Straßenbahn 0m: Fahrzeuge nach Reutlinger Vorbild

  • Ich habe mich entschlossen für den Straßenbahn-Triebwagen, der sich jetzt in der Schlussphase befindet, einen Extra-Thread anzulegen.
    Denn jetzt geht es an die Montage des dirtten Prototypen, der dann dem Serienprodukt entspricht.
    In einem eigenen Thread wird die Darstellung dieses TW nicht durch andere Infos unterbrochen.


    Zunächst war aber noch ein letztes konstruktives Detail zu lösen: der Führerstand.


    Ich hatte zunächst überlegt, das Fahrpult als 3D-Druck dem Bausatz zuzusteuern, habe heute aber einen Test mit gelaserten Kraftplexteilen und Hebeln aus 0,8-mm-Messing gemacht.
    Das Ergebnis gefällt mir so gut, dass ich auf den 3D-Druck an dieser Stelle wohl verzichten werde; es würde den Bausatz für mein Empfinden unnötigerweise verteuern.


    Der Holz-Unterbau ist braun lackiert, die Oberfläche des Fahrschalters zunächst matt schwarz und dann mit Stahl-metallic-Farbe per Drybrush auf Metall getrimmt.


    Gruß --- Jürgen

  • Die Montage des dritten, verfeinerten TW-Prototypen, der dann dem Serienmodell entsprechen wird, geht -- wenn auch nur langsam -- vorwärts.
    Für die stimmige Gesamtwirkung war es z.B. notwendig, der bockbeinigen Wirkung auf dem derzeitigen Fahrwerk entgegenzuwirken. Das ist gelungen: Ich konnte die Tram durch Änderung der Konstruktion um 1,5 mm tieferlegen.


    Als Triebwerksbasis ist (zunächst) ein Bachmann-Fahrwerk vorgesehen, das aber auf 0m umgespurt werden muss. Wie man das macht, habe ich Schritt für Schritt im 0m-Blog beschrieben ... und was man dort auch sieht: es ist ohne Spezialwerkzeug „am Küchentisch“ möglich. Damit man nicht eine Bachmann-Tram „schlachten“ muss, von der dann der gesamte Aufbau entsorgt werden muss, habe ich Fahrgestelle aus den USA importiert. Acht Stück davon biete ich jetzt in meinem Shop für 49,50 € an.
    Nachdem ich meine ersten Tests mit den Fahrwerken von „geschlachteten“, bei eBay gekauften Bachmann-Trams gemacht hatte, war ich von der Motorqualität nicht gerade begeistert. Bei den importierten,neuen Fahrgestellen nehme ich wohlwollend zur Kenntnis, dass dort andere, gekapselte Motoren verbaut wurden, die ruhiger laufen und einen etwas geringeren Anfahrstrom haben als die alten Motoren.
    Wer sich im Vorgriff auf den spätestens im Sommer verfügbaren Tram-Bausatz schon einmal mit dem Umspuren beschäftigen möchte, kann also bereits zugreifen.
    Ebenso biete ich vernickelte Bleikugeln für den Ballast an (bei Lasercut-Fahrzeugen unverzichtbar) und habe momentan auch einige wenige Sommerfeldt-Stromabnehmer vorrätig. Die Bestände werde ich aufstocken, wenn erkennbar ist, wie das Interesse daran ist.
    Gruß --- Jürgen

  • Der dritte Prototyp ist bis auf Kleinigkeiten (Griffstangen, Kupplungen ...) fertiggestellt und kann so auf der NuSSA präsentiert werden. Bis Gießen sind dann wohl weitere Details ergänzt.


    Gruß --- Jürgen

  • Der letzte, bei der NuSSA gezeigte Prototyp hatte als kleine Ergänzung gegenüber dem des letzten Posts noch die Griffstangen bekommen und eine Kupplungsdeichsel, deren Drehachse ca. 45 mm hinter der Gehäudevorderkante liegt, wie es für sehr enge Kurvenradien notwenidg ist. Solange bei den Protagonisten der 0-Meterspur noch keine Kupplungsnorm/-aufnahme verabredet ist, hat diese Deichsel am Ende eine Bohrung von 1,5 mm Ø ... und passt damit für die bei der BAE gebräuchlichen Kupplungen. Aber hier sind natürlich auch andere Lösungen denkbar ... auch für die Aufnahme von starren Verbindungen mit Albert- oder Scharfenbergkupplung.


