BD3yg ---> Bauzugwagen

  • .jetzt noch die durchgängige Zugeinrichtung


    Ja, das habe ich immer noch im Hinterkopf ...
    Und wenn ich mir das Modell des 3-achs. Umbauwagens genau ansehe, wäre die durchlaufende Zugeinrichtung bei diesen Modellen verhältnismäßig einfach umzusetzen. :whistling:


    Mal sehen.
    Gruß
    Jürgen M.

    Generaldirektion der REEB

    Edited 2 times, last by JM-HH: Formatierung mehrfach versucht zu korrigieren. ().

  • Hallo Patrick,


    hat "Euer" B3yg eine durchgehende Zugeinrichtung?
    Wenn ja, wäre es toll, wenn Du bei Gelegenheit ein Foto der zentralen Baugruppe mit der Abfederung machen könntest (eilt nicht).


    Im WWW habe ich vor hin folgendes gefunden:


    Zitat aus Wikipedia:
    Die durchgehende Zugeinrichtung wurde etwa ab Mitte des zwanzigsten
    Jahrhunderts wieder aufgegeben. Ihr Einbau bereitet bei Drehgestellwagen
    Schwierigkeiten und neuere Fahrzeuge mit Bodenrahmen in
    Stahlschweißkonstruktion verkraften die Zugkraft deutlich besser. Mit
    der Vorrüstung aller Wagen auf den Einbau von Mittelpufferkupplungen und
    der damit verbundenen Ertüchtigung auf das Einleiten von Druckkräften
    in der Fahrzeugmittelachse ab etwa 1970 entfiel sie bei Neubauten.
    Seitdem sind geteilte Zugeinrichtungen auch bei Wagen unter Nutzung des
    genormten Einbauraumes für die Mittelpufferkupplung Standard im
    europäischen Regelspurnetz.


    An meinem Model habe ich bereits mit vorbereitenden Arbeiten begonnen, aber... (siehe Zitat). :whistling:


    Gruß
    Jürgen M.

    Generaldirektion der REEB

  • Nabend,


    da hat Wiki ja auch ein wenig recht.
    und ja hat er.


    Die Fahrgestelle der Umbauwagen sind ja deutlich älter.
    Soviel hat man am Rahmen dann doch nicht im Rahmen des Umbaus geändert, als dass man auf die durchgängige Zugeinrichtung verzichten konnte.
    Eigentlich hat man bei Reisezugwagen erst mit der Einführung der 26,4 m Wagen (zumindest in Westen) diese erst grundsätzlich aufgegeben.


    Diese hatte aber auch einen Vorteil:
    Jeder Wagen hing mit seiner Feder an der Zugstange und die Rahmen waren von den Zugkräften entlastet. Man hatte also kein Gummiband am Haken.
    Kann man sogar auch in 0 merken, wenn man mit vielen Wagen und gefederten Schraubenkupplungen fährt.


    Dagegen war es bei langen (Güter)Zügen eben nur durch nicht zu enges kuppeln möglich beim Anfahren Wagen für Wagen in Bewegung zu setzen.
    Das erledigen heute die Zughakenfedern.


    Gruß Patrick


    PS: Bild kommt.

  • Moin Kollegen,


    erst hatte ich gedacht, dass es mit überschaubarem Aufwand nicht zu machen ist, aber, bitte, seht selbst:


    Im Bild seht Ihr die funktionierende und abgefederte durchgängige Zugeinrichtung an meinem im (Um-) Bau befindlichen Bauzugwagen. :thumbsup:


    Das zentrale Bauteil ist ein Ms-Vierkantrohr 2,4 x 1,6 mm. Für die beiden Hälften der Zugstange wird Rund-Ms 1,5 mm verwendet, in deren zur Mitte des Wagens zeigenden Enden jeweils eine Bohrung mit M 1,0 geschnitten wird.
    Das Vierkantrohr erhält am rechten Ende eine Bohrung von 1,0 mm. Abhängig vom Federweg und Länge der verwendeten Druckfeder wird an zwei gegenüberliegenden Seiten ein Schlitz von 1,1 mm Breite gefräst. Am linken Ende dieses Schlitzes, er dient nach der Montage als Führung für die Mitnehmer der linken Hälfte der Zugstange, wird als Anschlag eine U-Scheibe aufgelötet, deren Bohrung auf das Außenmaß des Vierkantrohres erweitert wurde.


