Module zum Rangieren

  • Hallo Dimo,
    bei der von Dir vorgesehenen Anlagentiefe von 400mm zählt jeder Millimeter, den Du da noch heraus holen kannst. Du hast mit Lenzgleis geplant und dessen viel zu großen Gleismittenabstände übernommen. Damit verschenkst Du Platz. Hast Dich zwar an die NEM gehalten, dich dafür aber vom Vorbild entfernt. Beim Vorbild betrug in der Epoche I und II der Gleismittenabstand 3,50m, Gleisanlagen welche dann nach 1945 errichtet oder modernisiert wurden hatten einen Gleismittenabstand von 4,50m.


    Da meine Module auch nicht allzu tief sind, habe ich mich bei diesen Maßen am Vorbild orientiert. Hat mir doch einiges an Platz für das Bahnumfeld gebracht.
    Gleismittenabstand von 85mm (ca. 3,80m)

    Gleismittenabstand von 90mm (ca. 4,00m)

    Gleismittenabstand von 100mm (4,50m)


    Auf den Bildern ist zu sehen, dass es selbst bei einem Abstand von 85mm keinerlei Probleme geben wird. Dafür hast Du aber 30mm Platz zur Gestaltung des Bahnumfeldes gewonnen.
    Erzielen kannst Du das, indem Du das abzweigende Gleis der Weiche kürzt. Ich würde das bei Deinem Entwurf nur bei der Weiche oberhalb der DKW machen. Ein kleiner Nebeneffekt tritt noch auf, optisch wirken die Gleisanlagen länger.
    (Hinweis für Parallelgleise im Bogen: Dort muss wie bei der echten Bahn der Gleisabstand erweitert werden)


    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Rollo,


    natürlich hast Du Recht, dass früher schmalere Gleisabstände als heute galten und dass Lenz mit seiner Geometrie hier Platz verschwendet. Aber dennoch hast Du etwas übersehen:


    Hallo Dimo,
    Beim Vorbild betrug in der Epoche I und II der Gleismittenabstand 3,50m, Gleisanlagen welche dann nach 1945 errichtet oder modernisiert wurden hatten einen Gleismittenabstand von 4,50m.


    Deine Maße betreffen die freie Strecke, in den Bahnhöfen galten 4,0 m und 4,5 m und nur in einem besonderen Ausnahmefall 3,5 m - siehe auch hier.


    Freundlicher Gruß
    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Hallo Espe,
    Dimo baut doch keinen Bahnhof. Also kann er schon auf die 3,50m gehen. Es war ein Vorschlag für seinen Gleisplan.
    Ansonsten habe ich mich immer nach den Vorgaben in den Büchern "Die Eisenbahn in Wort und Bild", erschienen Ende der 20er Jahre, gerichtet. Dort steht alles drin, was für Modellbahner der Epoche 1 bis III wichtig ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Rollo,


    Hallo Espe,
    Dimo baut doch keinen Bahnhof.


    Baut er keinen Bahnhof? Er will doch nur rangieren, und rangiert wird nicht auf der freien Strecke, sondern im Bahnhof. Bei einem (Strecken-) Gleisabstand von 3,5 m kann kein Rangierer zwischen zwei Abteilungen hindurchgehen, dafür ist der Abstand zu klein - geweige denn da stehen, wenn die Fahrzeuge in Bewegung sind. Das ist der Grund, warum in Bahnhöfen der Gleisabstand vergrößert wurde (okay, auch um Laternen aufstellen zu können),



    Ansonsten habe ich mich immer nach den Vorgaben in den Büchern "Die Eisenbahn in Wort und Bild", erschienen Ende der 20er Jahre, gerichtet. Dort steht alles drin, was für Modellbahner der Epoche 1 bis III wichtig ist.


    Also nur Sekundärliteratur. Ich denke, dass die Regeln der echten Eisenbahn (in diesem Fall die B.O. des entsprechenden Jahres bzw. bei Dimo, der mit Lenz Epoche III oder IV macht, die entsprechende EBO der BRD) hier besser sind, da sie die richtigen Daten bieten. Und diese kann man umrechnen.


