Ideen gesucht... weil mein Kopf inzw. gar nix mehr hergeben mag

  • Servus H3x,



    Locarno in 0 hatte ich auch nicht im Sinn. Das war mein letzter Versuch irgendwas in H0 zu machen. Aber ist inzw. ad acta. Und ja, da kann man nur zuschauen wie lange Züge reinfahren, manchen Züge beim Kopfmachen zusehen und es gibt in Locardo tatsächlich ne kleine Lok die die Reisezüge zusammenstellt. Das wars! Landschaftlich wär's interessant, weil auf der einen Seite gehts steil den Berg hoch und auf der Vorseite kommt dann Urlaubslandschaft mit See. Da hätte man sich halt landschaftlich austoben können.



    Gruß
    Tschokko

    Bin zur FREMO:32 gewechselt aber halte mir die Option Null immer noch offen. Einfach ein klasse Maßstab!

  • Hi Tschokko,
    am besten Du machst als erstes eine Aufstellung was Dir wichtig ist:
    Stadt, Land, Industrie?
    Fahren, Rangieren?
    Epoche wegen der Fahrzeuglänge?
    Traditionelle Planung?
    Rundherum oder Point-to-Point?


    Die Kurven sind nicht Dein Feind, es gibt genügend optische Tricks (u. A. von Ivo Cordes). Wenn die Züge außen um Dich herumfahren wirken sie größer und wenn Du die Bögen überhöhst fällt der zu enge Radius noch weniger auf.


    Ich würde durch optische Trenner mehrere Szenen aufbauen, die die Züge durchfahren:
    z. B. Eine Bahhofseinfahrt und die Gleise schleichen sich unter einer Brücke um die Ecke und der eigentliche Bahnhof ist auf der Kulisse...
    Auf der anderen Seite ein Betonüberführungsbauwerk a la Stuttgart.
    Große Industriegebäude zwischen die die Züge sichtbar werden...


    Grüße. Jay, the K.

  • Hallo,


    ich bin jetzt erst auf den Thread aufmerksam geworden. Die Garage ist ja ein Riesenteil! Selbstverständlich muß vor die Tür eine Klappe und vor das Tor etwas herausnehmbares, aber das kriegt man schon hin. Kennst Du OOK's Planungsforum (http://157949.homepagemodules.de/)? Am besten stellst Dein Problem mal da ein.


    Herbert (Minimax)

  • Wie oben schon mal angedeutet, solltest Du Dir erst mal im Klaren sein, was Du willst. Der amerikanische Modellbahner John Armstrong empfahl dafür eine Liste von "givens" und "druthers". "Givens" sind Vorgaben, die nicht verhandelbar sind (Vorbild und Epoche zum Beispiel) und "druthers" ist ein Slangausdruck, den er womöglich aus einem Comic hat und der mit vollem Text "I d` rather" lautet (ich würde lieber), also das, was wünschenswert, aber nicht unbedingt erforderlich ist.


    Herbert

  • Ja, ich stimme vielen Posts zu, dass man sich erst einmal in die Spur 0 eindenken und eingewöhnen muss.


    Kurze Anekdote: Ich was als Schüler bei einem Kollegen meiner Mutter eingeladen, der hatte Spur 0 im Keller. Vorab dachte ich mir: Hat der wohl auch eine V 200 und eine große Dampflok und vielleicht schon eine E 03... Ich kam halt von H0 und hatte als Steppke schon all sowas, ich glaube 10 Lokomotiven waren mein Stolz.


    Ich kam in den Keller: Eine Pola T3, eine selbstgebaute kleine Diesellok, ein selbstgebauter Wismarer Schienenbus. An den Loks mal so 3...5 Wagen (oder verteilt auf der ganzen Anlage?). Ich weiß nicht mehr, ich denke 4 oder 5 Weichen. Selbstgebaut und genagelt. Heidebahn. Empfangsgebäude selbst vermessen und nachgebaut. Bäume und Büsche. Einen geschenkt bekommt, der Rest selbstgebaut.


    Jetzt etwas Betrieb. Zug kommt von der Strecke in den Bahnhof. Lok absetzen - nein GmP, also Güterwagen ans Ladegleis. Lok umsetzen. Hin und her und hin. Alles mit der Hand ab- und ankuppeln, halt Originalkupplung mit Federpuffern. ...


    War ich Steppke jetzt enttäuscht? Nein, ich war infiziert: Das war Eisenbahn!!! Das wollte ich auch. Nicht die große N-Anlage auf der Verbrauchermesse mit 10 gleichzeitig ratternden Zügen, sich im Großstadtbahnhof ruckartig in ihrer Hast ablösten. Wenig Jahre später bin ich dann auf "Null" umgestiegen.


