Eine neue Sound-Dimension Dank einem Tangband!

  • 255 Tage ist der letzte Eintrag in diesem Thread nun schon wieder her ...


    Viel gab es von den Fahrzeugen in Nerlingen auch leider nicht zu berichten.
    Viele Dienstreisen, Urlaub und heißes Sommerwetter liessen das Modellbahn-Hobby lange dahin dümpeln. Heisst, viel hab ich nicht gebacken bekommen.


    Aber dieser Beitrag ließ meine Ohren sehr spitz werden:
    Frage zur Br 64


    Das hörte sich nun wirklich mal interessant an, zumal ich bisher immer der Meinung war, dass der Sound der Lenzschen 64 schon ganz gut war ...
    Die Beiträge der ersten Umbauwilligen hörten sich ja seehr vielversprechend an.


    Also flugs mal 2 (ich habe zwei 64er) der Lautsprecher bestellt und innerhalb von 3 Tagen hier gehabt.
    Die Spannung stieg und es kostete echte Überwindung, die mühsam gepimpte und gealterte 64 298 wieder auseinander gebaut.


    Nach einiger Betrachtung der offenen Lok und Nachlesen, wie die Mitstreiter den Lautsprecher befestigt haben, gings dann mal los mit dem Eingriff Herr Doktor 8)



    Der Einbau ging letztlich recht gut und machte keine besonderen Schwierigkeiten, man geht ja vorsichtig und überlegt ran.


    Heute abend stieg die Spannung schier ins Unermessliche, als ich die Lok wieder zusammenbaute.
    Dann der große Moment, in dem die Lok wieder aufs Gleis gestellt wird.
    Gott sei Dank, alle elektrischen und mechanischen Funktionen liefen noch.


    Dann das erste mal den Sound eingeschaltet: Wahnsinn, was für ein Unterschied.


    Ich hatte vor Erfolgsfreude ein breites Grinsen im Gesicht.
    Gleich mal einige Züge auf der Anlage bewegt und aus dem Staunen nicht heraus gekommen sag ich Euch.


    Fazit: eine ganz neue Lok, die alte 64er. Der Sound, vor allem die Auspuffschläge kommen richtig dumpf herüber, aus meiner Sicht genau so wie im Original.
    Die 64 ist jetzt erstmal meine Libelingslok für die nächste Zeit. Freue mich schon auf das nächste Fahrtreffen.

  • Nach so ein positives Bericht von Tokiner bin ich gespannt ob es unter euch handwerklich geschikte Modellumbauer befinden die sich wagen an andere Modelle von Lenz oder anderen Hersteller.


    Welche Loks könnten in Frage kommen?


    Und zusätzlich: Wie verhält dieser Lautsprecher sich zu den "holzenern" oder "verbesserten' / "neuen" Lautsprecher (wie z.B. V100.20)?


    Gruss,
    Walter

  • Hallo Walter,


    ich habe gerade mal in die V 100 diesen Lautsprecher eingebaut, es geht.
    Lok öffnen, die Lautsprecherbox abschrauben.


    Der neue passt nicht ohne nacharbeit.
    Habe die Box an beiden seiten soweit ausgesägt, das der neue passt, aber schon mit dem gedanken, es wieder Rückgängig zu machen, das geht, wenn man die ausgesägten Stücke wieder einklebt. Dann genau nach der alten unteren Halterung des Lautsprechers, zwei Abstand Stücke gemacht. Den Lautprecher habe ich mit guten Doppelklebeband eingeklebt, wird aber auch noch durch die Abstand Stücke gehalten. Kabel verbunden, Lok wieder Zusammen gebaut.


    Meiner Meinung nach lohn dieser Umbau sich nicht unbedingt, der Sound wird etwas besser meiner Meinung nach, aber nicht so ein großes Erlebnis wie bei der BR 64.


    Gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen, vielen herzlichen Dank für Deine Erfahrung beim Umbau mit der V100.


    Komisch, dass der Effekt scheinbar nicht so auffällgi ist, wie beider 64.


    Ich gehe davon aus, dass Du die 64 auch mit dem neuen Lautsprecher bei Dir hast und gut vergleichen kannst?


