Lenz V60 Neuauflage

  • Hallo Johann,


    sorry, versteh deine Antwort nicht ganz.
    Soll das heißen, dass die zentrale NICHT überlastet sein kann, weil die Kondensatoren (Power Packs?) einfach nicht geladen werden wenn die Zentrale zuwenig Strom liefert? Dann wäre eine Überlastung gar nicht möglich?


    Viele Grüße
    Markus

  • Angesichts immer wieder auftretender Probleme frage ich mich, ob die Powerbausteine von Lenz - so gut gemeint und gemacht sie sind - nicht vielleicht doch etwas überdimensioniert sind. Eigentlich sollten sie ja nur dazu dienen, kurze, stromlose Abschnitte wie nicht polarisierte Weichenherzstücke oder Gleisverschmutzungen zu überbrücken. Ob es da wirklich nötig ist, mehrere 10-Zentimeter lange Strecken stromlos zu überwinden, sei dahingestellt. Auch die gefühlte Minute Nachlaufzeit der Innenbeleuchtung z. B. der 3yg-Wagen ist sicher eindrucksvoll, aber eigentlich nicht nötig.

    Gruß, Michael



    Gesendet von meiner Taschenlampe

  • Hallo zusammen,


    vielleicht kann mir einer von euch weiter helfen.
    Habe von der Gartenbahn eine Piko Digitalzentrale (#35010). Diese wird mit einem Piko Netzteil betrieben welches 22 V DC liefert. Am Gleis kommen dann 20V und 5A an.
    Da meine Daisy II für die V60 wohl zu wenig Strom liefert, würde ich es mal mit der Piko testen. Allerdings dürften 20V vermutlich Zuviel sein (möchte ja die Lok nicht grillen).


    Jetzt meine Frage: wenn ich an der Zentrale ein Netzteil mit 16V anschließe, dürften doch am Gleis auch nur in etwa Spur 0- verträgliche 16V anliegen, jedenfalls keine 20V, oder?


    Klar, wäre ne Frage für den Piko Support, aber vielleicht weiß hier auch jemand bescheid.


    Viele Grüße
    Markus

  • Hallo Markus,


    das kann man jetzt so schlecht beantworten.
    Wenn die Zentrale so gebaut ist , das 20 V die Nennspannung ist, dann wird die Zentrale auch versuchen bis zu dieser Spannung zu regeln.
    Bei einer Eingangsspannung von 16 V pulsierenderer Gleichspannung, beträgt der Spitzenwert der Amplitude über 22 Volt.
    Somit wäre die Zentrale zumindest im Leerlaufbetrieb auch in der Lage 20 V zu liefern.


    Es hängt also maßgeblich vom verwendenden Nerzteil ab, was die Zentrale liefert.


    Das wäre mir doch etwas riskant.


    Einstellbar ist die Spannung anscheinend an der Zentrale auch nicht.


    Also entweder Spannung messen oder lassen.


    Gruß Patrick

  • wenn ich an der Zentrale ein Netzteil mit 16V anschließe, dürften doch am Gleis auch nur in etwa Spur 0- verträgliche 16V anliegen, jedenfalls keine 20V, oder?


    Hallo Markus,
    doch, das ist so. Ich hatte früher an meiner alten Intellibox 22 Volt am Gleis, obwohl der Versorgungstrafo lediglich 17 Volt liefert. Aktuell wird meine Lenz Zentrale von einem 14 Volt Trafo gespeist, ich kann sie aber ohne weiteres so einstellen, dass 20 Volt am Gleis anliegen. Das hängt mit der Elektronik in der Zentrale zusammen, zudem besteht nicht die Gefahr, dass Du Deine V 60 "grillst", 20 Volt verträgt sie durchaus, obwohl auch 16 Volt Digitalspannung absolut ausreichend sind.

    Gruß, Michael



    Gesendet von meiner Taschenlampe

  • Hallo zusammen,


    ein Vermischen von zwei verschiedenen Themengebieten - Rollmaterial und Elektrik - ist für die Bearbeitung von Anfragen als auch für das Auffinden bei Suchen äußerst ungünstig. ;(:whistling::wacko:


    Trennt doch mal z. B. die Elektrik ab und dann kann den Fragestellern gerne kompetente Antwort gegeben werden, z. B. der Unterschied zwischen Trafo und Netzteil.


    Gleiches gilt für das Rollmaterial.

    Grüße aus Lappersdorf (bei Regensburg)


    Heinz ;)

  • Hallo,


    vielleicht sollte man sich bemühen, die Begriffe möglichst exakt zu benutzen.


