Bahnhof Oybin in 0e

  • Hallo,


    bisher war ich hier nur stiller Mitleser, jetzt möchte ich mich aktiv beteiligen und eure Meinungen zu meinen Planungen hören.


    Seit einigen Jahren baue ich Fahrzeuge und Gebäude im Maßstab 1:45. Vorbild ist die sächsische Schmalspurbahn zwischen Zittau und Oybin.


    Entstanden sind unter anderem das Stellwerk Bertsdorf


    der Güterschuppen von Oybin


    das Empfangsgebäude von Oybin


    und das passende Wasserhaus dazu


    Als nächstes möchte ich den Bahnhof Oybin auf einer Modul- bzw. Segmentanlage im Modell erschaffen. Im Moment befinde ich mich noch in der Phase der Ideensammlung um auszuloten, was geht und was ich besser bleiben lassen sollte.


    Der Bahnhof Oybin hatte eine wechselvolle Geschichte. In den Anfangsjahren nach 1890, also noch unter der Privatbahn ZOJE, besaß der Bahnhof nur 3 Gleise. Der linke Anbau am EG diente damals als Güterschuppen. Nach der Verstaatlichung 1906 wurde der Bahnhof um ein 4. Gleis erweitert (hier ganz unten gibt es ein Bild davon). Da das immer noch nicht für den gestiegenen Verkehr ausreichte, erfolgten in den Jahren danach größere Umbauten. Es entstand das Gleis 5 mit dem neuen Güterschuppen gegenüber dem EG und weitere Abstellgleise hinter dem EG. Hier
    findet man einen Gleisplan von 1910, der das große Ausmaß des Bahnhofs zeigt. 1913 wurde dann schließlich der 2-gleisige Betrieb zwischen Zittau Vorstadt und Oybin aufgenommen. Nach mehreren Rückbauten (die ersten 1944, später dann mit Einstellung des Güterverkehrs in den 1960er und sinkendem Verkehr in der 1970er Jahren) sind heute nur noch die Gleise 2 (als Bahnsteiggleis) und 4 (als
    Umsetzgleis) sowie ein Stumpfgleis am Güterschuppen (ehemals Gleis 5) erhalten.


    Ich habe mir einmal die Zeit genommen und den heutigen Bahnhof bei Google Maps vermessen. Von der Einfahrweiche bis zum Prellbock sind es ungefähr 290m, was in 1:45 stolze 6,44m wären - eindeutig zu viel. Ich will das ganze etwas bescheidener umsetzen, 3 Gleise (also ähnlich heute) sollten reichen, möglichst nahe am Original, aber nicht alles 100% exakt einem originalen Zeitpunkt entsprechend. Das Gesamtbild muss stimmen.


    Fahrzeugtechnisch bin ich wie folgt aufgestellt: Eigenbauten vierachsiger Personen- und Güterwagen, aber auch kurze Zweiachser aus der Zeit der königlich sächsischen Staatseisenbahnen. Dazu noch zwei einfache Rollwagen (ebenfalls Eigenbau aus Messingprofilen).




    Die Modulbreite ist mit 50cm geplant, die maximale Gesamtlänge ungefähr 3m. Die Gleise sollen möglichst nicht alle durchweg nur parallel zur Anlagenkante verlaufen. Wie in 1:1 stehen EG und Wasserhaus in Flucht und der Güterschuppen (ebenfalls Halbreliefgebäude) gegenüber dem EG. Die Ausfahrt liegt in einer leichter Linkskurve, im Anschluss soll das Oybintal mit Wiesen, dem Sowag-Wasserhaus, Felsen und Bäumen folgen.
    Der Gleisabstand soll 89mm betragen, was dem Original von ca. 4,0m entspricht und für das Lichtraumprofil 0e von 70mm ausreicht. Die Gleislänge soll für einen Personenzug mit 4 Vierachsern ausreichen - 1135mm plus Lok (IV K ca. 200mm). Die Gleislage soll möglichst nah am Original bleiben. Ich möchte die 3 Gleise 2, 4 und 5 bauen, eventuell noch das Stumpfgleis 4 (später Gleis 10) nördlich des EG (dort befand sich in den Anfangsjahren die Ladestraße. Bedingt durch die Halbreliefgebäude habe ich dort aber keinen Platz bis zum Anlagenrand.


