Rheinische Celluloidwerke AG (Ep.III) - oder wie ich "kleine Brötchen in Spur Null backe"...

  • Hallo liebe Hobbykollegen,


    eigentlich wollte ich mit dem nächsten Baubericht - ich berichte ja zur Zeit noch immer quasi aus der Konserve weil das, was Ihr zu sehen bekommt, schon ein paar Wochen vorher gebaut wurde - noch etwas warten.


    Aber angesichts der vielen positiven Antworten und Ermutigungen weiterhin so ausführlich zu berichten wie bisher, den vielen Bedankungen und Bewertungen, sowie die für mich auch überraschend positiven Reaktionen auf die Segmentdrehscheibe "Hausmacher Art" möchte ich mich zuerst einmal ganz herzlich bei Euch dafür bedanken!


    Auf Eure einzelnen Antworten und Tipps (Doppelflanschrad etc.) werde ich aus Platzgründen in einem eigenen Beitrag noch eingehen. Auch hierfür aber jetzt bereits meinen herzlichen Dank!


    Was liegt also näher als die Fortsetzung über den Bau der Segmentdrehscheibe anzuhängen.


    Ich komme zuerst nochmal auf die Bitte um detaillierte Fotos zurück und füge hier noch ein paar Fotos ein, die erkennen lassen wie die Grundkonstruktion der Grube und der Bühne aussehen. Dies ohne weitere Erklärungen. Wer dazu Fragen hat darf sie gerne stellen.





    Der Plastikring hat eigentlich keine Funktion..er hält die Unterlegscheiben aber etwas beisammen, wenn die Schraube bei abgenommener Bühne entfernt wird.





    Das sieht Alles nicht so schön aus, ich sehe aber keinen Grund auf Ästhetik an Stellen zu achten, die man nie sieht. Es funktioniert zuverlässig bisher, das alleine interessiert mich. Auf Optik werde ich woanders noch genug Wert legen, da spare ich mir hier die Mühe lieber. ;)


    Weiter geht es gleich mit Teil 2 "Fortsetzung Segmentdrehscheibe "Hausmacher Art""

  • Weiter geht es aber heute mit dem Thema der Grubenausgestaltung. Die konnte ja nicht so nackig "untenrum" bleiben wie auf den Fotos zuletzt zu sehen.


    Mit der Vollmer H0 Ziegelmauerplatte Nr. 6042 aus geprägtem Karton werden die Grubenwände nicht verkleidet..nein, die Mauerplatten bilden die Grubenwände. Grund auch hier, die Möglichkeit diese zu entfernen um nötigenfalls den Grubenboden nachjustieren zu können,
    was leichter geht wenn man von oben eingreifen kann. Lediglich die Seite wo die beiden Gleise anschließen kann erst komplett verkleidet werden, wenn der Mechanismus feststeht und montiert ist, mit welchem die Schwenkbühne bewegt wird. Die Befestigung dafür wird auf dieser Kopfseite der Bühne sein.


    Hier die Fotos dazu:


    Die Ziegelgröße passt finde ich auch hier ( Diese Mauerplatte habe ich auch für die Fassade eines der SNM Halbreliefhäuser benutzt)


    Es wurden zwei, den beiden Seiten der Grube angepasste Mauern erstellt. Einfach zwei, dem Winkel der Grube aneinandergeklebte Stücke Raketenstab vom letzten Sylvester auf die zugeschnittenen Mauerplatten geklebt - etwas angepasst und fertig:




    Diese können jederzeit entfernt, oder wie hier eingesetzt werden:



    So sieht das dann aus:






    Hier sieht man bei der Gelegenheit wie die Kabeldurchführung der Schwenkbühne erfolgt:



    Die Kopfseiten der Grube wurden ebenfalls verkleidet:




    Natürlich sind hier die oberen Ziegel nur Verkleidung, dahinter liegt gedacht ein Querriegel aus Beton um die Festigkeit des Grubenrandes zu gewährleisten.


    Die Verkleidung unterhalb der Multiplexplatte wurde absichtlich nach hinten versetzt eingebaut.



