Eine Nachzüglerin - BR 50 Vorläufer

  • Werte Mitleser,
    vor einigen Tagen ist nun auch bei mir eine nagelneue BR 50 eingetroffen. Verwöhnt durch mehrere 1 : 45 Dampfer aus einer anderen Schmiede muss ich dennoch sagen, das die BR 50 von Lenz ein tolles Modell ist und ich die Lobpreisungen für diese Lok voll bestätigen kann. Kleinigkeiten können natürlich immer einmal auftreten, und so bemerkte ich, dass bei meinem Exemplar die Räder des Vorläufers gelegentlich stehen blieben, vorwiegend in einem R2-Bogen. Ursache waren aber nicht wie zunächst vermutet die Kolbenschutzrohre, sondern die Deichsel schien nicht ausreichend auf die Schienen zu drücken. Um die Vorspannung der Feder, die den Vorläufer herunterdrückt, etwas zu erhöhen, demontierte ich ihn und stellte fest, dass die Feder recht straff und ihr Weg konstruktionsbedingt begrenzt ist, sodass an dieser Stelle gar nichts zu verändern war.




    Um dennoch zu erreichen, dass der Vorläufer etwas stärker auf die Schienenoberfläche drückt, schnitt ich aus einem Bronzefederblech von 0,6 mm Dicke ein passendes rechteckiges Stück zurecht und fixierte es mit ein wenig Ponal an der Stelle, wo der federnde Pilz des Vorläufers aufsetzt und horizontal in den Bögen ausschwenkt. Durch diese Maßnahme wird der gesamte vertikale Weg des Vorläufers um die 0,6 mm Blechdicke nach unten verlagert und die Adhäsion der beiden Räder so erhöht, dass sie permanent drehen. Abschließend noch je ein Tropfen Öl auf die Radlager, und das war's auch schon.






    In einem zweiten Arbeitsgang habe ich noch die unteren Verstrebungen der Befestigungen der „Witte-Ohren“ gekürzt, um diese vorbildgetreu senkrecht zu stellen.



    Jetzt genieße ich aber erst einmal den Betrieb mit dem Neuzugang, vorzugsweise das sehr schöne originalgetreue Bremsgeräusch.


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