    Eine Doppelkreuzungsweiche, im Original in Gleis 3, wandert bei mir nach Gleis 4, das nachfolgende Stumpfgleis dient als Abstellgleis für mindesten 2 lange Wagen.
    Wohin mit dem Güterschuppen? Entweder vor oder hinter die Weiche in Gleis 5. Das südliche Stumpfgleis 5 könnte ich als Ladestraße/Rampe nutzen, denn am Originalplatz nördlich ist kein Platz.


    Hier einmal ein erster Entwurf mit eingezeichneten Gebäuden:


    Als Gleismaterial möchte ich das Schienenprofil Code 100 oder Code 125 verbauen. Alle Weichen sollen handgestellt sein. Wie problematisch sind die Weichen von Peco R610mm bei den Henke-Fahrzeugen IV K/VI K? Meine 994511 mit 4 Wagen schaffte in Testfahrten die Piko A-Gleis Radien R3 und R2 (422mm), die Piko Weiche hat 15° R908mm, was auch gut läuft. Alternativ gibt es ja noch von Peco H0 Code 100 Weichen mit R914mm, auch DKW, diese müsste ich "umschwellen" oder bis kurz vor Unkenntlichkeit "einkiesen". Weichen vonWenz bzw. Henke schrecken mich wegen dem hohen Aufwand zum Eigenbau ab.


    Ich denke, das ist erst einmal genug für heute.


    VG
    Stephan

  • Hi Stephan,


    Deine Gebäude treffen die Vorbilder gut. Diese kenne ich seit 1978; seither bereise ich die Oberlausitz und Sachsen fast regelmäßig. Ich selbst befasse mich mit sächsischer Schmalspur u.a. in 0e Epoche 2 seit 1992, ab 2000 im Schmalspur Ring Sachsen ( https://www.schmalspurig-sachsen.de/ ). Vielleicht könne wir uns bei Gelegenheit kurzschließen.


    Viele Grüße aus dem hessischen Frankfurt am Main
    Rainer

  • Moinsen!


    Zunächst einmal freut es mich, dass solch ein Projekt angegangen und hier gezeigt wird! :thumbup:
    Selber bin ich ja auch 0e-Bahner, allerdings mit Schwerpunkt bei der Prignitzer Kleinbahn. Siehe auch hier: [Schmalspur] Der Bahnhof Kyritz in 0e


    Bei der drastischen Längenreduktion deines Bahnhofs bin ich allerdings skeptisch, ob die (scheinbar) maßstäblich umgesetzten Gebäude dann noch wirken und ob die Fahrzeuge noch "eine gute Figur" machen, wenn die (vom Vorbild ausgehend) zu kurzen Züge im Bahnhof stehen.


    Weichen vonWenz bzw. Henke schrecken mich wegen dem hohen Aufwand zum Eigenbau ab.


    Okay, Wenz-Weichen sind eine Herausforderung, aber die Henke-Weichen bauen sich wirklich gut. Habe gerade heute Abend eine zusammen gesteckt. Top!


    Wie problematisch sind die Weichen von Peco R610mm bei den Henke-Fahrzeugen IV K/VI K?


    Technisch grenzwertig, optisch ein Dilemma! Fahrzeuge wie die IVK laufen durch die kurzen Peco-Weichen recht gut, es sieht aber nicht gut aus! Die VIK wird die Weichen wohl auch durchfahren, allerdings wohl nur "unter Protest".
    Auch die recht langen sächsischen Reisezugwagen dürften als Zuggarnitur die Weichen zwar durchlaufen, aber auch hier ist das optisch kein Genuss!