    Wie Ihr seht, besitzt die Grube keine Gullys für den Regenwasserablauf. Stattdessen ist der Grubenboden - wirklich ! minimal zum Drehpunkt geneigt und das Wasser kann in schmalen seitlichen Rinnen an der tiefer liegenden Stirnseite der Grube durch den ausgemauerten Wasserablauf seitlich abfließen.
    Diese Lösung resultiert aus der Notwendigkeit die Verkleidung gegenüber etwas nach hinten versetzt anzubringen, um die Mechanik der Schwenkbühne unauffällig an der anderen Stirnseite der "Latte" montieren zu können. Diese führt später durch einen schmalen Spalt der über die ganze Breite der Stirnseite bestehen bleibt, von oben betrachtet durch den Versatz aber nicht zu sehen ist. Ich habe das daher einfach auf beiden Seiten so vorgesehen.


    Mit eingesetzter Bühne sieht das Ganze dann erst einmal so aus:





    Das war voraussichtlich der letzte, eventuell der vorletzte Baubericht in diesem Jahr. Mal sehen ob ich noch zu einem Weiteren Zeit haben werde.


    Hier übrigens wird gewerkelt:



    Bis dahin, lieben Dank für Euer Interesse bis hierhin!

  • Hallo Dirk,für meinen Fiddleyard habe ich vor Jahren eine bereits
    seit langem benutzte Idee für den Königstuhl wiederverwertet, welche
    sehr einfach eine exakte Zentrierung und gleichzeitig die perfekte
    Stromzuführung ohne bewegende Kabelage ermöglicht.Simple größere
    Klinkenstecker und Buchsen. So einfach, das selbst ich das geregelt bekomme.
    Komisch alle Bildlinks und weitere Textteile werden nicht angezeigt. In der Vorschau wird das alles noch korrekt angezeigt. Zu finden sind die Bilder bei Interesse auf der Unterseite 2. Betriebsstellen meiner Heimseite über die Marscheider Industriebahn.


    Beste Grüße aus dem Bergischen


    Michael


    Hallo Dirk,
    für meinen Fiddleyard habe ich vor Jahren eine bereits
    seit langem benutzte Idee für den Königstuhl wiederverwertet, welche
    sehr einfach eine exakte Zentrierung und gleichzeitig die perfekte
    Stromzuführung ohne bewegende Kabelage ermöglicht.Simple größere
    Klinkenstecker und Buchsen. So einfach, das selbst ich das geregelt
    bekomme.

    Preiswerte Dienstleistungen im Bereich spurgebundener Flurfördermittel aller Art und feinster Güte.


    www.vauhundert.de - Bergische Eisenbahngeschichte und mehr, wie die Marscheider Industriebahn in Spur 0, einer Stütze des wirtschaftlichen Erfolges in diesem idyllischen Bachtal.

    Edited 4 times, last by vauhundert ().

  • Hallo Michael,


    besten Dank für Deinen Nachtrag.
    An die Userdaten im Forum hatte ich eben nicht gedacht, entschuldige, das war auch nicht negativ gemeint was ich schrieb.


    Danke für Deinen Hinweis auf den Klinkenstecker, den ich auch zuerst im Sinn hatte.
    Da ich aber bei meinen Klinkensteckern welche ich im Audio Bereich benutzt habe bisher, immer wieder Ausfälle sowohl im Kontaktbereich (ein Kanal fiel fast immer irgendwann aus) und auch im mechanischen Bereich..(die brechen sogar ab wenn man dagegen stößt aus Versehen)...auch wenn man den dranhängenden Kopfhörer wirklich nur ganz normal benutzt hatte, habe ich diese Möglichkeit ganz schnell verworfen.


    Die Bewegung des Kabels zur Spannungsversorgung der Bühnengleise ist so minimal - vielleicht 1 cm hin und her, da die Durchführung absichtlich ganz dicht am Drehpunkt liegt, dass ich da keinerlei Probleme erwarte. Auch habe ich die Bühne schon zigmal aus- und eingebaut. Ob das alleine der Klinkenstecker verkraftet hätte..ich habe Zweifel.


    Aber, Jeder hat eigene Erfahrungen und das es bei Dir problemlos funktioniert freut mich umso mehr! :thumbup:

  • Hallo Dirk,
    ich gebe nach diversen Versuchen diesen Beitrag richtig in diesem Forum einzugeben, wieder auf.
    Dort war selbstverständlich auch eine Grußformel nebst Namensnennung vorhanden.
    Das passiert mir hier ständig, das der Editor systempbergreifend macht was er will.
    Dafür ist mir echt die Zeit zu schade.
    Entnervte Grüße ohne Bildlinks und Seitenlinks.


