"Schweizer" Modell

  • Hallo zusammen


    Nachdem ich gestern erfolglos an einer grösseren Börse Ausschau nach Spur 0 Modellen hielt, (Ich war eigentlich auf der Suche nach bespielten Modellen für den Junior, dass er auch mitfahren kann)
    und ich nur ein paar wenige RiPoLi fand taucht folgende Frage bei mir auf:


    Wenn ein (Gross)Serienhersteller Triebfahrzeuge nach Schweizer Vorbild herstellen würde, wäre so etwas auch für den deutschen Markt interessant oder wäre dies eher nicht erwünscht?


    Eure Meinung ist gefragt!


    Dankender Gruss
    Luca

  • Ich denke da liegt Hermann absolut richtig. Die Schweizer hängen mehr an der modernen Bahn.
    Da bietet sich ein Eaos an. Von Ep. 4 bis 6 einsetzbar und soweit mir bekannt, baugleich zu dem Massenmodell der DB.
    Auch nicht so lang wie der Eanos von MTH.
    Auch die 4-achsigen Schiebeplanenwagen und selbstverständlich die Shimmnns (Schiebedachwagen) würden hervorragend gehen. Alle drei in DB oder SBB-Varianten und mit dem y25 Drehgestell.
    Wäre dabei!
    Das wären echte Massenmodelle und in unzähligen Farbvarianten auflegbar. Also für Großserienhersteller, der auch noch die Drehgestelle mehrfach nutzen möchte einfach top
    VG, Moritz

    Weniger ist (nicht) mehr ;) - schwer müssen sie sein - Stahlbahn Ep. V und drumherum...

  • Hallo zusammen,


    falls es überlesen wurde, Luca frägt in seinem Beitrag "Schweizer Modell" nicht nach Güterwagen, sondern nach Triebfahrzeugen mit schweizer Vorbild. :!:


    Im grenzüberschreitenden Verkehr kommen regelmäßig Loks aus Österreich nach Deutschland, aber schweizer Loks habe ich nur sehr selten gesehen. Nach Lindau am Bodensee kommen schweizer Re 4/4 II ab und an. Weiter nicht, denn ab Lindau ist (noch) nicht fertig elektrifiziert.
    Ich wüßte jetzt auch nicht sicher, ob die schweizer Loks eine Zulassung außerhalb der Schweiz hätten.
    Der tägliche Fernzug Zürich - München fährt ab Lindau mit deutschen Dieselloks BR 218 in Doppeltraktion. Zurück identisch.


    Selbstverständlich, als Modell kann jeder auf die Gleise oder in die Vitrine stellen, was ihm gefällt. :thumbsup:
    Aber wenn die allermeisten Anlagen hierzulande ein bestimmtes DB - Thema darstellen, ist so eine schweizer Lok immer ein Exote, wenn auch ein schöner. :love:
    Von dem her gehe ich davon aus, daß es in Deutschland keinen großen Markt für schweizer Triebfahrzeuge gibt. Gleichermaßen - so denke ich - kann man in der Schweiz kaum Lokomotiven und andere Fahrzeuge mit Vorbild bei der DB verkaufen.
    Klar - Güterwagen gehen immer und überall, besonders dann, wenn das Vorbild europaweit zugelassen ist (RIV - Kenneichnung am Wagen).


    Die Fa. Hermann gibt es nicht mehr. Hermann hat neben vielen schweizer Personenwagentypen, auch die Eurofima - Wagen für mehrere Bahngesellschaften hergestellt, vorwiegend SBB, ÖBB und DB.


    Wer in letzter Zeit mal auf einer Messe mit dem anwesenden Günter Kiss gewesen ist, hat gesehen, daß er an seinem Stand einige Eurofima - Wagen hatte.
    Das sind zunächst Restposten aus der ehemaligen Hermann - Fertigung. Bei entsprechendem Interesse soll es aber mehr davon geben. Er macht damit aktuell sozusagen ein Croudfounding.


    Viele Grüße aus`m Allgäu
    Norbert

  • Hallo,
    also ich glaube auch, schweizerische Triebfahrzeuge sind in Deutschland im Modell weniger gefragt. Die einzige Lok, die hier in größeren Stückzahlen fährt, ist die Re 4/4 III mit SBB Cargo Beschriftung. Aber das ist erst in den letzten Jahren und somit für die Epoche III DB Fahrer nicht interessant.
    Aber moderne Güterwagen wären eine Überlegung wert.