    Gleichspannung/Gleichstrom = DC


    Wechselspannung/Wechselstrom = AC


    Trafo/Transformator = Ausgangsspannung AC


    Netzteil -überwiegend Schaltnetzteil = Ausgangsspannung fast ausschließlich DC


    Für Spur 0 wird eine Spannung am Gleis von 16 V empfohlen


    Empfehlenswert sind Zentralen und Booster mit einstellbarer Ausgangsspannung (Spannung am Gleis). Werden von einer Zentrale und einem oder mehreren Boostern Einspeisungen vorgenommen, so ist es unbedingt ratsam an den Geräten jeweils die gleiche Ausgangsspannung einzustellen.


    Nicht jede Steuerzentrale kann am Eingang mit alle Spannungsarten gespeist werden, z. B. Roco nur DC, Lenz AC oder DC


    Für die Ausgangsspannung/Gleisspannung einer Zentrale oder eines Boosters von 16 V wird eine Eingangsspannung von ca. 15 - 16 V AC oder 18 V DC benötigt. Wenn die Ausgangsspannung einstellbar ist, kann die Eingangsspannung auch etwas höher sein.


    Die DCC Spannung am Gleis ist eine geschaltete Gleichspannung mit höherer Frequenz, diese Spanung kann eigentlich nur einiger Maßen genau mit einem sog. rms-Meßgerät gemessen werden. Darüber wurde bereits mehrfach geschrieben.
    Hier ist die Spannung nicht (rechnerisch) vergleichbar mit einer Wechselspannung.


    Zuviel Spannung am Gleis schadet langfristig den Modellen.


    Man sollte deshalb nicht nur auf den Preis einer Zentrale oder eines Boosters schauen, sondern ob auch die Ausgangsspannung einstellbar ist. Das hat einen längerfristigen Nähr- resp. Mehrwert mit einer längeren Lebensdauer der Modelle.


    Falls Fragen auftauchen, gerne mit PN schicken.

    Grüße aus Lappersdorf (bei Regensburg)


    Heinz ;)

  • Zuviel Spannung am Gleis schadet langfristig den Modellen.


    Hallo Heinz,
    was meinst Du genau mit "zuviel Spannung"? 16 Volt am Ausgang der Zentrale ist bei Lenz die Werkseinstellung. Vielerorts wird aber durchaus eine höhere Spannung eingestellt, besonders bei Spur 1 und auch Gartenbahnen, wo ja dieselben Decoder arbeiten, sind es häufig 18 Volt, aber auch bis 22 Volt), um Spannungsabfälle am Gleis auszugleichen.

    Gruß, Michael



    Gesendet von meiner Taschenlampe

  • Hallo Michael,


    da muss man unterscheiden zwischen Decoder und anderen Elementen wie Motor, Beleuchtung, etc.


    Du spricht es genau selbst an, Spannungsabfall auf langen Leitungen/Gleisen, und da nimmt man einfach höhere Spannung.


    Spur 1 und Gartenbahn haben andere Elemente und fahren mit anderen Motoren. Hier wären eigentlich Leitungen mit höherem Querschnitt zu verlegen oder wie bei Spur 0 mehreren Einspeisestellen (Boostern) zu verwenden.


    Am wenigsten sind die Decoder (im eigentlichen Sinne Fahrtregler) betroffen, hier ist nur die Spannungsfestigkeit /max. Spannung sowie der max. Strom zu beachten. Und bei den Motoren ist ebenfalls die max. Spannungsfestigkeit zu beachten.Wenn letztere immer an der Grenze der Spannungsfestigkeit oder sogar darüber laufen, trägt dies nicht zur Ausnutzung der Lebensdauer bei, wobei ich mich hier besonders auf Spur 0 beziehe.


    Ich hoffen dies einiger Maßen erklärt zu haben.

    Grüße aus Lappersdorf (bei Regensburg)


    Heinz ;)

  • Hallo Heinz,



    eine Gleichspannung hat erstmal eine Frequenz von 0
    Wenn ich Daten übertragen möchte, egal in welchem Format, brauch ich zum Erzeugen binärer Signale zwangsläufig sich ändernde Zustände.
    Diese werden nunmal mit einer wechselnden Spannung erzeugt.
    Ob diese nun auf eine Sinus- oder Trapez- oder Rechteckform aufmoduliert oder in zusätzlich gesendet werden spielt dabei ja keine Rolle.
    Das dabei kein Wechselstrom im Signalfluss entstehen muss aber ggf. kann ergibt sich dann aus der verwendenden Technik.


    Aber das wäre ja eher was für einen neuen Baum und hat ja nichts mit der V60 zu tun..