    Michael Peplies, der Name ist im übrigen in den Userdaten hinterlegt.
    Im Testforum hat es jetzt auch nur teilweise funktioniert. Immerhin sind die Links dort zu sehen. Schluß für heute.

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    Edited once, last by vauhundert ().

  • Hallo Dirk!


    Eine naive Frage: Wozu benötigen die Räder der Segmentdrehscheibe einen bzw. zwei Spurkränze? Diese Räder müssen nichts führen und können dank Königsstuhl (Kingpin) seitlich nicht vor der Schiene rutschen. Es müsste daher eine einfache Rolle, etwas breiter als der Schienenkopf, genügen.


    - Außer (natürlich) das konkrete (!) Vorbild vewendet Räder mit Spurkränzen.


    Mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Helmut


    PS: Ich habe nach entsprechenden Bildern im Internet gesucht, aber keine gefunden, die die Räder genau zeigen.

  • Hallo Helmut,


    Du hast völlig Recht! Ich habe mich zwischenzeitlich mit der Thematik auch weiter befasst und bin weiter durchs Internet gesurft...da gibt es dieses Bild einer VORBILD SDS mit ROLLEN ohne Spurkranz: LINK ins Stummiforum


    Bitte nach unten scrollen.


    und auch bei diversen Modellen werden Rollen verwendet...


    Das ich zuerst dem Doppelspurkranz geführten Rad nachgehangen bin liegt wohl daran, dass ich es so gesehen habe im Modell, im Internet etc.
    Das ist besser haften geblieben als die Rolle..die ich ja eigentlich ich schon gesehen hatte. Weiß nicht warum.
    Ich bin noch nicht so weit es hier erneut zum Thema zu machen...aber Dank an Dich für den Einwurf!


    Manchmal nähert man sich der Lösung halt auf verschlungenen Pfaden. Dank des Forums hier nähert man sich aber wenigstens. :thumbsup:

  • Kurz bevor dieser Sonntag endet liebe Forenkollegen,


    möchte ich, nachdem ich Michaels Homepage besucht und angelesen habe, zunächst den Link zu der Seite bei ihm nachreichen, auf der die Schwenkbühne mit einer 6,5 mm Klinkenstecker/Buchsenkombination zu sehen ist Link zur http://www.vauhundert.de/marscheider-industriebahn</a> zu sehen ist. Bitte etwas nach unten scrollen.


    Weiterhin empfehle ich den ausführlichen Besuch seiner Marscheider-Industriebahn von Anfang an: Link zur Startseite !


    Ich finde es lohnt sich sich die Zeit zu nehmen und seiner Geschichte zu folgen. Lange Winterabende kommen ja noch genug.

  • auch wenn schon Montag ist,


    Danke sehr Dirk, für das Lob bezüglich meiner Heimseite.
    Das erinnert mich umso mehr daran, da endlich wieder weiter zu machen.
    Seit dem letzten Buchprojekt ist die Moba kaum wieder ans Laufen gekommen.


    Mal sehen was der Winter so bringt. Es kribbelt ein wenig in den Fingern....wer weiß.


    Beste Grüße aus dem Bergischen


    Michael

    Preiswerte Dienstleistungen im Bereich spurgebundener Flurfördermittel aller Art und feinster Güte.


    www.vauhundert.de - Bergische Eisenbahngeschichte und mehr, wie die Marscheider Industriebahn in Spur 0, einer Stütze des wirtschaftlichen Erfolges in diesem idyllischen Bachtal.

  • Hallo Dirk,


    Irgendwie kann ich Dir jetzt keinen Grünen geben, deshalb möchte ich sagen dass mir deine Art der Verwendung der Mauerplatten gefällt. Einfach, aber funktional. Ich glaube da gibt es bei euch so eine Aussage: In der Begrenzung zeigt sich der Meister, oder "Weniger ist mehr". Ich finde dass so etwas hier zutrifft.


    Aber bitte schütze dein Mauerwerk für die direkte Einwirkung von Sonnenlicht! Ich weiss nicht ob deine Mauerplatten UV-beständig sind. Wäre schade wenn nach einiger Zeit deine Mauer verblassen würden.


