Virtuelle Spur 0 Tage 21. und 22.3.

  • H3x. der Namenlose und dessen Profil ich leider nicht lesen kann - herzlichen Dank für die Initiative, die uns viele Bilder und Einsichten geliefert hat.


    Nun sind nach seinem Entschluss die "Virtuellen Spur 0 Tage" vorüber, aber da ich die Geschichte um die Module, die ich in Gießen ausgestellt hätte, zu Ende erzählen will, geht es zumindest in unserem Blog wahrscheinlich morgen wieder weiter.


    Bleibt gesund!
    Wolfgang

  • Moin,
    es geht zwar langsam, aber voran: Den Beitrag über den Bau meiner Module, die in Gießen ausgestellt werden sollten, habe ich fortgesetzt. Daneben aber, und das ist der Grund, weshalb es so langsam geht, überarbeite ich die einzelnen Module. So gefiel mir der Abschluss eines Modulkastens nicht mehr, einfach glatt und Wiese, ne, das geht nicht. Und dann dahinter nur eine weiße Rückwand? Verursacht wurde das Nachdenken über eine andere Gestaltung am Rande durch Michiel Stolpes Erläuterungen zu den zuletzt vom ihm gebauten Modulen. So bin ich also dabei, den hinteren Rand eines Kastens umzugestalten, das Gelände steigt an, eine niedrige Stützmauer fängt es gegen das Gleis ab, Buschwerk und hohe Sträucher sollen wachsen.



    Die aktuelle Fortsetzung des Bauberichts behandelt die elektrische Ausstattung der Module. Fortsetzung ist geplant.


    Gruß
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    danke für die Erwähnung, aber die Albula & Landwater Railway ist On3 und nicht On30 ;)


    Und zum Modulübergang:


    Wir bauen auch heute noch nach den Normen, die vom Freundeskreis Schmalspurbahnen 1988 entwickelt und in Teilen 1991 (für die Fahrzeugkupplungen im 0m Bereich) fortgeschrieben wurden. Die Normung entstand auf den jahrelangen Erfahrungen im Modulbau, der im FKSB und seinen Vorläufern seit Anfang der 80er Jahre betrieben wurde.


    Eine der Erkenntnisse daraus war die Tatsache, dass es einen perfekten Modulübergang nicht gibt, selbst bei Segmenten vom selben Erbauer. Da sind immer leichte Toleranzen drin, und da die Basis aus Holz ist kommen die Veränderungen aufgrund der unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten noch dazu.


    Aus diesen ganzen Erfahrungen ergaben sich folgende Erkenntnisse:


    1. Die Verbindung der Module untereinander muss genügen Spiel haben, um diese Veränderungen auszugleichen. Daher gibt es pro Modul 2 Befestigungslöcher mit 10 mm Durchmesser und einem dazwischen liegenden Griffloch. Die Löcher sind 10 cm auseinander und unter dem Hauptgleis zentriert.
    Verbunden werden die Module mit M8 Gewindeschrauben, Karosseriescheiben und Flügelmuttern. Hier ist darauf zu achten, dass es nicht die leichte amerikanische Bauform aus dem Baumarkt ist, sondern die deutsche mit den Mickey Maus Ohren. Die Finger werden es danken.
    Mein Freund und ich haben die Norm dahingehend ergänzt, dass wir ausschließlich Edelstahlschrauben und -scheiben sowie Messingflügelmuttern einsetzen. Die sind auch noch nach vielen Jahren leichtgängig im Gegensatz zu den verzinkten, die oxydieren und schwergängig werden.
    Durch die 8 mm Bolzen in Verbindung mit den 10 mm Löchern werden zum einen leichte Abweichungen bei den Bohrbildern der Löcher ausgeglichen, zum anderen lassen sich die Module einfach justieren.


    2. Fußgestelle


    Es wurden damals natürlich auch dazu passende Fußgestelle entwickelt, die einfach zu installieren sind.
    Diese Gestelle werden beim Zusammenbau der Module mit den Verbindungsschrauben zusammen festgeschraubt und man braucht pro Modul 1 Fußgestell und für das gesamte Arrangement ein weiteres für das Ende. Höhenverstellung ist unsinnig, die Module sind flexibel und gleichzeitig starr genug. Zur Not schiebt man einen Bierfilz unter den Fuß.
    Markantes Beispiel für die Funktionsfähigkeit war der Aufbau des 0m-Arrangement in der Fahrzeughalle in Bruchhausen-Vilsen, wo wier über den eingeflasterten Gleisen aufbauen mussten. Dabei schwebte mindestens ein Fuß einseitig über der Rille der Rillenschiene, ohne Probleme zu verursachen.


    3. Einlegestücke


    Aus den diversen Transporterfahrungen wurden bereits Anfang der 80er Jahre für die Sm-Module das Prinzip des Einlegestückes entwickelt, das ein Stück Gleis inklusive Bahndamm war und nach dem Aufbau eingelegt wurde.
    Für 0m und 0e wurde das dann dahingehend weiterentwickelt, dass die Schwellen bis zum Modulende gehen, die Schienenprofile jedoch 5 cm vor der Modulkante enden.
    Da stehen dann keine Schienen beim Transport eventuell über, die man losreissen könnte.
    Nach dem Aufstellen der Module werden die dann erst justiert - was durch die Konstruktion der Fußgestelle erleichtet wird, da beide Stirnbretter auf dem Gestell stehen - und anschließend die Füllstücke eingelegt. Stromversorgung und Führung erfolgt über die Schienenverbinder, und sollte es doch mal dicke Backen in dem Bereich geben wird kurzerhand ein Schienennagel daneben gedrückt. Sind ja alles Holzschwellen.
    Der Vorteil dieser losen Stücke liegt unter anderem darin, das man Längenänderungen der Module damit ausgleichen kann, zur Not wird das Stück entsprechend gekürzt.
    Ich spreche da aus eigener Erfahrungen, bei meinem ersten 0m - Bahnhof, der dieses Jahr 24 Jahre alt wird - hatte ich seinerzeit Passformstücke angefertigt, die durchnummeriert waren.
    Aufgebaut, und als ich am nächsten Morgen in die Halle kam hatte ich an allen Übergängen Verwerfungen, da die Module geschrumpft waren.
    War dann aber kein Problemn, Schienenstück raus, etwas gekürzt und wieder eingesetzt.
    Und am nächsten Morgen das gleiche Spielchen noch einmal :D

  • Halli Hallo,

    Gießen im März 2020 - ausgefallen und auf Oktober 2020 verschoben.


    Was nun machen? Nur warten…. oder.....


    Ich habe da mal einen Geheimtipp:


    In Anbetracht der gegebenen Pandemie-Situation empfehle ich das Video von Gießen 2019 nochmal anzusehen.


    Auch wenn man das Video letztes Jahr schon mal angesehen haben sollte, erscheint es heute in der „Corona Zeit“ in einem ganz anderen Licht und lässt sich wirklich noch mal genießen.


    Damit bekommt eine Filmaufnahme der Veranstaltung noch mal eine ganz andere Bedeutung und "Halbwertszeit" und wir sehen, wie gut eine solche informative und gelungene Verfilmung der Anlagen, Aussteller incl. der geführten Interviews mit Nachhaltigkeit wirken kann. Also beleben wir 2019 nochmal neu...


    Siehe Link:


    https://youtu.be/2_aOs8Bi3UY


    Viel Spaß und Freude beim (nochmaligen) Ansehen.

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