    Unabhängig davon stimme ich Dir aber zu, dass die Verwendung der Lenz-Geometrie durchaus überdenkenswert ist.


    Gruß
    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Hallo Dimo,


    wenn ich mir mal deinen Entwurt vornehmen darf ...
    Du könntest das hintere obere Gleis hinter einem Halbreliefgebäude bis zum Ende der Module führen und es als dein Fiddlegleis verwenden, dann verschenkst du nicht links noch Platz, den du gut für deinen sichtbaren Bereich nutzen könntest. Wenn du das "Verschwinden" hinter dem Gebäude gut tarnst, könnte das ganz gut aussehen.
    Der Zug würde dann mit z.T. geschobenen (für deine nach links endenden Gleise) und gezogenen (für die Gegenrichtung) Waggons in den Hafen einfahren.
    Solltest du nicht an den hinteren Rand herankommen, könntest du den Zug (vor dem Start des Betriebes) auf dem gegenüberliegenden (also hinteren linken) Gleis zusammenstellen und nach rechts ins Fiddlegleis (bzw. die verborgene Hafeneinfahrt) schieben.


    Tschüß
    Utz

    My Private Idaho - die Camas Prairie Railroad

  • Also nur Sekundärliteratur. Ich denke, dass die Regeln der echten Eisenbahn (in diesem Fall die B.O. des entsprechenden Jahres bzw. bei Dimo, der mit Lenz Epoche III oder IV macht, die entsprechende EBO der BRD) hier besser sind, da sie die richtigen Daten bieten. Und diese kann man umrechnen.


    Hallo Espe,
    ich glaube, Du unterliegst hier einem Denkfehler. Wieviel Werksanschlüsse hat die DB errichtet? Die haben wohl eher mehr vernichtet. Die meisten Werksanschlüsse entstanden zu Zeiten, als es noch keine großen Lkw gab, und da waren die Bestimmungen aus frühreren Zeiten gültig. Ich glaube auch nicht, dass solche Anschlüsse auf die neuen Bestimmungen in der BRD bzw.DB umgebaut wurden. Also, macht man keinen Fehler, wenn man sich an den alten Vorschriften orientiert. Es gibt heute noch Brücken- und Tunnelbauwerke, wo der Gleismittenabstand 3,50m beträgt.


    Was die von mir genannte "Sekundärliteratur" angeht, so sind in diesem knapp 1500-seitigen Werk die damaligen Vorschriften der Eisenbahn sehr ausfühlich behandelt. Gerade für Leute, welche Nebenbahnen in der Epoche III nachbilden, welche sehr oft von Kriegszerstörungen verschont blieben, ist diese Literatur ein hervorragender Ratgeber.



    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo UTZ
    deine Idee gefällt mir ,und ich werde diese mal durchdenken.
    Dankeschön . :thumbup:

  • Hallo Rollo,


    ich glaube, der Denkfehler liegt bei Dir, denn Du nimmst immer den zulässigen Mindestgleisabstand für Streckengleise auch für Bahnhofsgleise an! Hast Du Dir meinen Link oben mal angesehen und dort gelesen? Zu den Streckengleisen hast Du Recht, was die 3,5 m angeht, aber für Bahnhöfe, die wurden damals Stationen genannt, ist dort definitiv was anderes bestimmt! Und da gibt es nur eine Ausnahme, wann die 3,5 m im Bahnhof angewandt werden dürfen: Bei Durchführung der Streckengleise durch den Bahnhof, also bei den durchgehenden Streckengleisen. Zu diesen und untereinander sind für alle Bahnhofsgleise mindestens 4,0 m vorgeschrieben (unterschieden nach verschiedenen Ortssituationen - siehe Link).


    Was die 3,5 m angeht: Schau Dir doch mal Deine drei Bilder weiter oben an und stelle Dir beim ersten Bild einen Rangierer zwischen den beiden Fahrzeugen vor. Dieser Mann ist in Lebensgefahr, wenn auch nur ein Fahrzeug in Bewegung ist. Deswegen sind die Regeln für Bahnhofsgleise auf mindestens 4,0 m, meistens jedaoch auf 4,5 m festgesetzt gewesen.