    Zur Montage beginnt man am besten mit der linken Hälfte. Die Feder wird aufgeschoben, die linke Zugstangenhälfte ins Rohr geschoben, die Feder etwas zusammengedrückt und eine Schraube M 1 etwa 5 mm lang durch den Schlitz so in das Gewinde eingedreht, das die Schraube auf beiden Seiten des Rohres gleichmäßig übersteht. Nachdem diese Teile in das Untergestell des Wagen eingefädelt sind, wird die bereits in richtiger Position liegende rechte Hälfte der Zugstange durch eine weitere Schraube M 1 mit dem Vierkantrohr verbunden.


    Zuletzt werden beide Enden der Zugstange auf geeignete Weise mit den Zughaken verbunden. (Beschreibung folgt!)


    Wird dann am linken Haken des Wagens (nicht im Bild) gezogen, bleiben rechte Zugstangenhälfte mit Vierkantrohr in Position und die Feder wird nach links zusammen gedrückt. Zieht man dagegen am rechten Haken, bewegen sich die rechte Zugstangenhälfte zusammen mit dem Vierkantrohr nach rechts und die Feder wird nach rechts zusammen gedrückt; die linke Zugstangenhälfte bewegt sich nicht.



    Gruß
    Jürgen M.

  • Danke Michael, und Dank auch an Patrick für die Bilder aus dem Untergrund. :thumbup:
    Wieder sehr informativ!


    Jetzt brauche ich nur noch jemanden, der mir Kegelstumpffedern im Maßstab 1:45 wickelt, und ich kann alles weiter miniaturisieren... :rolleyes:


    Gruß
    Jürgen M.

    Generaldirektion der REEB

  • Moin Kollegen,


    das ist jetzt die endgültige Version meiner durchgängigen Zugstange für meine Bauzugwagen.
    Das zentrale Bauteil ist die "Zugfeder Verbandsbauart # 21" von Paul Petau.


    Meine oben beschriebene durchgängige und gefederte Zugstange war mir letztlich in der Herstellung doch zu aufwendig. Sie funktionierte, war für mich im Aussehen aber doch unbefriedigend. :thumbdown:
    Die Petau-Zugfeder ist eigentlich eine Attrappe, hinter der sich die beiden Enden der jetzt geteilten Zugstange verbergen. Abgefedert ist der Zughaken - wie üblich - hinter der Pufferbohle.
    Auf das eine Ende der Zugstange habe ich ein Gewinde M 1,4 geschnitten und die Zugstange stirnseitig in den mit dem Zughaken verbundenen Vierkant (2,0 x 2,0 mm) geschraubt.


    In erster Linie war für mich wichtig, dass der Wagen auch im "Untergrund" möglichst komplett ausgerüstet ist! :thumbup:


    Gruß
    Jürgen M.

  • Moin Kollegen,


    ja, es geht weiter:


    Der erste Wagenkasten meiner beiden Umbauten ist fertig!
    Der AB3yge wurde zum Wohn-, Werkstattwagen umgebaut.


    Eine besondere Herausforderung waren die Fenster, die in der oberen Hälfte Klappfenster erhielten. Außerdem wurden die Fenster etwas nach innen versetzt eingebaut, so dass Außenjalousien montiert werden konnten.An beiden Werkstattfenstern entfielen die Mittelstege, und es wurden durchgehende Glasscheiben eingesetzt.


    Wichtig für mich war auch hier, dass ich möglichst viele Originalteile weiter verwenden konnte, auch wenn sie mehr oder weniger bearbeitet wurden.


