellung des kleinen, rechten Anbaus berichten.


    Angefangen habe ich mit den Fenstern, auch für den kommenden großen Anbau. Diese sind jeweils dreiteilig und aus Polystyrol 1 mm gefräst.



    So sehen sie dann fertig aus.



    Fehlen noch die Fensterscheiben. Diese habe ich aus 1 mm Vivak von Bayer angefertigt. Eine Stärke von 0,5 mm wäre auch möglich gewesen und hätte gereicht, ich hatte aber das Material nicht. Zunächst habe ich versucht, die Scheiben zu fräsen, das funktionierte leider nicht. Selbst bei moderater Drehzahl schmilzt das Material und klebt am Fräser fest. Nach zwei Fensterscheiben ist Schicht im Schacht.


    Ich habe mich dann an meine Papierschneidemaschine erinnert, die mit dem Vivak kurzen Prozess gemacht hat. Ging auch viel schneller und ohne lästige Späne.



    Danach habe ich aus 4 mm Sperrholz das Innengerüst gefräst.



    Und zusammengeleimt.



    Wider erwarten passte alles.



    Wie beim Hauptgebäude habe ich dann Spiegelfolie als Hintergrund für die Fenster verklebt.



    Als nächstes habe ich die Außenwände mit den Fensteröffnungen gefräst, den Verputz aus Tonkarton geschnitten und aufgeklebt und schließlich den Fries oben am Gebäude gefräst, angeklebt und lackiert.



    Das Dach habe ich aus 1 mm Polystyrol angefertigt.



    Zum Schluss habe ich die Teerpappimitation aus Kreppband aufgeklebt, lackiert und gealtert. Nachdem das erledigt war, habe ich die Dachrinnen angebracht und das Dach aufgesetzt.


    So sieht der Bahnhof jetzt aus.



    Nun geht es an die Konstruktion und den Bau des langen, linken Anbaus.


    Bleibt gesund


    Gruß


    Christoph

  • Hallo allerseits,


    Hier nun mein Bericht vom langen Anbau und von den Klempnerarbeiten.


    Den Anbau habe ich zunächst im Rohbau fertiggestellt und das Dach gebaut. Über diese Arbeiten habe ich hier schon berichtet, deshalb keine Wiederholung. Die Fenster für den Anbau habe ich als nächstes angefertigt und lackiert. Insgesamt sind im Bahnhof mehr als 70 Fenster verbaut.



    Die Verblendung aus Tonkarton habe ich wieder auf der CNC-Maschine geschnitten und dann mit hauchdünnem, doppelseitigem Klebeband aufgeklebt. Damit habe ich mögliche Kleckereien mit Klebstoff vermieden. Dazu habe ich ein Verfahren und den Applikator der Firma 3M verwendet.



    Hier der Applikator nochmal geöffnet. Wer sich für das Verfahren interessiert schaut auf 3m.de/atg



    Weil das Klebeband wie ein Kontaktkleber sofort haftet, ist es wichtig, die zu verklebenden Teile vorher genau auszurichten. Eine spätere Korrektur ist schwierig. Deshalb habe ich mir vier Holzklötzchen angefertigt, die genau in die Fensterausschnitte passen.



    Den mit Klebeband beschichteten Tonkarton habe ich dann aufgelegt und mit einem weichen Tapeten-Nahtroller angedrückt.



    Hier der rundum beschichtete Anbau.



    Zwischenzeitlich habe ich den Rohbau für den großen Schornstein angefertigt und die Dachrinnen angebracht.



    Was noch fehlte, waren die Fallrohre für die Dachrinnen. Die Fallrohre, die zu den Addie-Dachrinnen gehören, waren erstens zu dünn und zweitens zu kurz. Selbstbau war also angesagt. Dazu habe ich mir Rundmaterial mit 2,5 mm Durchmesser von Evergreen bestellt. Um die Bögen zwischen Dachrinne und Hauswand herzustellen, habe ich mir eine Schablone gefräst, im Foto links vorne zu sehen. Das Ende des Polystyrol-Rundstabs (Rohr funktioniert nicht) habe ich mit einer Heißluft-Pistole erwärmt, bis es wabbelig wurde und dann in die Schablone gedrückt. Dazu habe ich eine Metallklotz verwendet, weil heiß. Das Ergebnis liegt hinten auf der Holzplatte.