    Gruss,
    Walter

  • ...bin ich aber trotz langer Pause zum Glück nicht liebe Hobbykollegen,


    eigentlich ganz im Gegenteil. Damit ein freundliches Hallo!


    Wie ich es ja schon geschrieben hatte, wollte und habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich meiner "Rutsche" (Schwenkbühne) das Laufen (Rollen) beibringen könnte und dies am Liebsten ohne sie neu bauen zu müssen.


    Auf meiner Suche in den Weiten des weltweiten Webs habe ich einige geeignete Rollen gefunden, die sich wohl für ein "Upgrade" meiner Kiefernlatte eignen würden. Teilweise zwar mit idealen, kleinen Maßen (wehe es kommentiert hier jemand das "ß" :cursing:;):D ) , aber nur für die Industrie gedacht. Top Qualität auch mit Sicherheit, aber 40 EUR für nur ein solches High-Tech Röllchen will ich mir erst einmal sparen und habe auf die Made in China gesetzt. Die chinesische Made hat solche Röllchen nämlich viel günstiger zusammen gedengelt, wie man hier bei ebay sehen kann.


    Am 28.12.19 gekauft und für den 24.01.2020 avisiert, lagen die beiden Dingerchen zu meiner freudigen Überraschung schon heute in meinem Briefkasten. Da kann man wirklich nicht meckern.:




    Mit 19 mm Durchmesser und 5 mm breiter Lauffläche sind diese zwar ein wenig üppig ausgefallen, aber das lässt sich entweder kaschieren wenn sie direkt an der Schwenkbühne montiert werden um auf dem Grubengleis zu laufen, oder wird gar nicht zu sehen sein wenn ich die Röllchen außerhalb der Grube mit an der Verbindung zum Antrieb befestige, welche verdeckt an der Stirnseite der Schwenkbühne befestigt wird,


    Die zweite Variante gefällt mir besser, schon weil die Bühne dann fast unverändert bleiben kann.
    Wie sich das umsetzen lässt ist jetzt in den nächsten Tagen/Wochen zu klären.


    Die Rollen laufen gut. Auf Metall (Schiene) natürlich supergut.
    Leider wurde keine Last angegeben die sie tragen können, hier muss einfach abgewartet werden.
    Da ich keine Messingfahrzeuge habe und die Größe auf der Bühne eh begrenzt ist, hoffe ich das die "Frühlingsrollen" - das Wetter mit Temperaturen um 10 Grad lässt dieses Wortspiel zu glaube ich - die Last gemeinsam tragen werden ohne den Dienst zu quittieren.


    @ : Michael, "Vauhundert" und Walter "Waltershausen" Für Eure netten Antworten, Anerkennung und Tipp noch meinen späten, aber nicht weniger herzlichen Dank! Was die Pappmauerplatten angeht, werde ich mal sehen Walter. :)


    Viel Zeit werde ich in den nächsten 2-3 Wochen nicht haben für die Spur Null, aber die gedankliche Arbeit geht auf jeden Fall weiter.


    Ich werde dann zu gegebener Zeit berichten. Hoffentlich noch vor Gießen. :D


    Ich will auch nicht versäumen Euch Allen noch ein glückliches, gesundes NEUES JAHR mit ganz viel Freude an der Modellbahn - in allen Spurweiten, aber besonders in "0" , zu wünschen!

  • Hallo liebe Forenkollegen,


    nachdem - wie angekündigt - in den letzten Wochen kaum Zeit für Bauaktivitäten war, soll es nun doch wieder weitergehen.


    Damit das klappt habe ich nach einigem Grübeln und herumwühlen in meinem Materialfundus, die Basis für die demnächst auf Rollen laufende Segmentdrehscheibe zusammen gesammelt, hin- und herüberlegt, probiert und nachdem die passenden Teile gefunden schienen, ein bisschen geraspelt und gefeilt, gebohrt, gesägt und geschraubt..fertig ist es noch nicht, aber der erste Schritt ist gemacht:








    Wie Eingangs erwähnt...alles schön LOW TECH. Zum Einsatz kommen zwei Wandbefestigungs "Blech-Lochstreifen" vom schwedischen Möbelhaus, die Schrauben u. Muttern sind von irgendeinem vor Jahren zerlegten Etwas - ich erinnere mich nicht mehr und der Stuhlwinkel (?) und das Verbindungsblech stammen aus dem Baumarkt. Kosten aktuell: 0 EUR.


