Dampflokomotiven unter 1000 Euro

  • Hallo Forum,


    Preise und Technologie sollten aus meiner Sicht im Verhältnis stehen. Drum finde ich diese Eure Schwelle von 1.000 EUR für Dampfloks recht interessant. Ich komm' gleich drauf:


    [Dieseleinschub EIN]: Ein Lokhersteller hat zu mir mal gesagt: 'eine vierachsige Diesellok kann ich jeden Tag herstellen'. Heißt: ist verdammt viel einfacher zu bauen als eine Dampflok, und von der Basis-Technik fertig entwickelt - oder?
    Für die V90 lagen die angebotenen Preise zuletzt so etwa zwischen 1.700 und 2.400 EUR! Das ist grob 3 x so viel, wie der LENZ für eine 4-achsige Diesellok verlangt hat! Und schwupps, war die Nachfrage geplättet!


    Sagt mal, an welcher Stelle bin ich denn hier falsch abgebogen? Was, Messing?!? Wer von uns armen Sündern hat denn da jemals danach gerufen??? Und wer von Euch Herstellen glaubt denn, daß diese armen Sünder über Nacht alle reich geworden sind?
    [Dieseleinschub AUS]


    Armes Deutschland


    meint


    der Ciccio

  • Es war ein empfohlener Preis.
    Eigentlich wurde 44 für 1200 verkauft, aber in vielen Geschäften in den USA konnte es für 999 gekauft werden.

    Die Preisreduktion hängt wahrscheinlich mit der Nachfrage zusammen.
    Kennen wi ja auch von deutschen Herstellern, dann werden die Loks regelgerecht verramscht.
    Beispiel gefällig - Kisss V300, wurde für 699,00 in einer Abkaufaktion erstanden.

  • Hallo liebe Modellbahnfreunde


    Ist ein recht interessanter Gedankendank hier.


    Zur 44:


    Das in Europa die 44 von Busch teurer verkauft wird, hat wahrscheinlich mehrere Gründe. Zum einen kommen dort Steuern noch drauf, zweitens wird Busch auch Kosten gehabt haben, um überhaupt
    die Lok in der EU zu verkaufen.


    Da die 44 nicht in der EU gefertigt wurde, sondern importiert werden musste, durfte Busch höchstwahrscheinlich gegenüber den Einfuhrbehörden nachweisen, dass die 44 mit den
    EU-Richtlinien, die für sie relevant sind, konform ist. Leider verschlingt solch ein Prozess immer Geld und gerade bei Importgütern die irgendwas elektrisches haben, schauen die Behörden doch sehr genau hin.
    (in der Regel, wollen wir mal nicht von dem ganzen Schwarzzeugs auf diversen Plattformen reden)


    Wenn man das Ganze auf die Stückzahlen umrechnet, ist der Preis doch einigermaßen gerechtfertigt. Busch hat auch Mitarbeiter, Busch muss auch für die BG zahlen etc.


    Ich möchte Busch nicht verteidigen, aber man übersieht ganz schnell solche Dinge.


    allgemein


    Da mittlerweile selbst in N für Dampfloks über 400 Euro verlangt werden, glaube ich kaum noch, dass in Zukunft deutsche Dampfloks unter 1000 Euro zu haben sind.


    Man sieht schon bei Lenz, in welchen Bereichen sich Dampfloks bewegen. Das wird auch nicht durch KM1 besser.


    Mann kann jetzt viel darüber diskutieren, bringen wird es nichts. Null war niemals für die breite Masse bestimmt und jeder der Null nutzt, sollte wissen, dass es doch eine kostspielige
    Spurweite ist. Entweder man ist bereit, dies zu akzeptieren, oder man sollte es lassen. Selbst die Lenz Artikel sind nicht gerade billig. In H0 oder TT oder N oder Z bekomme ich mehr für das Geld.


    Wenn ich mir anschaue, was an Material in einer anderen Spurweite vorhanden ist, kann ich nur noch sagen, man ist übervoll. Es ist eindeutig zu viel.


    Genau das ist doch der Reiz an Null, bedingt durch Raumnot und finanziellen Rahmenbedingungen, ist hier keine Orgie möglich.


    Lieber ein Jahr für ein Modell sparen und sich darüber freuen. Empfinde ich schöner.