    Was schließt sich eigentlich links an deinen Bahnhof an? Das obere Gleis kannst du nämlich nur bedienen wenn du das Streckengleis für Rangierfahrten mit benutzt ...




    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



    _____________________________________________________________________________________________________________________________________________


    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

  • Hallo Stephan,


    ich glaube wir (die Westsächsische 0e Freunde) hatten über unseren Stammtisch in Zwickau schon
    Kontakt miteinander.
    Deine wunderschönen Gebäude waren damals ja schon im Entstehen.
    Wenn du mit Henke Gleis inkl. Weichen bauen möchtest, was dem Vorbild natürlich am nächsten kommt,
    ist der Platzbedarf ganz schön groß. Für die, die nicht ganz so viele Platz haben, gibt es auf Basis des Piko
    A-Gleis auch noch eine Alternative. Als Gleis nehmen wir aber durchweg Henke Material. Das hat sich bei
    nun mittlerweile 70 Meter Modullänge mit vielen Bahnhöfen und Anschlüssen bewährt. Mit der nötigen
    Patina ergibt das schon eine sehr realistische Wirkung.
    Vielleicht schaffst du es dieses Jahr nach Gießen zu kommen, da sind wir mit einem Modularragement
    vertreten und dabei kann man ja mal wieder in Erfahrungsaustausch treten.


    Also bis bald


    Grüße Reinhard

  • Hallo Stephan,


    willkommen hier im Forum.
    Deine Gebäude finde ich toll.
    Wäre es möglich, Deinen geplanten Bahnhof noch etwas zu verlängern?
    Ich habe auch Peco Gleismaterial verwendet und finde es ok, auch wenn es mit Originalgleisen nicht soviel zu tun hat wie Thomas ja schon geschrieben hat.

    Technisch grenzwertig, optisch ein Dilemma!

    Die VI K kommt i.d.R. ganz gut durch die Peco Weichen. Die eine oder andere Entgleisung passiert allerdings doch.
    Weiterhin viel Spaß.


    Viele Grüße
    Robert

  • Hallo Stephan
    Bei der Qualität deiner Gebäude,würde ich die Schwellenroste und Weichenbausätze von Henke verwenden.Die Gleise von Peco ,da stimmen die Schwellen und Kleineisen nicht,kann man nur im verdeckten Bereich einbauen.Wenn man die Weichen von Peco umbaut,wie vom Eisenbahn-Journal (Super-Modellbahnanlagen Teil 2)dargelegt ist,kann man diese auch einbauen.Habe auf meiner Modulanlage eine eingebaut,es gibt auch keine Probleme mit der VIK von Henke,auch meine VIIK fährt ohne Problem durch die Weiche,und optisch sieht es gar nicht schlecht aus.Wenn du Fragen hast über PN,bin noch mit Dampf bis 06.02 .2020 unterwegs.



    Gruß Dietmar

  • Hallo,


    das sind ja viele Antworten. Vielen Dank für eure Rückmeldungen.
    Also der Reihe nach:


    Schmalspur Ring Sachsen

    Hallo Rainer, ja die Anlage vom Schmalspurring Sachsen kenne ich von einer Ausstellung. Ich glaube aber, an die Qualtität von Fahrzeug- und Anlagenbau komme ich bei weitem nicht heran.


    Technisch grenzwertig

    Hallo Thomas, was meinst du mit technisch grenzwertig bei den Peco-Weichen? Wenn man die Weichenzungen elektrisch sauber vom Herzstück trennt und dieses per Umschalter (BluePoint Weichenschalter o. ä.) mit Spannung versorgt, sollte das doch funktionieren.


    Was schließt sich eigentlich links an deinen Bahnhof an?

    Da zitiere ich mich mal selbst:

    im Anschluss soll das Oybintal mit Wiesen, dem Sowag-Wasserhaus, Felsen und Bäumen folgen.