    Das, was die Maschine gerade tut, ist das Bohren eines Fallrohrs von der Rückseite. Alle 40 mm, das entspricht dem empfohlenen Abstand der Befestigungen von unter 200 cm in der Realität, wird eine Bohrung mit 0,9 mm eingebracht.



    Hier das Oberteil eines Fallrohrs. Zunächst habe ich die Nachbildungen der Schellen angebracht. Diese bestehen aus ca. 1 mm breiten Streifen von glattem Maler-Kreppband. Etwas fummelig aufzubringen, aber geht.


    Danach habe ich kleine Stücke aus 0,8 mm Messingdraht in die Bohrungen gelebt und das Fallrohr grau lackiert.



    Um das Fallrohr zu montieren, habe ich eine Schablone mit passenden Bohrungen angefertigt. Zufällig aus Platinenmaterial, weil das gerade auf der Maschine war. Mit Hilfe der Schablone habe ich dann Bohrungen mit 1,1 mm Durchmesser in die Gebäudewand eingebracht.



    Danach war es recht einfach, die Stifte in die Bohrungen zu drücken und das Fallrohr so zu befestigen. Kleber war nicht notwendig, hält sehr gut.



    Das Formen der Fallrohre für das Hauptgebäude war noch eine Klasse schwieriger. Ich hatte die doppelte Anzahl Rundstäbe gekauft, das war aber auch nötig.



    Das Fallrohr auf der Bahnsteigseite. Der Schornstein sieht etwas überdimensioniert aus, entspricht aber dem Original.



    Im Eingangsbereich gibt es jetzt auch Türen.



    Und hier der gesamte Bahnhof von der Straßenseite in seiner ganzen Pracht. Für die Statistik: das Teil ist 125 cm lang und 40 cm hoch.



    Was fehlt noch? Ein Vordach auf der Bahnsteigseite, damit die Fahrgäste nicht gleich im Regen stehen, die Bahnsteigsperren, etwas Dekoration und etwas Patinierung.


    Demnächst mehr.


    Gruß


    Christoph

  • Hallo allerseits,


    wie angekündigt, habe ich mittlerweile das Vordach und die Bahnsteigsperren fertiggestellt. Leichte Patinierung, Dekoration und der Plattenbelag fürs Umfeld werden noch folgen.


    Das Vordach ruht auf vier Trägern, die in die Wand des Gebäudes eingeklebt sind. Damit sie sauber ausgerichtet sind, habe ich dafür eine Vorrichtung gebaut.



    Das Vordach selbst besteht aus zwei gefrästen 1 mm Polystyrol-Platten, zwischen die ich eine Platte aus 0,5 mm durchsichtigem Vivak eingelegt habe. Links, rechts und vorn habe ich noch einen Rand aus Polystyrol aufgeklebt. Die Träger sind nochmal mit Verstrebungen aus 1 mm Messingdraht abgefangen.



    Die Häuschen der Bahnsteigsperren habe ich aus 0,5 mm Polystyrol, Vivak und Evergreen-Profilen gebastelt. Lackiert habe ich sie mit der Airbrush und Vallejo Model Air. Die Profile sind mit einem silbernen Edding 400 Lackstift gefärbt. Die Gitter habe ich aus 0,7 mm Platinenmaterial gefräst. Das hat den Vorteil, dass ich sie durch Löten verbinden kann und nicht auf unsichere Klebestellen angewiesen bin.



    Den Plattenbelag habe ich aus 1 mm Polystyrol mit einem 60 Grad V-Stichel für die Fugen gefräst. Lackiert habe ich mit erst mit hellgrauem Haftgrund und dann mit Liquitex Neutral Grau Nr. 7 aus der Sprühdose. Später werde ich die Fugen noch mit einem dunklen Wash hervorheben.