    Die bisherigen Prototypen waren mit den Fahrgestellblenden ausgestattet, die von geschlachteten Bachmann-Trams stammten. Das war natürlich nur eine vorübergehende Lösung. Zum einen habe ich selbst im Shop ja nur die „nackten“ Bachmann-Fahrwerke ohne Blenden im Vertrieb, zum anderen wollte ich die konstruktive Grundlage haben, um die Blenden auch für die Verwendung anderer Fahrgestelle mit anderen Abmessungen (Achsabstand, Höhe ...) schnell anpassen zu können.
    Deshalb habe ich jetzt Blenden konstruiert, die sich möglichst dicht ans Reutlinger Vorbild halten (mit den notwendigen Kompromisssen, die das Bachmann-Fahrwerk vorgibt) und aus 4 Schichten Kraftplex-Material gelasert und montiert sind. Auch hier habe ich kurz geschwankt, ob das ein Fall für 3D-Druck wäre, habe mich dann aber für Lasern entschieden: von der Optik her sehe ich keine Nachteile, wohl aber einen großen Kostenvorteil.






    Bei einem Radstand von 41 mm sind die Blenden jetzt 115 mm lang, und ich bin in der Lage, sie ohne großen Aufwand für andere Maße anzupassen.


    Die Laserdateien für den gesamten Bausatz sind jetzt komplett, allerdings muss ich jetzt die Montageanleitung, mit der ich bereits begonnen habe, fertigstellen.


    Gruß --- Jürgen

  • ... zwar ist die Montageanleitung immer noch nicht fertig geschrieben, aber alle Montagefotos sind gemacht und ich rechne mit der Fertigstellung der Montageanleitung noch vor Ostern (wie gewohnt, gibts dann ein PDF zum Download in meinem Shop). Der TW ist konstruktiv noch einmal verändert sprich tiefergelegt, soweit das bei Verwendung des Bachmannfahrgestells überhaupt machbar ist. Auch die Montage der Fahrgestellblenden nach Reutlinger Vorbild hat in der Wirkung noch einmal einen erheblichen Schub vorwärt gegeben.
    Ich habe den Triebwagen deshalb jetzt zur Bestellung freigegeben; die Auslieferung erfolgt nach Bestelleingang in der zweiten Aprilhälfte.
    Bachmann-Fahrgestelle habe ich zurzeit nur 7 vorrätig; wenn absehbar ist, wie hoch der Bedarf ist, werde ich weitere Fahrgestelle in den USA beschaffen.
    Hier sind die Fotos vom serienreifen Zustand des TW51:




    Gruß --- Jürgen

  • Hallo Otto,
    in deinem Strang ging/geht es ja nicht vorrangig um den TW51.
    Interessant finde ich aber, dass bei den drei dort vorgestellten Triebfahrzeugen drei ganz verschiedene Herstellungstechniken zum Einsatz kommen ... als hättest du es darauf angelegt zu zeigen: Schaut mal her, das ist mit den heutigen Techniken in der Kleinserienherstellung alles möglich!


    Es fehlen nur Techniken wie CNC-Fräsen und Spritzguss, die aber eher für die industrielle Herstellung in Frage kommen.


    Aber ich schweife ab. Hier wollte ich nur mitteilen, wie es bei dieser Produktlinie weitergeht:


    Es wird natürlich auch einen Beiwagen zum TW51 geben. Die Wagenkastenmaße werden identisch sein mit dem des TW, aber Dachaufbau, Fensterteilung und einige Details sind natürlich andere.


    Und es wird zumindest zwei kurze 2-achsige Meterspur-Waggons geben, einen O- und einen G-Wagen. Die Vorbilder werden aber nicht von der Reutlinger Straßenbahn kommen (dort wurde der Güterverkehr mit Rollböcken und Regelspurwagen durchgeführt), sondern z.B. aus der Wuppertaler Ecke ... so etwa:


    Foto: Tw 18 mit Stückgüterzug am Stadtbahnhof Wuppertal-Ronsdorf. Foto: Klaus-Bernd Lange †, Slg Stiftung Regionale Verkehrsgeschichte, Wuppertal


    Gruß --- Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    ich bin sehr beeidruckt von dem schönen TW51, da ist Dir ein besonderer Bausatz gelungen. Kompliment. Du bist schon ein richtiger "Laser"-Künstler.


