Dampflokomotiven unter 1000 Euro

  • Leider ist alles darauf zurückzuführen, dass NULL im Vergleich zu „eins“ keine Budgetoption mehr ist. Der Preisunterschied sinkt ...


    Wir verabschieden uns von Dampflokomotiven unter 1000 Euro. Und anscheinend interessiert sich keiner der Hersteller für dieses Marktsegment.

  • Und anscheinend interessiert sich keiner der Hersteller für dieses Marktsegment.


    Ja, traurig traurig. Ich frage mich, wie die britischen Hersteller das hinbekommen, Dampflokmodelle mit Sound für um die 400 Pfund anzubieten. Auch in UK ist der Spur-Null Markt im Vergleich zu H0/00 sehr klein. Und ich vermute, dass die Modelle zum Teil in den gleichen Fabriken in China hergestellt werden.


    Vermutlich ist es einfach die Mentalität. Ein Brite muss nicht gleich beim Verkauf der ersten Modelle reich werden...

  • Moin

    Ich frage mich, wie die britischen Hersteller das hinbekommen, Dampflokmodelle mit Sound für um die 400 Pfund anzubieten.

    Das ist einfach: Erstauflage in D: 500-800 Stück für Mischbauweise, je nach Modell mit fraglicher Zweitauflage. Erstauflage in UK: 3.000 Stück, mit ziemlich sicherer Zweitauflage. Und ja, das sind Zahlen der Hersteller. Und guck mal, wie viele Leitungen und Aggregate die englischen Dampfer außen haben und wie viele die deutschen.


  • Ja, traurig traurig. Ich frage mich, wie die britischen Hersteller das hinbekommen, Dampflokmodelle mit Sound für um die 400 Pfund anzubieten. Auch in UK ist der Spur-Null Markt im Vergleich zu H0/00 sehr klein. Und ich vermute, dass die Modelle zum Teil in den gleichen Fabriken in China hergestellt werden.


    Das ist einfach: Erstauflage in D: 500-800 Stück für Mischbauweise, je nach Modell mit fraglicher Zweitauflage. Erstauflage in UK: 3.000 Stück, mit ziemlich sicherer Zweitauflage. Und ja, das sind Zahlen der Hersteller. Und guck mal, wie viele Leitungen und Aggregate die englischen Dampfer außen haben und wie viele die deutschen.


    Dieser Grund ist fiktiv.
    Ein Beispiel:
    MTH BR44
    Ich habe es NEU in den USA gekauft und 999 Dollar bezahlt (das ist ungefähr 910 Euro) !!!
    Dieselbe von Busch in Deutschland verkaufte Lokomotive wurde zunächst für 2.450 Euro und dann mit einem Rabatt von 1.850 Euro verkauft.


    Dieselbe Lokomotive wurde von einer amerikanischen Firma in einem Werk in Südkorea hergestellt.

  • MTH BR44
    Ich habe es NEU in den USA gekauft und 999 Dollar bezahlt (das ist ungefähr 910 Euro) !!!
    Dieselbe von Busch in Deutschland verkaufte Lokomotive wurde zunächst für 2.450 Euro und dann mit einem Rabatt von 1.850 Euro verkauft.


    Das nennt sich freie Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage regeln den Preis, wem etwas zu teuer ist, der muss es ja nicht kaufen, erst recht nicht, wenn es sich um ein Luxusgut handelt (Modellbahn ist eindeutig ein solches)

  • Nein. Dies nennt man "Gier". (in diesem fall ein Busch)
    Denn der Einkaufspreis von Waren des Herstellers (Busch von MTH gekauft) ist deutlich günstiger als der Verkaufspreis im selben Amerika.


    Und ich glaube, dass die überteuerten Kosten dieses Modells seine Beliebtheit wert waren (nur wenige Leute können es sich leisten, es für 2400 und sogar 1850 zu kaufen). Und es gibt viele Leute, die es zu einem Preis von 1.400 und vor allem 1.000 kaufen könnten.


    Busch hat dieses Modell nicht produziert. Busch hat es nur weiterverkauft. Und für RESALE ist eine Erhöhung des Neupreises um das 2,5-fache zu viel.

  • Hallo Gaerlind,
    die Fa. Busch hat in Deutschland den Vertrieb
    der MTH Modelle. Wenn man die Modelle
    in den USA kaufte, hatte man in Deutschland
    bei Busch keine Garantie. Auch die Händler in
    Deutschland haben diese Modelle nicht angenommen und keine Serviceleistung gemacht.
    Viele Grüße,
    Peter Jung

  • Hallo Zusammen,Das mit der Auflage ist ja klar.
    Aber ist das nicht die Schlange, die sich in den Schwanz beißt?????
    Jedes Modell darf seinen Preis haben. Aber je mehr Entwicklung, je stärker Währungsschwankungen, die Lohnkosten in China etc. desto höher muss die Auflage sein Aber je höher der Preis desto geringer die Nachfrage. Ich frage mich, ob die Verlagerungen der Produktionen an andere Firmen und ins Ausland auf Zukunft gesehen clever sind.
    In der Hoffnung auf dem Lohnniveau vieler Menschen entsprechenden Preise.
    Viel Grüße Axel :D

  • Für 1.400 Euro die Kostendifferenz (Kauf in den USA und Kauf in Europa) brauche ich keine deutsche Garantie. Für dieses Geld kann ich das Modell problemlos per Kurierdienst direkt an den Hersteller in den USA senden - FedEX oder UPS oder andere, die das Modell innerhalb von 24 Stunden dort ausliefern.
    Gleichzeitig habe ich noch Geld für ein anderes Modell übrig.


