Das Empfangsgebäude in Allfeld.

  • Die Geschichte, die ich um meinen kleinen Bahnhof gesponnen habe, beruht darauf, dass die Planungen, die Privatbahn-Strecke Oberschefflenz - Billigheim bis Allfeld weiterzuführen verwirklicht wurden. Da kein allzu großer Betrieb über Billigheim erwartet wurde, hat man also auch nur einen kleinen Bahnhof mit wnigen Gleisen gebaut.
    Gebaut hat die Strecke die Firma Vering und Wächter. Betrieben wurden sie später von der Deutschen Eisenbahn Betriebsgesellschaft (DBEG). Empfohlen sei das Buch von Meinhard Döpner, Die SWEG, bei Zeunert erschienen.
    Vering und Wächter hat drei Typen von Empfangsgebäuden auf der Strecke verwirklicht:

    • das große EG in Billigheim mit zwei Geschossen und Güterschuppen
      das mittlere EG in Mittelschefflenz mit zwei Geschossen und Güterschuppen
      das kleine EG in Katzbach, das ein schuppenartiger Bau ist.


    Billigheimer und Mittelschefflenzer sind aus einem "Baukasten", so dass ich am noch bestehenden Billigheimer EG Maß nahm:


    und (zu wenige) Fotos schoss.


    Durch Steine zählen konnte Länge, Breite und Höhe des Gäudes ermittelt werden, der Digitaltechnik sei Dank! Und es wurde eine Zeichnung in 1:1 erstellt und in 1:45 ausgedruckt. Es ist viel bequemer 250 mm für die Länge eines Ziegels einzugeben als 5,556 Periode. Beim Kontrollieren der Zeichnung, beim Nachmessen kann man sogleich erkennen, um welches Maß es sich handelt. Natürlich ist es später sinnvoll, die Zeichnung zu skalieren, damit man die Materialstärken leicht einzeichnen kann, es geht aber, sich aus dem Maßstab umzurechnen.
    Als Baumaterial wählte ich Finnpappe, da sie sich leicht schneiden lässt und doch stabil ist. Für die Außenschicht wählte ich 2,5 mm, da dies der Steinbreite entspricht, hinter der der Blendrahmen montiert wird. Die beiden Innenschichten sind 3 mm stark, so dass ich auf eine Wandstärke von 380 mm komme, was der Realität im Erdgeschoss entspricht. Die 6 mm ergeben ergeben mir mit leichtem Übermaß die Wandstärke im Obergeschoss von 250 mm.
    Die Vorzeichnung habe ich mit Sprühkleber auf die Pappe aufgezogen und die Fenster, Tür- und Sparrenöffnungen mit dem Cuttermesser ausgeschnitten. Da ich nur dieses eine Gebäude bauen möchte, bleibe ich bei OLD SCHOOL, der bewährten Technik des Zeichnens, Ausschneidens, Klebens und habe dabei die Möglichkeit auf Fehler oder Veränderungen einzugehen.

    Man sieht beim oberen Bild, wie die Wände aus Schichten aufgebaut sind. Ein Trick, den wir damals bei Rainershagener Naturals entwickelt hatten, und den ich schon vielfach bei meinen H0-Gebäuden z.B. in Magsthausen erfolgreich angewandt habe. Rainer hatte damals auch gemeint, man könnte die Ecken nicht stumpf verleimen oder auf Gehrung, sondern miteinander verkanten. Bei mir stützt immer eine Wand eine andere, so dass sie senkrecht stehen muss.
    Die Fensterumrandungen habe ich aus 230 g Papier ausgeschnitten, nach aufgedruckter Vorzeichnung. Ein Kopierer kann diese Stärke noch verarbeiten. Das Papier ist i.d.R. in der Farbe, in der das Bauteil nachher erscheinen soll.

    Der Fußboden besteht aus Dielen, ich habe sie 24 cm breit vorgezeichnet und mit dem Rücken des Abbrechklingenmessers nachgezogen und mit Revellfarben angemalt (# Matt 84, Matt 87, Matt 88). Die Farben werden auf der Palette nass in nass gemischt, mit einem 3er Pinsel aufgetragen und sogleich mit Verdünnung ausgewaschen. Vielleicht sollten die Farbunterschiede der einzelnen Bodenbretter nicht ganz so groß ausfallen.

    Die Zwischenwände sind unterschiedlich stark. Zwischen Warteraum links und Dienstraum habe ich eine dickere Wand eingezogen. Es ist auch eine Fensteröffnung vorhanden, damit man das Billet erstehen kann. Die hintere Raumeinteilung ist vom EG Billigheim übernommen worden (vgl. grünes Hp1 / 11, wo die Bahn wunderbar beschrieben und bebildert worden ist).

    Die Decke besteht aus drei Lagen.
    Rechts entsteht gerade das Treppenhaus, dessen Wände in Geschosshöhe geteilt sind, um später Wartungsarbeiten an der Beleuchtung durchführen zu können.


    So weit so gut. Nachher werden die Wände im 1. OG ausgescchnitten.


    Gruß
    Andreas

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