    Gruß Jörg

  • Nun, wenn es ein Schweizer Triebfahrzeug sein sollte, dann gibt es außer den herrlichen Triebwagen von Stadler nur noch europäische Lokomotiven die überall laufen.
    Eine "Vektron" mit einem guten Antrieb nach den Vorbildern von Hermann oder Munz das wär schon etwas!


    Hermann Nigsch

  • Von Setec HTM kommt die Ae 6/6.
    Abwarten ob von Kiss eine Neuauflage der Re 4/4 II ect. erfogt, in 1 ist dies auch der Fall.
    Möglich wäre auch Re 48x in 0 aber das wissen nür die Götter.


    Salut Andre

  • Schweizer Loks fahren durch Österreich bis nach Lindau (Re4/4). Die haben einen Stromabnehmer mit breiterer Wippe.
    Aber es gibt Loktypen die europaweit mit unterschiedlicher Stromabnehmerbestückung fahren. Z.B. TRAXX, Vektron, Taurus ...


    Hermann Nigsch

  • Wenn ein (Gross)Serienhersteller Triebfahrzeuge nach Schweizer Vorbild herstellen würde, wäre so etwas auch für den deutschen Markt interessant oder wäre dies eher nicht erwünscht?


    Was bedeutet aus deiner Sicht "für den deutschen Markt interessant"? Ich behaupte mal, dass jedes produzierte Modell in kleinen Stückzahlen auch in Deutschland verkauft werden könnte. Schlicht einfach darum, weil es auch in Deutschland Anhänger der schweizer Bahnen gibt (genau so wie deutsche Fahrzeuge auch in der Schweiz verkauft werden können).


    Wenn "für den deutschen Markt interessant" gleichbedeutend mit "in Deutschland eingesetzt worden" ist, dann ist die Sache etwas eingeschränkter:


    Epoche 1 &2 kenne ich schlicht zu wenig, um eine Aussage machen zu können. Ab Epoche III gab es den auch schon erwähnte "kleinen Grenzverkehr" via Bregenz nach Lindau, ab Epoche IV von Schaffhausen nach Singen. In Konstanz kann theoretisch jedes schweizer Triebfahrzeug mal gewesen sein, ebenso in Weil am Rhein. Und in jüngerer Zeit kam die Verbindung von Koblenz nach Waldshut dazu. Hier fehlt jedoch die Verbindung zum deutschen Netz, so dass man eigentlich von einem schweizer Gleis auf deutschem Boden reden müsste. Das umgekehrte Beispiel gibt es übrigens auch, die Hochrheinstrecke ab Schaffhausen in Richtung Basel gehört im Klettgau zum DB-Netz, auch wenn auf schweizer Boden.


    Mit der Einführung der TEE-Zügen in Epoche III kamen schweizer Triebzüge auf deutsche Gleise. Einerseits der dieselbetriebene RAm-TEE, andererseits der elektrische RAe-TEE. Lokomotiven waren ausser im erwähnten kleinen Grenzverkehr nach Lindau und Weil am Rhein keine regelmässig in Deutschland.


    Vor der Jahrhundertwende änderte sich das, als die schweizerische Mittel-Thurgau-Bahn im Rahmen der ersten Bahnreform den S-Bahnverkehr zwischen Konstanz und Engen übernahm. Eingesetzt wurden ertüchtigte EAV-Triebwagen aus der Epoche III/IV und fabrikneue NPZ-Triebwagen. Diese Fahrzeuge wurden später durch FLIRT ersetzt, wie sie auch im Wiesenthal und von deutschen EVU eingesetzt werden.


    Ebenfalls vor der Jahrhundertwende wurden die ETR 470 von CISALPINO beschafft und bedienten während ein paar Jahren die Linie Stuttgart - Zürich - Mailand. Dessen indirekter Nachfolger ist der RABe 503, welcher zur Zeit Frankfurt - Basel - Mailand eingesetzt wird und nach der Elektrifizierung Lindau - Geltendorf auch Zürich - München fahren wird.


    Nach der Jahrhundertwende wurde einige Re 4/4" in Re 421 umgebaut und in Deutschland zugelassen. Diese (Teil-)Baureihe kam in ganz Deutschland zum Einsatz und wurde auch an deutsche EVU vermietet. Die erwähnten interoperablen Lokbaureihen von Bombardier (Traxx) und Siemens (Vectron) sind dann weitere Fahrzeuge, die es in "schweizer" Ausführung auch in Deutschland gab.


