(?) Begrasungsgerät

  • Hallo Arnold,


    ich hatte es schon befürchtet... Die Bausätze 1668 und 1669 liegen hier nich rum, die 1667 war beim Händler seinerzeit ausverkauft. Wird mir also nur übrig bleiben das ganze in 0 selber zu bauen... wo kann ich zusätzliche Tageszeit bestewllen damit ich täglich mal konsequent dran bleiben kann? :-(


    Viele Grüße
    Sebastian Woelk

  • Hallo,


    ich möchte dieses Thema mal aufgreifen. Ich muss in ein paar Wochen wieder ein paar neue Stellen auf meinen Modulen begrasen und beschäftige mich seit ein paar Tagen intensiver mit dem Thema.


    Ich habe Erfahrungen mit folgenden Geräten:


    - Fliegenklatsche/Eigenbau

    - Grasmaster NOCH (erste Version)

    - RTS Greenkeeper 55kV


    Das Ergebnis einer Begrasung hängt von vielen Faktoren wie Gerät, Spannung (elektrisches Feld), Fasern, Kleber und Handhabung ab.


    Hier (mit einem Markengerät, ich schreibe bewußt nicht welches) habe ich wohl so ziemlich alles falsch gemacht:




    Man kann zu diesem Thema zig Videos zu Eigenbaugeräten und zu Vergleichstests finden. Dabei haben sich zwei Fragen aufgetan:


    - wieso erzielen manche Kollegen bessere Ergebnisse mit dem (alten) Grasmaster, wenn der Becher (und somit der Abstand der Pole) zueinander verkürzt wird?

    - wieso bringt NOCH gerade eine neue Version des Grasmasters heraus, der mit 16kV noch immer weit unter den Spannung von anderen Herstellen liegt?


    Wenn man sich manche Eigenbauten anschaut, dann stehen einem die FasernHaare zu Berge, zum einem wegen der teilweisen fürchterlichen Ergebnisse und zum anderen, wegen der Gefahren, denen man sich bei einigen Geräten aussetzt. Übrigens sollte man solche Bauanleitungen nicht publizieren, ohne auf die Gefahren hinzuweisen. Ich habe mich im Studium in den Fächern Hochspannungstechnik oder auch Messtechnik mit diesen Themen beschäftigt und in den 90er Jahren taten 20kV genauso weh wie heute. :-) Ich weiß also, was ich tue.


    Um meine Fragen zu beantworten habe ich mir ein elektrisches Feld mit 15-20kV aufgebaut. Grundlage waren ein Brett und Weißleim. Angefangen habe ich mit sehr kurzen Fasern (keine Ahnung, warum ich die in der Bastelkiste hatte).




    Das Ergebnis war erwartungsgemäß optimal. Man erkennt schon ein paar längere Fasern, die sich im übernächsten Test hier noch "gepflanzt" hatten.


    Den nächsten Test habe ich mit 6mm Fasern gemacht. Auch hier haben sind ein paar lange Fasern unter das Volk gemischt.





    Gespannt war ich auf das Ergebnis mit den 12mm Fasern. Auch hier ist das Ergebnis optimal.





    Dann habe ich 12mm Fasern auf die vorhandenen 12mm Fasern gebracht und diese mit einer anderen Farbe verlängert.



    Auch dies war kein Problem.


    Ich habe diese Ergebnisse mit einem Gerät für unter 6 EUR (Negative Ionen Generator, 12V Eingangsspannung) erzielt und mir dabei keine Gedanken über den "richtigen" Kleber oder Untergrund gemacht. Ich kann nicht mal sagen, von welchem Hersteller die Fasern sind.


    Subjektives (!) Fazit:


    - der Abstand und somit die Lage des elektrischen Feldes sind maßgebend

    - auch die 12mm Fasern müssen keine Herausforderung sein

    - da man die Fasern "verlängern" kann, ist es nicht kriegsentscheidend, welche Länge das jeweilige Gerät "schafft"

    - ich habe zwar die Möglichkeit die Siebe zu wechseln berücksichtigt, aber diese Option hätte ich mir sparen können, denn ich habe die 6 und 12mm Fasern mit ein und dem selben Sieb (2,5mm Maschenweite, 0,7mm Drahtdurchmesser) aufgebracht.

