Der Bahnhof Kyritz in 0e

  • Moinsen!


    Zunächst mal ein paar Worte zum Vorbild:


    Kyritz liegt im Nordwesten Brandenburgs und gehört heute zum Kreis Ostprignitz-Ruppin. Der Bahnverkehr der Gegenwart besteht derzeit nur aus einem etwa stündlich verkehrenden Triebwagen-Pendel zwischen Kyritz und Neustadt (Dosse). Zweimal am Tag kann man von Kyritz aus sogar bis Pritzwalk fahren. Aber all dies spielt sich auf dem Regelspurteil des Bahnhofs ab, der hier nicht Thema sein soll.


    Bis zum 31. Mai 1969 gab es nämlich auch noch einen Schmalspurteil (Spurweite 750mm) auf dem Bahnhof Kyritz, eröffnet 1897 durch die Prignitzer Eisenbahn Gesellschaft. Die Bahnanlagen dieses Schmalspurteiles waren recht umfangreich, da neben den üblichen Transportaufgaben (hauptsächlich landwirtschaftliche Güter) auch eine Überladerampe zur Regelspur (später Rollwagenanlage) und während der Kartoffelernte die Belieferung der Kyritzer Stärkefabrik (heute Emsland Group) für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen sorgte. Zudem war Kyritz nicht nur der östlichste Bahnhof des Prignitzer Netzes, sondern auch Endbahnhof so dass auch entsprechende Lokbehandlungsanlagen zu finden waren. Neben einem 2-gleisigen Lokschuppen mit drei Ständen und Wasserturm wurde Ende der 1930er Jahre zudem noch ein Triebwagenschuppen für die kurz zuvor angeschafften Wismarer Triebwagen Bauart „Hannover“ (Schweineschnäuzchen) gebaut.


    Der „Güterbahnhof“ bestand aus einem recht stattlichen Dienstgebäude, einem Güterschuppen, beidseitige angeschlossenem Freiladegleis und eben der Rollwagenanlage. Ergänzt wurden die Bahnhofsanlagen durch zwei etwa 100m lange Abstellgleise für komplette Zuggarnituren.


    Für den Personenverkehr gab es ein kleines EG mit einem aus Altschwellen gebildeten Hausbahnsteig, dessen Gleis direkt im Lokschuppen endete. Außer einer Umfahrung für die Zuglok waren für den Personenverkehr keine weiteren Gleise vorgesehen.


    Obwohl der Verkehr beim Vorbild nun inzwischen vor über 50 Jahren eingestellt wurde sind teilweise die Gebäude noch vorhanden, wenn auch inzwischen nahezu unzugänglich in einem Dickicht aus Büschen und Bäumen „versteckt“. Neben dem EG sind der Lokschuppen und der Triebwagenschuppen nahezu im Originalzustand erhalten geblieben. Wie lange das noch so sein wird ist fraglich, denn das Areal ist natürlich auch für Investoren interessant.
    Bilder aus der Zeit von 1995 – 2008 sind hier zu finden: http://www.stillgelegt.de/pollo01/pollo01-1.htm


    Soweit die Vorgeschichte … kommen wir zur Modellumsetzung: Mein kühner Plan ist es den schmalspurigen Teil des Bahnhofs Kyritz in der Baugröße 0e wieder zum Leben zu erwecken. So etwas funktioniert natürlich nicht von heute auf morgen und bedarf im Vorfeld zudem einiges an Recherche. Auch wird nicht gleich der ganze Bahnhof entstehen, sondern im ersten Bauabschnitt der südliche Bahnhofskopf, welcher allerdings der aufwendigere sein dürfte, befinden sich auf diesem nämlich fast alle Hochbauten.
    Auch dürfte der vor mir eingeschlagene Weg vielleicht etwas unkonventionell wirken, denn angefangen habe ich nicht etwa mit der Planung von Unterbau, Zuschnitt von Modulkästen oder Ähnlichem, sondern mit dem Bau des EG.


    Das EG dient dabei zum Einen zum Testen von Fertigungsprozessen, aber in erster Linie als „Motivationshäppchen“. Denn das Geschaffene endlich in der angedachten Umgebung zu sehen, ist für mich 100x mehr Motivation als wochenlang vor einer Bretterwüste zu hocken und mir lediglich gedanklich Bilder auszumalen.