    Die Befestigung an der Schwenkbühne wird noch etwas verstärkt, die zwei kleinen Schrauben sind erst mal zum Herumprobieren ausreichend.
    Die Rollen werden auf einer Basis laufen die in ihrer Einbauhöhe im Segmentkasten, der ganzen Konstruktion angepasst wird.
    Der Antrieb erfordert dann erst mal noch ein bisschen hin- und herüberlegen, herumprobieren und dann sehen wir mal was dabei herauskommt.


    Bei dieser Anlage werde ich von allen "HighTech" Lösungen wie Schrittmotoren und ähnlichem Abstand nehmen, denn die 5 cm Stellweg die nötig sind, rechtfertigen diesen ganzen Aufwand nicht. Außerdem möchte ich wissen, ob es auch mit simplen Mitteln einen Weg gibt.


    Bis demnächst wieder an dieser Stelle - wenn Ihr mögt. ;)


    PS: Die Segmente die auf diesen Bildern zu sehen sind einfach mal ignorieren.
    Die haben Nichts mit der Rheinischen Cellulit..äh loidwerke AG zu tun.das ist eine ganz andere Geschichte. :D

  • Hallo liebe Spur Null Freunde,


    nachdem nun teils wegen fehlender Bastel-Laune und zweier Schrauben die unbedingt benötigt wurden um endlich den nächsten Schritt machen zu können, also der Schwenkbühne endlich das Rollen beizubringen, hatte ich heute nicht nur die Zeit endlich die zwei Schrauben im Baumarkt zu besorgen, sondern tatsächlich auch einen kleinen "Bastelschub" ...das Ergebnis ist der "nächste Schritt".


    Die Rollenlager Konstruktion hatte ich zwischenzeitlich ein wenig modifiziert und die Rollen näher zusammen montiert, das Wandbefestigungsblech (blaugelber Herkunft) anders angeordnet um daran vielleicht den Antrieb für die Schwenkbühne befestigen zu können und weniger Länge für die Auflage der Rollenlager zu benötigen.


    In der Materialsammlung befand sich noch ein U-Profil 17 mm breit aus Alu, welches sowohl leicht, als auch ausreichend stabil als Auflage für die Rollenlager ist. Den Gedanken Holz zu nutzen hatte ich verworfen. Erstens um jeglichen Veränderungen (durch Feuchtigkeitschwankungen z.B.) vorzubeugen, als auch um den Rollwiderstand gering zu halten. Metall auf Metall rollt bekanntlich mit am besten, sonst hätten wir ja vielleicht Schienen aus Holz bei der Bahn.. :D


    Mit dem Handy - mit der Spiegelreflex wären die Fotos gar nicht möglich gewesen bei dem beengten Platz unter dem Segment, habe ich ein paar Fotos gemacht um endlich auch mal wieder einen Baubericht, wenn auch nur einen kleinen und nicht sehr spektakulären, hier einstellen zu können.


    Also schauen wir mal:


    Zuerst hab ich Maß genommen und den Bereich den die Rollen als Auflage brauchen, ermittelt:



    Dann wurden die Löcher an den ermittelten Punkten gebohrt, die Schrauben ( 2 in Reserve mitgenommen falls mir noch mehr solche Ideen kommen wie diese :whistling: ) entsprechend eingesetzt:



    Die Schrauben wurden mit der Basisplatte verschraubt und ausreichend Muttern zum Kontern und festsetzen des U-Profils und Unterlegscheiben aufgedreht. Dann sah das Ganze noch lose erst mal so aus:





    Hier sieht man das verschmälerte Rollengedönsgebilde:



    Nach einer etwas dauernden Justierung des Aluprofils um die Schienenstöße auf der Schwenkbühne und den Zufahrtsgleisen auf eine Höhe zu bringen, konnte dann das Alu-Profil fixiert werden:



    So schaut das nun aus:




    Nochmal die andere Seite der Schwenkbühne mit dem "Königstuhl" :



    In den vergangenen Tagen habe ich mir die Gitterroste von Jens Schlenkhoff bestellt, um damit das Gleis auf der Bühne mittig abzudecken. Hier erst mal ein loser Test:




    Neben dem Antrieb, muss nun noch der Durchblick neben der Schwenkbühne in der Grube kaschiert werden:




    Da der Platz zur Segmentkante (unteres Foto, rechte Seite) schmaler als der Bereich der zu Kaschieren ist, ist, muss ich mir da auch noch was einfallen lassen.


