Tag-/Nacht-Simlation

  • Hallo zusammen,


    derzeit fummele ich ein wenig an meiner geplanten Tag-/Nacht-Raumlicht-Simulation herum. (Hier https://www.youtube.com/watch?v=QJmmmJCb6w8 ein kleines Video dazu, welches den ersten Funktionstest zeigt.)


    Ich setze auf die "klassische" weiße (5500 K), rote, blaue und warmweiße (3500 K) Beleuchtung.


    Ich tue mich äußerst schwer mit der richtigen Intensität und den richtigen Zeitpunkten wann welches Licht sinnvoll ist, um eine realistische Ausleuchtung zu erreichen.


    Hat jemand vielleicht schon Erfahrungen auf dem Gebiet und kann helfen?



    Gruß
    Joachim

  • Hallo zusammen,


    so wie es scheint, ist die Tag-/Nacht-Simulation ein Thema von dem niemand Ahnung hat, sein Wissen nicht teilen möchte oder allgemein uninteressant ist. Eben speziell.


    Vielleicht kommt der eine oder andere irgendwann ja doch noch auf den Geschmack, so dass ich hier einfach mal meine Überlegungen und Ansätze niederschreibe und vielleicht jemand davon profitieren kann.


    Die Tag-/Nacht-Simulation ist bei der Modellbahn zwar angekommen, wird aber nicht häufig angewendet und steckt irgendwie in der Entwicklung fest.
    Zumindest ist das mein Eindruck!
    Aquarianer und Terrarianer sind hier sehr viel weiter, da Tiere und Pflanzen häufig ein entsprechendes Habitat benötigen, um sich wohl zu fühlen.
    Also habe ich mir hier zunächst im Bereich des Lichtes einige Anregungen geholt.


    Die Zusammensetzung des LIchts besteht auch hier in der Hauptsache aus den drei Farben Weiß, Rot und Blau, jedoch werden hier diverse Abstufungen miteinander kombiniert und auch die Lichtmenge anders gehandhabt als bei der Modellbahn. Zum Teil ist der Anteil so klein, dass ich ihn - bei der Modellbahn - nicht berücksichtigen würde, um ein gewisses Maß zu wahren (z.B. eiskaltes Licht mit einem hohen Blauanteil mit 13.000 K mit 2,5 % Anteil am Gesamtlicht. Sicherlich für Blitze oder zum Hervorheben von Farben gut, aber der Aufwand rechnet sich nicht)


    Eine maßvolle Zusammensetzung wäre in meinen Augen:
    - 12,5 % Blau
    - 12,5 % Rot
    - 12,5 % Warmweiß mit hohem Rotanteil (3500 K)
    - 12,5 % neutrales Weiß mit leichtem Blauanteil (6500 K)
    - 12,5 % Warmweiß (4500 K)
    - 37,5 % Weiß (5500 K)


    Wenn man sich die Werte ansieht, wird man feststellen, dass man mit den gängigen - und bei der Modellbahn heute üblichen - RGB-Streifen an seine Grenzen stößt. Mit den RGB-Streifen wird man eine entsprechende Farbwiedergabe nicht erreichen können.


    Mit den üblichen 4 Kanälen kann man aber trotzdem auskommen.


    - Kanal 1: 12,5 % Blau
    - Kanal 2: 12,5 % Rot, 12,5 % Warmweiß mit hohem Rotanteil (3500 K)
    - Kanal 3: 12,5 % Warmweiß (4500 K), 12,5 % Weiß (5500 K)
    - Kanal 4: 12,5 % neutrales Weiß mit leichtem Blauanteil (6500 K), 25 % Weiß (5500 K)


    Bei der Modellbahn werden häufig "eckige" Kurven verwendet, die entsprechend abgehackt wirken. Ein weicher Übergang mit "runden" Kurven sollte harmonischer wirken.


    Hier arbeite ich dran und bin über jeden Hinweis dankbar.