    Wie das EG derzeit aussieht, dazu gleich mehr … stay tuned …


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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    Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart. (Noël Coward)

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  • So, hier nun die ersten Bilder des EG von Kyritz in 1:45. Ich bitte die schlechte Qualität eiiger Fotos zu entschuldigen, diese sind "auf die Schnelle" mit dem Handy gemacht worden. Ich baue halt lieber, als dass ich fotografiere ... :D



    Die ersten gefrästen Teile sind eingetroffen und wurden probehalber zusammengesteckt, der gemauert Sockel und die Zierstürze der Fenster sind bereits verklebt



    Ansicht von der anderen Seite mit dem Draisinen-Schuppen



    Der erste Putz ist drauf und das Dach ist gedeckt, die Firstziegel sind 3D-Druckteile von Wenz



    Dach lackiert, Putz leicht gealtert



    Mal eine Detailaufnahme der Dachrinne (Petau), der Einhangstutzen ist ebenfalls ein 3D-Druckteil




    Das EG im derzeitigen Zustand, die Dachrinnen sind derzeit im Bau, ebenso sitze ich an der Konstruktion des Zugzielanzeigers (Hampelmann), der sich beim Vorbild zwischen den beiden Fenstern zur Gleisseite befunden hat.




    Gruß


    Thomas


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  • Einen habe ich noch ... ;)


    Seitlich am EG gab es ja einen Draisinenschuppen. Dieser war ursprünglich nicht vorhanden und ist wahrscheinlich erst kurz nach dem ersten WK angebaut worden. Wie lange dort eine Draisine untergestellt war ist mir nicht bekannt, das Zufahrtgleis soll aber bis Ende der 1940er Jahre gelegen haben. Das würde zwar bedeuten dass zu dem von mir dargestellten Zeitraum (Ende 50er/Anfang 60er Jahre) dort keine Draisine mehr stand, aber da erlaube ich mir ein wenig künstlerische Freiheit ...



    Die Draisine entspricht einem Vorbild der Firma Beilhack/Rosenheim aus den 1940er Jahren und ist als Bausatz bei Henke-Modellbau erhältlich.



    Zumindest scheint sie sich wohl zu fühlen ... sieht irgendwie zufrieden aus. ;)



    Gruß


    Thomas


    P.S.: Die Anlage welche zum Teil erkennbar ist, hat Nichts mit dem Bahnhof Kyritz zu tun sondern ist lediglich meine "Testanlage" :)


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  • Hallo Thomas,


    freut mich sehr, von dir zu lesen - Prosit Neujahr!


    Ein wirklich interessantes Thema. besonders für mich.
    Für die weitere Recherche empfehle ich dir die Neuauflage von "Kleinbahnreise durch die Prignitz" aus dem Kenning-Verlag.


    Leider werden mir deine interessanten Fotos nicht angezeigt.


    Beste Grüße aus Berlin.

    Lutz Friedrich


    Schmalspur im Nordwesten Brandenburgs, POLLO - Brandenburgs einzigartige Schmalspurbahn,
    2020 - Schmalspurdampf zu Himmelfahrt, www.pollo.de


    „Berlin für Anfänger: Tiergarten ist ein Park, Tierpark ist ein zoologischer Garten, Zoologischer Garten ist kein Park. Alle drei sind Bahnhöfe.“

  • Moinsen!


    Nun ja, das leidige Problem mit den Bildern ... auch ich kenne das von anderen Beiträgen. Damit alle die Bilder sehen können, habe ich sie in einer Galerie auf meiner Homepage zusammengefasst: Guckst du hier


    Und da natürlich nicht jeder weiß, wie der Bahnhof Kyritz aussah, habe ich mal ein Satelliten-Bild um einen Gleisplan ergänzt, welcher den Zustand der Gleisanlagen zur Zeit der 1960er Jahre widerspiegelt. Auf dem pdf habe ich die noch erhaltenen Gebäude gekennzeichnet, die Güteranlagen fehlen allerdings auf dem Plan.