    Gruß
    sebisr

  • Wenn wir mal zurücksehen welche Dampfer gab es denn unter 1000€:
    BR64
    BR24
    BR89
    Die BR24 und BR89 liegen bereits bei 1000€, somit kann man sie fast nicht mehr als "unter 1000€" sehen.
    Was manche hier vergessen, die BR64 ist bereits 10 Jahre alt, die BR24 knapp 5 Jahre. Die BR24 entstand teilweise aus bestehenden Bauteilen/Formen/Konstruktionen der BR64. In den 10 Jahren haben sich nicht nur unsere Gehälter/Wohnkosten/.... erhöht sondern auch die der Arbeiter in Asien.


    In den anderen Spuren ist es nicht anders, hat man vor 10 Jahren noch eine digitalisierte H0 Dampflok für 200€-250€ bekommen, liegt man heute schon bei 400€ bis zu 700€ (Brawa). Ebenso ist es auch bei Spur1, wo Märklin Dampfer in Mischbauweise liefert, auch hier gab es Loks unter 1000€, heute wird man keine mehr finden (außer die älteren gebrauchten).


    Großspuren sind eben teurer als die kleinen, Lenz hat vor ca. 15 Jahren den Einstieg in die Spur0 mit bezahlbaren Modellen erleichtert, aber 15 Jahre sind eben 15 Jahre. Die Chancen dass es noch viele Loks unter 1000€ geben wird sind sehr gering.


    Sieht man sich mal den Markt an, dann kann man annehmen, dass seit der V20 der Markt immer mehr gesättigt ist. An Neuware gibt es noch genug an V20, BR50, BR94. Mit jedem neuen Modell wird die Anzahl der lagernden Modelle größer, speziell wenn noch mehrere Hersteller mit zum Teil baugleichen Modellen den Markt beliefern.


    Selbst meine vor über 10 Jahren gekauften Güterwagen von Lenz sind in den Jahren um ca 25% - 30% gestiegen, als gebraucht verkauft bekam ich mehr als ich damals bezahlte.


    Wenn jemand keine 1000€ für einen Dampfer ausgeben will, muss wohl oder übel auf gebrauchte Schnäppchen ehemaliger Hersteller warten oder sich eines der noch immer verfügbaren Kunststoffmodelle umsteigen, auch die können für kleines Geld erworben, getunt, digitalisiert werden.


    Ansonsten muss man sich vielleicht doch überlegen, ob die Spur0 das richtige Hobby/Spurgröße für meinen Geldbeutel ist oder sich nach einem anderen umsieht.

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

  • Hallo Gaerlind,


    welche nicht mehr nachzuvollziehenden Argumente willst Du denn noch anbringen?
    Ich verstehe die ganze Diskussion hier schon eine ganze Weile nicht mehr. Geht es darum, wie man am besten Geld spart, oder geht es noch um unser schönes Hobby?
    Wenn ich das Geld nicht habe, dann kann ich mir eben eine Lok für mehr als 1000 Euro nicht kaufen. Ich habe mir vor vielen Jahren auch an den Vitrinen von M&L die Nase platt gedrückt, weil mich deren Spur-1-Modelle faszinierten. Leisten konnte ich mir die nie (und wollte es auch heute nicht). Habe ich damals gejammert? NEIN! Trotzdem habe ich mich gefreut, dass es solche tollen Modelle gibt.
    Daher verstehe ich rumnörgeln gerade nicht so ganz. Leute, überlegt mal wo wir herkommen und wie es vor noch zehn Jahren ausgesehen hat...


    Nachdenkliche Grüße
    Stefan

  • Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern und lasst uns sachlich antworten und nicht mit, such dir ein anders Hobby !


    Hallo Gearlind,
    der deutsche Markt ist ein anderer Markt als in den USA. Hier zu Lande gibt es noch ein einigermaßen gesunden Fachhandel, der genau Löhne und und von irgendwas leben muss und wie du selber feststellen musst, der Staat wie auch noch über die Mwst. mit verdienen.


    Das heißt gerade im Beispiel der T3: UVP: 995 € abzüglich 19% 836€ abzüglich minus 15 bis 20 % EK (*): 125 € = 711 € oder weniger für den Hersteller.
    (*) nur geschätzt für das Beispiel
    In den USA geht sehr viel über den Onlinehandel, bei denen die Gewinnmargen zum Teil gerade mal 3% getragen. In Deutschland geht der Onlinehandel in der Modelleisenbahnbranche zu meist weiterhin über den Fachhandel. Deswegen ist der deutsche Markt nur schlecht mit dem ausländischen Märkten zu vergleichen.


