MTH Rheingold ausgeliefert

  • Hallo,


    heute habe ich den neuen Rheingold von MTH abgeholt. Mein erster Eindruck ist positiv - auch wenn die Farbe gegenüber den mir aus HO Zeiten bekannten Modellen dunkler ist - so wie im Forum, siehe hier www.forum.spurnull-magazin.de/geplante-modelle/farbe-von-mth-drg-rheingold-872/#post12761 bereits beschrieben. Das Finish ist gut und strahlt die für den Rheingold notwendige Eleganz aus. Unschlagbar ist m.E. das Preis-Leistungsverhältnis: nur 549,95 € habe ich bei easygleis - http://www.easygleis.de - für den Zug bezahlt, immerhin 5 Wagen!


    Gruß Ulli

    Viele Grüße aus Würzburg

    Moritz

  • Hallo Ulli,


    erstmal Glückwunsch, sehr schöne Wagen und sicher den Preis wert. Auf der Seite von easygleis stehen die Wagen mit EUR 599,95. Wenn ich richtig gesehen habe.Viel Spaß mit dem langen Sonderzug.

  • Hallo,


    im Verhältnis von Preis und Leistung hat MTH mit dem Rheingold die Spitze erreicht.


    Bei einem Durchschnittspreis von ca. 110-120 € pro Wagen und der sehr guten Ausführungsqualität - an dem Zug ist m.E. aber auch so gut wie nichts auszusetzen - wird sich der Mitwettbewerber, der nach langer Verzögerung seine vierachsigen Personenwagen jetzt für fast den zweieinhalbfachen Preis von 279 € auf den Markt bringen will, der Frage ausgesetzt sehen, ob seine Wagen auch zweieinhalb mal so gut sind.


    Insbesondere auch die Lösung der Kupplungsfrage verdient Anerkennung. Die Wagen sind mit lenz-kompatiblen Kupplungssystem ausgerüstet,
    zur Umrüstumg auf Originalschraubenkupplung liegen entsprechende Einsätze einschließlich der Kupplungen bei
    und für den Einbau der Kadee Kupplung ist der Wagen auch vorgerüstet. Das war bei Orientexpress noch nicht so.


    Wer mit Originalschraubenkupplung fahren will, muß auch nicht befürchten, dass sich die Kupplung gelegentlich aus der Pufferbohle löst,
    da sie mit zwei Schrauben befestigt und nicht lediglich eingeklipst wird.


    M.E. setzt MTH hier neue Maßstäbe.


    Gruß Hermannjosef

  • Naja Stückzahl :S
    So viel wurden vom Rheingold sicherlich auch nicht produziert und dann wohl sicherlich zu 90 % für Deutschland und so viele Modellbahner in Spur 0 die EPII fahren gibt es auch nicht :?: :!:

  • Hallo Knauber,


    selbstverständlich hat auch die Auflage erhebliche Auswirkungen auf den Preis, da stimme ich voll zu.


    Aber, es ging mir weniger um den Preisvergleich, sondern mehr darum, einmal herauszustellen, welch hervoragendes Produkt die
    Firma MTH hier zu einem äußerst günstigen Preis auf den Markt gebracht hat.


    Was die Stückzahlen selbst angeht, kann man ja nur spekulieren, da die Firmen ihre Kalkulationsgrundlagen ja nicht bekannt geben.
    Die Tatsache, dass die eingebaute Standardkupplung die lenzkompatible ist, lässt darauf schließen, dass jedenfalls die 2 Leiterausführung hauptsachlich für den europäischen Markt produziert wurde, auf dem sich die Mitbewerber ebenfalls tummeln.


    Eine bei bestimmten Produzenten vertretene Philosophie ist offensichtlich, die Waren am Markt knapp und somit auch das Preisniveau hoch zu halten.


    Das sind aber unternehmerische Entscheidungen, die wir als Verbraucher, wenn wir die entsprechenden Waren erwerben wollen, dann aktzeptieren
    oder, wenn wir das nicht wollen, auf den Kauf verzichten müssen.


    Gruß
    Hermannjosef

  • Naja Stückzahl :S
    So viel wurden vom Rheingold sicherlich auch nicht produziert und dann wohl sicherlich zu 90 % für Deutschland und so viele Modellbahner in Spur 0 die EPII fahren gibt es auch nicht :?: :!:


    Ich glaube nicht, dass dieser Zug nur für Ep. 2-Modellbahner geeignet ist: Diese dürften vielleicht 10% vom ohnehin kleinen 0-Markt ausmachen. Gerade dieser Zug eignet sich aber auch hervorragend als Museumszug und somit auch für alle anderen Epochen ab 3.


    Von eventuellen Umbaumöglichkeiten in DB-Wagen ganz zu schweigen.