    Busch hat den Preis zu stark erhöht.


    P.S.
    Dieses Thema wurde von einer anderen Diskussion getrennt, und jetzt ist vielen nicht klar, wo es angefangen hat und warum.

  • Moin moin,
    ich finde die Lenz'sche T3 durchaus gelungen und schnuckelig, passt nur nicht so richtig in mein Anlagenkonzept.
    Ich könnte damit meine 3 Talbots 1x pro Session etwas bewegen, aber dafür 1000 EUR, ne. Macht jetzt eine V20 aus gleichem Haus.

    Für jemanden, der auf kleiner Fläche etwas in Epoche IIIa bauen will, ist die Lok dagegen wunderbar.
    Also der typische kleine Endbahnhof auf 3m x 50cm oder wie in meinem Vorschlag, den ich mal aus Spaß für (m)ein Kabuff hier vorgestellt habe.
    Dazu noch einen VT und eine paar Güterwagen. Bauen und in endlicher Zeit fertig und spielen.


    In der Vitrine mal die T3 jedenfalls nicht soooo viel her.
    Viele Grüße,
    Johann

  • Hallo Spur Nuller,
    also, ich sehe das so: Jeder Hersteller (egal, was produziert wird) muß Gewinne machen,
    denn er hat ja auch Kosten, die er begleichen muß. Beispiel Lenz- BR50 : Sicher hätte man einiges


    (zB die Triebweksbeleuchtung) weglassen können. Oder man hätte bei der Detailierung "sparen" können.
    Oder beim Motor...
    Herausgekommen wäre dann eben NICHT so ein schönes Modell, aber man ätte es vielleicht für 1000 Euro
    bekommen.
    Noch mehr Geld spart man, wenn man die Lok übehaupt nicht kauft, aber die meisten Modellbahner wollen
    sicherlich ein gut detailiertes Modell mit gute Fahreigenschaften etc. Oder?
    Das Budget der meisten Modellbahner ist eben begrenzt, Miete, Strom, Heizung und Lebensmittel müssen
    auch bezahlt werden, die wenigsten sind Millionäre......
    So ist das im Kapitalismus.
    Das gilt eben auch für Unternehmer..... Formenbau, Löhne, Geld für neue Investitionen, auch das kostet.
    Dies alles nur mal so zur Erinnerung, gut gemeint von Frankie :)



    e

  • Noch einmal:
    Busch hat KEINE Entwicklungs- und Produktionskosten getragen. Das ist also nicht der Fall.
    In den USA wurde das gleiche Modell für 900 Euro verkauft. In Europa wurde dieselbe Lokomotive, die im selben Werk und in derselben Verpackung hergestellt wurde, für 2.400 verkauft.
    Spekulation in seiner reinsten Form.


    Ich würde nichts schlechtes sagen, wenn Busch ein Hersteller wäre. Aber Bush ist nur ein Verkäufer und sonst nichts.

  • Hallo Gaerlind,
    wenn Du ein Modell z.B. Von MTH in den USA kaufst, solltest Du die Steuer beim Zoll nachzahlen müssen. Wenn nicht, hast Du Glück gehabt, ist aber nicht vergleichbar.
    Warum kaufst Du keine T3, die kostet unter 1000,00€?

  • Hallo Gearlind


    ich verstehe dein Frust ein wenig, aber.....


    importiere du doch ein Modell und vertreibst es in Europa. wieviele bestellst du? 10 oder 50 Loks? oder besser 1000 vieleicht 10‘000 Stück? Du brauchst einen Vertrieb, Lagerhalle, 19% Mehrwertsteuer für den Staat und vieleicht bleibst du auf 2378 Loks sitzen. und jetzt? ev hast du noch Angestellte die gerne einen geregelten Lohn jeden Monat möchten. ich denke du möchtest auch deinen Lohn pünktlich jeden Monat.....


    das alles ist nicht so einfach und aus irgend einem Grund zieht sich Busch von MTH auch zurück.


    das sind meine Gedanken dazu...


    Gruss
    Michael Ringgenberg
    Präsident Mitarbeiterkommission

  • Moin,

    importiere du doch ein Modell und vertreibst es in Europa. wieviele bestellst du? 10 oder 50 Loks? oder besser 1000 vieleicht 10‘000 Stück? Du brauchst einen Vertrieb, Lagerhalle, 19% Mehrwertsteuer für den Staat und vieleicht bleibst du auf 2378 Loks sitzen. und jetzt? ev hast du noch Angestellte die gerne einen geregelten Lohn jeden Monat möchten. ich denke du möchtest auch deinen Lohn pünktlich jeden Monat.....

