Messe Nürnberg 2020 / Bemo .....und ganz unten Lenz

  • Gude,


    die Erhöhung der höchstzulässigen Rückwärtsgeschwindigkeit auf 85 km/h gab es bei der BR 38 nur für die Wendezuglok mit Wannentender und geschlossenem Führerhaus. Ansonsten blieb es Tv bei 50 km/h, auch mit Wannentender.


    Bei der BD Hamburg durften die Wendezuglok rückwärts schiebend sogar 100 km/h fahren (natürlich nur einen Zug aus entsprechenden Drehgestellwagen). So konnte der Zug in beide Richtungen mit 100 km/h eingesetzt werden.
    Nachzulesen bei Wenzel/EK.


    Hallo Nick
    Herzlichen Glückwunsch zum Kauf des Buches: Die Baureihe 38 aus dem EK Verlag. Da hast du uns ja einige interessante Textstellen von der Seite 251 wiedergegeben. Aber warum liest du so einen Bericht über die Bauartänderungen nicht bis zum Ende? Jetzt ließ mal auf Seite 254 was in der Zeile 9 steht.
    Jetzt geht es um die P8 Wannentender. Ich gebe mal die entsprechende Textstelle wieder.
    „ Auch wurde die Geschwindigkeit dieser Lok für die Rückwärtsfahrt auf 85 km/h festgelegt.“ Vielleicht solltest du mal deinen Beitrag ändern.


    Gruß
    Michael

  • Servus,


    die T3 ist eigentlich keine wirkliche Streckenlok mehr gewesen in der Epoche III, weder bei der DB noch bei der DR.
    Mal abgesehen von irgendwelchen "neben Nebenbahnen". Die DR hatte ja noch welche mit Tender an der Spree....
    Die DRG Bahner können mit der mehr anfangen. Scheint aber auch kaum Interesse zu sein.
    Der Umlaufplan in Epoche III war eigentlich nur Hobby für die echten Eisenbahner mal als Abwechslung.
    Das schränkt den Aktionsradius ein. Also bleibt nur BW Dienst, Bauzug- oder Rangierdienst.


    Gut der Abendverstärker mit zwei Donnerbüchsen oder bei der Brauerei abends um die Ecke 2 Bierwagen abholen
    als Suffverstärker :D


    Ich persönlich kann mit der Lok nix anfangen. Das erinnert mich an frühe Epoche I.
    Als Museumslok in KPEV Farbgebung um 1900 zum guten Preis, ja da hätte Ich vielleicht darüber nachgedacht ^^


    Ja, die Lok an sich hat viel Technik und ist bestimmt super, aber kaum wirklich real einsetzbar.


    Micha hat recht, es fehlen Wagen :!:


    Für 1000 Euro gab es früher (TM) übrigens eine BR 24 :whistling:


    Grüsse Oliver

  • Servus Bernd,


    anbei ein paar Daten zu der DB 38 3434.


    Baujahr: 1921
    EFD 2926 P8
    1923 DRBv 38 3428
    1925 DRB 38 3434
    1945 DRw/DB
    ausgemuster 10.03.65


    Die Lok hat in der Tat die Schienenräumer. Das ist ersichtlich auf Photographien.


    Übrigens die DR 38 3290 auch.


    Baujahr: 1921
    EFD 2642 P8
    1923 DRBv 38 3284
    1925 DRB 38 3290
    1945 DRo/DR
    1970 DR 38 3290-4
    ausgemustert 13.05.71


    Vielleicht hat das Lenz so gemacht, das bei weglassen der Lenz Kupplung und fahren mit Schraubenkupplung, diese Schienenräumer als Steckteil angedacht sind. Also zum einstecken an der Pufferbohle ?(
    Ist nur eine Vermutung.


    Bei den Schutzblechen, tja gute Frage.....


    Müßte man abwarten was in den Handel kommt. Aber so wie das aussieht :S


    Grüsse Oliver

  • Gude Miching,


    in Deinem Beitrag #31 geistert sogar der Wert 80 statt 85 km/h für die zulässige Geschwindigkeit Tv für die BR 38 Wanne herum. Den hast Du vielleicht im Web aufgeschnappt (habe ich auch fast alles gelesen und da wird vieles durcheinander gebracht). Dieser Wert betrifft die nachträgliche Zulassung für Nostalgielok nach der Aufhebung des Dampfverbots bei der DB, damit sie bei Sonderfahrten den normalen Betrieb nicht zu sehr aufhalten. Fahrdynamisch war das ja auch möglich, aber es ging bei dem ursprünglichen Wert um den Schutz des Fahrpersonals bei Rückwärtsfahrt mit hinten offenem Führerhaus. Die Museumsbahner (bin ich auch) tun das ja freiwillig als Hobby.