    Oben genannter Raum war übrigens noch kleiner, als der hier zur Rede stehende.


    Weniger ist mehr!


    Hinsichtlich der Gleisplanfindung empfehle ich, sich mit den aktuellen gut illustrierten und kommentierten Heften und Broschüren zu befassen. Zum Beispiel das SNM Magazin oder die aktuellen Publikationen von OOK im Miba/Klartext Verlag.


    Gruß Kallisto

  • Und was ich noch vergessen habe:


    Die meisten Gleisplanvorschläge der etablierten Eisenbahnliteratur sind für uns Nuller ungeeignet, will sie in der H0- und kleiner Denke konzipiert sind. Hier geht es am Ende der Anlage immer mit 36 cm-Radius (oder so etwa) um die Ecke (offen oder verdeckt). Das klappt halt in Null nicht mehr...


    Tschüss
    Kallisto

  • Hallo Tschokko,


    Micha (SH Nuller) in Beitrag 12 und und Herbert (HFy) in Beitrag 24 haben es eigentlich schon auf den Punkt gebracht. Auch der Beitrag 23 von Herbert kann ggf. hilfreich sein.


    Beantworte zunächst für Dich die Frage, ob die Modellbahn das richtige Hobby ist.


    Wenn Du diese Frage mit einem überzeugenden JA beantworten kannst, wäre es sinnvoll alle Deine Ideen und Wünsche aufzuschreiben. Alle!
    (Zum Beispiel: Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn, Nordsee, Alpen, großes BW mit Drehscheibe und 15-ständigen Ringlokschuppen, Oberleitung, Kreisverkehr, riesiger Schattenbahnhof, Betonschwellen, Dampfloks, Dorf, Stadt, Fluss, Spur 0, Automatikbetrieb, rangieren usw.)


    Danach ordne die einzelnen Punkte in "must have" und "nice to have".


    Die "nice to have"-Liste kannst Du dann erst einmal beiseite legen.


    Jetzt kommen die begrenzenden Zwänge dazu: Raum, Zeit und Geld (und die eigenen Fähigkeiten).
    Ein Hartzer muss eine Anlage anders planen und umsetzen, als ein VW-Manager. (Ein Hartzer hat sicherlich viel Zeit, aber wohl wenig Platz und Geld, wohingegen ein VW-Manager Platz und Geld wahrscheinlich im Überfluss hat, aber wenig Zeit.)


    Man sollte immer mit dem Ist-Zustand planen, aber dabei nicht die Zukunft aus den Augen lassen, denn der Bau einer Anlage dauert seine Zeit.


    Die "must have"-Liste kommt nun auf den Prüfstand und wird sortiert.
    Frag Dich, was ist Dir wichtiger?
    Ist es z.B. die Spur 0 oder ist es z.B. ein großes BW mit Drehscheibe und 15-ständigen Riglokschuppen?
    Ist es z.B. der Automatikbetrieb oder ist es z.B. die Oberleitung?
    Sind es z.B. Betonschwellen oder ist es z.B. das Rangieren?


    Am Ende hast Du eine Liste, wo ein Punkt ganz oben steht, dem sich alle Punkte unterordnen (sollten).


    Wäre dieser Punkt z.B. die Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn und als begrenzender Zwang der Raum aus Beitrag 1, dann sollte - selbst wenn z.B. Spur 0 auf Platz 2 der Liste stände - die Anlage eher in TT ode N verwirklicht werden.


    Wenn Du dann noch mit Dir haderst, hast Du die Reihenfolge nicht korrekt festgelegt bzw. Dich selbst belogen.
    Dann nochmals von vorn bzw. müsste dann Spur 0 auf Platz 1 rücken und die Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn auf Platz 2.
    Da der Platz für die Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn nicht unbedingt großzügig bemessen ist, muss hier schlussendlich getrickst oder karikiert werden.
    Spur 0 hat dann Vorrang!


    Später können dann noch die "nice to have"-Punkte dazukommen.


    Durch dieses Vorgehen entwickelt sich ein Gleisplan fast automatisch und hier im Forum kann dann noch der "Feinschliff" erfolgen.


    Die Fragen selbst musst Du aber für Dich beantworten.



    Gruß
    Joachim


    (P.S. Stehen Betonschwellen am Ende ganz oben, würde ich schauen, in welchem Maßstab gibt es Betonschwellenweichen und -gleise oder bin ich mit meinen Fähigkeiten in der Lage Betonschwellen nachzubilden und wenn ja bis zu welchem Maßstab traue ich mir das zu oder gibt es jemanden, der mir Gleise und Weichen in Beton bauen/herstellen kann - Stichwort 3D-Druck - wie viel Zeit und Geld bin ich bereit für diesen Herzenswunsch zu investieren?)