    Das sehe ich nicht als Argument für 100% Preisaufschlag.



    Per Luftfracht bekomme ich für wenig Gebühren heute problemlos Zeug aus dem Reich der Mitte - und das ist weiter Weg als die USA - und Busch hat ja schon Lagerkapazitäten.


    Wenn bei 910 Euro in den USA ... die Lok in Deutschland dann vielleicht 1490€ gekostet hätte, möchte ich behaupten hätte niemand was gesagt ... aber so bleibt einfach... dass es eigentlich nur die Gier sein kann Best-Ager mit überteuertem Metall auszunehmen.


    Bei allem Verständnis für die Risiken der Kaufleute ...


    Grüße,
    Stefan


    PS ... Auch bei den 910€ umgerechnet in USA wird ein entsprechender Deckungsbeitrag dabei gewesen sein.

  • Hallo!
    Von welcher MTH Lok wird hier eigentlich geredet?
    Die BR 44 wurde hier in Deutschland für
    1600,-€ und nicht für 2200,-€ angeboten.
    Später wurde sie sogar bei Train and Play
    für 1200,-€ verramscht.
    Also ich sehe es wie Herr Ringgenberg(Schwellenträger)
    So ist es halt in Deutschland. Aber jetzt wird es Politisch und da klinke ich mich aus....
    Peter Jung

  • Moin noch mal,
    ich denke es wäre sinnvoll, die Margen, die Händler oder Reseller erheben, hier mal außen vor zu lassen.
    Es gilt immer noch der alte Spruch "und ist er Handel noch so klein, bringt er doch am meisten ein", den Händler immer wieder mit einem Lächeln von sich geben.
    In heutiger Zeit kann, meiner Meinung nach, allerdings auf den Beitrag des Handels an der Wertschöpfungskette durchaus verzichtet werden.
    Viele Grüße,
    Johann

  • Dieses Thema ist Teil einer anderen Diskussion und wurde getrennt.
    Aus diesem Grund verstehen viele Teilnehmer dieser Diskussion nicht, was ursprünglich besprochen wurde und warum dies zu einem Preisproblem führte.

  • Hallo,

    ich kann den Frust von Gaerlind schon ein bisschen verstehen. Ich frage mich auch, warum zum Beispiel das Gleismaterial in Deutschland so teuer ist.


    Beispiel:


    Bogenweiche Lenz/Peco bei Peco gefertigt: 199,00€
    Bogenweiche Peco Code 124 bei einem deutschen Händler im Angebot: 109,00€
    Gleiche Bogenweiche Peco Code 124 in England: 54 Pfund (ca. 64€)
    Kann mir das mal ein Marktwirtschaftler erklären?

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Moin,



    ich möchte nun auch mal meinen Senf dazugeben und dies bitte nur als meine Meinung zum Thema auffassen:
    Punkt 1: - man schau sich die Antriebe der englischen Loks an und vergleiche sie mit denen hierzulande; ein Schnecken/Strinradgetriebe mit Kunststoffzahnrädern in England mit sehr preiswerten und auch nicht gerade hochwertigen Motoren, welche nicht für Digitalbetrieb ausgelegt sind
    - die Antriebe in Deutschland mit Zahnriemen und oderntlichen Motoren sind wesentlich stabiler, haltbarer und meist gleich mit Sensorik für den Digitalbetrieb ausgerüstet; die Elektronik gibts hier mal gleich darauf angepasst mit dazu
    - Lagerung von Achsen Stahl auf Druckguss (Getriebe)
    - Gehäuse aus Kunststoff


    - wesentlich geringerer Detailiserungsgrad der Loks, keine Option für fernsteuerbare Kupplungen
    Punkt 2: am Beispiel der MTH 44
    - nicht gerade durchdachte Strmabnahme an zu wenigen Punkten und Stromaufnahme wie ein Kraftwerk, innen frei fliegende Verkabelung und Motoren, die bei mir in die Tonne fliegen würden weil, digital nicht vernünftig ansprechbar
    - etwas grobe Anbauteile, keine hochwertigen Materialien auch nicht bei beanspruchten Teilen wie den Achsen
    - über die Lok-Tender Verbindung reden wir mal lieber garnicht...auch nicht über das Digitrax-System
    - am Ende eine nicht als dünn zu bezeichnende Lackschicht
    - gelbe LED als Beluchtung und auch keine fernsteuerbare Kupplung


    Punkt 3: der Preis
    - sicher lässt sich in den USA eine solche Lok billiger verkaufen; kein Zoll, keine Mächensteuer aber mal ganz ehrlich - wer hat ernsthaft für diese Lok 2400,-€ ausgegeben ???
    - ein Importeur und damit Zwischenhändler will auch noch etwas verdienen und muss nach deutschem Recht eine Garantie mit Ersatzteilhaltung und Reparatuerservice anbieten


    Und am Ende entscheidet der Käufer immer selbst, ob ihm alles zusammen das Geld wert ist.


    Fazit: Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, sprich deutsche, volldigitale und hochdetailierte Loks mit anlaogen englischen oder für den deutschen Markt zurechtgemachte amerikanische Loks.
    Gruss, Dirk

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