    Gruß
    Joachim

  • Hallo Joachim,


    ich finde das Thema an sich und (deine) Überlegungen dazu durchaus interessant. Kann aber nichts dazu beitragen, da ich vor langer Zeit für mich beschlossen habe, Beleuchtung auf der Anlage und in Fahrzeugen muss (für mich) nicht sein, ich möchte unter Tagesbedingungen fahren, damit ich das, was ich gebaut habe, auch sehen kann. Für ein paar stimmungsvolle Bilder wäre mir der Aufwand bei einer Anlage zu groß.


    Ich möchte damit ausdrücklich keine Diskussion über Sinn und Zweck von Anlagen- und Fahrzeugbeleuchtung auslösen, deshalb habe ich lange überlegt, ob ich hier schreibe. Also jetzt nicht alle hier aufspringen nach dem Motto, das sehe ich aber anders, oder bei mir ist es genauso, etc.
    Ich fände es gut, wenn es eine Ideensammlung würde, die anderen Nullern irgendwann vielleicht eine Hilfestellung geben kann, wie sie die Sache später angehen wollen. Also Pionierarbeit, mach weiter...

    Gruß


    Jürgen (K)


    Nicht grübeln - mach es einfach, aber mach es einfach



    0-topia Dawerkusen
    - nächste Baustelle Weichenbau
    avatar_ekw.jpg

  • Hallo Joachim,


    aus einem andern Hobby hab' ich die Erfahrung mit LED-Beleuchtung gemacht, daß mein menschliches Auge mit dem reinen LED-Licht nicht wirklich viel anfangen kann -> die Beleuchtung war zwar immer schön, aber wirklich 'gesehen' hab' ich dabei eher wenig. War ein ziemlicher Rückschlag!


    Abhilfe hat geschaffen, wenn ich zum LED-Licht eine klassische Glühbirnen-Beleuchtung kombiniert habe. Dieser warme Grundton hat mein Auge zufrieden gemacht, und mit den LEDs hab' ich die Stimmungen gesetzt.


    Viel Spaß beim Experimentieren!


    Ciccio

  • Hallo zusammen,
    aus meiner Sicht funktioniert eine Tag-/Nacht Simulation recht gut mit folgenden Komponenten:


    1) LED Lichtstreifen mit regelbaren Lichtfarben (2700K-6500K) oberhalb der Anlage
    2) Lichttrafo für LED 12 oder 24 Volt
    3) An- und Ausschaltfunktion über Fernbedienung mit zuverlässiger Funk Signalübertragung bis 50 Meter Entfernung
    4) Frei einstellbare Lichtfarbe von Warmweiss 2700K bis Kaltweiss 6500K über Fernbedienung
    5) Funkfernbedienung mit Dimmfunktion von 0-100% der eingestellten Lichtfarbe


    Die vorgeschlagene Ausstattung hat Ihren Preis je nach installierter Länge der hochwertigen LED-Streifen, aber bietet aus meiner subjektiven Sicht das perfekte Licht für die Modellbahn.


    Freundlich grüßt
    spur-0-fan

    Freundliche Grüße :)

    Michael

  • Hallo Joachim,


    ich habe bei meiner früheren H0 Anlage für die Lichtsteurung Phillips Hue Lampen in Verbindung mit der Steuerung durch RocRail benutzt.Diese Software kann über Wlan und die Bridge von Hue die Lampen direkt ansteuern. Damit war vom Sonnenaufgang, wandern des Lichts bis Sonnenuntergang alles möglich. Auch Effekte wie Gewitter und so konnte man realisieren. Wie gesagt habe ich das früher genutzt. RocRail ist eine sehr dynamisch weiterentwickelte Software, in wie weit die Kompatibilität heutzutage noch besteht kann ich nicht sagen. Habe lange RocRail nicht mehr verfolgt da ich in Null bisher immer per Hand gefahren bin. Also schau bei Interesse mal rein.


    PS: hab mal eben nachgesehen, gibts noch: https://wiki.rocrail.net/doku.php?id=philips:hue-de

    freundliche Grüße


    Torsten



    In Spur 0 noch Neuling, sonst noch H0 3 Leiter

    Edited once, last by Toto: Link eingefügt ().

  • Guten Morgen Zusammen,


    ich habe mich in den letzten Wochen mit dem Thema Beleuchtung für Einzelmodule quasi als "Bühne" beschäftigt.