    Hallo Espe,
    ich glaube, Du unterliegst hier einem Denkfehler. Wieviel Werksanschlüsse hat die DB errichtet? Die haben wohl eher mehr vernichtet. Die meisten Werksanschlüsse entstanden zu Zeiten, als es noch keine großen Lkw gab, und da waren die Bestimmungen aus frühreren Zeiten gültig. Ich glaube auch nicht, dass solche Anschlüsse auf die neuen Bestimmungen in der BRD bzw.DB umgebaut wurden. Also, macht man keinen Fehler, wenn man sich an den alten Vorschriften orientiert.


    Lieber Rollo, es geht hier nicht um Lkw oder wieviel Bahnanlagen die DB seinerzeit abgebaut hat (Gleisanschlüsse hat die DB keinen einzigen abgebaut, bei der DB waren die Gleisanschlüsse privat, es gab zu jedem Gleisanschluss einen entsprechenden Anschlussvertrag und geschlossen wurde ein Anschluss auf Wunsch des Anschlussinhabers - die DB konnte einen Anschluss nach Vertragslage gar nicht schließen (außer bei Vertragsverfehlung seitens des Anschlussinhabers)). Ich habe die Rechtsnormen der Epochen III bzw. IV der DB angeführt, weil Dimo DB baut und nicht die DR zu Zeiten der DDR als Vorbild gewählt hat. Und Gleisanschlüsse wurden nicht nach den Regeln der Gleisabstände der freien Strecke der jeweils gültigen Rechtsnormen errichtet, sondern nach einem ergänzenden Regelwerk. Da ist die die Grundlage das freizuhaltende Lichtraumprofil, damit die Fahrzeuge im Anschluss nirgendwo anecken. Wenn dann im Anschluss zwei Gleise nebeneinander zu liegen kommen, dann wird so geplant, dass die rangiertechnische Bedienung möglich ist - und dann sind wir wieder beim freien Raum, in dem sich der Rangierer bewegen soll. Also nichts mit 3,5 m im Gleisanschluss.



    Es gibt heute noch Brücken- und Tunnelbauwerke, wo der Gleismittenabstand 3,50m beträgt.


    Richtig, aber da wird nicht rangiert - siehe oben!




    Was die von mir genannte "Sekundärliteratur" angeht, so sind in diesem knapp 1500-seitigen Werk die damaligen Vorschriften der Eisenbahn sehr ausfühlich behandelt. Gerade für Leute, welche Nebenbahnen in der Epoche III nachbilden, welche sehr oft von Kriegszerstörungen verschont blieben, ist diese Literatur ein hervorragender Ratgeber.


    Und in diesem 1500 Seiten dicken Werk steht nichts zu Gleisabständen in Bahnhöfen? Das wundert mich, denn mein oben verlinkter Beitrag zitiert Quellen aus 1910, 1912 und ist 1914 erschienen und nennt für Bahnhöfe ("Stationen") grundsätzlich größere Abstände als 3,5 m. Wenn in Deinem Werk aus den 20er Jahren zu den Gleisabständen nichts anderes als 3,5 m genannt ist, verstehst Du vielleicht meine Abneigung gegen Sekundärliteratur... Heute gibt es genug Autoren, bei denen man nach Lesen des Autorennamens schon weiß, dass sein Werk mit Vorsicht zu "genießen" ist - Erich Preuß ist so ein Bespiel, denn nahezu alles, was er über die Deutsche Bundesbahn geschrieben hat, ist mit Fehlern behaftet.


    Deswegen bevorzuge ich zeitgemäße Original-Literatur bzw. die offiziellen Quellen und bin bei Sekundärliteratur vorsichtig.