    - der Vorteil von Wechselgläsern, den einer der bekannten Hersteller bietet, ist für mich nicht wirklich wichtig. Bei mir sammeln sich zwar nach dem Begrasen ein paar Fasern im Becher ab, aber die kann ich einfach entfernen oder eben drinlassen, denn ich baue keinen Golfplatz und bei einer Wildgras-Bepflanzung sind unterschiedliche Fasern ja willkommen

    - elektrische Fliegenklatschen sollen man zum Klatschen und nicht zum Begrasen verwenden

    - ein Begrasungsgerät liefert nur die Technik für das Begrasen und garantiert keine perfekten Ergebnisse, denn es braucht noch das Auge für guten Landschaftsbau

  • Hier (mit einem Markengerät, ich schreibe bewußt nicht welches) habe ich wohl so ziemlich alles falsch gemacht:

    Hallo Jörg,


    alles eine Ansicht der Betrachtung. Die Natur spiegelt es wieder. Trotzdem, schöne Bilder.;)

  • Einen wunderschönen guten Tag, hallo Jörg


    Ich begebe mich mal auf Glatteis und versuche mal zu dem Thema Begrasungsgerät meine kleine Sichtweise aufzuzeigen.

    Ich bin der Meinung den Geräten wird zu viel Bedeutung im Landschaftsbau zugeschrieben.

    Den ja es gibt da tolle Vorführungen und ja auch tolle Ergebnisse.

    Aber die Mischung ist es und auch wie man ihn am besten anwendet .

    Auch nicht das stärkste Gerät muss es sein , grad lange Fasern haben die Angewohnheit sich nach der Zeit der Erdanziehung sich zu beugen.

    Benutz auch mal ein Nissenkamm und etwas Haarspray.

    Aber auch da ist der Weg so unterschiedlich und da gibt es verschiedene Methoden.

    Aber schauen wir uns doch einmal in der Natur um und grad beim Rasen oder Grünflächen gibt es unendlich viele Unterschiede. Beispiel, englischer Rasen hat eine Höhe von 5-6cm , bildetet den einmal in Spur 0 nach.

    Die ersten zwei Bilder sind echter Rasen .....


    Ich fertige auch ganze Flächen auf Packpapier vor ( Bild Nr. 8 welche später in die Landschaft eingepflegt werden.




    Mit freundlichen Grüßen

    Lothar


    Spur Null Galerie aus Rheinsberg












  • Es ging in meinem Beitrag nur um die Technik. Ich zitiere mich mal selber:

    ein Begrasungsgerät liefert nur die Technik für das Begrasen und garantiert keine perfekten Ergebnisse, denn es braucht noch das Auge für guten Landschaftsbau

    Ich habe deshalb nur ein paar Quadratzentimeter begrast, um die Ergebnisse zu zeigen.


    Übrigens ist die Nutzung von Haarspray ein oft gemachter Fehler. Haarspray verklebt widerspenstige Haare und macht das auch mit Grasfasern und anderen Materialien des Landschaftbaus. Haarspray bleibt klebrig und zieht anschließend lange Zeit sehr erfolgreich Staub an.

  • Hallo Jörg


    Diese Erfahrung habe ich bisher nicht gemacht , ich richte das Gras mit dem Nissenkamm auf und sprühe von ca 20-30 cm die Fläche mit wenig Spray ein. Feiner Nebel!!!!!!!

    Ich benutze ich welches ( habe da einige Frauen interviewt) welche die Haare nicht verklebt.

    Aber gut jeder hat da so seine Erfahrung gemacht und es sind nicht immer gleich Fehler .


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • Mir geht es - wie gesagt - um die Technik. Und ich denke sehr wohl, dass die elektrostatische Bearbeitung große Bedeutung hat! Ist nicht auf jedem der Bilder, die Du hier täglich postest auch irgendwo ein Elektrostat zum Einsatz gekommen? Und sei es bei der Herstellung einzelner Büschel.


    Ich habe mir einfach ein paar Fragen gestellt, mich deshalb mal wieder mit dem Thema beschäftigt und mir die Fragen beantwortet. Ich bin mit meinen Ergebnissen sehr zufrieden auch wenn ich diese hier nicht zeige. De hier gezeigten Bilder haben damit gar nichts zu tun. Was die zeigen sollen habe ich ja bereits geschrieben.


    Mehr gibt es von meiner Seite zu diesem Thema nicht zu sagen.

  • Ja richtig, ich poste hier täglich Fotos und ist dass wieder schlimm


    Ja ich benutze auch für Flächen ein Begrasungsgerät ( Hilfsmittel)


    Ja ich benutze auch gekaufte Grasmatten


    Ja ich benutze auch die Hand für kleine Flächen oder zum auffüllen Löchern in der Rasenfläche.Aber auch für Büschel z.B. im Gleisbereich


    Ja es gelingt mir an manchen Stellen nicht alles sofort.


    Ja ich bin der Meinung die Mischung macht es .


    Ja ich bin auch der Meinung viele können es besser


    Ja , mehr fällt mir jetzt nicht ein.


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • Hey Ihr beiden,


    Ihr steht gerade voreinander wie zwei Ziegenböckchen, guckt Euch mit gesenktem Haupt in die Augen und jeden Augenblick will einer losstürmen und den anderen.... Im Geiste höre ich schon, wie sich Euer Gehörn mit einem lauten "Klong" ineinander verhakt und Ihr aneinander rumzerrt...