    Nicht nur bei den bekannten Elektronikfirmen ELV, Conrad usw bin ich auf LED Band-Beleuchtungen gestoßen, sondern durch Zufall auch im Billigramschladen ACTION.


    Dort findet man


    https://www.action.com/de-de/p/grundig-led-streifen-/


    https://www.action.com/de-de/p…r-multicolor-led-strip-2/


    Für einfache Zwecke eine preisgünstige Sache!


    Oder was sagt ihr dazu?


    Für eine Innenbeleuchtung von einem größeren Gebäude habe ich mir ein warmweißes LED-Band für wenige Euros mitgenommen. Das reicht dafür allemal.


    Schöne Grüße
    Norbert

  • Hallo,


    huib
    Aus Digikeijs werde ich leider nicht schlau, so dass ich mich da nicht ranwage. (Für Experimente ist es mir zu teuer!)
    Meine Anlage ist ca. 30 m lang. mit den 5 m LED-Streifen komme ich nicht hin. Eine Ergänzung um weitere 5 m würde auch nicht reichen (5 + 5 = 10). Die Lichtausbeute eines Streifens reicht in meinen Augen auch nicht, so dass ich bei meiner Anlage von mind. 12 x 5 m Streifen ausgehen würde. Ich glaube, dass ein digikeijs 4050 damit überfordert ist. Ich weiß nicht, ob und wie die Technik erweitert werden kann. Das Handbuch ist mau und auf der Website ist nichts zu finden. Auch nicht zur Programmierung oder wie man ggf. mehrere Geräte miteinander kombinieren/gleichschalten kann. Welche Werte haben die LED-Streifen? Wie viel Lumen? Wie viel Kelvin bzw. nm? Wie viel Watt?
    Die Dokumentation ist ...


    Ciccio
    Da gebe ich Dir Recht. LED-Licht ist meinen Augen sehr unangenehm und überdeckt andere Lichtquellen. Man kommt heute jedoch nicht mehr wirklich daran vorbei.
    Ich hoffe durch die Kombination der kaltweißen LEDs mit Warmweiß mit hohem Rotanteil (3500 K) und Warmweiß (4500 K) das Licht entsprechend natürlicher zu gestalten.
    Werde ich ggf. berücksichtigen. Danke für den Hinweis.


    spur-0-fan
    Ich bin ein Mann, altes Modell mit nur einem Prozessor und einem Kern. Ich kann mich immer nur auf eine Sache konzentrieren, so dass die Tag-/Nacht-Simulation automatisch laufen muss wärend ich meinen Zug fahre. Ich glaube auch nicht, dass man problemlos immer wieder manuell die gleichen Werte einstellen kann bzw. trifft.
    Die Lösung kommt - für mich - daher nicht in Frage.


    Toto
    Ich bin zwar kein Freund von RocRail, aber es hört sich interessant an. Ich werde mir das ganze mal näher anschauen.
    Vielen Dank für den Tipp.


    @Thoralf
    Das Miniatur Wunderland setzt auf eine Eigenentwicklung, die nicht käuflich zu erwerben ist.
    Scheidet also aus, aber danke für den Tipp.

    Edited 3 times, last by JoachimW: die grobem Rechtschraipfeler entfernt. ().

  • Hallo Norbert,


    für eine Hausbeleuchtung reicht das allemal.
    Gute Idee.


    Bei einer Raum-/Anlagenbeleuchtung würde ich eher auf mehr Wumms setzen bzw. Produkte einsetzen, wo die Leistungsdaten bekannt sind.
    Wer schon einmal auf einer Messe war oder sich eine der unzähligen Schauanlagen angeschaut hat, wird feststellen, dass bei der Ausleuchtung einer Anlage häufig Lampen und/oder Strahler zum Einsatz kommen, die ein wenig mehr leisten als NoName-LED-Streifen.
    Je heller das direkte Licht, desto besser die Farbkontraste und -wiedergabe.
    Ich glaube, dass kann auch jeder Fotograf bestätigen.


    Ich - persönlich - würde daher auch eher High Power LED-Leisten und lieber eine mehr einsetzen als auf NoName-LED-Streifen zu setzen, aber das ist meine ganz persönliche Meinung. (...aber auch ein Grund, warum mich Digikeijs nicht wirklich überzeugen kann.)



