Baubericht Rottenbuden

  • Hallo Zusammen,


    in diesem Thema "Rottenbuden" möchte ich Euch meine nächsten Bauprojekte vorstellen.


    Ich habe das Thema bewusst unter Fahrzeugbau positioniert, weil es sich um eine fahrbare Rottenbude und um eine Baubude handelt, die auf einem Kla-Anhänger bzw einem Skl verladen werden konnte und so an Ort und Stelle transportiert werden konnte.


    Die Rottenbuden standen an Bahn-Baustellen zur Unterkunft der Rottenarbeiter.


    Bei der fahrbaren Rottenbude, die entweder durch ein Skl Fahrzeug bewegt wurde oder auf einen passenden Wagen verladen werden konnte, handelt es sich um einen Bausatz, der vom Rheinberger Verein 2016 angeboten worden ist.


    Die andere Rottenbude entstand nach eigener Konstruktion nach Vorbild. Diese bestand hauptsächlich aus einem gewölbten Wellblech, das gleichzeitig die Seitenwände und das Dach bildete. Die Stirnseiten waren aus einem anderen Material hergestellt, die auf einer Seite ein Fenster und auf der anderen Seite eine Tür beinhalteten. Ein Vorbild-Foto ist mir aus dem WWW-Netz leider nicht bekannt, ich habe jedenfalls keins gefunden, aber bei einem Besuch des Dampflokmuseums Hermeskeil im Hunsrück letzten Sommer, konnte ich zwischen den vielen abgestellten Dampfloks von Bernd Falz eine solche Bude im Original finden, an der ich die Maße für das Modell abgreifen konnte.


    Beide Buden besaßen sogar einen Ofen und damit ein Ofenrohr nach draußen.


    Bei dem Thema Rotte oder Bahnmeisterei kommt der Wunsch nach einem Modell des Skl53. Hoffe sehr, dass es dieses Fahrzeug bald geben wird, da es bundesweit vertreten war.


    Im folgenden wird der Baubericht mit Fotos fortgeführt.


    Schöne Grüße
    Norbert

  • Hallo Zusammen,


    beginnen möchte ich heute mit der Vorstellung der Rottenbude im Original, die auf Skl oder deren Anhänger Kla bzw auf andere Flachwagen verladen werden konnte und an Baustellen transportiert wurden.


    Die Buden bestanden größtenteils aus Wellblech und waren anscheinend ziemlich leicht. Waren die Haltegriffe an den Stirnseiten zum Tragen der Buden?


    Was sich leider meiner Kenntnis entzieht, ist, ob die Rottenbuden einen Boden besaßen. Weiß jemand mehr dazu? Woraus bestand dieser Boden? Hat jemand weitere Infos zu diesen Rottenbuden oder sogar Innenaufnahmen oder vielleicht sogar Einsatzfotos?
    Im Netz habe ich nichts darüber gefunden.


    Meine Fotos entstanden im letzten Sommer im Eisenbahnmuseum Hermeskeil








    Nachfolgend geht es mit dem Bau im Modell weiter.


    Schöne Grüße
    Norbert

  • Hallo Zusammen,


    nach dem ich euch das Original vorgestellt habe, kommen hier nun die Bauteile für das Modell.


    Diese habe ich größtenteils aus Messing laut Abmessungen in 1:45 hergestellt. Das Wellblech ist allerdings Alu und gibt es fertig zu kaufen, ich habe es nur auf meine Maße abgeschnitten.


    Vor der Anfertigung der Einzelteile, habe ich die Abmessungen zuerst einmal auf Pappe übertragen und mir quasi einen Prototyp gebaut, um sehen, ob die Abmessungen schlüssig sind und alles passt. Die Maße habe ich anschließend auf das Messing bzw auf das Wellblech übertragen.



    Zu sehen sind die Stirnwände, das Ofenrohr mit Abschluss und Halter, Griffstangen für die Stirnwände, eine Fensterscheibe, die Türe und das das Dach, das gleichzeitig auch die Seitenwände bildet.




    Schöne Grüße
    Norbert

  • Hallo Zusammen,


    beim Bau der Rottenbude habe ich gemerkt, dass man das Wellblech nicht so einfach an die Messingstirnwände befestigen/kleben kann, so dass alles hält.


    Darum habe ich ein 0,2mm dickes Messingblech auf Maß für das Dach bzw Seitenwände zurecht geschnitten und löte dieses zunächst an die beiden Stirnwände an. An die Stirnwände habe ich allerdings zuvor das Ofenrohr samt Halterung und die Haltegriffe sowie den Regenabweiser für das Fenster angelötet.