    Du wirst nur Dampfloks unter 1000 € damit erreichen, wenn Hersteller Down-Souring betreiben würden. Und das ist, wenn man hier liest, bei der Masse der Kunden nicht gewünscht.
    Gearlind, ich finde Dein Überschrift für diesen Diskussion nicht gut gewählt. Besser wäre gewesen (Dampf)-Lokomotiven unter 1000€.


    Dieses Jahr gab es keine Güterwagenneuheiten usw. - nur noch schwergewichtige Dampfloks aus allen Ecken. Teils bis zu 3 mal die gleiche Baureihe in einer Splittergattung und hier wird dies als Bereicherung für die Spur 0 gefeiert ;(


    Gruß,Thomas

  • Es war ein empfohlener Preis.
    Eigentlich wurde 44 für 1200 verkauft, aber in vielen Geschäften in den USA konnte es für 999 gekauft werden.


    Gallo Gaerlind,


    da du ja hier für viel Verwirrung sorgst und auch viel Schwachsinn von dir gibst will ich dich mal aufklären:


    In den USA werden in vielen Bundesstaaten die Preise ohne lokaler Steuer (Tax) angezeigt, ebenso sind die Steuern in den einzelnen Bundesstaaten unterschiedlich. Dies kann natürlich dazu führen, dass ein Produkt in dem einem Staat mit 1200$ und in dem anderen mit 999$ angegeben ist, dies kannst du sehr gut bei Walther.com nachlesen:


    Zitat:
    Please note that local taxes, duties, customs, and brokers fees will usually apply and will be added once your order reaches its destination. These additional charges are the responsibility of the buyer.

    bzw:
    California, Colorado, Connecticut, Georgia, Illinois, Indiana, Iowa, Kentucky, Louisiana, Maine, Maryland, Michigan, Minnesota, Nebraska, Nevada, New Jersey, New York, North Carolina, North Dakota, Ohio, Pennsylvania, South Carolina, South Dakota, Texas, Utah, Vermont, Washington, and Wisconsin deliveries will be charged sales tax.


    Wenn du jetzt natürlich etwas aus den USA ausführst, wird die Steuer nicht berechnet, diese kommt allerdings dann in dem Zielland zu tragen, gegebenenfalls auch zusätzlich Zollgebühren. In Deutschland werden auf Modellspielwaren kein Zoll erhoben, dafür aber die MwSt. Wie das in deinem Heimatland gehandelt wird entzieht sich meiner Kenntnis.
    Zu den zusätzlichen Gebühren wie Zoll (je nach Bestimmungsland) und MwSt kommen noch die Transportkosten hinzu und die Garantieabwicklungen. Wenn man sich das dann mal genauer ansieht, wird man draufkommen dass deine Rechnung nicht aufgeht, einmal das Modell in die USA zur Garantie schicken, schon wirst du über dem nationalen Verkaufspreis liegen.


    Wir wissen ja nun auch, dass deine Aussage von über 2000€ für die BR44 totaler Unsinn waren und dass das Modell einen UVP in Deutschland von 1850€ hatte, Verkaufspreis lag zum Teil darunter. Wäre nett wenn du dich bevor du etwas von dir gibst, dich zuerst einmal richtig informieren würdest, das würde mit Sicherheit einige unsinnige Diskussionen ersparen.


    Hier noch ein kleiner Auszug zum Thema Steuer in den USA:
    Preise/Sales Tax


    Die Preise in den Geschäften sind immer Nettopreise, d.h. sie erhöhen sich um die Verkaufssteuer (Sales Tax) die nicht gesondert ausgeschildert ist und nur auf dem Kassenbon erscheint. Sie beträgt je nach Bundesstaat ca. 4 – 7,5 %. Fünf Bundesstaaten haben keine Verkaufssteuer: Alaska, Delaware, Montana, New Hampshire and Oregon. Neben der bundesstaatlich-festgelegten sales tax gibt es ggf. lokal bestimmte weitere Aufschläge der Städte bzw. Counties. Eine detaillierte Übersicht der je Bundesstaat erhobenen sales tax bietet der Wikipedia-Eintrag „Sales Tax in the US“. Sonderangebote werden mit dem Hiweis „Sale“ gekennzeichnet. Bei Anlässen für Preisnachlässe sind die Amerikaner immer einfallsreich: Ferien, Feiertage, Saisonzeiten – ein Grund findet sich immer. Üblicherweise betragen die Preisnachlässe zwischen 5 und 25 % des üblichen Verkaufspreises.

    Grüße,
    Wolfgang


    Nicht labern sondern schaffen

    Edited once, last by DT1 ().


  • Ich verstehe die ganze Diskussion hier schon eine ganze Weile nicht mehr.