    Lassen wir die Metapher aus der Tierwelt und freuen uns doch besser am Hobby!


    Ihr habt doch sicher beide Recht, der TO mit seinen Ausführungen zur Technik und die Spur Null Galerie mit den Erfahrungen aus der Praxis und den Tipps zur Anwendung. Ja, das ist nicht direkt zur Technik passend, ergänzt das Thema aber prima mit gemachten Erfahrungen.


    Mir jedenfalls habt Ihr beide sehr interessante Einblicke in das Thema gegeben und mir, der ich ein Landschaftsbau-Legastheniker bin (ich kriege das einfach nicht hin...), wieder mal viele Tipps gegeben. Danke dafür!


    Reicht Euch bitte die Hand und macht weiter mit dem interessanten Thema! Bitte!


    Freundlicher Gruß

    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Einen wunderschönen guten Tag



    Mensch mit dem Haarspray habe ich je wieder voll ins schwarze getroffen und da habe mich da halt von der Damenwelt beraten lassen. Welches das Haar nicht so stark verkleben läßt sondern mehr stärkt . Wurde ich da falsch beraten !!!!!!

    Aber bitte denkt jetzt nicht ich gehe über jede Anlage vor dem Catwalk mit der Haarspray- Keule.( was sollen die Maulwürfe dazu sagen ).

    Ich benutze es hin und wieder für hartnäckige Stellen und mit großen Abstand und was ich nicht erwischen möchte wird abgedeckt .

    Aber den Nissenkamm und den Staubsauger ( in der kleinsten Blas und Saugstellung benutze ich öfters...... Grund um es wieder aufzurichten.

    Ich hoffe ich habe mein Kopf jetzt aus der Schlinge gezogen!


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar


    P.s. Ich hoffe ihr habt eure Freude und es macht Spaß sich über andere lustig zu machen.

  • Mehr gibt es von meiner Seite zu diesem Thema nicht zu sagen.

    Hallo in die Runde,


    hat nicht Jörg im Beitrag # 28 diesbezüglich eine klare Ansage gemacht ?

    Wieso muß dann noch einmal und noch einmal und immer weiter

    "Haarspray in´s Feuer" gegossen werden :thumbdown::thumbdown::thumbdown:


    fragt sich mit einem Kopfschütteln

    Arnold

  • Ich frage mich vor allem, wie albern das ist Tipps mit verärgerten Reaktionen zu begegnen - ich sehe von Lothar tolle Bilder und schöne Beispiele.


    Wem es nicht gefällt ... der muss es ja so nicht machen ...


    Das erinnert mich an den einen festgepinnten Eintrag im DSO Streitereien Märklin vs. X bitte wo anders austragen.


    Macht doch einfach einen Bogen um die Beiträge von Lothar - oder die Beiträge von anderen wenn es nicht passt oder persönliche Nasenfaktoren Objektivität verhindern.


    Mann - da denkt man man hätte Erwachsene gestandene Männer um sich und ein GEMEINSAMES Hobby.


    *Grummel*

  • Hallo,


    ich benutze auch gern (parfümfreien) Haarlack oder Haarspray, zum Beispiel um kleine Blätter, Blüten oder Ähren darzustellen.

    Dazu die Flächen flach einsprühen, dass die nur die oberen Enden der Halme etwas abbekommen, dann direkt mit einem feinen Puderzuckersieb den Turf satt aufstreuen. Nach ein paar Minuten mit dem Akkusauger das überschüssige Flock wieder entfernen und eventuell mit weiteren Farben wiederholen.

    Hier mal ein etwas dürftiges Foto:

    Grasbueschel-8.jpg


    Dass der Haarlack/Spray klebrig bleibt oder Staub anzieht konnte ich in über 10 Jahren nicht beobachten. Allerdings achte ich auf trockene Umgebung.

    Die Klebekraft ist auch nicht verloren gegangen.


    Grüße


    H3x

    Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.


    Mein Spur 0 Blog: 1durch45.de

  • Hallo zusammen,



    recht herzlichen Dank für die vielen vielen Ergänzungen. Ich hätte nicht gedacht, dass jemand den Faden nach so langer Zeit nochmal hervorholt. Da habe ich dann auch noch weitere Anregungen.


    Wegen anderer Verpflichtungen im Ehrenamt komme ich momentan nur zu nichts... :-( Ich denke im Winter habe ich dann wieder mehr Zeit um mich an euren vielen wertvollen Tipps so nach und nach mal zu probieren. Danke auch an Lothar, schon mit Deinen Beiträgen aus der Illusionsreihe lieferst Du mir sehr viele Beispiele, das sind definitiv so viele, ich weiß garnicht wo ich anfangen soll.



    Viele Grüße

    Sebastian Woelk

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