    Den von Dir zitierten Satz (Seite 254) habe ich natürlich auch gelesen. Man muss ihn aber in Zusammenhang mit den vorangehenden Sätzen lesen, um zu erkennen, dass sich die 85 km/h auf die Wendezuglok mit geschlossenem Führerhaus beziehen. Leider hat der Autor hier einen dem Textverständnis nicht zuträglichen schlechten Satzbau bzw. Satzstellung gewählt.



    Auch z.B. bei Wiki findet sich der ziemlich eindeutige Satz: "Bei Lokomotiven, die dabei auch eine Führerhausrückwand erhielten, konnte die Höchstgeschwindigkeit bei Rückwärtsfahrt von 50 km/h auf 85 km/h erhöht werden."


    Edit hat noch Nachlässigkeiten korrigiert.

    Mit Gruß vom Nick

    Edited 7 times, last by Nick ().

  • Hallo Johann,


    Es gibt ein BR 38 mit geschlossen Lokführerhaus im 1/45 diese dampfer steht nicht so oft auf Ebay Zukauf. Die fahr eigenschaften sind super von diese BR 38 und der sound auch.


    Mit freundliche grusen,


    bernhard

  • Hallo zusammen


    Vielen Dank für die informativen Antworten zur T3.


    Sie zeigen doch deutlich, dass es jenseits von "besserwisserischem Gemecker an jeder Lok von Leuten, denen man es sowieso nie recht machen kann", wie es gerne unterstellt wird, durchaus auch sachliche, begründete und überzeugende Gründe gibt, die Vorbildauswahl nicht so gelungen zu finden und sich eine Lok wie die T3 nicht zu kaufen. Und dass diese Gründe auch nichts mit der Größe oder dem Preis zu tun haben, frei nach dem Motto: "Das ist mir zuwenig Lok für´s Geld, da lege ich doch lieber noch 300 drauf und bekomm eine 94".
    Ich erlaube mir, die genannten Gründe zusammenzufassen:


    • es gibt keine passenden kleinen preussischen Personenwagen. Die bayerischen Lokalbahnwagen passen nicht zur T3
    • die Lok passt einfach nicht mehr wirklich zu der Epoche 3. Es gab bei der DB keinen wirklichen Plandienst mehr mit der 89.
    • bayerische Lokalbahn wird bevorzugt
    • Die T3 gefällt einfach nicht, es gibt bessere oder attraktivere Alternativen für eine kleine Dampflok
    • Die T3 gab es auch schon vorher von anderen Herstellern, ist also nichts neues.


    Also: Keine grundsätzliche Entscheidung gegen kleine Loks und für große. Die Frage muss dann also auch nicht lauten "Groß oder Klein", sondern vielmehr "Groß und welche kleine".
    Hoffen wir also weiter auf die 70, oder eine der vielen schönen bayerischen 98er...
    Viele Grüße
    Frank

  • Es gibt ein BR 38 mit geschlossen Lokführerhaus im 1/45 diese dampfer steht nicht so oft auf Ebay Zukauf. Die fahr eigenschaften sind super von diese BR 38 und der sound auch.


    Danke für den Tipp, Bernhard,
    die Lok ist auch direkt beim anbietenden Händler zu erwerben. Ich bin aber nicht bereit, zweieinhalb Tausender für eine Lok auszugeben.
    Viele Grüße,
    Johann

    • die Lok passt einfach nicht mehr wirklich zu der Epoche 3. Es gab bei der DB keinen wirklichen Plandienst mehr mit der 89.
    • bayerische Lokalbahn wird bevorzugt
    • Die T3 gefällt einfach nicht, es gibt bessere oder attraktivere Alternativen für eine kleine Dampflok

    Was unbewusst auch noch sein könnte ... das "preussische" Verbreitungsgebiet war ab Epoche 3 "weg". Auch war Preussen vielleicht einfach zu effizient (zumindes von mir so gefühlt) - während die bayrischen "Lokalbahnen" irgendwie verspielter erscheinen ... mehr Gemütlichkeit und "Gute alte Zeit" ausstrahlen.


