Neue Laufwerke - gefederte Achslager

  • Hallo,


    ja, sind z.Zt. in kleinerem Rahmen wieder bei mir erhältlich.



    Es geht noch ein weiteres Bauteil für einen Lenz Waggon in die Umsetzung:

    Ein SNCF Achslager, um den Lenz SNCF Gs4-02 (oder weitere Umbauten nach

    französischen Vorbildern ) mit vorbildlicheren Rollenlagern umzurüsten.

    Es trägt die Bezeichnung Laufwerk 9 und orientiert sich an dem Laufwerk 3 (Achshalterblech,
    Schaken und Federpaket)


    Für den Herbst wird es dazu auch die passenden SNCF Federpuffer geben.




    Die erste "grobe" SNCB Ausführung als 3-D Entwurf, gibt schon mal einen kleinen Ausblick ... .



    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Moin,


    großartig, diese beiden Baugruppen sind das einzige, was man an den Lenz-SNCF-Wagen unbedingt anpassen sollte - plus die korrekte Trittanordnung am Ende mit dem Quertritt und unter den Türen, aber dazu braucht es keine Extrateile.


    Zu den Lagergehäusen: täuscht die Perspektive, oder ist die Rundung recht flach? Ich nehme mal an, es sollen Pendelrollenlager der Bauart SKF sein? Die sind m.E. nach außen stärker kugelig als das 3D-Bild.


    Diese Lagerbauart ist auch in Belgien, Luxemburg sowie in Skandinavien sehr verbreitet.


    Fazit, muss ich haben, auch die Puffer.


    Gruß,

    Schlußscheibe

  • Hi Andreas, Deine Achslager machen einen tollen Eindruck auf mich. Wenn Du welche zur Verfügung hast und abgeben könntest, würde ich Dir gern 8 Stück, also für 2 G 10 Wagen abnehmen. Vielleicht kannst Du mir auch erst mal einen Preis andeuten. Vielen Dank und viele Grüsse Charlie D. aus O. am M.

  • Hallo,


    was mich schon eine ganze Weile bewegt hat, war die Frage wie sich die gefederten Laufwerke an Waggons mit Stromabnahme verhalten werden? Wie kann es mit der Stromabnahme funktionieren? Über die Achslager - wie bei den Fahrzeugen ab Werk?


    Zur Ermittlung von Antworten, war das erstes „Opfer“ ein Lenz MCI. Für ihn paßt vom Vorbild, dass Laufwerk 4 mit Rollenlagern.


    Nach der Demontage des Gehäuses, Inneneinrichtung und zur Vorsicht auch der Bühnen, werden die Radsätze heraus genommen.


    In den Originalen Achslager stecken Messingringe mit angelöteten Kabel. Diese Ringe – sofern sie nicht schon beim Ausbau der Radsätze aus ihren Löchern „fallen“, lassen sich gut mit einem Zahnstocher heraus holen.






    Es empfiehlt sich, die Kabelabdeckungen im Innenraum vorsichtig (z.B. auch mit einem Zahnstocher) abzunehmen, damit die Kabel frei liegen und nicht unter Zug stehen.

    Danach können die Rastnasen an den Achshalterblechen etwas zur Seite gedrückt werden um die Kunststoffhalter heraus ziehen zu können.






    Die Rollenlager werden bisher nicht extra aufgebohrt, da für die anderen Waggontypen die Tiefe und Durchmesser des Gussteils ausreichte – bezogen auf die Radsätze (RS) mit 3,5 mm Radbreite und 4 mm Achsstummellänge.


    Für den MCI ist es notwendig, für die 3,5er RS, die Achslagerlöcher etwas tiefer zu bohren und um das Bohrloch 1,5 mm einzusenken. So kann die Radnabe auch etwas „eintauchen“ und etwas Seitenverschiebarkeit der Achse bleibt erhalten. Die „alten“ Lenz Achsen ohne Nabe (siehe Beitrag 19 Bild 1 + 4) funktionieren auch gut.





    Gegenüber anderen Lenz Fahrzeugen weißt dieses Modell eine weitere Besonderheit auf. Die neuen Achshalterbleche sind in der Form der Aufnahme anzupassen. Der Schlitz, in den sie gesteckt werden ist gegenüber anderen Fahrzeugen nicht so tief. Dazu bietet es sich an, zwei Zapfen „stehen zulassen“.