    Die Gitter der Bahnsteigsperre habe ich mit Tamiya Silver Leaf TS-30 aus der Sprühdose lackiert. Bis ich die bestellten Preiser-Figuren eines Fahrkarten-Kontrolleurs und der "Reisenden an der Bahnsteigsperre" bekommen habe, muss diese geisterhafte Erscheinung die Stellung halten. Das geöffnete Tor links ist übrigens für die Gepäckkarren, die zwischen den Bahnsteigen und der Gepäckabfertigung im Gebäude pendeln.



    So viel für heute, bleibt gesund.


    Gruß


    Christoph

  • Hallo allerseits,


    Das Bahnhofsgebäude von Lennetal ist soweit fertig und wartet darauf, in die Anlage eingebaut zu werden. Seit dem letzten Bericht habe ich den Plattenbelag auf der Bahnsteigseite fertiggestellt und patiniert. Um das gesamte Gebäude habe ich noch einen Sockel geklebt, der einen schönen unteren Abschluss bildet. Er sorgt auch dafür, dass zwischen Bodenplatte und Gebäude kein Spalt sichtbar ist. Damit vermeide ich ein "schwebendes" Gebäude, wie man es ab und zu auf Anlagenfotos sieht. Ein Gebäude steht in der Regel in der Erde, nicht darauf.
    Den Plattenbelag habe ich mit einem schwarzen Wash auf Wasserbasis behandelt. Aufgetragen habe ich ihn mit einem Lappen diagonal zu den Fugen und über Nacht trocknen lassen. Am nächsten Tag habe ich ihn zum größten Teil mit der rauhen Seite eines Topfschwammms abgerieben. Es war ein Kunststoffschwamm, keine Stahlwolle.



    Das gesamte Gebäude habe ich mit der Airbrush und mit Terpentinersatz verdünntem "Dark Grey Wash" von MIG Productions eingesprüht, und zwar sparsam von oben nach unten. Die Fensterscheiben habe ich dabei abgedeckt. Die Patinierung ist sehr dezent, das Gebäude ist Baujahr 1952 und gedacht sind wir ungefähr im Jahr 1965.




    Mittlerweile hat sich auch das Personal zum Dienst gemeldet, so dass ich die Bahnsteigsperre besetzen konnte. Die ersten Reisenden werden schon kontrolliert.




    Hier noch einmal die Bahnsteigseite des Gebäudes.



    So, das war es mit dem Gebäude. Demnächst geht es weiter mit dem Bahnhofsvorplatz und den Bahnsteigen.


    Alles Gute!


    Gruß


    Christoph

  • Hallo allerseits und Danke für die Blumen!


    dass es noch eine Bahnhofsgaststätte gibt, hatte ich total vergessen. Aber besser spät als nie, hier ist sie.



    Starker Andrang am Eröffnungstag.



    So viel für heute, endgültig. Wir gehen jetzt essen, zum ersten Mal während der Pandemie - ich bin gespannt. :thumbsup:


    Gruß


    Christoph

  • Hallo zusammen,


    egal ob Bayern oder Preußen, noch gilt: Lieber ein Fass Bier als eine Wanne Eickel!


    Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an Christoph für dieses tolle Bauwerk.


    Bleibt gesund, das ist wichtig!


    Liebe Grüße aus Lennetal, äh, Hagen in Westfalen sendet Klaus

  • Jetzt muss ich aber auch mal mein Lob aussprechen!


    Wie viele wissen, bin ich ja kein Fan von technischem Modellbau, weil ich das alte, knorrige, urige liebe ( und auch nur das kann...).
    Aber ich liebe auch Bauhaus, und Bauhaus muss genau so und nicht anders!


    Danke, Christoph! :thumbsup:

    ...Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V. ...

  • Hallo Christoph


    Das neue Bahnhof sehen sehr toll aus die färbe macht es auch schone ,die auto Modelle bei das bahnhof sind auch sehr schone dar ich ein VW Käfer Liebhaber bin von der Schuco Modelle macht das bahnhof noch viel schoner.


    Mit freundliche Grusen,


    Bernhard 1967 aus der Niederlanden

  • ...... Veltins in der Bahnhofsgaststätte hat mich auch überrascht.
    Eher hätte ich "Andreas" oder "Wicküler" erwartet.
    Wie hieß es doch so schön:
    "Männer wie wir, "Wicküler-Bier"....

