Bhf, HP, oder was?

  • Hallo 0 Fans, nach langer Zeit, möchte ich mich auch mal wieder melden, denn Bauberichte sind ja doch das Salz in der Hobbysuppe. Ich bin der Spur 0 treu geblieben. Meine Anlage ist ja eigentlich fertig. Eigentlich..., aber irgendwie und wo, findet man ja doch eine Ecke, die man noch verändern kann. Ich habe den Abzweig Mühle mit Signalen und einem Bahnsteig ausgestattet um noch mehr Betriebsmöglichkeiten zu erhalten. Nun können die Arbeiter der Mühle und auch die Einwohner des imaginären Dorfes Hintermühlenberg die Bahn benutzen. Die Fahrkarten verkauft der Stellwerker, wenn er Zeit hat. Der Fahrplan ist auf die Schichten der Mühle ausgerichtet, aber es gibt auch morgens und mittags einen Schülerzug. Hier halten allerdings nur derVT98 und diese kurze Garnitur mit den Umbauwagen. Alle anderen Züge fahren durch. Nun meine Frage, wie würdet ihr diese Situation bezeichnen? Bhf, HP, oder was?


    Gruß Micha :)






  • Hallo Micha,


    Nenn ihn doch einfach:


    Haltepunkt Abzweig Mühle


    Passt m.E. Wie die Faust aufs Auge, ohne jetzt hier Diskussionen rund um was einen Bahnhof ausmacht auslösen zu wollen.


    Gruß

    Hans
    der
    Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - auf Regelspur und Meterspur... ;) - Siehe auch die entsprechenden Gebäude…: Gebäudemodelle der Oberharzbahn


    Alle nicht eigenen Bilder verwende ich mit Genehmigung der Autoren Ulrich Herz und Werner Martsch aus deren Büchern des Verlag Goslarsche Zeitung, Bücher: Mit der Eisenbahn in den Oberharz, Die Deutsche Bundesbahn im Harz und Harzvorland 1969-1994, Bw Goslar - Alle Rechte vorbehalten: http://www.bw-goslar.de

  • Hi Micha,


    für mich ist das schon ein Bahnhof. Sieht schön aus. Vergiss aber nicht die Haltetafeln am Bahnsteig, weil Deine Ausfahrsignale hinter dem Bahnübergang stehen. Der Lokführer soll doch wissen, wo er halten soll bei Hp0.


    Am Stellwerk müsstest Du noch das kleine "f" unterbringen, weil Bahnhof = Fahrdienstleiter.


    Gruß, Ian

  • Hallo Micha,

    Du hast da laut Lexikon einen Bahnhof gebaut. Denn, es ist eine Bahnanlage mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, kreuzen, überholen oder mit Gleiswechsel wenden dürfen. (Frei zitiert aus dem Modellbahnlexikon von Transpress)
    Dazu kommen noch die Ausfahrtsignale, welche darauf hinweisen, dass dort ganz schön Betrieb sein muss. Theoretisch hätten Einfahrtsignale für diesen kleinen Bahnhof gereicht. Aber der Stellwerker will ja auch was zu tun haben. ;)



    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Guten Abend


    Es reicht eine Weiche und es ist ein Bahnhof, klar gibt es dafür noch eine genaue Erklärung. Aber Definition oder Regelwerke sind oft trocken und in Paragraphen gepackt.





    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • Hallo Micha,


    um Deine Fragen zu beantworten hilft ein Blick in das Regelwerk, dass der Gesetzgeber zum Betrieb der Eisenbahn erlassen hat. Die grundlegende Rechtsverordnung ist die Eisenbahn-Bau- und Betriebs-Ordnung, abgekürzt EBO. Diese EBO ist die Grundlage, auf der die Regelwerke der Eisenbahnen beruhen und ist nicht kompliziert zu lesen. Dort finden wir in §4 Begriffserklärungen:


    • Bahnanlagen sind alle Grundstücke, Bauwerke und sonstigen Einrichtungen einer Eisenbahn, die unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse zur Abwicklung oder Sicherung des Reise- oder Güterverkehrs auf der Schiene erforderlich sind. Dazu gehören auch Nebenbetriebsanlagen sowie sonstige Anlagen einer Eisenbahn, die das Be- und Entladen sowie den Zu- und Abgang ermöglichen oder fördern. Es gibt Bahnanlagen der Bahnhöfe, der freien Strecke und sonstige Bahnanlagen. Fahrzeuge gehören nicht zu den Bahnanlagen.
    • Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen. Als Grenze zwischen den Bahnhöfen und der freien Strecke gelten im allgemeinen die Einfahrsignale oder Trapeztafeln, sonst die Einfahrweichen.
    • Blockstrecken sind Gleisabschnitte, in die ein Zug nur einfahren darf, wenn sie frei von Fahrzeugen sind.
    • Blockstellen sind Bahnanlagen, die eine Blockstrecke begrenzen. Eine Blockstelle kann zugleich als Bahnhof, Abzweigstelle, Überleitstelle, Anschlußstelle, Haltepunkt, Haltestelle oder Deckungsstelle eingerichtet sein.
    • Abzweigstellen sind Blockstellen der freien Strecke, wo Züge von einer Strecke auf eine andere Strecke übergehen können.
    • Überleitstellen sind Blockstellen der freien Strecke, wo Züge auf ein anderes Gleis derselben Strecke übergehen können.
    • Anschlußstellen sind Bahnanlagen der freien Strecke, wo Züge ein angeschlossenes Gleis als Rangierfahrt befahren können, ohne daß die Blockstrecke für einen anderen Zug freigegeben wird. Ausweichanschlußstellen sind Anschlußstellen, bei denen die Blockstrecke für einen anderen Zug freigegeben werden kann.
    • Haltepunkte sind Bahnanlagen ohne Weichen, wo Züge planmäßig halten, beginnen oder enden dürfen.
    • Haltestellen sind Abzweigstellen oder Anschlußstellen, die mit einem Haltepunkt örtlich verbunden sind.
    • Deckungsstellen sind Bahnanlagen der freien Strecke, die den Bahnbetrieb insbesondere an beweglichen Brücken, Kreuzungen von Bahnen, Gleisverschlingungen und Baustellen sichern.
    • Hauptgleise sind die von Zügen planmäßig befahrenen Gleise. Durchgehende Hauptgleise sind die Hauptgleise der freien Strecke und ihre Fortsetzung in den Bahnhöfen. Alle übrigen Gleise sind Nebengleise.


    Sorry für diesen drögen Stoff, aber das ist nun mal die offizielle Definition.


    Zurück zu Deiner Anlage: Ich kann nicht erkennen, ob es hinter dem Bahnübergang wirklich auf zwei getrennte Strecken geht. Oder hieß Dein Abzweig nur Abzweig, weil da das Anschlussgleis zur Mühle abzweigt?


    Egal, schauen wir auf die Definitionen, dann trifft nur die Definition eines Bahnhofs auf Deine Bahnanlage richtig zu. Denn eine Abzweigstelle ist es nicht, da bei Deinen Gleisanlagen Züge kreuzen und überholen können, und genau das geht an einer Abzweigstelle nicht. Auch die Aufwertung einer Abzweigstelle durch den Bahnsteig zur Haltestelle (siehe oben) ist nicht zutreffend, da die Bahnanlage eben keine Haltestelle ist, sondern ein Bahnhhof.


    Also kurz zusammengefasst: Nenn diese Bahnanlage Bahnhof und alles passt! Dann solltest Du wirklich das Schild am Stellwerk ändern, denn es ist eben keine Abzweigstelle. Oder soll Dein Bahnhof "Abzweig Mühle" heißen? Dann lass das Schild hängen. Das Stellwerk eines Bahnhofs trägt eigentlich beim Vorbild immer eine Bezeichnung, aus der die betriebliche Einteilung des Stellwerks erkennbar ist. Das von Isiko angesprochen "f" zur Kennzeichnung des Fahrdienstleiterstellwerks ist eine typische Bezeichnung, die im Bereich der ehemaligen Deutschen Bundesbahn sehr häufig anzutreffen war und ist. Vor diesem "f" steht dann mindestens ein großer Buchstabe, der zum Ort oder zur Bahnhofsbezeichnung passt. Dein Ort heißt "Hintermühlenberg". Wenn der Bahnhof auch so heißen soll, dann passt "Hf". Wenn der Bahnhof "Abzweig Mühle" heißen soll, dann wäre auch "Amf" möglich.


    Hoffe, das hilf weiter!?!


    Freundlicher Gruß
    EsPe


    P.S.: Hier der Link zur EBO zum Nachlesen: Eisenbahn-Bau- und Betriebs-Ordnung

    Spur 0 - was sonst?

    Edited once, last by EsPe ().

  • Und da sind sie nun doch, die Bahnhofsdiskussionen vor allem gem. EBO...