    Ich persönlich mit Wurzeln die u.a. nach Unterfranken und in die Oberpfalz reichen ( auch nach Schlesien - aber das ist einfach zu weit weg und schon lange "polnisch") kann einfach viel mehr mit der BR98.[8..11] BR64, BR 86 anfangen und Nebenbahn. Zumal meine modellbahnerische Vergangeheit viel von den schönen Entwürfen von Thomas Englich(?) ( Lokalbahn-Reminiszenen) geprägt wurde. Natürlich habe ich auch Bücher über Bahnhöfe von Günther Fromm - aber trotzdem ist alles was östlich von Oder/Neisse ist - also "UR-Preussisch" war einfach nicht Teil (meiner) normalen Eisenbahnwahrnehmung.


    Und ich könnte mir schon Vorstellen, dass es vielen so geht. Im Besonderen vielen älteren die viele Jahre ihres Lebens mit der Realtiät des "eisernen Vorhangs" bewusst und unbewusst konfrontiert waren.


    Viele Grüße,
    Stefan

  • Hallo Stefan
    Ja, da könnte was dran sein. Das Preussen im Osten (von Mecklenburg-Vorpommern bis Ostpreussen) war für uns aus dem Westen tatsächlich immer sehr weit weg. Aber Preussen reichte ja auch sehr weit nach Westen und in den Süden, und eigentlich bin ich, der aus dem Großraum Hamburg stammt, ja auch mit den typisch preussischen Bahnbauten aufgewachsen, die es zum Beispiel an der Bahnstrecke von Harburg nach Cuxhaven gibt. Das Bahnhosgebäude in Horneburg bei Stade, meiner eigentlichen Heimat, ist im gleichen Baustil erbaut worden wie die schönen Bahnhofsgebäude von Auhagen oder wie der Bahnhof Krakow von Lenz. Leider gab es früher keine Modelle aus dieser Region. Faller und Vollmer und auch Pola hatten nach meinem Gefühl andere regionale Schwerpunkte.
    Als jemand, dessen modellbahnerische Interessen und Vorlieben vor allem durch die Eisenbahn Journale der 80er und 90er Jahre geprägt wurden, in denen der Schwerpunkt (gefühlt oder wirklich) auf Nebenbahnen im allgemeinen, Nebenbahnen im bayerischen oder fränkischen im besonderen gelegt wurde (trotz "Preussen-Report" mit Schwerpunkt Länderbahnen, die mich nie so sehr interessiert haben), haben sich aber auch bei mir schnell Vorlieben für die kleinen bayerischen Lokomotiven (98.8 zum Beispiel, die damals von Fleischmann gebracht wurde) und Lokalbahnen herausgebildet. Daran kam man (oder ich) damals einfach nicht vorbei. Nordhalben, Monheim, Bischofsgrün, vor allem aber auch Lichtenberg oder Hölle waren mir, das muss ich zugeben, geläufiger als vielleicht ebenso attraktive kleine Bahnbauten und Bahnhöfe in meiner engeren und weiteren Heimat in Niedersachsen oder Schleswig Holstein, die ich aber gar nicht kannte oder die vielleicht auch schon lange stillgelegt worden waren. Vielleicht spielte bei der Vorbildauswahl auch eine Rolle, dass die modellbahnerisch so beliebten und wichtigen Tunnels bei uns im Norden nicht so häufig zu finden sind :D.


    Viele Grüße
    Frank

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich mir so die letzten Beiträge angeschaut habe komme ich zu der Überzeugung, dass man vielleicht ein eigenes Bayern-Kapitel aufmachen sollte? Anscheinend fahren ja (fast) nur bayerische Lokalbahnlokomotiven durch die 0-Welt... :wacko:


    Damit ich jetzt nicht falsch verstanden werde: Als gebürtiger Thüringer habe ich schon räumlich auch eine besondere Nähe zu den fränkischen Nebenbahnen und natürlich zu der bayerischen Strecke überhaupt, nämlich der schiefen Ebene. Und mein Modellbahnerleben wurde auch geprägt durch die Beiträge im EJ zu dem ewig grantelnden Lokführer Georg Schneider und seinem Kollegen, die ich auch heute noch besonders verehre. Ich schaue mir deshalb mit besonderem Interesse auch immer die Beiträge im Forum zu den fränkischen Aktivitäten an und habe Freude an dem wunderbaren Dialekt, mit dem die Ereignisse aus Franken dem Rest der Welt dargeboten werden.
    Mein Modellbahnerleben wurde aber auch geprägt durch den "modelleisenbahner" und die Erfurter Modellbahngarde Kohlberg/Fromm/Barthel. Und die hatten ein ganz besonderes Herz nicht nur für die Thüringer Eisenbahnstrecken, sondern überhaupt für Kleinbahnen. Und auf denen fuhren viele Lokomotiven, aber kaum bayerische. Deshalb kann ich z.B. mit einer 70'er gar nichts anfangen (außer sie der Maxhütte zuzuführen :whistling: ). Da ist mir eine T 3 allemal lieber, weil die nicht nur in Thüringen, sondern auch in der Börde, der Altmark, Meck-Pomm und und und… anzutreffen war. Und auf den Strecken der DR (inkl. der übernommenen Kleinbahnstrecken) auch noch eine ganze Weile. Ich stell mir auch die Frage, was all die norddeutsch geprägten Modellbahnfreunde mit den bayerischen Lokomotiven machen (sollen)?
    Richtig ist, dass die Wahl bayerische Länderbahnwagen und preußische Lokomotive unglücklich ist (wobei immerhin ein bayerischer, dem von Lenz gewählten Vorbild ähnlicher Länderbahnwagen auch auf einer thüringischen Kleinbahnstrecke und damit zumindest potentiell auch hinter einer T 3 verkehrte). Und was auch zu hinterfragen ist: Warum gibt es in den kleinen Nenngrößen (also N, TT, H0) eigentlich immer auch die T 3 als Modelllokomotive? Und selbst KM1, über den in einem anderen Beitrag ja gerade leidenschaftlich diskutiert wird, will eine T 3 herausbringen.


    Deshalb: Kommt doch bitte wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und bleibt einigermaßen sachlich. Und damit mich die bayerischen Kollegen jetzt nicht ans Schwellenkreuz nageln: Wenn KM1 eine 98.75 herausbringt, werde ich mir auch eine zulegen. Einfach, weil sie schön aussieht und klein ist und auf meiner preußisch-thüringisch geprägten (künftigen) Strecke ihr Gnadenbrot verdienen soll.


    Mit nachdenklichen Grüßen,
    Michael

  • Hallo Michael,


    Dein Nachdenken kannst du einstellen, ich bin mit Schuld:
    Als norddeutscher bin ich ein Fan der fränkischen und bayrischen Nebenbahnen.Somit verschiebe ich das Gleichgewicht der gewünschten Loks südlich des Weißwurstäquators!


    Tut mir leid, aber als Roco in den 80ern das Glaskasten-Set in H0 rausbrachte, war es um mich geschehen und ich bin zu den Franken übergelaufen ...


    Man sollte das alles nicht so ernst nehmen.


    Was auf dem Markt ist, kann man nehmen oder auch nicht. Jeder nach seiner Facon.
    Wünschen darf man sich alles, kein Problem. Aber was die Hersteller produzieren, bestimmen immer noch die kaufenden Kunden.


    Übrigens liebe ich Fromms Bahnhofs-Gleisplanbuch! Eine sehr große Quelle der Inspiration, auch für fränkische/bayrische Bahnhofsprojekte.

  • Als gebürtiger Schnüdel fände ich es natürlich auch mal Klasse, wenn Lenz irgendwann eine 98.8 (bayerische GtL 4/4) herausbringt, da wurden im BW Schweinfurt sogar 2 Exemplare in (meine) Epoche IV herübergerettet, als einzige Lokalbahnlokomotiven und wenn auch nur kurz. Beide (98 812 und 98 886) gibt es ja heute zum Glück noch, die 98 886 fährt wieder munter im Rhön-Zügle des Freilichtmuseum Fladungen.


    Mal als Gegengewicht zur T3 - die hat aber so oder so auch ihre Berechtigung. Immerhin war es die erste Modellbahn-Lok (damals von Pola-Maxi), mit der ich intensiv in Berührung gekommen bin (siehe Avatar-Bild :D). Eigentlich müsste ich mir die schon deswegen holen. Aber die passt halt nun mal gar nicht mehr in die Epoche IV - nur als eine Art Museumslok.


    Die 98.8 von Kiss (leider nicht mehr erhältlich) sprengt einfach meine Finanzplanung.


    Servus!

    Derzeit sowohl in "Halb-0" als auch "Voll-0" unterwegs...

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