Drahtlose Steuerung; Handregler LH101R vs. W-LAN mit Handy

  • Welche kabellose Variante verwendet Ihr? 81

    1. Gar keine. (29) 36%
    2. W-LAN und Smartphone oder Tablett. (30) 37%
    3. Funkhandregler. (25) 31%
    4. Fahren mit kabelgebundenen Regler. Stellwerk via W-LAN oder umgekehrt. (13) 16%

    Hallo Zusammen,
    das Thema „drahtlose Steuerung“ wird auch bei mir in absehbarer Zeit akut. Obwohl ich sicherlich entlang der Anlage ein paar Einspeisepunkte für kabelgebundene Handregler anbringen werde, will ich in der Hauptsache die Bahn kabellos steuern. Ich besitze eine LZV 200 und einen LV103.
    Nun ist einfach die Frage ob es besser ist das Ganze mittels Interface und Router zu steuern oder mittels dem bald erscheinenden LH101R von Lenz? Ich gehe davon aus dass er technisch bis auf das Funkmodul identisch mit dem LH101 ist.


    Interessant wäre für mich dabei vor allem zu wissen, welche Software ihr auf dem Handy oder Tablett verwendet wenn ihr das Ganze mittels Router bedient.
    Gibt es Argumente, die extrem für den Router oder aber für den Funkhandregler sprechen?
    Das Handling spielt für mich eher keine Rolle. Ob ich mit einem Tablett oder am Handy wische oder am Handregler drehe ist für mich eher egal.


    Wichtig ist für mich eher was technisch möglich ist. Liesse sich zum Beispiel eine Lok mit dem Tablet steuern und gleichzeitig im Hintergrund eine Stellwerkssoftware laufen, mit Hilfe der ich Fahrstrassen einstellen kann?

    Edited once, last by Klaus vom See ().

  • Hallo Klaus,
    jetzt zu deinen qualitativen Fragen, die sich auf das Lenz'sche Imperium konzentrieren:

    Nun ist einfach die Frage ob es besser ist das Ganze mittels Interface und Router zu steuern oder mittels dem bald erscheinenden LH101R von Lenz? Ich gehe davon aus dass er technisch bis auf das Funkmodul identisch mit dem LH101 ist.

    Handies/Tablets via WLAN (wie sonst?) bieten höhere Flexibilität durch herstellerunabhängige Software, die die technischen Möglichkeiten der Endgeräte ausschöpfen kann/könnte. Das ist aber auch gleichzeitig ihr Nachteil, da durch Verlassen der Herstellerklammer die Fehleranfälligkeit steigt und es keine klare Verantwortung gibt. Umgekehrt haben die Funkhandregler zwar eine eingeschränkte Funktionalität, die aber auf ihren Einsatzbereich optimiert ist und alles kommt aus einer Hand. Konkret, wer mit den Möglichkeiten des LH101 zufrieden ist und Plug&Play will, der greife zum LH101R. Wer auf den Drehknopf verzichten kann und deren technische Möglichkeiten voll ausschöpfen will, der greife zur Handy/Tablet-Variante. Beides parallel geht natürlich auch.

    Interessant wäre für mich dabei vor allem zu wissen, welche Software ihr auf dem Handy oder Tablett verwendet wenn ihr das Ganze mittels Router bedient.

    Auf meinen Tablets läuft nur der Standardbrowser mit dem der Webserver des TrainControllers aufgerufen wird. Damit kommt die volle Funktionalität der Steuerungssoftware auf meine Tablets. Nutzen tue ich i.d.R. aber nur das Stellen von Fahrstraßen, Weichen, Signalen, etc. Loks fahre ich mit LH101 (ich brauche irgendwie den großen Drehknopf).

    Wichtig ist für mich eher was technisch möglich ist. Liesse sich zum Beispiel eine Lok mit dem Tablet steuern und gleichzeitig im Hintergrund eine Stellwerkssoftware laufen, mit Hilfe der ich Fahrstrassen einstellen kann?

    Klar geht das, wenn die Software es unterstützt :-). Bei meiner Variante läuft die Software ja auf dem Webserver und da geht das auf jeden Fall, ob das auch die IOS oder Android-Softwaren können, weiß ich nicht.
    Viele Grüße,
    Johann

  • Hallo Johann,


    vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung.
    Was ich nicht ganz verstehe ist, wie die Dateninformationen vom Traincontroler Server über Dein Tablet zu Bahn gelangen?


    Du brauchts doch für diese webbasierte Variante eben eine Verbindung zum Internet. Aber durch welche Schnittstelle gelangen dann die Informationen zur Zentrale deiner Anlage?
    Ich hoffe Du weisst was ich meine...