    In Deinem Shop bietest Du das Bachmann Fahrwerk an und schreibst, man müsse es umspuren.


    Könnte man den TW51 auch als 0e Fahrzeug betrieben? Wie siehst Du das? Müßte ich viel am Fahrwerk des TW51 ändern?


    Grüße, Stefan

  • Hallo Stefan,


    In meiner Brust schlagen zwei Herzen: das des Kaufmannes, der sagt: Der Konstruktionsaufwand für den Bausatz soll sich rechnen, jeder verkaufte Bausatz zählt :thumbsup:


    ... und das des Konstrukteurs, der sagt: Das Vorbild steht aber doch auf Meterspurgleisen. :wacko:
    So, der Konstrukteur hört jetzt mal weg:


    Wenn man auf das Umspuren des Bachmann-Fahrgestell verzichtet ... dann steht die Tram auf 0e-Rädern ... so einfach ist das.


    Die einzige Frage, die sich stellt: Lässt man die Fahrwerksblenden dort, wo sie jetzt sind, oder setzt man sie der schmaleren Spur entsprechend jeweils um 2,85 mm nach innen?
    Wenn ein Käufer des Bausatzes die Entscheidung vorab treffen würde, könnte ich die Schlitze in der Bodenplatte entsprechend verändern; ansonsten kann man aber auch die Montagenasen der Fahrwerksblenden beim Standardbausatz abtrennen und die Position für die Montage frei wählen.
    Gruß --- Jürgen

  • Soeben habe ich die (vorläufige) Montageanleitung fertiggestellt und als PDF zum Download im Shop bereitgestellt.
    Die Anleitung muss ich jetzt noch einmal sorgfältig prüfen und sie wird sicher an der einen oder anderen Stelle noch verfeinert werden.


    Aber sie ist sicherlich auch jetzt bereits interessant für diejenigen, die mit dem Bausatz liebäugeln und überprüfen wollen, ob sie sich die Montage zutrauen können. Oder auch für die, die einfach mal schauen wollen, wie so ein Lasercut-Bausatz konzipiert ist ... oder diejenigen, die sich für einen kompletten Selbstbau inspirieren lassen wollen.


    Gruß --- Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    aus Erfahrung kann ich bestätigen, dass Deine Bausätze sehr passgenau sind. Auffallend ist auch, dass die dazu gelieferten Bauanleitungen ausführlich und gut sind. Da Du einen so schöne Straßenbahn konstruiert hast, wäre doch in Zukunft ein Triebwagen für 0e und Om sinnvoll.


    Freundliche Grüße
    Michael

    Freundliche Grüße :)

    Michael

  • Hallo Michael,


    Dankeschön für das Lob meiner Bausätze in Sachen Passgenauigkeit und für die Qualität meiner Montageanleitungen! Das geht runter wie Öl.
    Aber ich weiß auch, dass mit manchmal Sachen durchschlüpfen und ich Kleinigkeiten übersehe oder Fehler mache. Es ist eben eine One-Man-Show und der QM-Beauftragte in mir hat auch mal schlechte Tage.
    Wichtig ist es , dass ihr wisst: Wenn Fehler passieren oder Teile fehlerhaft sind, liefere ich unkompliziert und schnell Ersatz.


    Was meine weiteren Planungen beim Rollmaterial angeht, habe ich in Post 7 ja bereits die Aussichten deklariert: Es wird einen Beiwagen zum TW geben und außerdem zwei Güterwagen (je einen G- und O-Wagen).
    Nicht zu vergessen ist allerdings die B-Kuppler-Dampflok nach Vorbild der Loks 10 und 12 der Mindener Kreisbahn. Die befindet sich nämlich ebenfalls im Stadium kurz vor Serienreife. Der Löwenanteil der Produktion dabei ist allerdings 3D-Druck, so dass daran vorrangig Christian arbeitet.