    Gruß Thomas


    " Damit das Mögliche entsteht,muss immer wieder das Unmögliche versucht werden" Hermann Hesse

  • Hallo Christoph,


    ein wunderschönes Bahnhofsgebäude hast Du den Spur-0-ern da beschert. Tolle Arbeit :) !!!


    Bin als Liebhaber von Hauptstrecken-Anlagen aus der "Wirtschaftswunderzeit" total begeistert
    und freue mich schon auf den Tag, an dem ich die Anlage in Hagen wieder besuchen und
    Fotoaufnahmen von Szenen mit dem neuen Bahnhofsgebäude machen darf.


    Lieber Christoph - vielen Dank für Deine absolut gelungene Bautätigkeit.

    Grüße aus dem Westerwald


    Erich Schmidt

  • Hallo Christoph,


    bei der regen Diskussion über den frei nach WERNER richtigen Bölkstoff möchte ich mal anfragen, ob du die Werbung auch mit Warsteiner für mich anfertigen könntest?


    Das Bahnhofsgebäude ist insgesamt der absolute Hammer, egal welchen Stil man persönlich bevorzugt!


    Wieviele Arbeisstunden haben Planung und Bau denn so in etwa erfordert? Und auch interessiert mich, wie hoch die Kosten denn letztlich sind?


    Ich hoffe, es gibt weitere Gebäude von dir zu sehen und zu bestaunen!


    Beste Grüße


    Helmut


    (zur Unterscheidung; Einmal Schalke, immer Schalke)

  • Hallo allerseits,


    zwar "fremdele" ich noch mit dem neuen Forum, ich traue mich aber jetzt mal, den Bericht über unseren Hauptbahnhof fortzuführen.


    Heute war ich im Verein, um am Bahnhof weiterzuarbeiten. Dabei habe ich die Plattenbeläge eines Bahnsteigs, die ich zuhause vorbereitet hatte, aufgeklebt und auch dem Querbahnsteig einen Belag gegönnt. Zwar hatte ich die Beläge aus 1 mm Polystyrol schon vorbereitet und lackiert, dennoch hab ich alles noch einmal überlackiert, um einen einheitlichen Eindruck zu schaffen. In den nächsten Tagen, wenn die Farbe voll ausgehärtet ist, wird alles noch mit einem schwarzen Wash patiniert. Die Stützen für das Bahnsteigdach hatte ich auch schon vorbereitet, sie werden in Löcher gesteckt, die ich mit einer Lehre in den Bahnsteig gebohrt habe. Das Bahnhofsgebäude ist zunächst provisorisch aufgestellt, weil ich den Bahnhofsvorplatz noch gestalten muss.


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    Na, das Einstellen der Bilder hat nach einigen Versuchen tatsächlich geklappt. Bis bald!


    Gruß


    Christoph

  • Hi Christoph,

    Bahnhofsgebäude und Gleisanlagen harmonieren absolut perfekt.

    Dein Werk ist großes Kino...

    Grüße. Jay, the K.

    The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

  • Hallo Christoph,



    das sieht ja schon sehr imposant aus. Einfach Spitzenklasse was Du da in rasendem Tempo und doch total perfekt geschaffen hast.:thumbup:


    Ich freue mich schon auf den Tag (der nun so langsam wieder kommen sollte) an dem ich Deine Werke und die kompl. Neugestaltung bei Euch in Hagen begutachten kann. Es ist ja leider schon so lange her, dass ich bei Euch war.



    Bis dahin bleib gesund und beste Grüße aus Wuppertal



    Harry

    Rund um Wupperburg


    Eisenbahnfreunde Solingen
    Nächste Veranstaltung


    Alle geplanten Veranstaltungen sind bis auf weiteres abgesagt.
    Das gilt auch für die Fahrtage:!:


    jeden 4. Freitag im Monat Fahrtag von 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Gast Fahrzeuge sind gerne Willkommen.
    Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wo: Aufderhöher Straße 106, in 42699 Solingen

  • Hallo allerseits,


    am Freitag hatte ich wieder meinen "Basteltag" im Verein. Dabei stand im Wesentlichen die Patinierung des "modernen" Bahnsteigs an, das ist der mit dem Plattenbelag. Zwar hatte ich in meiner Werkstatt die einzelnen Teile des Belags nach dem Fräsen schon mit Liquitex Spray Neutralgrau Nr. 5 lackiert, aber es war mir nicht gleichmäßig genug. Deshalb bin ich, nachdem ich die Gleise abgedeckt hatte, nochmal mit dem Spray drübergegangen. Als ich also am Freitag wiedr da war, war alles getrocknet und sah sehr gut aus. Allerdings sah es auch zu "neu" aus.