    Nun wird die andere Stirnwand angelötet, alles immer zuerst leicht heften und die Passgenauigkeit prüfen, danach alles fest löten





    Damit ist die Rottenbude fertig gelötet und man erkennt die schöne abgerundete Form.





    Bevor das Wellblech auf das 0,2mm dicke Messingblech geklebt wird, werden alle Lötstellen versäubert.



    Nun wird das Wellblech und die Wellblechtüre mit UHU Strong & Safe aufgeklebt und mit Klemmen befestigt. Gut trocknen lassen!




    So viel für heute.


    Schöne Grüße
    Norbert

  • Alaaf Zusammen, wie man derzeit im Rheinland sagt.


    Die Rottenbude ist nun fertig gestellt. Einen Boden habe ich mir gespart.


    Die Bude wurde an den Stirnseiten beige lackiert, das Ofenrohr geschwärzt und schließlich alles gealtern. Zum Schluss wurde zum Schutz ein Satin Klarlack mit der Airbrush aufgetragen.







    Im nächsten Beitrag geht es dann mit der fahrbaren Rottenbude weiter.


    Schöne Karnevalstage
    Norbert

  • Hallo Zusammen,


    heute geht es nun mit der fahrbaren Rottenbude weiter. Diese war vor einigen Jahren vom Rheinberger Spur0 Verein zu erwerben. Hersteller ist Moog Modellbau.



    Das Foto zeigt die Ätzplatine und weitere Teile wie das Fahrwerk, die Anhängerdeichsel und die Fensterscheiben




    Zuerst werden alle Teile aus der Platine gelöst und versäubert. Die Seitenwände, die aus einem Teil bestehen, werden mit Messingstreifen an den vorgesehenen Stellen per Lötung beplankt




    Für die Schiebetüre werden U-Profile auf die Stirnwand gelötet




    Auch die Fensterrahmen samt Fensterklappen werden auf die Seitenwände belötet




    Das Foto zeigt das fertige Seitenwandband, das im nächsten Schritt jeweils um 90Grad gefaltet werden muss




    Schöne Grüße
    Norbert

  • Hallo Zusammen,


    nach dem alle Teile an die Seitenwände gelötet wurden, wird das Seitenwandband an den entsprechenden Stellen um 90 Grad sauber gebogen, an einer Stelle zusammengefügt und verlötet sowie an den entstandenen Ecken L-Profile angelötet. Das Gehäuse ist mit diesen Arbeitsschritten entstanden und auch stabil. Das Messing wird von Lötresten gereinigt und poliert.


    Die Schiebetüre kann zum Test einmal eingebaut werden, muss aber zum Lackieren wieder demontiert werden.









    Schöne Grüße
    Norbert

  • Hallo Zusammen,


    heute geht es mit dem Boden für die fahrbare Baubude weiter.


    Dazu werden die Ätzteile aus dem Rahmen entfernt und gesäubert.



    Die seitlichen Streifen werden an den vorgesehenen Stellen um 90 Grad gebogen.


    An den kurzen seitlichen Streifen (Stirn und Front) werden zuerst die 4 Halter für die Deichsel gelötet.





    Danach können diese Streifen ebenfalls um 90 Grand gebogen werden und an den Ecken zu den längeren Seitenstreifen verlötet werden.


    Die seitlichen Halter für die Abroller werden gebogen und mit Messingröhrchen und Draht für die seitlichen Abroller bestückt bzw verlötet.





    Die vier Achsenhalter werden aus der Bodenplatte nach unten gebogen.





    Die zwei hier gezeigten Teile werden entsprechend gebogen und im Bereich der Achshalter eingelötet.







    Die Deichsel wird aus zwei Messinggußteilen hergestellt.




    Danach wird alles gesäubert und poliert.


    Schöne Grüße
    Norbert

  • Hallo Zusammen,


    nach längerer Pause und als ersten Beitrag im neuen Forum-Outfit, möchte ich meinen Beitrag über die fahrbare Rottenbude weiterführen.



    Arbeitsplatz beim Bau der Rottenbude




    Nachdem die Seitenwände und das Fahrwerk fertig gestellt sind, wird das Dachsegment versäubert und an den Enden um 90 Grad gebogen




    Die gebogenen Kanten werden verlötet




    Das Dach wird zur Kontrolle auf das Gehäuse gesetzt. Passt!






    Schöne Grüße

    Norbert

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