    Zurück zum TW51: Die Montageanleitung von heute früh hatte eine äußerst kurze Halbwertzeit. Ich habe inzwischen Korrektur gelesen, neben der Farbschema-Erklärung der Bauteile auch einige andere sachliche Details ergänzt ... und das Update ist bereits hochgeladen. Es handelt sich jetzt also um das voraussichtliche amtliche Endergebnis.


    Gruß --- Jürgen

  • Auf den letzten Metern habe ich im Dachbereich des Triebwagens noch einmal einiges umkonstruiert. Hintergrund war Kritik im DSO-Forum, wo OOK den TW zeigte.


    OOK hat die Ereignisse in seinem 0m-Blog dokumentiert.


    An einigen Punkten zeigte sich, dass ich die Fotos und Risszeichnungen des TW falsch interpretiert hatte: Nachdem ich zunächst den TW21 gezeichnet hatte, der einen relativ hohen Dachaufbau (Laternendach) mit Oberlichtern hatte, stieg ich um auf den TW51 als Vorbild. Die Strukturen im Dachbereich interpretierte ich als Oberlichter, nur eben sehr viel flacher als beim TW21.
    Durch das Feedback im DSO stellte sich heraus, dass ich da einer Täuschung aufgesessen war: Wo ich Überlichter sah, waren es tatsächlich bei den Fotos aus leichter Untersicht die Stützstrukturen der Laufstege.
    Einer der Haupkritikpunkte war aber die Befestigung des Pantographen: Ich hatte ihn an den von Sommerfeldt vorgesehenen Befestigungspunkten außen auf einem Unterbau befestigt; das sah zugegebenermaßen nicht sehr elegant aus. Jetzt habe ich mit der Trennscheibe die ausladenden äußeren Befestigungspunkt weggeschnitten und den Panto – wie bei Vorbild aquch - zentral auf dem Dach befestigt.
    Dadurch wird aus dem Sommerfeldt-Stromabnehmer zwar immer noch kein »echter« Straßenbahn-Panto, aber das sieht nun doch alles um einiges gefälliger aus.


    An der Terminplanung (Auslieferung zweite Aprilhälfte) ändert das alles nichts.


    Ach ja: an der Montageanleitung hat sich dadurch einiges geändert. Das Update liegt zum Download bereit.


    Gruß --- Jürgen



  • Hallo Jürgen,

    hatte dieser Triebwagen unten am Fahrgestell kein Räumbrett? Bei den meisten Straßenbahnen kenne ich es eigentlich so. Bei meinem "Exjapaner" sieht es so aus:


    Wenn Du schon mal beim verfeinern bist, vielleicht kannst Du diese zwei Bretter noch nachrüsten.


    Und wie sieht es mit den Blinkern aus? Die könnten doch im 3D-Druck gemacht werden. Im Original waren das rot lackierte 24-V-Glühlampen etwa in der Größe wie die aus dem Haushalt bekannten 220-V-Glühlampen. Gut zu sehen an dem Originalfoto im Beitrag 7.



    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Rollo,


    ein Räumbrett hatten diese TW nicht; es ist lediglich so, dass die untersten Fahrwerksträger der linken und rechten Seite miteinander verbunden sind. Das werde ich ergänzen.


    Die Reutlinger TWs sind ab Auslieferung x-mal verändert und umgebaut worden. Der TW51 wurde 1928 ausgeliefert und hatte keine Blinker. Wann die TWs Blinker bekommen haben, ist in dem Standardwerk zu den Reutlinger Straßenbahnen nicht dokumentiert. Das älteste Foto des baugleichen TW52 mit Blinkern stammt von 1962.
    Ich könnte mir vorstellen, solche Teile als Zurüstartikel anzubieten; das wird aber nicht mit der ersten Bausatzserie der Fall sein.


    Ein weiteres Thema sind die »Automaten« (Überstromsicherungen) über den Führerständen sowie die Kabelführungen auf dem Dach. Da erwarte ich zurzeit weitere Information und werde die Automaten und die Anleitung zum »Strippenziehen« den Bestellern der Bausätze kostenfrei nachliefern.


    Gruß --- Jürgen

  • Noch einmal hat es letzte Ergänzungen und Änderungen an der Montageanleitung gegebn. Die heutige Fassung ist nun aber definitiv die, die den ersten Bausätzen, die in der zweiten Aprilhälfte ausfgeliefert werden, beiliegen wird.