    Viele Grüße


    Patrick

  • Nun darf man jetzt nicht den Fehler machen und Elektronik als Maschine zu definieren. Elektronik verschleißt nur durch Hitze. Dann aber in der Regel vollständig und zu einem geringen Umfang durch Alterung. Das gerne 16 Volt empfohlen wird hat aus meiner Sicht nur einen Grund: Man muss die Elektronik auf irgendeinen Wert bemessen. Auch Vorwiderstände für Mikroglühlämpchen und LED. Da aber vmtl niemand seine Loks mit voller Geschwindigkeit, sprich auch dann 16 Volt minus Spannungsabfall im Decoder von ca 1,5-2 V, fährt, reicht auch locker 12 oder 14 Volt am Gleis aus, wenn man den Spannungsfall im Griff hat. Alles darunter hinaus erzeugt eben nur Wärme. Auch Glühlämpchen danken das mit einer längeren Lebensdauer. Selbst der Motorlauf wird dadurch ruhiger: Bei gleicher Leistung werden Pulsweiten länger und die Frequenz der Motorsteuerung geringer, was wiederum weniger Wärme durch Induktion im Motor bedeutet. Jedoch stimme ich Dir zu, das dies in dem Bereich der Werte die wir bei der Modellbahn haben sehr marginal mit Ausnahme der Glühlampen sind. Im Übrigen sind die Motoren auch i.d.R. für 12 Volt ausgelegt. Wobei die aber noch am robustesten in der Kette sind.

  • Hallo,


    Heinz hat es sehr gut erklärt. Ich betreibe zum Beispiel meine Lenz-Zentrale und Booster mit einem Schaltnetzteil 18V 6.7A. An der Lenz-Zentrale fallen wohl am Brückengleichrichter 1,4V ab, deshalb muss die Gleichspannung auch immer um ca. 2 Volt höher sein als die gewünschte Gleisspannung. Herr Lenz hat mal beim Tag der offenen Tür gesagt "Die Spur 0 ist eine 12 Volt Bahn". Die Eingangsspannung sollte also an die Gleisspannung (+ 2 Volt) angepasst sein da sonst zuviel Spannung "Verbraten" werden muss.


    Das was am Gleis herauskommt ist eine Spannung von ca. -16V bis 16V. Diese Spannung wird von einer H-Brücke generiert wie für einen Motor und welchselt somit ständig zwischen Vorwärts und Rückwärts (polarität). Es ist daher so etwas wie eine Wechselspannung. Allerdings ist eine Wechselspannung im eigentlichen Sinne eine Sinusspannung, DCC aber eine Rechteckspannung.


    Warum das so ist?
    In den Decodern wird diese Spannung wiederum über einen Brückgleichrichter in eine positive Gleichspannung für den Motor gleichgerichtet. Anders als bei Analog hat der Motor hat keine direkte Verbindung zum Gleis! Dabei fallen wieder 1,4 Volt ab. Dadurch dass aber immer eine positive oder negative Spannung am Decoder anliegt hat der Motor IMMER die gleiche Spannung und "verhungert" bei Last nicht. Ohne Pufferspeicher ist das als wenn man im Auto ständig für 50 Mikrosekunden Vollgas gibt und sofort wieder vom Gaspedal geht. So will sicherlich keiner fahren.


    Aussehen tut das so:


    Die Quelle und Beschreibung findet man hier.


    Gruß
    Stefan

  • Guten Morgen,


    das ist soweit auch alles richtig. Schön das Lenz eine Aussage zur Spannung gemacht hat.


    Damit sind also, wie ich bereits beschrieb, 14 Volt Gleisspannung völlig ausreichend und der Motor bekommt 12 Volt.


    Was aber definitiv falsch ist, ist die Beschreibung der Spannung. Sobald ich einen positiven und negativen Anteil habe, spricht man von Wechselspannung. Dabei ist die Form der Spannung egal.
    Steht aber ja auch so in dem Artikel der verlinkten Quelle.


    Sonst wäre nach der gemachten Definition, auch eine Sinuswechselspannung die aus einer Gleichspannung erzeugt wird auch eine geschaltete Gleichspannung.


    Eine Mischspannung kann z.B. dadurch erzeugt werden, wenn ich in eine Wechselspannung zusätzlich eine Gleichspannung einspeise. Dadurch verschiebe ich die Nulllinie um den jeweilen Wert.


    Das findet aber i.d.R. in unserem Anwendungsfall nicht statt.


    Viele Grüße
    Patrick.

  • Hallo,


    seit gestern bin ich auch stolzer Besitzer einer V60 in Form der 260 533 in o/b. Tolles Fahrzeug, als noch neu-Nuller bin ich regelrecht begeistert. Allerdings hat die Gutste ein kleines Problem mit einer Kupplung: beim Entkuppeln zieht die Lok vor, senkt den Haken aber nicht mehr ab.

    Kennt jemand dieses Problem und hat ggf. eine einfache Abhilfemaßnahme für mich? Wenn nicht oder wenn es doch komplizierter ist, schicke ich sie ein.


    Die Suchfunktion konnte mir leider nicht helfen oder ich habe die verkehrten Schlagworte eingegeben... :wacko:


    Schöne Grüße
    Marco

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