    Gruß
    Joachim

  • Hallo...


    aktuell beschäftige ich mich mit der Ausleuchtung meines Moba Zimmers und meiner kleinen Anlage.
    Bei meiner Beschäftigung mit der Led Technologie habe ich folgendes gelernt:


    (ich schreibe dies jetzt nicht als Fachmann, sondern als „Halbwissender“, so aus dem, was ich mir behalten habe, ohne nochmals technische Spezifikationen nachgeschlagen zu haben)


    Künstlich erzeugtes weißes Licht wird über mehrere techn. Einheiten beschrieben:
    Unter anderem:
    Kelvin, die Farbtemperatur
    1000k entspricht der Farbtemperatur einer Kerze
    7000k des Sonnenlichtes zu Mittag


    Die Fähigkeit, Farben „sichtbar“ zu machen, der CRI Wert (und dieser ist nicht so bekannt, hier trennt sich bei „gutem“ Licht die Spreu vom Weizen):
    CRI, Colour Index
    100 = Sonne
    99 = Licht, erzeugt durch Halogen Lampen
    größer / gleich 95 ist erforderlich für Gewerbe, bei denen Farbtreue eine hohe Rolle spielt, also Offsetdruck, Kosmetik, Textil
    <80, die gute alte Leuchtstoffröhre, ist zwar hell, aber das Licht ist komisch


    Im Led Bereich ist das eine Qualitätskennzahl, es gibt Led Stripes und Spots mit CRI > 95, u.a. Spots bei Philip, Stripes siehe: https://www.led-studien.de/


    Eine weitere Kennzahl ist die Lichtstärke / Intensität, Lumen,
    eine kleine Taschenlampe hat wenig Lumen, ein Strahler sehr viel.
    In der alten Analog Glühbirnen Welt (ja, die am Baum wachsen, smile), wußte man, wie hell eine 30 Watt oder 50 Watt Glühleuchte war.


    Noch zur CCT Technologie bei LED:
    Correlated Color Temprature
    Es gibt sogenannte Led Stripes oder auch Leuchten, die über diese Technologie verfügen.
    Damit kann man die Farbtemperatur einstellen, von 2000 bis 6700, je nach Modell.
    Dies ist wie folgt tech. realisiert: zwei Leds sind direkt nebeneinander, die eine mit 2000, die andere mit 6700. Über einen Controller wird gesteuert, wie hell jede von beiden leuchtet, damit kann man also mit allen Farbtemperaturen spielen.
    Damit aber die Lumen Leistung immer gleich ist, wird auch dieser Wert pro LED geregelt.


    Ich selber habe CCT Stripes getestet und finde, man bekommt über die Steuerung des Kelvin Wertes und der Helligkeit schöne unterschiedliche Atmospähren und somit Tag / Nacht / Übergangs Stimmungen.
    Achtung, CCT Stripes mit CRI = 90, das fand ich bescheiden, meine roten Donnerbüchsen sahen sehr komisch aus, wie gar nicht richtig da,
    CCT Stripes mit CRI 95, super, auch die Donnerbüchsen.


    Ok, benötigt man dann ein warmes Orange für den Sonnenuntergang, dann käme RGB ins Spiel, aber damit habe ich nicht weiter experimentiert, ich finde dies schnell zu unecht.
    Aber hier ist der eigene Geschmack gefragt.


    Zu Joachim, Beitrag 1 und 2: Ich würde nur die CCT Technologie einsetzen, mit einem guten CRI Wert, 95.
    Zu Ciccio, Beitrag 5, ja, genau, Deine Beobachtung bei Leds teile ich, wenn diese einen CRI Wert <= 90 haben. Gute Idee mit der Glühleuchten Kombi.


    Grüße, Stefan

  • Danke Joachim für Deine Gedanken, da hast Du recht, was die stärke der Beleuchtung angeht.
    Ich habe bei ACTION noch nicht auf die Daten der LED´s schauen können!


    Aber wie viel Lumen bzw Watt braucht man denn zur guten Ausleuchtung? Ich sage jetzt mal pro Meter?