    Jetzt geht der Blick aber weiter nach vorn: Die Zeichnungen für einen Bewagen haben begonnen. Ich könnte es mir einfach machen und den Wagenkasten des TW51 übernehmen. Das fände ich von der Optik her aber langweilig; und es entspräche auch nicht dem normalen Bild der damaligen Gespanne.
    Ich habe mich deshalb für einen Beiwagen der Serie B11 bis B13 entschieden, und zwar im Zustand vor dem Umbau, der um 1960 stattfand. In dieser Zeit hatte der Beiwagen noch die kleinen Fenster.


    Ich werde über den Fortschritt berichten.


    Gruß --- Jürgen

  • Pünktlich, wie geplant, hat die Auslieferung der Tram-Lasercutbausätze begonnen.

    Die Sendungen an alle bisherigen Besteller sind unterwegs.


    Das war die gute Nachricht. Jetzt die schlechte: Bachmann-Fahrgestelle habe ich noch genau zwei auf Lager.
    Heute habe ich im Bachmann-Shop USA nachgeschaut: Die liefern aktuell wegen Corona überhaupt nicht. Und ich habe auch gesehen, dass die Höchstliefermenge wohl von 10 auf drei reduziert wurde. Da wird es eventuell etwas schwieriger mit dem Nachschub.
    Nach Alternativen halte ich ja beständig Ausschau. Leider hat mir sb-Modellbau wegen total ausgelasteter Kapazitäten trotz Abnahmegarantie einen Korb erteilt.



    Beim geplanten Beiwagen gibt es die Probleme glücklicherweise nicht: Die sollen auf BEMO-Achsen rollen, die in Messinglagern geführt werden.
    Gruß --- Jürgen

  • Hallo Jürgen,


    etwas OT meine Frage, aber andererseits auch wieder nicht. Welchen Mindestabstand müssen Parallelgleise haben, damit sich zwei deiner Strab-Wagen begegnen können, natürlich inkl. Mast zwischen den Gleisen? Auf der NEM-Seite finde ich nur die Angaben für meterspurige Eisenbahnen, aber nicht für Straßenbahnen.

    Warum ich das frage? Auf der Straßenbrücke über der Einfahrt zu meinem Bahnhof verlief nicht nur die Binderslebener Landstraße, sondern auch die zweigleisige Straßenbahnlinie zum Hauptfriedhof. Nach der o.a. NEM müsste ich je Gleis 74 mm vorsehen zuzüglich Fahrleitungsmast dazwischen. Nach der mir vorliegenden Bauzeichnung aus einem alten "modelleisenbahner" sind aber für die zwei Gleise nur 127 mm anzusetzen. Das ist schon ein heftiger Unterschied...


    Vielleicht kann ja auch ein anderer Strab- und/oder Meterspurschmalspurbahner weiterhelfen. Ein auf keinen Fall beratungsresistenter


    Michael;)

  • Hallo Michael,

    Jürgen ist wohl am Lasern und hat deine Frage noch nicht gesehen, da drängle ich mich mal vor. Michael Schnellenkamp bietet in seinem Spur 0-Kaufhaus ja den wunderschönen gegossenen Fahrleitungsmast an. Dazu schreibt er: "Der Fahrdraht soll in 131mm über Schienenoberkante liegen. Gleismittenabstand zu Mitte Mast: 60mm". Das würde bedeuten, dass der Gleismittenabstand der beiden Gleise 120mm beträgt.

    Schöne Pfingsten


    Otto


    PS: Für Rollwagenbetrieb beitet er längere Ausleger an, da müssen die Gleise natürlich weiter auseinander.

  • Hallo Michael,


    nehme ich die NEM 74mm komme ich bei 1:45 auf 3,33m. Straßenbahnen sind aber in den meisten Fällen nur 2,50m breit (früher sogar nur 2,20m), was in 1:45 56mm sind. Wenn sich Jürgen an diese 56mm gehalten hat, dann kannst Du nach der Bauzeichnung des "modelleisenbahners" bauen. (56mm + 56mm = 112mm, bleiben Dir 15mm für den Fahrleitungsmast)

    Man kann sich an die NEM halten, muss es aber nicht. Ich ziehe Vorbildmaße bei den Gleisabständen vor.


    Mit freundlichen Grüßen

    Roland

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