    Wie in Echt soll es in großer Rechtskurve in die weite Welt hinausgehen. Aber darüber mache ich mir jetzt noch keine Gedanken. Das Stumpfgleis könnte ich auch von rechts anbinden (ähnlich wie den Gleisen 8/9 im verlinkten Gleisplan von 1910. Dann wäre dort auch noch etwas Platz für eine Ladestraße.


    Westsächsische 0e Freunde

    Hallo Reinhard, ja, in Zwickau bin ich bei euch schon gewesen, auch wenn es eine Weile her ist. Manchmal habe ich überlegt, vorbei zuschauen - aber die Zeit fehlte. Und dazu die Autobahnbaustellen um Dresden der letzten Jahre nahmen jeden Funken Hoffnung.

    auf Basis des Piko A-Gleis auch noch eine Alternative

    Weichen? Gibt es da irgendwelche Umbausätze? Ich finde das Piko-Schienenprofil zu schmal, im Vergleich dazu sehen ein paar Henke-Schwellen mit Peco-Profil um Welten besser aus, es wirkt nicht so zierlich. Die Henke-Weichen scheinen ja betriebssicher zu sein. Sind sie wirklich so einfach zu bauen, wie Thomas schrieb?


    Wäre es möglich, Deinen geplanten Bahnhof noch etwas zu verlängern?

    Hallo Robert, die Länge ist noch nicht endgültig festgelegt. Bevor ich irgendwelchen schnellen Pfusch mache, wollte ich euch hier nach Risiken und Nebenwirkungen befragen. In meinem gezeichneten Gleisplan sind die beiden Weichen zwischen Gleis 2 und 4 bereits welche mit mittlerem Radius (914mm), die Peco DKW hat auch irgendwas >800mm, nur die Nebengleise sind mit den engen Radien versehen.


    Viele Grüße
    Stephan

  • Hallo Stephan,
    bezüglich der Länge Deines Bahnhofs halte ich 3 m für etwas arg kurz. Wenn irgend möglich, würde ich ihn soweit wie möglich verlängern.
    Was das Gleismaterial angeht, sind natürlich Selbstbaugleise- und Weichen vorzuziehen.
    Ich habe Peco Material im Einsatz und hatte bis jetzt noch keine Probleme in ca. 20 Jahren. Der Selbstbau der Weichen war mir zu aufwendig
    Was ab und an vorkommt ist, dass sich Schmutz zwischen den Weichenzungen und Backenschienen ansammelt, dann bleiben die Loks stehen. Dann muss man putzen. Ich habe auch keine polarisierten Herzstücke. Vielleicht bin ich ein "Glückspilz". :D
    Letztendlich musst Du das für Dich entscheiden. Tipps und Anregungen bekommst Du hier mit Sicherheit.
    Viele Grüße
    Robert

  • Hallo Stephan
    Habe etwas Zeit ,es sind Bilder aus meinen Archiv,wo ich die Peco -Weiche in einer meiner Module eingebaut habe.Wo ist das optische Dilemma,kann ich nicht feststellen,vieleicht bei den Einheitswagen aber man sieht es immer aus der eigene Perspektive.







    Gruß Dietmar

  • Hallo,


    da ich mit dem Gleisplan nicht so recht weiter wußte, habe ich mich einer anderen angefangenen Baustelle gewidmet. Vor gut 5 Jahren begann ich, auf einem Modul (1,40m x 0,40m) den Bahnhof Lohsdorf der Schwarzbachbahn nachzubauen. Der Bauzustand bis vor etwa zweieinhalb Wochen: Alle Schwellen sind verlegt und die Backen- und Zungenschienen der Weiche fertig gefeilt - so stand der Modulkasten seit 5 Jahren in der Ecke:


    Das Gleismaterial in allen seinen Einzelteilen hatte ich damals bei Wenz gekauft. Einfach um zu testen, wie es optisch aussieht und wieviel Arbeit dahinter steckt.