    MTH zeigt damit, was Preis-Leistungs-technisch möglich ist. Ich weiß ja nicht, wie Ihr das seht, aber ich z.B. finde die 279 Euro für die angekündigten vierachsigen Umbauwagen alles andere als preisgünstig. Es ist schon recht teuer (= für 2 Stück gibt es schon eine Lok!)! Man kann es zwar nicht vergleichen, aber trotzdem ziehe ich immer noch die Parallelen zu H0, wo ein Personenwagen im Allgemeinen nicht 3 x so teuer wie ein guter Güterwagen ist. Oder anderes ausgedrückt: Ein 0-Großserienwagen, der mehr als 10 x so teuer ist wie sein H0-Pendant, ist einfach zu teuer! Brawa zeigt ja mit seinen Güterwagen auch, dass das zum Faktor x 3 möglich ist.


    Gruß, Claus

  • Hallo Otto,


    danke für das Zeigen der Bilder. Muss schon sagen, dass die Farben deutlich besser als bei den bisher gezeigten Modellen rüberkommt.


    Ich habe aber mal eine Frage an Dich: Sind das wirklich vier Speisewagen samt einem Packwagen? Ich frage deswegen, weil in den vier "Nicht-Packwagen" an jedem Fenster Tischlampen zu erkennen sind und jeder der vier Wagen eine MITROPA-Anschrift hat. Da verwundert mich im Moment fern ab meiner Unterlagen auch die Klassenanschrift neben den Türen - MITROPA-Wagen mit Klassenangaben? Irgendwie vermisse ich da derzeit "richtige" Abteilwagen...


    Kannst Du da für mich nochmal nachsehen und mir eine Bestätigung oder Korrektur geben? Danke!



    Freundlicher Gruß von unterwegs
    Stefan

  • Moin,


    Es sind zwei Speisewagen mit Küche und zwei Salonwagen. Je ein Speise- und Salonwagen erster und einer zweiter Klasse. Die Wagen wurden so zusammengestellt, dass paarweise eine Küche in der Mitte war. Es gab im 30er Jahre Rheingold keine Abteilwagen, jedenfalls wenn man den Quellen im Netz glauben darf.


    Ein wenig misslich ist, dass der Packwagen mit Schlußlampen ausgestattet ist, denn der fuhr immer hinter der Lok. Zu der Zeit waren noch Schutzwagen vorgeschrieben, direkt hinter der Lok durften keine Personenwagen laufen. Und weil in Mannheim Kopf gemacht wurde, gab es ab da aus genannten Gründen sogar 2 Packwagen, denn das umrangieren war zu umständlich. Wer es also genau nehmen will, braucht einen zweiten Packwagen oder muss die Schlußleuchten auf einen anderen Wagen ummontieren.


    Leider sind die Tischlämpchen nicht beleuchtet, das ist aber verkraftbar bei dem Preis, die Innenbeleuchtung macht auch so einen ganz guten Eindruck. Für einen Umbau in die F-Zugwagen (oder noch später, Eilzugwagen) muss man also die Salonwagen mit neuer Innenausstattung und Abteilen versehen, die Speisewagen müssen "nur" rot umlackiert und ein paar Details aussen geändert werden.


    Bei der Gelegenheit: Hat jemand Innenaufnahmen der Wagen der F-Zug Version? Welche Farbe und Ausstattung hatten die Abteile? Ich spiele mit dem Gedanken an einen Umbau, denn einen kürzeren Schnellzug (2-3 Wagen) mit Altbau-Personenwagen wird es kaum geben.

  • Hallo Forumianer,


    wie sieht es denn nun mit dem Mindestradius aus? Bei den Händlerbeschreibungen wird immer ein Mindestradius von über 2100mm genannt; damit wäre der Zug für das Lenz Gleissystem ungeeignet; wie sehen da Eure praktischen Erfahrungen aus?


    Liebe Grüße,


    Jens

  • Hallo Leute ,


    zu den Ausführungen von Stefan gibt es nichts hinzuzufügen , Danke :!:


    Also die Rheingold Wagen fahren auch durch den R1 Radius , es gibt keine Probleme mit den Lenz Gleisen . :thumbup:


    Gruß Otto

  • Hallo Stefan,

    Es sind zwei Speisewagen mit Küche und zwei Salonwagen. Je ein Speise- und Salonwagen erster und einer zweiter Klasse. Die Wagen wurden so zusammengestellt, dass paarweise eine Küche in der Mitte war. Es gab im 30er Jahre Rheingold keine Abteilwagen, jedenfalls wenn man den Quellen im Netz glauben darf.


    Danke für die Info - das wusste ich so (noch) nicht und bin auch etwas erstaunt! Denn ich habe dunkel Reiseberichte aus den 30er Jahren im Hinterkopf, in denen, wenn ich mich nicht irre, definitiv die Beinfreiheit in den Abteilen gelobt wurde. Muss zu Hause noch mal etwas forschen...