  • Hallo,


    ich würde gar nichts planen. Ab in den Baumarkt Bretter kaufen Unterbau machen und loslegen. So bin ich vor 45 Jahren gestartet. Die Anlage wird regelmäßig neuen Wünschen angepaßt und umgebaut.


    Mein Raum beträgt immerhin 5x8 Meter an der Wand lang und das ist nicht gerade wenig.


    Fahrspaß innerhalb einer Woche :) Man kann natürlich auch planen und über Jahre daran Spaß haben.


    Wenn ich mir beim Hobby schon einen dicken Kopf mache wird das doch nie was.


    Gruss
    Michael

  • Servus Michael,


    "Ab in den Baumarkt Bretter kaufen Unterbau machen und loslegen."



    Ein Schenkel vom großen L steht schon und ja, ich werde vermutlich tatsächlich so vorgehen. :) Der Tipp mit den Gleismaterial auf Pappe übertrage ist genial ! Da kann man dann wirklich prima experimentieren, statt ewig am PC rumzuplanen. Das will ich gerne so angehen... dann noch ein Lenz Starter-Set und eigentlich kanns dann tatsächlich los gehen.


    Ach ja, allen Leuten hier schon mal ein riesen Dankeschön, wirklich viele tolle Tipps, auch grundsätzliche Tipps. Ich werde definitiv mal in mich gehen und Dinge festhalten ehe ich Geld in die Hand nehme. Pappe kostet nix und die Module will ich ja ohnehin bauen.


    Gruß
    Tschokko

    Bin zur FREMO:32 gewechselt aber halte mir die Option Null immer noch offen. Einfach ein klasse Maßstab!

  • Hallo Tschokko!


    Mir hat die Planung auch immer sehr viel Spaß gemacht. Aber ich muss zugeben, dass es oft Luftschlösser waren, weil die Spur 0 eben ihren Platz benötigt.


    Nun bin dann folgenden Weg gegangen: Ich habe einen Unterbau erreichtet, der einigermaßen dem entsprach, was flächentechnisch möglich war. So hat es nur noch ganz geringe Anpassungen gegeben.


    Zurück konkret zu deiner Situation:
    Kauf ein Startset und erst noch ein paar (gebrauchte) Gleise und Weichen. An Modelle kommt man über kurz oder lang immer dran (fast immer ;( ).
    So wirst du viel eher etwas auf die Beine stellen können. Ein paar überflüssige Gleise kann man schnell wieder los werden (ich habe aber bis heute noch immer ein paar zum Test von Alternativlösungen vorrätig . . . :whistling: ).


    Konkreter Vorschlag:
    Wie wäre es mit einem Ausschnitt (!) eines innerstädtischen Bahnhofs oder eines Industrieareals zwischen 2 Unterführungen. Diesen Bereich voll gestalten. Den Rest ggf. erstmal als "Trockenanlage" ausführen. Das wäre heute mein Weg für deinen Raum. Schau dir da mal etwas auf der Homepage von Becasse an. Gerade solche Motive mit Innenstadt- oder Industrieflair ermöglichen Chancen Übergänge zu Schattengleisen etc. zu kaschieren. Bei der Auswahl der Wagen nicht über die Umbauwagen y4g hinaus planen. Dann passt es.


    Viele, Grüße!
    Moritz

    Weniger ist (nicht) mehr ;) - schwer müssen sie sein - Stahlbahn Ep. V und drumherum...

  • Hallo Herbert, die Garage ist ja nicht schlecht, aber als Riesenteil, würde ich sie nicht unbedingt bezeichnen. Da kriegt man in 0 gerade einen kleinen Bhf. hin, der ja schon 5-6 m beansprucht.


    Gruß Micha :)

  • Das war ein wenig ironisch gemeint, aber tatsächlich kenne ich kaum jemanden, der soviel Platz hat (nun gut, die meisten bauen in H0). Der Raum ist ein wenig größer als der von Rolf Ertmers "REPA-Bahn II" in H0 und günstiger angelegt, weil er keine Fenster hat. Meine eigene 0-Anlage hat so viele Zentimeter Länge wie das Jahr Tage hat, und fast jedes Platzproblem läßt sich irgendwie lösen, und zumeist ohne Neuerfindung des Rades. Mit fehlendem Platz kämpfen unsere Hobbykollegen schon, seit unser Zeitvertreib nicht mehr nur für britische Landedelleute zugänglich war, die ihre Anlage über dem Pferdestall oder der Kutschengarage aufbauten. Wobei ich bei diesem Anlagenraum eher die Schwierigkeit darin sehe, die Wünsche zu zügeln und dann die Zeit zum Anlagenbau zu finden. Die einschränkenden Faktoren bei unserem Hobby sind Zeit und Geld, der Platz findet sich.


    Herbert

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