    Ich bin halt schon den epocheübergreifenden Veränderungen der Neuzeit erlegen, nach denen viele Bahnhöfe zu Haltepunkten degradiert wurden. Willkommen in der Neuzeit... die die alten Regelwerke ignoriert, aber das soll Micha entscheiden ! Denn die Ausnahmen bestätigen immer wieder die Regel


    bemerkt

    Hans
    der
    Altenauer


    - unterwegs im schönsten Mittelgebirge Deutschlands - auf Regelspur und Meterspur... ;) - Siehe auch die entsprechenden Gebäude…: Gebäudemodelle der Oberharzbahn


    Alle nicht eigenen Bilder verwende ich mit Genehmigung der Autoren Ulrich Herz und Werner Martsch aus deren Büchern des Verlag Goslarsche Zeitung, Bücher: Mit der Eisenbahn in den Oberharz, Die Deutsche Bundesbahn im Harz und Harzvorland 1969-1994, Bw Goslar - Alle Rechte vorbehalten: http://www.bw-goslar.de

    Edited once, last by Altenauer ().

  • Hallo Micha,


    betriebstechnisch eine interessante Kombination 8)


    An der Weichenlaterne könnte noch ein Geländer hin zur Unfallsicherung für Reisende.
    Der Bahnsteig ist nicht beleuchtet. Ist zu hinterfragen, da mitten zwischen den Gleisen.
    Die Weichenlaterne ist direkt an der Bahnsteigkante und wenn da ein Reisezugwagen anhält und die Tür geht auf 8|


    Der Bahnsteigabschluß zu dem Bahnübergang ist ein Unfallschwerpunkt. Reisende müssen die Straße kreuzen zum betreten des Bahnsteiges. Eine Fahrbahnmarkierung wäre das mindestete für die Reisende. Außer man schließt die Schranken. Nur wo warten dann die Reisenden, bevor sie auf den Bahnsteig dürfen ?


    Ein Schülerverkehr würde dort wahrscheinlich nie erlaubt werden. Kiddies werden da schnell unter die Räder kommen.


    Also kurzum, wer Adrenalin mag, ist an Deinem Bahnhof Mühle gut aufgehoben :D
    Ich steige da sofort ein 8)


    Micha Spaß beiseite, Ich glaube da muß nochmal in Ruhe alles durchdacht sein, selbst auch in der Epoche III, wo es noch kaum oder gar keine Warnwesten gab.


    Es gibt eine Weiche, aber die ist für einen Anschluß eingebaut und mitten im Bahnsteig. Eigentlich nur zum Wagen schieben von und in den Anschließer. Ob das für einen Bahnhof reicht ?


    Haltetafeln sollten auf jeden Fall hin und auch eine Tafel für Halt für Rangierfahrten. Nur Ich kenne den Streckenplan nicht und erlaube mir daher keine Aufstellungshinweise zu geben.


    Grüsse Oliver

  • Moin,moin 0 Fans, Vielen Dank für Eure Hinweise. Klar, das da noch einige Ausstattungsdetails platziert werden müssen, aber Dank Eurer Hinweise wird das klappen. Mal sehen, wie sich das Wetter entwickelt. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten.


    Gruß Micha :)

  • Hallo 0 Fans, ich bin mal daran gegangen und habe eure Hinweise und Vorschläge umgesetzt. Der Bhf. hat jetzt Beleuchtung, damit die Früh- und Spätschicht sicher von und zur Arbeit kommt. Auch an die Sicherheit wurde gedacht. Zum Bü. hin verhindert jetzt ein Geländer, das die Fahrgäste mit zu viel Elan, die Straße betreten. Auch die Beschilderung wurde den Vorschlägen angepasst. Die Figuren sind aus der Restekiste und werden demnächst noch durch bessere ersetzt.





    So, falls jetzt noch jemand Verbesserungsvorschläge hat, immer her damit.


    Gruß Micha :)

  • Moin,


    ich finde solche Diskussionen interessant und lehrreich - und wer meint, das alles nicht wissen zu wollen/müssen, der sollte sich einfach nicht beteiligen und gut is'.


    Ich habe nur eine Frage zur EBO: bei dem Bahnhof steht "dürfen" in der Beschreibung, bei der Haltestelle "können". Was also, wenn in dem fraglichen "Bahnhof" zwar Züge enden, wenden, überholen könnten, es aber nicht dürfen? Wenn die Signalisierung rein der Deckung des Abzweigs dient und nur "zufällig" in der Nähe des Bahnsteigs steht? Wäre es dann schon eine Haltestelle?