    Da die Schwenkbühne nun richtig schön rollt und nicht mehr auf der Gleisimitation in der Grube rumrutscht - ist der zu überwindende Widerstand beim Schwenken der Bühne ganz erheblich gesunken. Somit sollte sich der elektrische Antrieb vielleicht auch ohne aufwendige Technik wie Schrittmotor etc. realisieren lassen.
    Die Tüftelei geht also weiter. Erst wenn das Ding einwandfrei funktioniert, geht es an die Gestaltung der Bühne, des direkten Gleisumfeldes (Grenzzeichen, Kabelkanäle etc.) und das Verkleben, sowie Einschottern der Gleise.


    Ich hoffe das nun die Bastel-Laune wieder beständiger wird und demnächst wieder ein Baubericht folgen kann.

  • Hallo Dirk,


    Schön dass es Dir gelungen ist um den Lauf(Roll)eigenschaften Deiner Segmentderhscheibe zu verbessern. Wenn es jetzt so leicht rollt, wäre vielleicht einen Antrieb mit Servomotor eine Möglichkeit? Vergleichbar mit meine Drehscheibe in meinem Güterschuppen? Ich benutzt dort einen Servo mit Servodekoder, wobei die Anhaltestellen sehr fein und genau instellbar sind.


    Ich weiss aber nicht ob so eine Lösung billiger ist als eine mit Schrittmotor und dazugehörigen Steurerungsteil und -Software.


    Auf jedenfall sieht deine Lösung gut und betriebstauglich aus!


    Gruss,
    Walter

  • Für ein Guten Morgen noch zu früh..aber ...


    nicht für ein dickes Dankeschön für Euer Interesse und positiven Rückmeldungen!


    @ Uwe Haas:


    Hallo Uwe,


    Deine Frage nach dem Stumpfgleis hinter der Schwenkbühne wird hier in BEITRAG 7 beantwortet :)


    Waltershausen, @ Onlystressless :


    Hallo Walter, hallo Jôrg,


    ...Eure Vorschläge zum Antrieb sind meine Pläne B, C und D falls meine Version scheitert die mir vorschwebt. ;)

  • ...um die Schwenkbühne die nun rollt mit der schwersten Lok die sie befahren wird, zu bewegen?


    Hallo liebe Forenkollegen,


    ganz spontan habe ich mir vorhin diese Frage gestellt und mal schnell eine Versuchsanordnung zusammen gestellt:


    Her mit dem Meßinstrument zum Ermitteln von Gewichten und die Apparatur für den Versuch:


    Bindfaden, 2 Büroklammern und ein kleines, leichtes Plastiktütchen in welches die gewogenen Gewichte kommen.
    Gewogen und in Gramm notiert...



    Dann den "Bubikopf" aus seinem Dämmerschlaf im Schrank gerissen..der Arme, hat noch nicht mal seine Wasserkasten-Deckel anziehen können, so fix musste er los...hab ihn also halbnackt auf die Wage gezerrt. 1745 Gramm, ohne Wasservorrat.... :huh: der ist aber gut durch den Winter gekommen... 8|:D
    Also Hopp hopp, nicht so träge - rauf aufs Schwenkbühnengleis...Dir fehlt Bewegung mein Freund!



    Fix die eine Büroklammer am Gleis eingehakt, das Tütchen an der anderen Seite eingehakt und los.
    Ich dachte mir, fängste mal klein an und habe das 65 g Minitec-Dampflok Knabbeln (h0) Gefäß in das Tütchen getan....Tütchen hängen und die Schwenkbühne losgelassen - - - Wusch!!!!



    Zack!! Da war die Schwenkbühne schon am Anschlag..an der anderen Seite. Läuft. :thumbup:



    Da konnte ich die schwereren Dosen gleich wieder wegräumen und zum "Feintunig" nach anderen "spezial" Gewichten suchen.
    Bin dann auch fündig geworden:



    Den Bohrer ins Tütchen: 39 g



    Fehlanzeige...