    Bisher auf Spur 0-Gleise gestellt wurden die beiden TEE-Züge, die EAV- und NPZ-Triebwagen, die Re 421 und die Traxx. Die modernen Triebzüge "fehlen" genau so wie der Vectron.

  • der Hamburger Hafen wird regelmäßig auch von SBB-Maschinen angefahren, natürlich nur vor Güterzügen, i. d. Regel vor Containerzügen. Die Loks werden bis zur Rückfahrt beim Rangierbahnhof "Alte Süderelbe" in Hbg.-Waltershof geparkt:




    Dort habe ich auch schon schweizer Oldtimer gesehen, wie z. B. Re 4/4 II. Leider kommt man nicht auf die Brücke, um die Loks von oben zu fotografieren, aber der neue Lokparkplatz der HPA (Hamburg Port Authority) in Hamburg-Waltershof ist - noch - frei zugänglich.
    Die Fotos (leider saumäßig belichtet, mein Handy kam mit den Lichtverhältnissen überhaupt nicht klar ...) habe ich geschossen, als ich mir den Lokparkplatz mal angesehen habe. Der besteht aus einer Schiebebühne und 32 Lokomotiv-Einstellplätzen sowie 2 Zufahrtgleisen, wie man sieht, recht gut belegt! Weitere Stellplätze (wo die schweizer Maschinen parkten) stehen nebenan zur Verfügung.







    Also: nur zu, schweizer Lokomotiven fahren sehr wohl in Deutschland herum!


    Gruß, Reinhold

  • In den 70er Jahren erzielte Rivarossi gute Erfolge - Von den Messing Loks der franz. Reihe 231G konnte man immerhin 800 Stück absetzen obwohl der Kaufpreis bei 1500 DM lag. Die Laufeigenschaften waren und sind immer noch legendär. Wie viele FS444 bzw 216 im Umlauf sind vermag ich nich zu sagen es dürften aber einige zehn tausende sein. Die Set,s Baureihe 216 mit 3 Reisezugwagen bzw. 3x 4 achs. Güterwagen wurde in der Winterzeit über Eiscafe,s bzw Eisdielen für relativ kleines Geld verkauft (um die Sozial freundliche 200 DM). Für die Eiscafes ein willkommenes Zubrot für die Miete in der lauen Winterzeit statt Eis wurde halt zusätzlich Cappocino gereicht. Das brachte einen enormen Aufwind für die Spur 0. Ähnliches könnte ich mir für die Vectron vorstellen sowie für die 4 achsige Rangierlok die in Zürich die Getreidewagen durch die Innenstadt schaukelt (SBB Cargo MAK ?. Güterwagen nur Drehgestellwagen als 3 Set. Wichtig ist : Die Fahrzeuge sind in ganz Europa unterwegs. Umlackieren können die Leute ja selber vornehmen. Ich kann feststellen das bei den Kids die Vectron in der ersten Reihe steht Die sammeln nicht so sehr verschiedene Loks sondern Standard und Sonder Lackierungen. Das ist die Ansage Die neue Fight 1 eine garantierte Hausnummer. (Kid Jargon für Muss ich haben) :)

  • Wenn ich mich recht erinnere, dann können Schweizer Elloks in Deutschland nicht fahren, da die Stromabnehmer schmaler sind. Im Modell kann es man natürlich halten, wie man will,


    MfG Micha

    Hallo Micha und alle anderen,



    die Stromabnehmer für die Schweiz haben eine Wippenbreite von 1450 mm, die für Deutschland und Österreich haben 1950 mm. Dann gibt es noch die sog. Eurowippe, das war ein erster zaghafter Versuch die Lokomotiven europaweit einsetzbar zu machen. Da ich aktuell keinen Taurus unter dem Hintern habe kann ich nicht nachschauen. Aber die Eurowippe hat entweder 1600 oder 1650mm bei denen die mit Eurowippe ausgestattet sind steht es bei der Systemauswahl nämlich dabei. :D


    Ob das Thema Eurowippe aktuell noch verfolgt wird ist mir allerdings nicht bekannt.


    Auf dem Bild der Re 482 im Hamburger Hafen von Reinhold ist der 2. Stromabnehmer gehoben. Der erste ist der CH-Pantho, auf der anderen Seite des Fahrzeuges ist das genauso. Außen CH, innen D+AT.



    Viele Grüße
    Sebastian Woelk

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