    Gruß


    Thomas

    Files

    • Map Kyritz.pdf

      (80.48 kB, downloaded 196 times, last: )


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  • Hallo Thomas,


    mich freut es auch, dass jemand ein Motiv aus meiner alten Heimat nachbaut. Ich war zwar nie mit der Bahn in Kyritz, habe aber in den 2000ern mal den Regelspurteil dokumentiert.


    Bin auf jeden Fall auf deine Baufortschritte gespannt.


    MfG Micha

  • RC-Modelle


    Hallo Thomas,


    musste auch auf deiner Homepage Fotos gucken. Und das war gut so, weil ich auf die Rubrik "RC-Modelle" stieß!


    Wenn ich solche Funktionsmodelle sehe, werde ich immer ganz neidisch! Aber auch Farbgebung und "Gestaltung" der Fahrzeuge gefallen sehr gut -bitte mehr davon!


    Beste Grüße


    Helmut

  • Moinsen!


    Zwei Gebäude befanden sich auf dem Gelände das Bahnhofs Kyritz, von denen ich keine Zeichnungen auftreiben konnte. Das eine ist ein holzverkleideter Lagerschuppen im Bereich der Viehrampe gewesen, das andere der sogenannte "Ölkeller", der höchstwahrscheinlich zusammen mit dem Triebwagenschuppen Ende der 1930er Jahre gebaut wurde.


    Natürlich hat dieses unscheinbarer Gebäude auch niemand fotografiert und so taucht es immer nur als "Randerscheinung" auf. Anhand von Vergleichsgrößen wie den daneben liegenden Gleisen oder abgestellten Wagen habe mich also die Abmessungen zusammen gereimt und heraus gekommen ist dies:



    Die Frontansicht des Ölkellers im Rohbau, zu diesem Zeitpunkt sind die Wände lediglich zusammen gesteckt! Auch dieses Gebäude ist aus 3mm Polystyrol gefräst, die Fugen sind mit einem 0,4mm Fräser eingearbeitet




    HIer ist gut die Konstruktionsweise zu erkennen. Das Gebäude war bei der Farbgebung noch nicht verklebt, was sich im Nachhinein als glücklicher Zufall herausstellte, da einige Fugen nachgearbeitet werden mussten. Als Fugenmasse verwende ich übrigens die Acryl-Paste von Stangel.


    Der Ölkeller wird später versenkt eingebaut, daher habe ich mir im nicht sichtbaren Bereich die Nachbildung des Ziegelmauerwerks gespart.




    Gruß


    Thomas


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  • Moinsen!


    Nachdem sich die Meldungen über nicht angezeigte Bilder häuften und ich nun heute die Bilder selber nicht mehr angezeigt bekam, habe ich den Bilderhoster gewechselt. Damit sollte das Problem nun hoffentlich gelöst sein. Falls es dennoch Probleme mit den Bildern gibt, diese bitte ausschließlich per PN an mich melden, um den Beitrag nicht noch mehr zu verwässern. Danke!



    Gruß


    Thomas


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  • Moinsen!


    Im Netz habe ich tatsächlich ein Bild des Bahnhofs Kyritz zu seinen Betriebszeiten gefunden: https://mapio.net/images-p/24197427.jpg


    Die Blickrichtung ist vom Zufahrtsgleis bzw. Güteranlagen Richtung Lokschuppen, links das EG, mittig der 2-gleisige Lokschuppen, rechts der Triebwagenschuppen, davor der Ölkeller. Das Bild ist am letzten Betriebstag aufgenommen, daher sind die Lokomotiven geschmückt unterwegs gewesen.


    Hier auch nochmal ein Bild aus den 1920er Jahren, welches einen der Züge zur Zeit der Kartoffelernte zeigt: https://www.maz-online.de/var/…/kyritz_bahnhof2_w760.jpg


    Geradezu ist die Güterabfertigung zu erkennen, etwas links davon der hölzerne Lagerschuppen welche auch in den 1960er Jahren noch stand. Links neben den beladenen Wagen wurde später der Triebwagenschuppen errichtet, auf Höhe der Blechbude entstand der Ölkeller.
    Die meisten Güterwagen auf dem Prignitzer Netz waren bis zur Betriebseinstellung ungebremst. Bei dem abgebildeten Zug ist daher jeder fünfte Wagen mit einem Bremser besetzt, diese Wagen hatte einen "Kutschersitz" und eine Bremskurbel.