    Die Pinzette und diesen "Halter" zusammen ins Tütchen rein: 50 g



    Fehlanzeige....


    Dann noch den 9 g Bohrer mit hinein gepackt - 59 g:



    Tatataaa! Passt. Zieht. Läuft.



    59 Gramm sind ( Masse durch 102 geteilt - laut Hinweis aus dem Internetz)): 0,58 N (aufgerundet). Ich finde das ist recht wenig Kraft um die Bühne mit der Lok zu bewegen. Die Rollen haben sich gelohnt.
    (Bitte :love: , nicht die Berechnung diskutieren, das lohnt hier einfach nicht und der Wert selbst ist hier nur als Spaßfakt hinzugefügt. Lieben Dank! ;) )


    Jetzt werde ich als Nächstes herausfinden, ob der Antrieb den ich vorgesehen habe genug Mukkis hat um 59 g Zugkraft zu entwickeln.
    Eventuell muss er sogar noch ein bisschen mehr schaffen...mal sehen.
    Soweit dieses Intermezzo.


    Wird - natürlich - fortgesetzt...

  • Hallo Zusammen,


    noch ist es nicht fertig, nicht gänzlich abgestimmt und justiert, aber bei dem ersten Test mit dem für diesen Zweck eher ungewöhnlichen Antrieb - dazu später mehr - konnte wenigstens erst einmal die grundsätzliche Funktionsfähigkeit der Konstruktion festgestellt werden.


    Ich habe zum ersten Mal ein Video erstellt und hoffe das klappt jetzt mit dem Einstellen hier im Baubericht.
    (Test im Testforum war nur mit dem einfachen Link erfolgreich. Das Einbetten mit Vorschaubild muss ich noch rausfinden.)


    https://youtu.be/Hy3B7f6P_AA


    Erst mal bin ich ganz froh, dass der Antrieb so funktioniert wie ich es mir vorgestellt habe.
    Geht so auch nur bei einer Segmentdrehscheibe die lediglich zwei fixe Endlagen mit Anschlag aufweist.


    Aber es gibt da noch ein bisschen was an der Feinabstimmung zu tun, bevor er endgültig eingebaut werden kann.
    Ich wollte gerne auf manuelle Bedienelemente wie Kurbeln etc. verzichten und die Bühne mit dem LH 101 bedienen, ohne großen Aufwand.


    Was unter der Anlage steckt wird man vielleicht schon raushören können. Ein paar Fotos folgen aber noch..heute, oder Morgen.


    Bis dahin...

  • Hallo liebe Forenkollegen,


    wie versprochen hier nun die Fotos des von mir zweckentfremdeten Antriebes für meine Segmentdrehscheibe.


    Ich habe mich etliche Stunden durchs Internet gewühlt um die mechanische Verbindung (genauer die Verlängerung des bei herkömmlichen Einbau´s zu geringen Stellweges des Stelldrahtes) zwischen dem Cobalt digital Weichenmotor und der Bühne auszutüfteln. Bin in den Shops der Auto- und Bootsmodellbauer auf die die dollsten Möglichkeiten (Servos, Zahnriemen und Scheiben, Kardangelenke etc.) und bei industriellen Anbietern ebenfalls so manches Brauchbare gestoßen. Eines Abends schaute ich aber nach dem Einstellen meines vorletzten Bauberichtes die Fotos nochmal an hier im Forum und dachte mir bei diesem Anblick:



    ...was machst Du Dir für einen Kopf... Du hast einen Weichenantrieb und einen Ansatzpunkt (das Loch in der Verbindung Bühne-Rollenhalter) um mit dem Stelldraht dort einzugreifen... das reicht doch!


    Durch die unübliche Höhe der Segmente (20 cm) ist nach unten genug Platz um den Stellweg durch simples Verlängern des Stelldrahtes zu erreichen. Fragte sich nur ob die Kraft des Cobalt Motors reichen würde. Die Antwort steht ja im Prinzip schon im Beitrag von Gestern.
    Der Test mit der V 36 war erfolgreich. Bei der BR 64 noch nicht gänzlich. Dies liegt aber an der Justierung der ganzen Konstruktion.


    Zwei Fotos sagen eigentlich alles:



    So ist die ungefähre Einbauposition unter dem Segment:



    Mehr ist es nicht.