    Schöne Grüße
    Norbert

  • Hallo Norbert,

    Danke Joachim für Deine Gedanken, da hast Du recht, was die stärke der Beleuchtung angeht.
    Ich habe bei ACTION noch nicht auf die Daten der LED´s schauen können!


    Aber wie viel Lumen bzw Watt braucht man denn zur guten Ausleuchtung? Ich sage jetzt mal pro Meter?


    Schöne Grüße
    Norbert


    das ist eine der kniffeligen Fragen, die mich beschäftigen:


    1. Welche LED-Leisten/Lampen sind für eine gute Ausleuchtung und zur Simulation eines realistischen Tagesablaufs geeignet?
    2. Welche Hardware/Schnittstelle kommt in Frage?
    3. Wie müssen die Werte gesetzt werden, wie sieht der Kurvenverlauf aus, um eine ordentliche Simulation hinzubekommen?
    4. Welche Software kann die Hardware/Lampen bzw. LEDs ansteuern?



    Gruß
    Joachim

  • Was in dem Zusammenhang noch mal ganz nett zu lesen ist ...


    https://www.trilux.com/de/bele…lle-wirkungen/tageslicht/



    Mann muss also zwei Dinge einstellen - die Farbtemperatur in (Kelvin) und die Helligkeit (Lux).


    Vielleicht mit einem Arduino und entsprechenden Endstufen + RGB-LED ?!?


    Früher hat man da wohl verschiedenfarbige gedimmte Leuchtstoffröhren genommen.


    VG, Stefan


    PS: Gerade noch mal in Richtung RocRail nachgelesen .... das ist Free Software mit den Phillips Hue Leuchten erscheint mir brauchbar einfach...

  • Hallo zusammen,


    welche Hardware gibt es auf dem Markt?


    Ich kenne bisher
    1. Uhlenbrock IntelliLight LED
    2. Fichtelbahn OneDMX
    3. Light@Night
    5. Digikeijs DR4050
    4. LS Digital DMX Interface
    5. Aquarienbeleuchtungen
    6. DMX
    7. ...


    Uhlenbrock IntelliLight habe ich vor Jahren mal verbaut und es damals für nicht ausgereift für mich bewertet. Damals wurden als Leuchtmittel noch Röhren verbaut, die man selbst nicht tauschen konnte und jedesmal die gesamte Einheit zu Uhlenbrock eingeschickt werden musste. kam sie nach Wochen wieder, war die nächste kaputt. Kam diese wieder...
    Auch die Programmierung war eher war für Profis als Plug and Play. Nach den Erfahrungen habe ich für mich beschlossen: Nie wieder Uhlenbrock IntelliLight.
    Inzwischen gibt es den Nachfolger IntelliLight LED und eine ausführliche Programmieranleitung.
    Das System ist Erweiterungsfähig, aber anscheinend nur noch Tageslicht tauglich. Auch sehen die LED-Leisten alles andere als Vertrauen erweckend aus.
    Durch meine Uhlenbrock-Vorgeschichte und die - in meinen Augen - schlechte technische Umsetzung kommt das System für mich auch heute nicht in Frage.


    Fichtelbahn OneDMX habe ich mir letztes Jahr auf der Intermodellbau angeschaut, konnte mich aber nicht überzeugen. Zum einen ist Basteln angesagt, zum anderen unterliegt es gewissen Beschränkungen bei der Leistungsfähigkeit der Dimmermodule. Würde man mit den hauseigenen Dimmermodulen eine Tag-/Nacht-Simulation umsetzen wollen, bräuchte man unzählige von diesen Modulen, was wahnsinnig ins Geld gehen würde.
    Setzt man fremde Dimmer ein, macht das Gesamtsystem keinen Sinn mehr, da man dann auch gleich eine andere Schnittstelle als OneDMX verwenden kann.
    Das System kommt daher für mich auch nicht in Frage.