    Zu der Situation mit dem Bahnübergang: an die kann ich mich so ähnlich aus meiner Kindheit erinnern; ich bin in der Nähe des S-Bahnhofs Rissen an der Strecke Blankenese-Wedel aufgewachsen. Dort war vor dem entstellenden Umbau des Ortskerns und des Bahnhofs der Zugang in Richtung Blankenese so geregelt, dass man über einen schmalen Gang neben dem Dienstgebäude auf die Fläche des Bahnübergangs kam. Nach meiner Erinnerung gab es hier allerdings noch eine Fußgängerschranke, die gemeinsam mit der Autoschranke schloß. Die wirkliche Gefahr liegt nicht darin, vor ein Auto zu rennen, sondern sich plötzlich innerhalb der geschlossenen Schranken zwischen fahrenden Zügen wiederzufinden. Mir ist das einmal (mit Dreirad oder Kettcar) in Rissen passiert, weil ich zu langsam war und meine Eltern nicht aufgepasst hatten. Gottseidank profilfrei - vor dem Blick in die riesigen vorbeirollenden Räder der ET471 hatte ich seitdem panische Angst - was regelmäßig in nächster Nähe passierte, wenn man an der besagten Fußgängerschranke warten musste, da war nur ein Maschendrahtzaun dazwischen.


    Für Fußgänger und Autofahrer ist bei einer Zugkreuzung der ganze Vorgang recht ärgerlich; da der BÜ noch vor den Signalen ist, muss er geschlossen sein, selbst wenn die Züge stehen.
    Selbst bei anderem Standort der Signale wäre immer noch der Durchrutschweg zu beachten, mithin der BÜ zu schließen, selbst wenn der ankommende Zug aufgrund des roten Signals den BÜ gar nicht befahren darf.


    Gruß,
    Schlußscheibe

  • Hallo miteinander,


    ob Bf oder nicht, ist zwar schon von Bedeutung, aber hier doch zweitrangig!


    Einfach nur die wunderschönen Bilder genießen ....


    meint


    Helmut


    P.S.: Micha, ich freue mich schon auf den nächsten Bericht!

  • Hallo Micha,


    gefällt mir gut, was Du geschaffen hast. Einzig das Bahnhofsschild auf dem Bahnsteig dürfte für einige leichte Personenschäden sorgen. Mache es so hoch, dass auch dösende Fahrgäste nicht dagegen laufen können und die Passagiere im Zug sehen können, wo sich mit dem Zug befinden.


    Mit weihnachtlichen Grüßen
    Roland

  • Guten Tag


    Als erstes möchte ich mich entschuldigen, auf für den link! Aber oft gibt es was was auf der Modellbahnanlage vielleicht zu Irritationen führen würde.


    http://www.zauberhaftes-deutsc…8-05-20-27-41563SEPIA.jpg




    Zu Regelwerke , Vorschriften und Dienstanweisung.: ich habe einmal Weichensteller gelernt und darf Triebzüge fahren und ich sage einmal wenn ich die Vorschriften aus der Realität auf die Modellbahn bringen würde. Oh ich glaube da würde fast nichts fahren.
    Ich weiß es ist überspitzt, aber laufen eure Weichen um wie beim Vorbild , oder habt ihr ein Durchrutschweg innerhalb eurer Fahrstrasse oder macht ihr bei euren Triebfahrzeuge eine Bremsprobe .


    Der oben gezeigte Bahnhof gibt doch für den Betrachter ein Stück liebevoll gebaute kleine Welt wieder.
    Vielleicht ist das Bahnhofsschild zu niedrig, aber irgendwo beim Vorbild , ihr wißt gibt es so manches.
    Also wie am Anfang verzeiht mir.


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar

  • Hallo Micha,


    perfekt :thumbup: sieht gut aus !


    Ist alles da, Beli Beco Leuchte und Geländer.
    Da kann der Betrieb losgehen und die Haltepunktbeschriftung ist doch gut gewählt. Ja kann man zustimmen, einen Tick höher könnte das Schild, aber Bahnhof oder Haltepunkt, das ist doch hier eigentlich nebensächlich. Die Namensgebung Bhf. oder Haltepunkt ändert nichts an der Szenerie, die Du darstellst.


    Der Bahnsteig passt auch gut zum dörflichen Charakter im Hintergrund.


    Viellecht noch eine Bank zum sitzen (muß nicht), falls es mal wieder Störungen im Betriebsablauf gibt :D
    Ich gehe davon aus, das es diesen Satz bei den meisten Modellbahnern nicht gibt. 8)


    Grüsse Oliver

  • Moin,


    Ich würde das Geländer noch ein Stückchen auf dem Bahnsteig verlängern. So können die Fahrgäste das jetzt vorhandene Geländer einfach umlaufen, und über den Gleisen auf die Straße laufen.


    Marc

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!