    Freundlicher Gruß
    Der andere Stefan

  • Ein schneller Blick zu Wikipedia brachte das zum Vorschein:



    "Im Jahre 1928 führte die DRG eine neue hochwertige FD-Zugverbindung von Holland entlang des Rheins (Hoek van Holland/Amsterdam – Köln – Mainz – Mannheim – Basel) in die Schweiz ein. Der Rheingold-Express wurde mit neuen Pullmanwagen gefahren, die in schwerer genieteter Ganzstahlbauart ausgeführt waren. Diese hatten eine Länge von 23,50 Metern und wogen je nach Ausstattung zwischen 52 und 57 Tonnen. Alle Wagen liefen auf Drehgestellen der Bauart „Görlitz II schwer“ mit Rollenachslagern, die 1932 gegen solche der Bauart „Görlitz III schwer“ ausgetauscht wurden.


    In der ersten Klasse gab es neben Sitzplätzen im Großraum auch Halb- und Vollcoupés mit zwei bzw. vier Plätzen. Die Fahrgäste erster Klasse saßen auf losen Polstersesseln mit hoher Lehne. Die Wagen der zweiten Klasse besaßen keine Abteile, alle Polstersitze waren in jeweils zwei Großräumen angeordnet. Die Fensterbreite in der ersten Klasse erreichte erstmals in Deutschland das Maß von 1.400 Millimetern, die Fenster der zweiten Klasse waren 1.200 Millimeter breit ausgeführt.


    Alle Wagen trugen einen violett-beigen Anstrich und hoben sich damit vom übrigen Fahrzeugpark ab. Zusätzlich erhielten die Wagen Reichsbahnadler und Nummernschilder in Rotguß mit erhabenen polierten Schriften und Zahlen. Als Eigentümeranschrift befanden sich im Streifen zwischen Fenster und Dach die Schriftzüge „Deutsche Reichsbahn“ und „Mitropa“ aus dem gleichen Material. 1931 wurden die Wagen mit der zusätzlichen Beschriftung „Rheingold“ auf den Wagenseiten unterhalb der Fensterbrüstung versehen.


    Hersteller der Wagen waren die Waggonfabriken LHW, Wegmann und Westwaggon; bei der Waggonfabrik Credé in Kassel bestellte Wagen wurden von Orenstein & Koppel für Credé gebaut. In den Jahren 1928 und 1929 wurden insgesamt vier SA4ü, vier SA4ük, acht SB4ü, zehn SB4ük sowie drei Gepäckwagen SPw4ü mit 19,68 Metern Länge beschafft. Das „S“ in der Wagenbezeichnung stand dabei für „Sonderwagen für FD-Züge“ und das „k“ für die Kücheneinrichtung, die jeder zweite Wagen besaß. Wie bei den Pullmanwagen der CIWL konnten komplette Mahlzeiten an allen Plätzen serviert werden, so dass der Zug keinen separaten Speisewagen führen musste.


    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Waggons nicht mehr im Rheingold verwendet, einige Wagen aber zu Speise- oder Gesellschaftswagen (WGüge) umgebaut. Einige Fahrzeuge werden heute beim Freundeskreis Eisenbahn Köln (FEK), zwei weitere von der TEAG (Nostalgie-Orient-Express) museal erhalten."



    Da das alles nur Salon-Wagen waren, passt die Erläuterung von Stefan!



    Gruß
    Stefan

  • Hallo,


    mein Rheingold ist Donnerstag auch gekommen, bestellt bei Walthers in den USA, abgesandt in China und in Sydney in Betrieb genommen. Die Betriebsanleitung sagt, dass der Zug auf 42" Radius faehrt, das sind 1067 mm, aber nur mit der automatischen Kupplung. Wenn man Puffer an Puffer faehrt empfiehlt MTH einen Radius von 82" und das sind 2082 mm oder fast 4 Mal die Wagenlaenge.


    Gruss


    Henry M

  • kurze Ergänzung , was meist bei der Zusammstellung des Zuges vergessen wird , es wurden bei dem alten Reihngoldzug der 30ziger meist zwei Gepäckwagen mit geführt einer hinter der Lok und einer am ende.



    Gruß


    Lothar

  • Leider konnte, wie auch schon in Dortmund, mir niemand am Busch Stand sagen wie die Beleuchtung ist....
    Einfach über die Gleisspannung? Oder "Digital" geschaltet (jeder Wagen mit einem Funktionsdecoder)?


    Das die Tischlampen nicht beleutet sind wurde hier bereits gesagt. Kann man die eventuell relativ einfach gegen beleuchtete tauschen?


    Irgendwie ist das für mich ein Kaufkriterium bei einem "Rheingold- Zug"...
    Adalbert


    Nun aber bitte nicht sagen: Was willst Du denn bei dem Preis...
    Bitte nur "sachliche" Infos....

  • Das Licht in den Wagen ist über die Gleise und können nicht geschaltet werden (nicht digitalisiert).
    Die Lichter auf den Tischen sind, wie schon bereits gesagt, nicht beleuchtet und konnen auch nicht einfach mal so umgebaut werden.


    Aso und was will man für den preis erwarten!? :P

    Edited once, last by Nullinger ().

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