    Also vom Server via Internet auf Dein Tablet, aber wie vom Tablet zur Bahn? ?(

  • Hallo Johann,
    hallo Klaus,

    Zitat von »Klaus vom See«
    Wichtig ist für mich eher was technisch möglich ist. Liesse sich zum Beispiel eine Lok mit dem Tablet steuern und gleichzeitig im Hintergrund eine Stellwerkssoftware laufen, mit Hilfe der ich Fahrstrassen einstellen kann?


    itrain zum Beispiel läuft auch mit Apple. Für die iOS Anbindung gibt es dann die itrain App. Darüber wird dann drahtlos gesteuert, Loks und Weichen. Setzt aber immer eine Digitalzentrale voraus, die von der entsprechenden Software unterstützt wird.


    @Klaus: Ich kann Dir nur empfehlen, ab und an mal die „Digitale Modellbahn“ Fachzeitschrift zu kaufen oder zu leihen. Kann man fürs Tablet auch digital erwerben. Dort findest Du regelmäßig interessante Beiträge über die verwendbaren Systeme, Neuerungen, aufwendige und weniger aufwendige Umsetzungen von Steuerungen. Es gibt fast nichts, was es nicht gibt.


    Ein interessanter drahtlos Handregler ist meiner Meinung nach auch der „Funky“. Alternative zum Lenz LH101-R, den es ja noch nicht gibt.


    https://www.beathis.ch/lgb/shop/funky/funky.html

  • Hallo Klaus,


    Was ich nicht ganz verstehe ist, wie die Dateninformationen vom Traincontroler Server über Dein Tablet zu Bahn gelangen?


    Vom Tablet zur Bahn: Via WLAN über einen Router.


    Schau Dir mal die Z21 an, da kannst Du das ganz leicht nachvollziehen.Bei Web-Anwendungen auch, schau Dir mal iTrain an.

  • Icu benutze in die Loks eingebaute ESP Chips, die je ein WLAN aufspannen und eine Z21 simulieren. Die werden dann mit dem Handy oder mit der WLAN-Maus gesteuert. In den Loks sind auch Akkus eingebaut, so bin ich vom Schienenstrom unabhängig.


    Das eignet sich natürlich nicht zur Anlagensteuerung.


    Meine andere Methode ist, den DCC-Ausgang des Chips an die Schiene zu geben (zB bei Spur Z wo ich noch keine Akkus und ESP im Zug mitfahren kann) und so zu steuern.


    Auch die SmartBox von Piko kann man nicht nur mit dem SmartController Regler, sondern auch mit dem Handy bedienen.


    Die ESP kann mit geegneter HBridge auch große Loks betreiben, zB. mein Spur G Harzkamel fährt auch mit Akkus, ESP und ESU LokSound im Bauch und ist schienenstromunabhängig.


    LG Zoltan

    LG Zoltan von der StEAG
    (Somestaler Eisenbahn-Aktiengesellschaft), BW Traktion Langkatzenhofen
    SzVVT (Szamosvölgyi Vaspálya Társaság), Hosszúmacskási Vontatási Telep
    Schaut bei meiner "echten" Dampflok 52.4984 vorbei!
    Und hier ist mein YouTube Kanal mit meinen (Bahn)filmen
    :)


  • Ok; das würde aber voraussetzen, dass ich den Router für den Modellbahn auch mit einer Interneteinspeisung versehe, oder?

  • Hallo Klaus,


    nein, in dem Fall hat das nichts mit dem Internet zu tun. Du brauchst dann aber immer eine Digitalzentrale. An die ist der Router angeschlossen, der die Verbindung zu den Endgeräten (Handregler, Smartphones etc) herstellt. Der PC wird an die Digitalzentrale mit angeschlossen.


    Es gibt sicher auch noch andere Lösungen am Markt. Alle hier aufzuzeigen, sprengt den Rahmen ein wenig. Daher bitte Fachliteratur bemühen.

  • Ein offenes System mit diversen LAN/Wifi möglichkeiten.
    Derzeit bin ich seltsmerweise zum Beta Tester der neuen MCIIs Android 6.0.1 geworden, nur für Experten geeignet.
    Oder auch plug&play ;)


    LG Andre

  • Hallo Klaus,

    Was ich nicht ganz verstehe ist, wie die Dateninformationen vom Traincontroler Server über Dein Tablet zu Bahn gelangen?


    Du brauchts doch für diese webbasierte Variante eben eine Verbindung zum Internet. Aber durch welche Schnittstelle gelangen dann die Informationen zur Zentrale deiner Anlage?
    Ich hoffe Du weisst was ich meine...


    Also vom Server via Internet auf Dein Tablet, aber wie vom Tablet zur Bahn?


    Diese Grafik zeigt die Komponenten die bei mir zusammenspielen:

    Der PC, das Lenz LAN Interface und ein WLAN Accesspoint bilden mit einem LAN Switch ein LAN (Local Area Network).
    Da die Tablets/Handys keinen LAN-Anschluss haben :-) verbinden die sich per WLAN mit dem WLAN Access Point, der für sie die Verbindung in das LAN herstellt.
    Da die Lenz-Zentrale dummerweise auch keinen LAN-Anschluss hat (auch die LZV200 hat nur USB), wird diese über das Lenz LAN Interface ins LAN gebracht.
    Auf diese Weise sind alle Geräte netzwerkseitig verbunden.