    Ich habe also wieder mit meiner schwarzen Dreckbrühe aud Wasserbasis alles eingesaut undnach dem Antrocknen mit Papiertüchern verrieben. Teilweise musste ich die Patina wieder etwas anfeuchten oder auch wieder neue Patina auftragen.


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    mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden.


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    Danach habe ich am Querbahnsteig Bahnsteigkanten angebracht, diesmal aus Ziegelsteinen hergestellt. Fehlenden Schotter habe ich ergänzt und dann die in der Werkstatt vorbereiteten Prellböcke montiert. Diese kommen von Lenz und sind aus schwarzem Kunststoff mit weißen :wacko: Prallplatten. Ich habe sie dann erst mal mit Vallejo Grundierung grau gespritzt und die Prallplatten in Holzfarbe gestrichen. Anschließend habe ich sie mit Wash von AK Interactive verschmutzt.


    P1040521.jpg


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    Bei meinem nächsten Besuch in Hagen bekommt alles noch einen leichten Überzug mit der Airbrush und Schmutzfarbe von Vallejo.


    Auf den Bildern von meinem letzten Arbeitseinsatz sind schon einige der Stützen für das Bahnsteigdach zu sehen. Diese habe ich mal wieder aus 2 mm Polystyrol gefräst. Weil das ja doppelte T-Profile sind, habe ich noch einen 4 mm breiten Streifen aus 0,5 mm Polystyrol drumherum geklebt. Damit das sauber gelingt, habe ich eine Lehre für jeweils sechs Stützen angefertigt:


    P1040508.jpg


    Das nächste Projekt waren die Dächer für den Bahnsteig. Diese bestehen aus jeweils zwei 60 cm langen Teilen, insgesamt wird die Überdachung also 2,4 m lang. Sie überdeckt nicht den ganzen Bahnsteig, vor allem zwischen Querbahnsteig und Anfang der Überdachung bleiben 60 cm frei, damit nach der Einfahrt eines Zuges die Lok ohne Verrenkungen abgekuppelt werden kann. Tut mir zwar leid für die Familie Preiser, die bei Regen nass wird, aber unsere Bequemlichkeit hat Vorrang.


    Hier seht ihr, wie ich die Dächer gebaut habe. Die Grundlage ist ein Steifen 9,8 x 60 cm aus Forex, 2 mm stark. Das ist ein ähnliches Material wie Polystyrol, ist aber nicht massiv, sondern ein fester Hartschaum. Sehr leicht und billiger als Polystyrol. Darauf habe ich mit Sekundenkleber (Polystyrolkleber, z.B. von Faller hält nicht) Sparren aus 2 x 2 mm Buchenholz geklebt, die ich mit der Maschine abgelängt habe. Die Maschine habe ich mal gekauft, weil sie mir sehr gefiel, mittlerweile wird sie meines Wissens nicht mehr hergestellt. Wahrscheinlich war sie zu teuer, sie ist ihr Geld aber unbdedingt wert.


    P1040527.jpg


    Damit alles gerade wird, habe ich mir einen Winkel gemacht.


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    Auf die Sparren habe ich Unterzüge aus Polystyrolstreifen 4 x 2 mm geklebt.


    P1040530.jpg


    ZUr Imitation der Dachpappe habe ich in bewährter Weise Malerkrepp 19 mm breit aufgeklebt und mit Liquitex Spray Neutralgrau Nr. 3 lackiert.


    P1040532.jpg


    Und nochmal von unten. Voraussichtlich bleibt die Unterseite weiß, so waren die meisten Bahnsteigdächer in der Epoche 3.


    P1040533.jpg


    soviel für heute, demnächst mehr.


    Gruß


    Christoph

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