    Der heutige Zustand im Überblick:


    Und die Weiche im Detail:


    Das Gleis ist mit Peco Code 100 Profilen gebaut, alles in Rostbraun gestrichen. Die Weiche ist die kurze Version (260mm lang, 12°) und sieht recht gut aus. Ich denke ein guter Kompromiss zwischen dem engem Abzweigradius bei Peco 0e und maßstäblicher Umsetzung.
    Alles ist elektrisch verdrahtet und positiv getestet. Meine kurze MagicTrain Köf fährt einwandfrei über die Weiche, auch die Wagen machen keine Probleme. Der Gleisbauendzustand ist noch nicht erreicht, es fehlen noch die Schienenlaschen und natürlich der Schotter.
    Mein Fazit: Die Gleisbausätze sind gut beschrieben und mit etwas Übung machbar, das gerade Gleis relativ zügig gebaut. Die Weiche war schon recht aufwändig und stellenweise ziemliche Frickelei. Da bleibe ich bei meiner Meinung: Kann man machen, muss man aber nicht. Ich habe vor allem an Erfahrung gewonnen: Für den geplanten Bahnhof Oybin werde ich die geraden Gleise selber bauen, nicht aber die Weichen. Da bin ich noch nicht bei einer abschließenden Lösung angekommen. Gut Ding will eben weile haben.


    Hier noch ein Bild, so wie es später einmal in Lohsdorf aussehen soll:


    VG
    Stephan

  • Hallo Stephan,
    ich finde gut, dass du dein Probemodul "Lohsdorf" nun zum Üben weitergebaut hast.
    Den Gleise für Oybin selbst zu bauen, ist eine gute Entscheidung. Wenn du nicht das Wenz-Gleis nageln willst, besorge dir doch die wirklich guten Henke-0e-Schwellen und ziehe dann das Code 100 Profil in die angegossenen Kleineisen ein. Geht recht passabel - wobei auch Übung und Erfahrung den "Meister" machen. Ich habe mir dafür eine Lehre gebaut.
    Zum Weichenbau habe ich dir ja meine Erfahrungen mitgeteilt … Nur keine Scheu! Auch das geht mit umgenagelten Peco-H0-Weichen zügig von der Hand.
    Ich wünsche dir jedenfalls ein gute Hand bei der Entscheidung zum "Was und Wie" und dann natürlich eine glückliche Hand beim bauen.
    Bitte berichte weiter von deinen Fortschritten.


    Beste Grüße!

    Lutz Friedrich


    Schmalspur im Nordwesten Brandenburgs: POLLO - Brandenburgs einzigartige Schmalspurbahn,
    2023 - Schmalspurdampf vom 13. bis 21.05.2022 zu Himmelfahrt - 30 Jahre PKML e.V. www.pollo.de


    „Berlin für Anfänger: Tiergarten ist ein Park, Tierpark ist ein zoologischer Garten, Zoologischer Garten ist kein Park. Alle drei sind Bahnhöfe.“

  • Hallo Lutz,


    danke für deine Antwort.


    Die Henke-Schwellen kenne ich, da habe ich mir vor Jahren mal einige besorgt. Diese sind wirklich sehr leicht mit Schienenprofilen zu bestücken und sehr schnell fertig zum Verlegen.
    Zum Verlegen des Wenz-Gleises habe ich die Lehren von Wenz benutzt, die sind gut dafür geeignet.


    Ich habe mich heute ans Einschottern gemacht - erstmal ein kleines 8cm langes Probegleisstück auf einer separaten Sperrholzplatte. Ich habe zwei Sorten Schotter vorrätig: Basalt und Granit. Mit dem Basaltschotter hatte ich vor Jahren für die MagicTrain-Spielanlage der Kinder die schlechte Erfahrung gemacht, dass der wasserfeste Weißleim zum Kleben diesen eigentlich grauen Echtsteinschotter schwarz färbt und ich nachträglich mit erdbrauner Farbe nachhelfen musste:



    Den Granitschotter habe ich heute wieder mit Weißleim geklebt - was anderes hatte ich nicht vorrätig. Mal sehen, wie es morgen fertig aussieht. Dann gibt es auch Bilder davon. Ansonsten werde ich anderen Schotterkleber zum Testen ordern müssen und mich erst dann ans Einschottern von Lohsdorf wagen.


