Vorbildgerechte Zugbildung

  • Eines der für mich spannenden Themen bei der Modellbahnerei ist die Nachbildung von Zügen, die so weit wie möglich einem konkreten Vorbild(-foto) entsprechen.
    ... und so mach ich mal diesen Thread auf und lade auch andere User ein, ihre "vorbildlich gebildeten" Züge hier zeigen.


    Den Anfang mach ich mit einem aus 2 Waggons der Type N28 und der 64.311 bestehenden "Halb-Pendler" - einem für die West- und Franz Josefs-Bahn typischen Nahverkehrszug.




    (Foto: Franz Kraus / Sammlung Josef Pospichal)


    Die Betriebsform des Pendlers konnte bei den BBÖ/ÖBB von den 20er- bis in die 60er-Jahre beobachtet werden und hatte den großen Vorteil, dass man sich die Verschubmanöver in den Endbahnhöfen ersparte.
    Nachteilig war, dass die Streckenbeobachtung durch die voranlaufenden Waggons für den Lokführer deutlich erschwert war.


    Nachdem nun endlich mein zweiter N28 fertig wurde, kann ich diesen Zug recht exakt nachstellen



    Ein paar Abweichungen zum Vorbildfoto gibt es allerdings: Meine Waggons sind entsprechend Ep IIb beschriftet, einer ist mit Halbfenstern ausgestattet und die Situation wurde von der Westbahn ins Weinviertel verlegt.



    Grüße aus Wien
    Martin

  • Hallo Martin,


    Glückwunsch zu der gelungenen Garnitur.


    Ich hätte da nochmal ne Frage zum Thema geschobene Wagons. Wenn ich mich recht entsinne, wäre ohne Steuerwagen, zumindest bei der DB, das ganze eine Sperrfahrt mit Vmax = 30km/h. Oder sehe ich das falsch?
    war das bei der ÖBB ggf anders geregelt?


    Gruß
    Matthias

  • Schönes Bild, Martin! Ist es bei dir zu Hause entstanden?
    LGZ

    LG Zoltan von der StEAG
    (Somestaler Eisenbahn-Aktiengesellschaft), BW Traktion Langkatzenhofen
    SzVVT (Szamosvölgyi Vaspálya Társaság), Hosszúmacskási Vontatási Telep
    Schaut bei meiner "echten" Dampflok 52.4984 vorbei!
    Und hier ist mein YouTube Kanal mit meinen (Bahn)filmen
    :)

  • Gude,


    Sperrfahrten und geschobene Züge sind zwei Paar Schuhe, zumindest bei der DB.
    Sperrfahrten können gezogen oder geschoben sein.


    Die FV 408 vom 1.6.1960 (in Klammern die Werte der FV 408 vom 28.5.1972) schreibt folgende Höchstgeschwindigkeiten vor:
    Gezogene Sperrfahrt 30 km/h (50 km/h).


    Geschobene Züge (auch Sperrfahrten) ohne Steuer- oder Befehlswagen an der Spitze 25 km/h (30 km/h) bei Strecken mit technisch gesicherten Bahnübergängen bzw. 15 km/h (20 km/h) bei technisch ungesicherten Bahnübergängen.


    Zusätzlich ist der vordere Wagen mit einem Betriebsbeamten mit Signalhorn oder Signalpfeife (nur Signalpfeife) und bei Dunkelheit mit einer weiß leuchtenden Laterne zu besetzen. Bei Bahnübergängen ohne technische Sicherung ist zusätzlich eine weithin tönende Glocke mitzuführen (Signalhorn, denn gebimmelt wurde ab 1972 generell nicht mehr).

    Mit Gruß vom Nick

    Edited 2 times, last by Nick ().

  • Hallo Martin,


    eine tolle Garnitur hast Du, Gratulation! Sind die beiden N28 ein kompletter Eigenbau oder gibt es für die irgendwo einen Bausatz?


    Grüße aus der Provinz,


    Albert

  • Ich hätte da nochmal ne Frage zum Thema geschobene Wagons. Wenn ich mich recht entsinne, wäre ohne Steuerwagen, zumindest bei der DB, das ganze eine Sperrfahrt mit Vmax = 30km/h. Oder sehe ich das falsch?
    war das bei der ÖBB ggf anders geregelt?

    Geschobene Züge (auch Sperrfahrten) ohne Steuer- oder Befehlswagen an der Spitze 25 km/h (30 km/h) bei Strecken mit technisch gesicherten Bahnübergängen bzw. 15 km/h (20 km/h) bei technisch ungesicherten Bahnübergängen.

    Bei den ÖBB war das durchaus ähnlich geregelt. Lt. der damals gültigen Version der Verkehrsvorschrift V3 betrug "die zulässige Geschwindigkeit geschobener Züge auf Strecken, wo alle Wegübergänge abschrankt sind, 25 km/st und auf Strecken mit unabgeschrankten Wegübergängen 15 km/st".
    ... aber "Züge, die von der Spitze aus gesteuert werden, Kurzzüge .... gelten nicht als geschobene Züge" und so war es möglich, für den Pendler Fahrpläne mit Vmax 45 km/h bzw. 60 km/h zu erstellen.


    eine tolle Garnitur hast Du, Gratulation! Sind die beiden N28 ein kompletter Eigenbau oder gibt es für die irgendwo einen Bausatz?

    Danke! Die N28 sind ein "ewiges" Projekt von mir, das nun endlich fertig wird.
    Nach recht umfangreicher Recherche ließ ich vor mittlerweile 5 Jahren von Reinhart Uhde Zeichnungen für eine Ätzplatte erstellen. Diese Ätzplatte umfasst Wagenkasten, Dach, Bodenplatte und Bühnengeländer Der Wagenkasten wurde so konstruiert, dass er auf das Fahrgestell der Lenz Donnerbüchse passt (naheliegend - schließlich haben N28 und die DRG-Donnerbüchse den nahezu gleichen Achsstand und sehr ähnliche Achslager und Federn).


    Hier die Ursprungsversion des Wagenkastens




    ... und hier nach dem Umbau auf Halbfenster




    Die 64.311 ist ein noch nicht ganz fertiggestellter Umbau auf Basis der Lenz 64.295 (Näheres in diesem Thread).



    Grüße aus Wien
    Martin


    PS: @ Zoltan - Foto ist auf der Anlage bei mir daheim entstanden.

  • Eines der für mich spannenden Themen bei der Modellbahnerei ist die Nachbildung von Zügen, die so weit wie möglich einem konkreten Vorbild(-foto) entsprechen.
    ... und so mach ich mal diesen Thread auf und lade auch andere User ein, ihre "vorbildlich gebildeten" Züge hier zeigen.


    Hallo Hobbykollegen,


    Als Liebhaber der Hauptbahn fühle ich mich herausgefordert hier mal einige meiner Spur 0 Züge nach realem Vorbild zu zeigen.


    Eilzug wie gesehen in einem 'Bellingrodt' Film
    https://youtu.be/OPNXYk2-uuk


    Eilzug wie gesehen in einem 'Stars der Schiene' Film (ab 5:12)
    https://youtu.be/aA2NzSrKm5I


    Der F34 aus 1963
    https://youtu.be/OF1NdZOhBpM


    Der F44 aus 1965
    https://youtu.be/NX-Ud4LEha4
    und
    https://youtu.be/jTZdKKsgES8


    Der D173 aus 1964
    https://youtu.be/-umaIV0kPd8
    und
    https://youtu.be/zi-gzqDSedY
    und
    https://youtu.be/zg2YEa6fzs0


    Schönen Gruß aus den Niederlanden,
    Luc

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