    Allen ein schönes Wochenende
    Jürgen M.

  • Hallo Jürgen,


    der Umbau sieht hervorragend aus, gefällt mir sehr gut.


    Da ich aus Erfahrung um die Zerbrechlichkeit der Lenz Fenster weiß, würde mich interessieren, wie Du das ohne Blessuren der Fensterscheiben hinbekommen hast?


    Ich denke mal, dass Du für die Jalousien Materialien von Evergreen benutzt hast, welche Profilplatte ist das denn?


    Freue mich auf den weiteren Baubericht.


    Schöne Grüße
    Norbert

  • Moin Norbert,


    die Fenster habe ich aus dem "Verbund" herausgetrennt und den inneren Fensterrahmen dann bis auf etwa 0,5 mm abgefeilt.
    Das geht ansich ganz gut, wenn man vorsichtig und sorgfältig arbeitet.


    Der zweite Wagen erhält auch Fenster mit geöffneten Klappen (siehe Bild). Um ein Fenster mit geöffneter Klappe zu erhalten, benötigt man allerdings zwei "Spender" (die benötigten Fenster hattest Du mir ja dankenswerterweise vor einiger Zeit verkauft!): aus dem ersten Fenster wird die obere Glasscheibe herausgesägt, vom zweiten Fenster wird nur die obere Hälfte benötigt; und beide Teile werden dann passgenau bearbeitet.


    Das Material für die Jalousien kommt von Evergreen: Sheet Styrene "V-GROOVE", 0,5 mm dick , Fenster-Jalousien 1,0 mm (# 2040), seitl. Türen 1,75 mm (# 20??).


    Gruß
    Jürgen M.

  • Moin allerseits,


    ja, es geht inzwischen auch mit den Bauzugwagen weiter! Mir fehlen z.Z. noch Beschriftungen sowohl für die Leig-Einheit als auch für die Kühlwagen.


    Hier ein Bild vom "Innenleben" des zweiten Bauzugwagens, der zusammen mit den bereits fertigen Wagen (ein dritter Bauzugwagen, 1 Gerätewagen und 1 Kranschutzwagen) den Kranzug der REEB bilden wird.


    Dieser Wagen hat kein real existierendes

    Vorbild, sondern wurde entsprechend

    der Vorgaben der REEB aus einem

    BD3yg umgebaut.

    In der Werkstatt fehlen noch Schraubstöcke und eine kleinere Ständerbohrmaschinen.


    Hier nicht zu sehen ist der direkt am Wagenkasten montierte Ölofen im Aufenthaltsraum und die

    Handbremskurbel im Vorraum zur Werkstatt.


    Gruß,

    Jürgen M.

    Generaldirektion der REEB

    Edited 2 times, last by JM-HH: Text ergänzt. ().

  • Moin allerseits,


    die Fenster


    1. Aufenthaltsraum: obere Hälfte kippbar

    2. Werkstatt: ungeteilte Fensterscheiben;

    in die Fensterrahmen (bearbeitete normale Fenster des Umbauwagens) habe ich Plexiglas-Scheiben, 0,8 mm dick, bündig eingepasst und an den Ecken, leider nicht ganz spurlos, mit 2K-Kleber eingeklebt.


    Auf dem linken Bild sind sehr gut die "minimalistischen" inneren Fensterrahmen zu erkennen. 8)


    Gruß, Jürgen M.

    Generaldirektion der REEB

    Edited once, last by JM-HH: Text bearbeitet ().

  • Moin Kollegen,


    auch die drei neuen Wagen für den Bauzug der REEB sind jetzt fertig und wurden bereits dem Betriebsdienst übergeben.

    Der komplette Bauzug besteht aus diesen hier abgebildeten drei Wagen, einem Gerätewagen (es G 10), einem Kranschutzwagen (ex X 05) und dem Eisenbahnkran (wird als nächstes gebaut!).


    Gruß, Jürgen M.


    P.S.: Die Beschriftung ist noch nicht komplett.

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