    VG
    Stephan

  • Hallo Stephan,

    ich verwende auch Basaltschotter, anfangs wurde der auch schwarz. Dann kam der Versuch: Ich habe dem Kleber braune Abtönfarbe beigemischt, das Ergebnis ist jetzt eine leichte bräunliche Färbung, wie man es vorfindet, wenn der Schotter schon länger liegt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Stephan,


    vielleicht kann die Farbgebung des Schotters beim Vorbild (hier Sachsen, Freital-Hainsberg) als Anregung dienen.




    Man könnte entsprechend verschiedene Schottersorten mischen, um eine entsprechende Farbgebung zu bekommen.




    Was den Kleber angeht, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Latexbindemittel, Tiefengrund, Wasser/Weißleim, Spezialkleber diverser Modellbahnhersteller …
    Ich selbst habe nie etwas anderes verwendet, als Wasser/Weißleim, so dass ich hier keine Empfehlung aussprechen kann. Das funktioniert und daher habe ich nie das Bedürfnis gehabt etwas anderes zu testen.
    Wenn Du mit Wasser/Weißleim nicht zufrieden bist, dann teste einfach die verschiedenen Kleber mit dem Schotter, den du letztlich verwenden willst.
    Jeder bewertet Schotter und Kleber anders.
    Das Nachdunkeln kommt durch den Staubanteil des Schotters. Dieser wird - je nach Kleber - mal mehr, mal weniger sozusagen aus- bzw. weggespühlt.




    Gruß
    Joachim

  • JoachimW:


    Hallo Joachim,


    der Schotter gefällt mir richtig gut. Was mir aber noch mehr ins Auge fällt ist die Darstellung des Feldes (?) und des Weges über der Bahntrasse. Kannst du mir verraten, wie du das gemacht hast? Damit habe ich aktuell die größten Probleme.


    Gruß Markus

  • Hallo Markus,


    das "Feld" ist kein Feld, sondern soll links Brachland und auf der rechten Seite Zierrasen werden (daher der abgeklebte Bereich- hier steht später ein Zaun).


    Den Untergrund streiche ich in der Regel erdfarbend mit einer Dispersionsfarbe. (Die kann man sich selbst anmischen oder - wie ich es meist mache - eine fertig angemischte Farbe nutzen, die gerade "in" ist - ist jedes Jahr eine andere bzw. hat jedes Jahr einen anderen Namen, daher keine Empfehlung meinerseits.)
    Danach trage ich Erdreich auf und klebe dies - genauso wie den Schotter - mit Wasser/Weißleim. Die Erde hole ich vom Feld und siebe sie direkt auf das Modul. Kein Backofen, kein entkeimen oder ähnliches. Man soll es kaum glauben, aber das funktioniert!
    Für die Wege nutze ich häufig Mineralbeton (auch direkt auf das Modul gesiebt) oder Wegekies von ASOA. Natürlich wieder mit Wasser/Weißleim geklebt.
    Die Ränder sind mit feinem Woodland Turf gestaltet, geklebt mit...


    Soweit die Vorbereitung des Untergrundes.


    Gruß
    joachim

  • Hallo,


    nach langer Pause ging es am Modul Lohsdorf weiter. Nachdem ich endlich den passenden Schotter gefunden hatte, wurden zuerst die Gleise eingeschottert. Schüttbahnsteig und Ladestraße wurden mit Schaumstoffplatten auf die erforderliche Höhe gebracht. Dort soll später noch feiner Sand drauf, der anschließend farblich behandelt wird. Außerdem erhielt der Bahnsteig vorbildgerecht eine Kante aus Pflastersteinen. Insgesamt wurden 231 der kleinen Steinchen (3x3mm) aufgeklebt.


    Hier ein paar Fotos:




    Viele Grüße

    Stephan

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