    Sind diese Anpassungen erfolgt kann das Federpaket aufgelötet /geklebt werden. Neben dem Loch (roter Punkt) für den Zapfen des Federpakets wird noch eine Bohrung gesetzt, in die das Kabel für die Stromversorgung jeweils eingelötet wird. Empfehlenswert ist es mit einer Trennscheibe, einen „Kabelkanal“ (schwarze Linie) für dieses Kabel zu setzen.




    Diese Arbeiten widersprechen dem eigentlichen Wunsch, ein möglichst einfach zu tauschendes Umrüstprodukt zu entwickeln. Bei der eher geringen Anzahl an umzurüstenden Fahrzeugen, macht es momentan keinen Sinn hier neue /weitere Investitionen vorzunehmen. Sollte ein Bedarf hierfür entstehen, kann diese ergänzende Arbeit mitbestellt werden - Fragen etc. an: fredduck3@yahoo.de  



    Nun zunächst das Ganze erst mal provisorisch zusammengesetzt – im weiteren mit dem schon angeführten Abdeckband als Isolierung. Es reicht, dies einseitig auszuführen.





    Test – ob alles zuverlässig funktioniert. Hier - auf dem „Martergleis“ mit zwei 1,5 mm aufgelöteten Messingstücken auf den Schienenprofilen.


    Video



    Nach der farblichen Behandlung der Gussteile, kann er weiter vervollständigt / zu gerüstet werden, dann wird er auch noch etwas in-die-Federn-gehen … .




    Herzliche Grüße

    Andreas



    P.S.: Sollte ein interesse an den gezeigten 3,5er Radsätzen bestehen - gegen Ende des Jahres wird noch mal eine Serie aufgelegt. Auch hier - Anfragen nur über fredduck3@yahoo.de - da dies kein "Laberbeitrag" ist, sondern für Interessierte als "Bauanleitung" dient - Danke!

  • Hallo,


    nach Konstruktion und Abformung, sind die ersten Probegussteile des neuen Laufwerks für den Kiss Ommi 51 sind eingetroffen und mal provisorisch (d.h. nur eingesteckt) montiert worden.











    Dies war seit Anbeginn der Entwicklung von gefederten Laufwerken, mein persönlicher Favorit. Auf dieses LW habe ich mir am meisten gefreut, da ich der Meinung war + noch bin, dass dieses filigrane Waggonmodell es mehr als verdient hat, auch adäquate Roll- bzw. Laufeigenschaften zu bekommen.


    Mittlerweile konnte ich mit diesen Bauteilen, bei einigen bisherigen Modellen deutliche Verbesserungen dieser Eigenschaften beobachten. Was es allerdings mit bzw. aus dem Ommi auf dem „Marter-Gleis“ macht, ist selbst für mich ein großes und fast schon ungläubiges „WOW-Erlebnis“ … .


    Hier an einem Versuchsträger - aus der Bastel- /Restekiste mit 3,5 mm Radsätzen

    aber zuvor ein Originalmodell - auch mit 3,5er Radsätzen


    https://youtu.be/mj3VZ-XuqFE



    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Hallo Freunde der „federnden Waggons“,


    das 10. und (vorerst) letzte Achslager für Lenz Waggons ist fertig geworden. Es war – so lässt sich rückblickend sagen - das aufwändigste und langwierigste von allen bisherigen.


    Vor einige Zeit gab es ja bereits einen ersten Entwurf (s. Beitrag 22), der sich etwas vereinfacht aus einem Rollenlager „entwickelt“ hatte. Vom entfernten Eindruck auf dem Gleis, hätte er durchgehen können. Der Kenner sah aber sofort die noch vorhandenen Fehler, die letztlich wenn man das Original kennt oder als Vergleich hat, den Eindruck zerstörten. Erst weitere Vorbildfotos, Skizzen mit Originalmaßen und letztlich der Zugriff auf Originalunterlagen, konnten meinen Konstrukteur die nötigen Daten liefern.


    Auf den Vorbildfotos ist die „besondere“ Form gegenüber den bisherigen Gleit- und Rollenlagern zu erkennen.