    Die roten Pfeile zeigen nun die logischen Verbindungen:
    Das Traincontroller Steuerungsprogramm schnackt mit der Lenz Zentrale.
    Der Web Browser auf den Tablets/Handys ruft den Webserver von Traincontroller auf,
    der wiederum innerhalb des PC's mit dem Steuerungsprogramm kommuniziert.


    Mit dem Internet hat das Ganze überhaupt nichts tun.
    Die Verwirrung kommt daher, dass in einem einfachen Heimnetzwerk die Komponenten LAN-Switch, WLAN Accesspoint und Internet Router in einer (Fritz-)Box verbaut sind, dort aber auch in diese Komponenten zerfallen.


    Um die Verwirrung komplett zu machen:
    Es gibt natürlich auch bei mir irgendwo einen Router im LAN der die Verbindung ins Internet herstellt.
    Sofern ich die Firewall auf dem Router so konfiguriere, dass der PC aus dem Internet erreicht werden kann, könnte sich jeder Browser dieses Planeten mit dem Webserver von Traincontroller verbinden und mit meiner Eisenbahn spielen. Mach ich aber nicht :-)


    Und noch was: Während die meisten IOS und Android Bahn-Steuerprogramme ohne PC-Software direkt mit der Lenz-Zentrale kommunizieren, brauchen diese unbedingt das Lenz LAN Interface, sonst geht nix. Sofern - so wie hier - ein PC mit einem Steuerungsprogramm dazwischen hängt, könnte der auch mit einem Lenz USB-Interface (statt LAN also USB-Kabel) klarkommen und sobald der USB-Anschluss in der LZV200 mal funktioniert, sogar ganz ohne dediziertes Interface auskommen.


    Alles klar?
    Gute Nacht,
    Johann

  • Guten Morgen Allerseits!


    Vielen Dank für Eure Bemühungen, mich ins Thema digitale Steuerung einzuführen. Ganz speziell möchte ich dafür Johann (jbs) und bahnboss danken.


    Ich sehe schon, dass das Thema extrem komplex ist und eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet. Je nach Anspruch und Wünschen lässt sich da wohl vieles kombinieren.


    Ich werde mich mal mit etwas Fachlektüre eindecken und mich dann wissenstechnisch auf Ballhöhe bringen.


    Vorerst wünsche ich Euch einen schönen Tag... :thumbsup:

  • Moin Walter,

    Ich kenne mich aus mit Traincontroller und seinem Webinterface. Ich fragte mich, nach lesen Deiner Beiträge hier, ob Du für den Betrieb auf Deiner Modellbahn Zugfahrten benutzt.

    jein :-)


    Die Anlage ist so konzipiert, dass nicht der Computer sondern meine Mitspieler (so anwesend) und ich mit der Eisenbahn spielen, äh... versuchen vorbildgerechten Betrieb zu machen.


    Vor einiger Zeit habe ich mal einen Versuch unternommen, die Ein- und Ausfahrt zum bzw. vom Speicherbahnhof Immburg zu automatisieren, weil dieser Bereich sowieso künstlich und nicht sonderlich erbaulich ist. Dafür gibt es natürlich Zugfahrten. Z.B. von Steinbrock Gleis 1 nach Immburg Gleis 4, usw. Welche Fahrstraße jeweils geschaltet wird, ist abhängig vom aktuellen Zug, der per lokalen RailCom Detektoren in Gleis 1 und 2 von Steinbrock erkannt wird. In Immburg sind dann normale Gleisbesetzmelder verbaut, s.d. Traincontroller die Züge verfolgen kann. Für die Ausfahrt gibt es Zugfahrten von den Gleisen in Immburg nach Steinbrock Gleis 1 und 2. Außerdem gibt es eine etwas komplexere Mimik um die Lokwechsel in den Gleise 4 und 5 (halb) zu automatisieren.


    Obwohl das ganze Zeugs noch installiert ist, verwende ich es praktisch nicht mehr, weil sich die Hilfe des Computers als nicht so bahnbrechend :-) herausgestellt hat. Trotzdem hat der PC viel zu tun, weil u.a. alle Weichenstraßen mit ihm gestellt und kontrolliert werden sowie Weichen, Signale etc. gestellt werden und noch so einiges mehr. Mit den roten Start-Ende "Tastern" werden die Weichenstraßen gestellt bzw. aufgehoben. Ist die Fahrstraße gestellt, können keine Weichen in ihrem Weg gestellt werden. Für jede größere Betriebsstelle gibt es ein eigenes Stellwerk, dass jeweils auf ein 7"-Tablett passt. Davon habe ich 3 Stück.


    Zu H0-Zeiten, bis vor etwa 7 Jahren, hatte der PC die volle Kontrolle über das Geschehen meiner Anlagen. Mit dem Wechsel des Maßstabs, habe ich zunächst daran festgehalten, bald aber aufgegeben. Gleiche Automatik, nur in 8x so groß? Ne.


    Viele Grüße,
    Johann

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