    Light@Night habe ich getestet und bin daran verzweifelt. Ich habe es nicht zum Laufen gebracht. Entweder ist die Platine defekt oder - der wahrscheinlichere Fall, da er häufiger vorkommt - ich bin zu Blöd dafür. Das System ist - in meinen Augen (also eine rein subjektive Bewertung) - nicht für DAUs geeignet.
    Das System kommt daher nicht mehr für mich in Frage, obwohl ich anfangs davon begeistert war.
    Light@Night ist aber inzwischen auch in die Tage gekommen und es gibt heute - in meinen Augen - bessere Systeme, aber (wenn es denn funktioniert) hat Light@Night sicherlich seine Berechtigung auf dem Markt.


    Zu Digikeijs DR4050 habe ich weiter oben schon etwas geschrieben.
    Ich bin nicht wirklich davon überzeugt, aber man liest häufig, dass es gut funktioniert und seinen Zweck erfüllt.
    Wem es reicht, dem würde ich es dann auch empfehlen. Für mich ist es nichts.


    Das DMX Interface von LS Digital ist hingegen richtiggehend für DAUs konzipiert, also für mich!
    Im Prinzip ist es ein normales DMX-Interface an das normale Dimmer angeschlossen werden einfach für Modellbahner und DAUs aufbereitet. Die Verkabelung ist einfach, die Inbetriebnahme ist einfach und das System ist erweiterbar. Ziemlich durchdacht in meinen Augen. Ich habe das System getestet und konnte nach etwa einer halben Stunde eine lauffähige Tag-/Nacht-Steuerung umsetzen. Ich bin begeistert und werde dieses System mit größter Wahrscheinlichkeit auch bei mir einsetzen.
    Das einzige System, für das ich eine klare Kaufempfehlung abgeben würde.


    Es gibt einige Aquarienbeleuchtungssysteme, die auch eine Tag-/Nacht-Simulation ermöglichen.
    Stellvertretend sei hier LEDaquaristik genannt. Das System ist in meinen Augen noch mehr auf DAUs ausgelegt, als das System von LS Digital. Ich finde es zumindest total genial, total einfach.
    Wo viel "Licht" ist, ist aber leider auch Schatten. Das System ist nicht erweiterbar. Die Gesamtleistung beläuft sich auf 240 W bei 12 V bzw. auf 480 W bei 24 V. Das reicht für kleine bis vielleicht mittelgroße Anlagen. Für große Anlagen ist das System leider nicht ausgelegt, aber man muss verteidigend auch sagen, dass es ja eigentlich für Aquarien gedacht ist.
    Setzt man keine High Power LED-Leisten ein, reicht die Leistung auch für große Anlagen aus.
    Ich kann das System daher auch empfehlen.


    Wer nun gar nichts mit den vorgenannten Systemen anfangen kann, kann sich im Profilbereich umschauen. DMX ist ein Protokoll (wie z.B. TCP/IP) mit dem Lichttechnik (z.B. in Theatern) angesteuert wird. Fichtelbahn, Light@Night und LS Digital nutzen das Protokoll auch für ihre Lichtansteuerung. Da das Protokoll offen ist und sich im professionellen Veranstaltungsbereich durchgesetzt hat, gibt es auch enstprechend viele Controller, Dimmer und freie Software zur Ansteuerung.


    Wer sich die Arbeit sparen möchte den Dschungel zu durchforsten und zu testen was am besten geeignet ist und was nicht, der sollte eher auf LS Digital oder Aquaristik setzen. Wer keine Angst davor hat bzw. kein DAU ist, der sollte sich hiermit ruhig mal beschäftigen.


    Zu RocRail und Philips HUE kann ich gar nichts sagen und andere Systeme kenne ich nicht.
    Vielleicht gibt es noch andere Systeme, die auch einer Betrachtung Wert wären. Es wäre schön, wenn jemand diese vorstellen könnte.



    Gruß
    Joachim

  • Hallo,


    das Thema hattest Du ja vor zwei Jahren im Stummi-Forum schon mal ausgiebig diskutiert - war da nix passendes dabei ? Der Link, den ich damals dort gepostet habe, scheint inzwischen leider nicht mehr zu passen ...