    Verdeutlicht anhand einer Vorbildskizze werden die „gebrochenen Rundungen“ sichtbar






    Das finale Modellgussteil überzeugt nun den Kenner und mich. Denn was ist schlimmer als sich einmal zu „blamieren“? - Sich 2x zu „blamieren“ ;)










    Nun könnte der französische Lenz Waggons entsprechend komplett umgebaut werden … doch es ergibt sich eine Frage: Welches Achshalterblech entspricht dem Vorbild? Der Lenz Waggon ist mit Achshaltern ausgestattet, die eine genietete Gleitbahn darstellen. Auf dem Vorbildfoto sind die Bleche ohne zu sehen. War das bei diesen Achslagern immer /häufig so – ist dies evtl. epochenabhängig …? Mal schauen was die weiteren Recherchen ans Licht bringen. Vorbereitet ist alles ;)




    Herzliche Grüße

    Andreas

  • Hallo,


    um das Thema „Isolierung Achshalter / Rahmen“ besser zu handhaben, ist im Zuge der gleichzeitigen Neuanfertigung von Radsätzen ( 3,5 mm Radbreite) für die gefederten Laufwerke, eine passende POM Buchse entstanden. Diese hat die Maße von 1,3 / 2,1 mm. Die Achslagerzapfen der Radsätze bekamen einen Durchmesser von 1,2 mm.


    So langsam nähert sich das Projekt damit dem Abschluss entgegen … ;)


    Einige beispielhafte Eindrücke von meinem „kahlen Arbeitsmodell“ - KISS Ommi



    41817935xq.jpg



    41817936ug.jpg



    41817937do.jpg



    41817938iu.jpg



    Fragen o.ä. bitte an fredduck3@yahoo.de, da viele diesen thread gern auch als Infoquelle, Bauanleitung etc. nutzen. Relevante Rückmeldungen pflege ich hier gern mit ein - Danke!


    Interessant sind für mich auch Rückmeldungen von Umbauten an Fahrzeugen, die ich bei der Planung gar nicht "vor Augen hatte". Diese erfordern u.U. einen tieferen und radikaleren Eingriff am Modell. Das Ergebnis so finde ich, rechtfertigt die Mittel ;-))


    Als Beispiele - 0 Scale Kesselwagen und Mühlheimer Gmms60 - nun auch mit gefederten Laufwerken + schmaleren Radsätzen und damit erheblich besseren Laufeigenschaften!


    41818464df.jpg


    41818465mz.jpg



    Herzliche Grüße

    Andreas




    P.S.: Die 1000er Radsätze sind für verschiedene Hersteller, einzeln bei Herrn Petau zu beziehen

    https://www.mbpetau.de/?view_m…ng_sort=&listing_count=96

    Edited once, last by fredduck: Infos ergänzt ().

  • Hallo,


    fürs kommende Messe-Wochenende sind nochmal 3 - 5 Laufwerke

    von jeder Ausführung gemacht worden - Halle 1 Stand 28, gemeinsam mit Klaus Weihe.


    Herzliche Grüße und eine gute Anfahrt

    sendet und wünscht euch


    Andreas

  • Hallo zusammen,


    zwischenzeitlich haben sich Interessenten für ein neues Laufwerke zusammengefunden.


    Es wird derzeitig an einem Laufwerk für den BRAWA Staubbehälterwagen Kds54 gearbeitet. Dieses wird anderes als am BRAWA Waggon dargestellt über gesickte Pressblechachshalter und ebenso Tauschrollenlager + Einfachschaken verfügen.





    Entwurf Achshalter mit Achslagern




    Entwurf Federnnachbildung mit Schaken + Schakenböcken und Verschlüssen




    Vergleich – Gleitlager /Tauschrollenlager




    Wird fortgesetzt …



    Herzliche Grüße

    Andreas





    Anmerkung: Es steht die Überlegung im Raum – bei einem ausreichenden Interesse – zu einem späteren Zeitpunkt, auch für den BRAWA Oppeln noch ein gefedertes Laufwerk aufzulegen … .

    Dies ist ein Um- und Baubericht - Kontakt, Fragen, Anmerkungen etc. nur unter atelier-anschu@t-online.de

    Alles weitere auch wieder in Gießen - an gewohnter "Stelle" ... ;-))

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