    :)


    Dieses Thema ist Teil einer anderen Diskussion und wurde getrennt.
    Aus diesem Grund verstehen viele Teilnehmer dieser Diskussion nicht, was ursprünglich besprochen wurde und warum dies zu einem Preisproblem führte.


    Kurz gesagt - es ist nicht so, dass ich nicht genug Geld habe, um eine Dampflok zu kaufen.
    Wir sprechen von einer veränderten Preispolitik und der Zurückhaltung der Hersteller, die Marktbedürfnisse zu berücksichtigen, aber nur ihre Ambitionen.
    Derzeit angekündigt 3 Modelle der Dampflokomotive 44 Serie. Neben den beiden, die bereits veröffentlicht wurden. Insgesamt fünf.
    Ich bin mir nicht sicher, ob der Markt eine so große Nachfrage nach großen Lokomotiven hat.
    Kleine und mittlere sind in kleinen Mengen und alle außer Lenz sind sehr teuer (ich würde das gleiche mit großen und komplexen Modellen sagen).


    Verzeih mir, es ist schwierig, auf Deutsch zu schreiben. Ich kenne die Sprache nicht (außer den Begriffen) und schreibe auf Englisch, Russisch oder Rumänisch und übersetze mit Hilfe eines Übersetzers von Google ins Deutsche.


    Vielleicht verstehen mich meine Kollegen deshalb nicht ganz richtig.

  • Hallo zusammen


    Um mal diese leidige Diskussion auf den Punkt zu bringen !!!!


    Man kann nur das kaufen oder nicht kaufen was der Markt hergibt .
    Oder ich kann nur kaufen was meine persönliche finanzielle Lage hergibt .
    Beziehungsweise, Angebot und Nachfrage regeln den Preis


    Ist doch ganz einfach da hilft auch nicht seitenweises Gejammer


    Gruß
    Jürgen

    wer mich als Freund hat , braucht keine Feinde :D

  • Es wäre besser, wenn Stefan das ursprüngliche Thema nicht ausschneiden würde (jetzt versteht niemand, worum es geht) oder es sogar löschen würde ...


    Zunächst wurde diskutiert, warum FÜNF verschiedene Unternehmen die gleichen Dampflokomotiven der Baureihe 44 verkaufen mussten.


    Ich nehme an dieser Diskussion nicht mehr teil.


  • Derzeit angekündigt 3 Modelle der Dampflokomotive 44 Serie. Neben den beiden, die bereits veröffentlicht wurden. Insgesamt fünf.
    Ich bin mir nicht sicher, ob der Markt eine so große Nachfrage nach großen Lokomotiven hat.


    Deswegen finde ich diese Diskussion als sehr wohl berechtigt ! Die Hersteller werden hier genauso mitlesen und warum soll man hier nicht sagen dürfen, dass eine bestimmte Politik der Hersteller auf Unverständnis stößt.
    Die, die 3 x BR 44 und 3 x Glaskasten benötigen, können sich hier einfach raus halten. Das dies auf Dauer zu Lasten des Kunden geht, kann man in vielen Büchern von irgendwelchen Ökonomen nachlesen. Deswegen verkneife ich mir Beispiele.
    Gruß,
    Thomas

  • Hallo liebe Modellbahnfreunde

    Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass diese Mehrfachentwicklungen zu Lasten von uns Kunden geht. Wenn man es so betrachtet, dürften viele Konkurrenzprodukte gar nicht auf dem Markt sein.
    Natürlich ist es ärgerlich, dass durch solche Entscheidungen Kapazitäten gebunden werden. Lenz und KM1 werden für die 44 weitaus weniger Kapazitäten opfern müssen, da sie auf vorhandene Ressourcen zurückgreifen können.
    Wahrscheinlich wird der Spur Null Markt auch weitaus größer sein, wie das hiesige Forum hier. Mich würde es nicht wundern, wenn viele Loks den Weg in die Vitrine gehen werden. Wie viele letztendlich auf Anlagen laden, ist genauso unbekannt. Wir kennen den Markt in Null nicht genau und wer weiß schon, was alles exportiert.
    Ob sich was wirtschaftlich lohnt, wissen nur die Hersteller. Schaut man sich den H0 Markt an, mit all seinen Mehrfachentwicklungen, kann die Saat der Hersteller auch in Null aufgehen.
    Viele Menschen, die viel Geld ins Hobby stecken, schweigen sich gerne darüber aus.
    Man wird sehen, was die Zukunft bringt, alles andere ist Zeitverschwendung. Vielleicht sollte man sehr basteln.