    Viele Grüße, Bodo

  • Moin,

    Wer nun gar nichts mit den vorgenannten Systemen anfangen kann, kann sich im Profilbereich umschauen. DMX ist ein Protokoll (wie z.B. TCP/IP) mit dem Lichttechnik (z.B. in Theatern) angesteuert wird. Fichtelbahn, Light@Night und LS Digital nutzen das Protokoll auch für ihre Lichtansteuerung. Da das Protokoll offen ist und sich im professionellen Veranstaltungsbereich durchgesetzt hat, gibt es auch enstprechend viele Controller, Dimmer und freie Software zur Ansteuerung.


    Wer sich die Arbeit sparen möchte den Dschungel zu durchforsten und zu testen was am besten geeignet ist und was nicht, der sollte eher auf LS Digital oder Aquaristik setzen. Wer keine Angst davor hat bzw. kein DAU ist, der sollte sich hiermit ruhig mal beschäftigen.


    Zu RocRail und Philips HUE kann ich gar nichts sagen und andere Systeme kenne ich nicht.
    Vielleicht gibt es noch andere Systeme, die auch einer Betrachtung Wert wären. Es wäre schön, wenn jemand diese vorstellen könnte.


    Aktuell verstehe ich Dein Problem nicht - kannst Du Dich nicht entscheiden welcher Weg der sinnvollste ist ?
    Magst Du nichts ausprobieren ?


    Was hindert Dich z.B. nen Arduino & nen Lötkolben in die Hand zu nehmen und Dir das zu bauen - was Du gern hättest wenn nichts passendes dabei ist?
    Was brauchst Du ?


    Und was wirst Du nun tun ?


    Grüße,
    Stefan

  • Hallo Bodo,


    meine Eingangsfrage zielte darauf ab, wie ein Lichtverlauf aussehen könnte.


    Danach habe ich meine Überlegungen zur Lichtzusammensetzung dargelegt.


    Dann driftete das Thema in Richtung Hardware ab.


    Der Frage welche LEDs oder Lampen überhaupt geeignet wären habe ich einige weitere Fragen die mich umtreiben/umtrieben hinzugefügt.


    Um das Thema weiter zu vertiefen und dem einen oder anderen vielleicht damit zu helfen, habe ich dann versucht einen (unvollständigen) Überblick der Systeme auf dem Markt zu geben und versucht die - von mir rein subjektiv empfundenen - Vor und Nachteile aufzulisten, mit der Bitte diese Übersicht zu ergänzen, wenn jemand noch andere Systeme kennt.


    Zu Deiner Frage:
    Damals kannte ich die Systeme von Fichtelbahn und LS Digital noch nicht und war (und bin es auch noch weiterhin) offen für jedes System, welches meine Anforderungen erfüllen kann.
    Inzwischen habe ich mir die Systeme von Fichtelbahn und LS Digital angeschaut (siehe Beitrag 16, den Verweis auf die letzte Intermodellbau) und mich für das System von LS Digital entschieden, denn es erfüllt meine bescheidenen Anforderungen.
    Die Komponenten liegen vor mir und ich bastele derzeit daran rum.


    Wir können gerne wieder zurück zum eigentlichen Thema/zu meiner Eingangsfrage kommen:
    Wie sollte/könnte ein Lichtverlauf einer Tag-/Nacht.-Simulation aussehen?
    Wie sollten/Könnten die Werte für 4 Lampen/Kanäle gesetzt werden, damit ein realistischer Tagesablauf abgebildet wird?



    Gruß
    Joachim

  • Hallo Joachim,

    Wie sollte/könnte ein Lichtverlauf einer Tag-/Nacht.-Simulation aussehen?
    Wie sollten/Könnten die Werte für 4 Lampen/Kanäle gesetzt werden, damit ein realistischer Tagesablauf abgebildet wird?

    Aus meiner Sicht bietet mein Beitrag [15] hier einen entsprechenden Anhaltspunkt.


    Die genauen Parameter kann Dir vermutlich keiner geben - die musst Du empirisch auf Basis der gegebenen Parameter Deiner Leuchtmittel ermitteln.
    Ohne es genau zu wissen - aber vielleicht kannst Du mit irgendeiner Händy-App die Farbtemperatur des Lichts aufnehmen und so eine Tabelle ermittel über die Du dann Interpolierst.


    LG, Stefan

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!