    Gruß


    Thomas


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  • Moinsen!


    Da derzeit einige andere "Baustellen" abzuarbeiten sind, bleibt für das EG wenig Zeit. Dachrinnen sind bereits nachbestellt, da der Vorrat nicht mehr ausreichte.


    Heute habe ich das Stationsschild angebracht, welches allerdings auf der Rückseite des EGs zu finden ist. Der Grund dafür ist, dass "im Rücken" der Schmalspurbahn, der Regelspurteil des Bahnhofs Kyritz lag und so die Reisenden das Schmalspur-EG nur von der Rückseite aus sahen.


    Da das Schild im Original direkt auf den Putz gemalt ist, wollte ich dies auch im Modell nachbilden. Dazu verwendete ich eine "Transfer-Paste" (Foto-Transfer Potch). Hier kurz die Vorgehensweise:



    Zunächst wird das Schild spiegelverkehrt ausgedruckt



    Da die weiße Fläche ja nicht mitgedruckt wird, habe ich diesen Bereich abgeklebt ...



    ... und weiß gestrichen



    Dann wird der Bereich dünn mit dem Transfer-Potch eingestrichen und der auf Maß ausgeschnittene Ausdruck mit der Schrift nach unten aufgelegt. Mit einem Wattestäbchen habe ich dann das Papier vorsichtig angedrückt.



    Im Anschluss wird der Ausdruck mit dem Fön getrocknet, je dicker de Transfer-Paste aufgetragen wurde, umso länger dauert dieser Vorgang. Nach dem Abkühlen, wird der Ausdruck mit einem feuchten Schwann aufgeweicht.



    Das aufgeweichte Papier wird nun vorsichtig entfernt, ich habe dazu einen kleinen Schaumstoffschwamm und ein Zahnbürste benutzt.



    Und so sieht dann das Endergebnis aus. Die Ränder müssen noch etwas nachgearbeitet werden, aber ansonsten bin ich mit dem Ergebnis zufrieden





    Gruß


    Thomas


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  • Hallo Thomas,
    scheint ein interessantes Projekt zu sein. Deine Bilder verraten ein hohes handwerkliches Geschick (hätte ich auch gern).
    Interessieren würde mich noch der Gleisplan des Bahnhofes bzw. der Anlage. Vielleicht kannst Du ihn ja bei Gelegenheit nachschieben.
    Schöne Grüße
    Reinhard

  • Moinsen,


    gestern habe ich dem Bahnhof Kyritz mal einen Besuch abgestattet, um vielleicht ein letztes Mal Fotos von den noch erhaltenen Gebäuden machen zu können. Es halten sich nämlich hartnäckig Gerüchte, dass auf dem Areal ein Supermarkt entstehen soll.
    Das gesamte Bahnhofsgelände der ehemaligen Prignitzer Kleinbahn ist bereits von Bäumen und Strauchwerk befreit worden. Um Platz für schwere Baumaschinen zu schaffen? :(



    Hier mal ein Überblick vom Bahnsteig der Regelspur:



    Links ist der ehemalige Lokschuppen zu sehen, in der Mitte der Triebwagenschuppen und ganz rechts das ehemalige EG



    Das EG wurde bereits vor längerer Zeit zu einer Trafostation umgebaut, die Fenster sind zugemauert worden:



    Im Hintergrund ist das EG der Regelpur zu erkennen, hier verkehrt aber auch nur noch die RB 73 (Hanseatische Eisenbahn GmbH).



    Der Anbau des EG. Am ehemaligen Draisinenschuppen schaut sogar noch ein Stück Schmalspur-Gleis heraus:



    Die im Vordergrund, mit Brettern abgedeckte, Grube "beherbergt" übrigens eine Seilumlenkung. Diese muss etwa Mitte der 1960er Jahre installiert worden sein.