    Gruß
    sebisr

  • Interessanterweise geht es hier nur um günstige (oder billige) Loks. Dabei find ich die Frage, warum es denn keine kleinen Dampfloks gibt, viel interessanter. Eigentlich musste man doch annehmen, dass der Bedarf nach kurzen Dampfloks in Spur-0 riesengroß ist, egal ob Preußen, Bayern oder sonstwas mit 2-3 Achsen, aber scheinbar ist dem nicht so. Für eine kleine Anlage im ehemaligen Kinderzimmer von sagen wir 15 -20 qm ist doch schon eine BR 94 oder eine BR 24 riesig. Einzige Lok für sowas ist die T3, und die liegt wie Blei im Regal.
    Dagegen scheint die BR 44 ja die Lieblingslok der Deutschen zu sein, dass es sie bald gleich dreimal gibt. Oben beschriebene Modellbahner sind jedenfalls nicht die potentiellen Kunden.


    Meine Schlussfolgerung ist, dass die Einzelnkämpfer hier doch stark in der Minderheit sind. Spur 0 wird hier immer noch wie vor 30 Jahren in Vereinen betrieben. und da kann man mit ner dicken 5 achsigen Schlepptenderlok doch mehr angeben als mit ner schnuckeligen bayrische DVI. Das kann man doof finden, weil man leider doch zu den Außenseitern gehört, die das Hobby im ehemaligen Kinderzimmer oder auf dem Dachboden betreiben, viel ändern wird man aber nicht, zumal kleine Loks im Verhältnis immer teurer sein werden als große.


    Bernd Lenz ist ja mal angetreten, für eben jene oben beschriebene Zielgruppe Modelle zu bauen, und die ersten Loks und Wagen passten da auch voll rein. Mittlerweile scheint man aber auch im Hause Lenz bemerkt zu haben, dass man den Markt nicht so nachhaltig verändert hat, wie gedacht und passt sich an. Güterwagen, Personenwagen, Lokomotiven: alle werden größer und natürlich auch teurer.


    Wie man darauf reagiert, ist sicherlich sehr unterschiedlich: von Hobbyaufgabe oder mit dem zufrieden sein was da ist oder Pläne kaufen und selbst Hand anlegen oder in einen Verein eintreten oder sein Hobby verlagern wird alles dabei sein.


    Mir persönlich kann das egal sein, da Michael Schnellenkamp genau die Bahn angekündigt hat, die ich schon immer bauen wollte: eine Güterstraßenbahn. und das zu scheinbar bezahlbaren Preisen. Also können alle größer werden, ich werde kleiner.
    meint jedenfalls Volker

  • Für eine kleine Anlage im ehemaligen Kinderzimmer von sagen wir 15 -20 qm ist doch schon eine BR 94 oder eine BR 24 riesig.


    Das hat m. E. mit der Raumgröße nur bedingt zu tun. Ich kenne etliche Kolleggen, die sich in einem "kleinem Raum" ein BW oder eine Rangieranlage gebaut haben, auf der auch größere Loks verkehren, das ist immer noch reizvoller, als nur in der Vitrine bewundert zu werden.

  • Hallo Minicooper,


    aber du musst doch zugeben, dass die 10 Bw-Anlagen hier im Lande nicht das komplette Fehlen 2-3 achsiger Loks erklären (auf Rangieranlagen würden sie ja viel Sinn machen), die auf Grund des Platzmangels doch eigentlich ein Kassenschlager sein müssten. Sie sind es aber nicht, und ich finde, das sollte man mal ergründen. Denn weil eben diese kleinen Loks nicht da sind, kann man das, was sich eigentlich in Spur-0 als erstes aufdrängt, nämlich eine kleine Nebenbahn, Lokalbahn, Privatbahn, ein kleiner Bahnhof mit ein bisschen Strecke, überhaupt nicht oder nur sehr schwer nachbilden. Warum das Naheliegende aber irgendwie gar nicht Thema ist, finde ich dann schon interessant


    meint jedenfalls Volker

  • Moin,
    eine Erklärung für den Boom der Dickschiffe könnten die vielen Sammler sein, die ihre Loks in Vitrinen stellen und dort bewundern.
    Der Größenunterschied spielt platzmäßig praktisch keine Rolle und eine 44er macht einfach mehr her als eine T3.
    Gleiches gilt für die Kartonsammler, nur dass diese Spezies noch niemals was zu bewundern hat.


    Die Menschen waren schon immer Jäger und Sammler. Leben und leben lassen.


    Viele Grüße,
    Johann

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