Herkat Entkuppler

  • Werte Mitleser,
    da ich im Gegensatz zu früheren (H0-)Zeiten viel Spass am Rangieren gefunden habe, ist mir aufgefallen, dass die Trennung von Waggons im Zugverband, die ich bisher manuell vorgenommen habe, mehr oder weniger immer an denselben Stellen auf der Anlage, vorwiegend auf den beiden Ladegleisen erfolgt. Genau dort aber ist die Rampe so hoch, dass ich mit meinem zurecht gebogenem Kunststoffprofil, das mir mal ein sehr freundlicher Forumskollege geschenkt hat, nicht richtig an die Kupplungen heran komme. Für Abhilfe soll nun der Einbau von ein paar stationären Entkupplern sorgen.


    Mutig habe ich mir deshalb ein 5er-Pack Herkat Entkuppler 2702 für € 59,90.- gekauft, in der Hoffnung, dass diese eigentlich für H0 bestimmten Entkuppler auch die Lenz-Kupplungen trennen. Momentan befinde ich mich zwar noch in der Versuchsphase, kann aber schon sagen, dass die Herkat-Entkuppler auch für Lenz offenbar sehr gut geeignet sind. Bereits bei 12 Volt ziehen die Spulen den Eisenkern kraftvoll in die Höhe und trennen zuverlässig die Waggons. Auf den beiden Ladegleisen habe ich je zwei Entkuppler eingebaut, im Abstand von 30 cm. Da ich digital fahre, aber analog schalte, benutze ich geregelte Gleichspannung von 12 Volt, da gibt es kein Brummen, man hört nur einen kurzen Klack und der (Rest-)Zug kann abfahren.


    Der Stellweg kann sehr gut eingestellt werden, allerdings habe ich die Entkupplungsbohle verbreitert, indem ich einen Streifen Federbronze ausgeschnitten und auf die vorhandene aufgeklebt habe. Zunächst muss ich noch diverse Versuche machen, demnächst werde ich aber ein kleines Video einstellen.





  • Hallo Michael!


    Genau mein Thema - hier liegen auch noch 2 dieser Entkuppler und ich schalte auch analog. Ich freue mich schon auf Bilder etc.!


    Schönen Feiertag!

  • Danke für die gute Idee!


    Die Herkat Entkuppler dürften preisgünstiger sein, als die Lenz-Entkuppler schätze ich mal.


    Ich habe mir für meine Anlage überlegt, dass ich wohl stationäre aber manuell zu bedienende Entkuppler bauen werde. So in der Art, wie man die Weichen auch über Schweissdrähte und Lüsterklemmen stellen kann.


    Gruß


    Thoralf

  • "Die Herkats sehen den guten alten REPAs ziemlich ähnlich..."


    Die Repas hatten den Vorteil dass sich die Bohle nicht horizontal verdrehen konnte
    da 2 Führungsstifte angebracht waren!


    Gruss
    Werner

  • Die Repas hatten den Vorteil dass sich die Bohle nicht horizontal verdrehen konnte
    da 2 Führungsstifte angebracht waren!

    Hallo Werner, auch der "Herkat" kann sich horizontal nicht drehen, weil (allerdings nur) ein Führungsstift das wirksam verhindert. Das wichtigste, worauf es gerade für uns Nuller ankommt, ist die Durchzugskraft. Bevor ich mich für Herkat entschieden hatte, habe ich mich in diversen Foren belesen, und da kam der Herkat trotz seiner äußeren Ähnlichkeit mit dem Repa deutlich besser weg.

  • Hallo in die Runde,


    wie wäre es denn mit einem Servoantrieb?


    Mit dem Ruderhorn könnte doch auch eine Kuppelmechanik die Kupplungen trennen. Ein Servo kann dann auch genau in der Bewegungshöhe eingestellt werden. Auch die Geschwindigkeit ist einstellbar. Mit einem ESU Servo Dekoder konnte ich schon so einiges ausprobieren,dieser Vorschlag ist bis heute von mir leider noch nicht realisiert worden,vieleicht versucht sich einer mal so. Ich denke dies müsste funktionieren.


    Herkart ist alt bewert. :rolleyes: Ein Servo kann mehr. :thumbup:


    Grüße Franky aus "Waldau" 8)

  • Herkart ist alt bewert. :rolleyes: Ein Servo kann mehr. :thumbup:


    Grüße Franky aus "Waldau" 8)

    Hallo Franky,
    Ich finde Servos auch klasse, benutze sie auch für meine Schuppentore und später für die Bahnschranken. Zum Entkuppeln scheint mir aber der praktische und finanzielle Aufwand nicht verhältnismäßig, was natürlich absolut Ansichtssache ist ;)

  • Hier nun die angekündigte Fortsetzung meiner Experimente mit dem Herkat-Entkuppler.
    Der Einbau geht schnell und unkompliziert vonstatten, zunächst muss ein Loch von 6mm gebohrt, und dann die Spule von unten an die Anlagenplatte geschraubt werden. Etwas fummelig sind die beiden sehr schlanken aber dennoch ausreichend starken Schrauben, mit einem entsprechen feinen Schraubenzieher geht es ganz gut. Dann wird von oben die Entkupplerbohle eingesetzt, danach wiederum von unten der Eisenkern auf die Achse geschraubt. Je tiefer der Eisenkern eingeschraubt wird, desto geringer ist das Spiel und desto weniger wird sich die Bohle bei elektrischer Erregung nach oben bewegen.


    Da wir bei Spur 0 sind, müssen wir die Länge des Führungsstiftes, der das horizontale Drehen der Bohle verhindert, voll ausnutzen. Das bedeutet, dass der Eisenkern, auf den der Führungsstift aufgesetzt wird, nur so weit aufgeschraubt werden sollte, dass sich der Stift bei am Gleis liegender Bohle gerade noch, aber trotzdem sicher in der Öse befindet. Dadurch wird erreicht, dass der Hebeweg der Bohle für Spur 0 ausreichend groß ist. Hört sich kompliziert an, ist aber absolut simpel und selbsterklärend.




    Die folgenden beiden Videos zeigen die Zuverlässigkeit der Entkupplungsfunktion. Wegen der relativ hohen Laderampen ist es etwas gewöhnungsbedürftig, im "Blindflug" mit den zu trennenden Kupplungen genau auf den Bohlen zu landen, hier hilft es aber, sich Bezugspunkte einzuprägen, sei es Laternenmasten, Transportkisten oder Ähnliches. Nach meinen bisherigen Erfahrungen funktionieren die Herkat-Kupplungen bei unserer Spur genauso einwandfrei wie bei H0.


    https://www.youtube.com/watch?v=T_dZIZfxGf4&feature=g-crec-u


    Beim zweiten Video ist der konstante Bremsweg der Lok so eingestellt, dass die Kupplung des Posti genau auf der Bohle zum stehen kommt (ABC-Bremsen)


    https://www.youtube.com/watch?v=_kQObDuYMUY&feature=g-crec-u

    Gruß, Michael

    Edited 2 times, last by minicooper: Habe nach dem Chaos bei Imagebanana erneut die Fotos ohne Hoster eingestellt. ().

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!