    Hier ein Überblick über das Bahnhofsgelände vom Lokschuppen aus:



    Nach Einstellung der Schmalspurbahn wurden der Lok-, sowie der Triebwagenschuppen zur Unterbringung von Kleinfahrzeugen, Werkzeugen, etc.genutzt, daher liegen dort stellenweise regelspurige Gleise.



    Im Lokschuppen sind noch sehr gut die Umrisse der (inzwischen zugeschütteten) Wartungsgruben erkennbar:




    Der Triebwagenschuppen (Baujahre 1938/39) befindet sich noch weitgehend im Originalzustand:




    Der Lokschuppen vom EG aus gesehen:



    Rechts lag zu Kleinbahnzeiten die Bekohlungsanlage, vor dem rechten Tor lag eine Drehscheibe (etwa 4,50m Durchmesser). Links am Lokschuppen vorbei führte ein Weg vom Bahnsteig der Schmalspurbahn zu einer Unterführung, durch welche der Regelspurbahnhof bzw. die Innenstadt erreicht werden konnten.


    Auch die Unterführung ist noch erhalten, soll aber bald entfernt werden:



    Die Durchgangshöhe beträgt nur etwa 1,80m ...




    Gruß


    Thomas


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  • Moinsen!


    Nachdem die Probleme mit dem Uhrtaktgeber behoben sind, konnte ich heute ein wenig am Stellpult für Kyritz weiter machen. Dafür habe ich eine Grundplatte konstruiert und fräsen lassen, schließlich soll Kyritz ein Gleisbildstellpult erhalten. Für den schematischen Gleisplan sind 1,6mm breite Nute eingefräst in welche PS-Streifen 1,5x1mm eingelegt werden, nachdem diese schwarz lackiert wurden. Die Grundplatte habe ich staubgrau lackiert und am Ende alles mit seidenmattem Klarlack versiegelt.


    Hier die bereits lackierte Grundplatte beim einlegen der "Gleise":





    Eine Gesamtübersicht inklusive Uhr:





    Und hier die Frontansicht des UTG (Uhrtaktgebers):




    Beim UTG habe ich einen Vorschlag von Joachim umgesetzt und ihm ein anderes Gehäuse als vorgesehen spendiert (siehe auch Joachims Beitrag dazu). Joachim war so freundlich mir seine Fräsdateien für die Front- und Rückblende zu übermitteln, die ich dann für meine Zwecke abgeändert habe.


    Der Testlauf von Uhr und UTG ist heute erfolgreich absolviert worden! 8)
    Jetzt warte ich auf die bestellten Taster, um dann auch die Elektrik komplettieren zu können.



    Gruß


    Thomas


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  • Moinsen!


    Die Dacheindeckung des EG gefiel mir zum Einen nicht wirklich, zum Anderen hat sie mit dem Vorbild auch nicht viel zu tun. Also "musste" sie nochmal runter ... das ganze Dach also in warmen Seifenwasser eingeweicht und die gelaserten "Pappziegel" runter gewaschen.


    Da seit kurzem ein 3D-Drucker den Werkzeug- und Maschinenpark erweitert, wurde dieser genutzt um passende Teile herzustellen.

    Die Firstziegel weisen einen besondere Form auf, die erstmal zeichnerisch umgesetzt werden wollte, die Kroneneindeckung mit Segmentschnitt-Biberschwänzen ging da deutlich leichter von der Hand.


    Hier die Firstziegel frisch aus dem Drucker:



    Die Ziegel sind immer zu Zehnerblöcken zusammengefasst und insgesamt 10 dieser Streifen passen auf's Druckbett. Das sollte für das EG ausreichen.


    Die Biberschwänze werden ebenfalls in Streifen gedruckt, allerdings ohne Stützmaterial direkt auf dem Druckbett. Sechs Streifen passen darauf, allerdings beträgt die Druckzeit auch nur rund 7 Minuten pro Durchgang, so dass in relativ kurzer Zeit eine entsprechende Anzahl "produziert" werden kann.


    Hier mal ein Bild der ersten Testmontage:



    Das transluzente blaue Resin erleichtert die Positionierung des ersten Streifens erheblich. Für die folgenden Streifen sind Monatgehilfen mit eingearbeitet, so dass die Verlegung flott von der Hand geht.



    Gruß


    Thomas


    Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn



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