    Freundlicher Gruß
    EsPe


    P.S.: Ich weiß, dass nach dem Krieg die Bahnanlagen nur langsam verändert wurden und dass es auch heute noch Abschnitte mit 3,5 m Gleisabstand in Deutschland gibt. Geänderte Vorgaben gelten in der Regel nach Einführung nur für Neubauten und entsprechenden Umbauten, so dass alte Anlagen Bestandsschutz haben. Im Modell finde ich es nicht schön aussehend, wenn 11,4 cm Gleisabstand (Lenz lässt grüßen) auf der freien Strecke angewendet werden und der Modellbauer zwischen den Streckengleisen gar noch Gras anpflanzt. 8,9 cm (oder umgerechnet 4.0 m) sehen deutlich eleganter aus als 11,4 cm. bei umgerechneten 7,8 cm (entspricht 3,5m) Gleisabstand habe ich Angst, wenn manche alten Fahrzeuge, die größer als 1:43,5 sind, sich begegnen sollen...

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Hallo nochmal,
    ich möchte mich mal kurz in die Diskussion von Rollo und EsPe einmischen :)
    Ich muss da den Lothar zustimmen . Ich plane eine Rangieranlage mit dem Vorhandenen Material den ich habe (Startpackung) also mit Lenz Gleise.Das Regelwerk der großen Bahn möchte ich bei dieser Anlage mal nicht ganz so ERNST nehmen :D
    Und ja, ich möchte die Epoche III DB als Vorbild nehmen.


    Fazit: ich möchte mich schon so nah wie nur möglich am Vorbild Orientieren ,aber es dürfen auch mal Abweichungen erlaubt sein. :)
    LG.
    Dimo

  • Hallo nochmal,
    meine Planung mit den Modulbau geht weiter.
    Ich habe mir letztmal überlegt meine Module wie ich es auch in der Spur Z gemacht habe in einen sogenannten Schaukasten stecke.
    Der Vorteil bei solchen Kisten ist natürlich der , das man die Module Perfekt beleuchten kann.
    Meine Frage: hat das so schon mal jemand gemacht ?oder gibt es da Einwände es nicht zu machen.
    Es soll noch gesagt sein das ich die Module als eigene Anlage ausstellen möchte ,und mich mit DIESER Anlage an keiner Norm anschliessen möchte.
    Als Bild mal die geplanten Module mit Maßangabe, und ein Foto von meiner Spur Z Anlage in ein solchen Kasten.Das reine Sichtfenster würde ca.30 cm hoch sein.
    LG.

  • Moin,
    Ich persönlich finde 30cm Sichtfenster für Spur 0 etwas zu gering da würde ich zwischen 40 und 60cm nehmen.


    Mit freundlichen Grüßen Christian

    Danke für dein Feedback Christian.
    Ich bin da inzwischen auch deine Meinung,Hab es mal getestet.
    Lg.
    Dimo

  • Guten Tag


    Ich bin grade am bauen von mehren solcher Schaukästen ( die Diorama Box) und dort verwende ich Passepartout welcher in der Höhe ein Ausschnitt von 30 cm haben und in der Länge nie kürzer als 60cm sind .Die Kästen bekommen eine indirekte Beleuchtung ( Tag / Nacht) . Aber auch dort gilt einfach ausprobieren und dann entscheiden.
    Auch hier gibt es bestimmt verschiedene Möglichkeiten.


    Mit freundlichen Grüßen


    Lothar


    Achtung Bild zeigt einen Schaukasten welcher noch nicht komplett fertig gestaltet ist und dient nur als Beispiel.


  • Ich bin nochmal den Plan im Kopf abgefahren, was meint ihr?
    Kann man das so lassen ,macht das Sinn ? Das Modul mit den FY ist noch nichtFinal, bin mir da noch nicht Sicher.
    Gedacht war der Plan eigentlich mit einer Kreuzungsweiche , aber die scheint im Moment schwer zu bekommen sein, deshalb jetzt mit den Normalen Weichen.
    LG.

    Files

    • klein.pdf

      (91.93 kB, downloaded 231 times, last: )
  • Hi,


    ich würde die zwei rechten Gleise wieder etwas parallel nach vorne ziehen, mit Flexgleis am besten.


    So sieht es irgendwie zu statisch aus. Mit leichtem Schwung wirkt es anders.


    Gruß Wolfgang

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