    Eins möchte ich hierzu noch sagen.
    Dieser Form eine Schwenkbühne (mit zwei fixen Positionen und Anschlägen) zu betreiben ist wohl nur für DIESE, meine kleine Segmentanlage, welche ich mit geringst möglichem technischen und finanziellen Aufwand zu bauen versuche, eine Option.


    Mein Wunsch ist es die Segmentdrehscheibe weder von Hand mechanisch zu bedienen, noch einen größeren Aufwand zu betreiben um sie mittels Handregler und digital, wie eine Weiche steuern zu können. Ich möchte "aus der Entfernung" den Ablauf beobachten können. Deswegen bin ich auf den digitalen Weichenmotor gekommen. Da ist Alles was es dazu braucht schon drin und der Preis ist akzeptabel.


    Ich würde bei anderer Gelegenheit sicher auf einen der bekannten Anbieter von Segmentdrehscheiben zurückgreifen, oder zumindest den Antrieb mit gängigeren Mitteln (Servo, Schrittmotor, Getriebemotor mit Excenterscheibe und Endlagenschaltung wie Heinz Lomnicky sie für diesen Gleisplan konstruiert hat, erstellen.
    Mit mit diesem "Ding" will ich mir aber auch mal selbst beweisen, dass ich es mit simpelsten Mitteln zum Laufen bekomme, da ich in Sachen Selbstbau bisher völlig unerfahren war.
    Der Reiz der Spur Null ist aber eben auch der Reiz des Selbstbaus anstatt es fertig zu kaufen. Zumindest es auch mal zu versuchen.


    Auch wenn die Meisten der Forenkollegen hier schon in einer völlig anderen Liga bauen, die ich so bald nicht, oder auch gar nicht - erreichen werde, motiviert das was es zu sehen gibt. Mein Dank an dieser Stelle für jeden Baubericht der hier eingestellt wird!


    Ich hoffe den Bauabschnitt "unter Tage" bald verlassen und mich endlich den über- nein oberirdischen Basteltätigkeiten widmen zu können.
    Die Gestaltung macht mir nämlich einfach (noch) mehr Spaß. :D


    Noch einen schönen Sonntag und bis demnächst wieder hier...

  • Hallo Dirk und alle Elektrischen,
    Ich bin jetzt nicht der Elektronikexperte, aber könnte man an der Ansteuerung des Weichenantriebes nicht noch ein Poti oder ähnliches zwischenschalten um eine langsamere, seidenweiche Bewegung zu erziehlen?
    Gruß Dieter

  • @ "Nullowar"


    Hallo Dieter,


    vielen Dank für den "grünen Kommentar" :)


    Deine Frage nach einem etwas weniger schwungvollen Lauf der Bühne kann ich verstehen. Es gibt die Möglichkeit die Spannungsversorgung, welche regulär aus dem Fahrstrom mit dem Digitalsignal entnommen wird, von diesem zu trennen.


    Die Möglichkeit einer vom Fahrstrom getrennten Spannungsversorgung und separater Einspeisung des Digitalsignals besteht, ich habe dazu bereits Etwas im Internet gefunden.


    Da die Anlage auch noch eine separate Spannungsversorgung für Beleuchtung erhalten wird, wäre dies ggf. der Ansatzpunkt um die Spannung zu reduzieren, was zu einem langsameren Lauf führt. Inwieweit die Kraft des Antriebs dadurch reduziert würde wäre herauszufinden.


    Erst mal will ich das jetzt so einbauen und auch den "fetten Bubikopf" verlässlich hin und her schieben können...dann sehen wir mal weiter wenn die Leitungen für die Beleuchtung verlegt werden...


    Ich habe auf meiner H0 Anlage die amerikanischen, analogen Tortoise Antriebe unter die (ja ich bekenne mich als "gebürtiger" Pickel-Modellbahner :D ), Märklin Weichen (deren originalen "Schnappverschlüsse" sind m. E. nicht zu gebrauchen) gesetzt und betreibe diese problemlos mit geringerer Spannung als regulär vorgesehen. Könnte also klappen.

    Es gibt da also Hoffnung auf etwas weniger "Speed" für die Bühne. ;)


    Sollte jemand aber andere Möglichkeiten kennen um den Cobalt Antrieb runterzubremsen - ohne die Kraft einzubüßen, bin ich natürlich dankbar für entsprechende Vorschläge. :):):)

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