    Wie anders klingt denn die V100 genau? Ist der Sound auch dumpfer geworden?

  • Ich habe mir nochmal Gedanken gemacht zum Einbau des Lautsprechers in Jürgens V100:


    Müsste man die Schallkapsel nicht gegenüber dem Lautsprecher abdichten, um einen voluminöseren, dumpferen Sound zu bekommen?
    Auf Jürgens Bildern seht man ja richtige Spalten zwischen sen Seitenflächen des Lautsprechers und der Schallbox....

  • Guten Morgen :thumbup:


    da habe ich auch so meine Theorie, obwohl ich das Innenleben der 64er nicht kenne:


    Das Tang Band - Modul ist in sich geschlossen, benötigt keine zusätzliche Resonanzkapsel.
    Es ist nur sicherzustellen, daß dieses Modulgehäuse fest sitzt und die Membranen frei schwingen können.


    Bei der BR 64 - ich vermute das mal nur - kann der Schall unten durchs Fahrwerk relativ frei nach außen austreten.
    Die Lok ist vermutlich unten "offen", oder hat genügend Öffnungen nach außen.


    Die BR 211 (da habe ich drei dieser Bautype) ist am kurzen Vorbau, wo der Lautsprecher drunter sitzt,
    komplett zu bis auf die schmalen Öffnungen am Drehgestell.
    Wenn hier also keine Öffnungen, oder zuwenige / zu kleine sind, wo der Schall austreten könnte,
    dann klingt die Lok auch etwas verhaltener, dafür schwingt das Plastikgehäuse minimal mit.
    (Anfassen, wenn der Motor brummt - der Vorbau vibriert dann vermutlich spürbar)


    Somit würde die Lok m.E. richtig gut klingen, wenn das Tang Band - Modul im langen Vorbau sitzen würde
    und dieser Vorbau einige Öffnungen (Kühlerrippen, etc.) nach außen hätte.
    Wäre auch nebenbei authentischer, da dort im Original, der Dieselmotor rumort.


    Ich finde das Sound - Ergebnis bei der 64er aber so grandios gut bei gleichzeitig minimalem Aufwand,
    deshalb habe ich mir 5 Module gestern bestellt.
    Kaufpreis 13,57 Euro/St. -keine Versandkosten- hier zu finden:
    https://www.oaudio.de/Lautspre…008-Breitband-Module.html


    Mal sehen, was ich soundtechnisch an meinen Modellen damit erreichen kann. :thumbsup:


    Euch allen, viel Spass beim Experimentieren und Verfeinern


    Viele Grüße aus`m Allgäu
    Norbert

  • Hallo Norbert,


    ja, bei der 64 ist unter dem Lautsprecher mehr Platz, und es sind viele große Bohrungen nach unten da, es könnte sein, das deine annahme stimmt. Werde auf deinen Bericht warten. Wenn der Sound an dieser Stelle dann noch besser kommt, sehr gut. Den freien Raum, wo der alte war, kann man dann, wenn man Blei in der alten Lautsprecherkapsel einklebt, gut und einfach zur Gewichts erhöhung gebrauchen.


    Gruß Jürgen

  • Hallo Norbert,


    Du hats Recht, bei der 64er sind unterm Lautsprecher eine ganze Menge Bohrungen nach unten, so dass der Schall da recht gut raus kann.


    Der Tangband-LS ist in sich geschlossen, auch da hast Du Recht.


    Ich überlege auch, mir für andere Loks den Lautsprecher zu besorgen.


    Bitte, Bitte berichte unbedingt hier im Forum, wenn Du andere Loks umbaust!

  • Noch mal V 100.


    Wenn ich mir aber den Platz in der V 100 vorne ansehe, da kann der Lautsprecher ja auch nur unter das Gehäuse geklebt werden, ist nach unten, da ja der Decoder den Platz schließt, auch nicht mit bessern Sound zu rechnen. Könnte mir aber vorstellen, wenn man im hinteren Teil den Lautsprecher direkt unter das Gehäuse Klebt, ein besser Sound kommt, die Schalkapsel des alten, wo ich ihn jetzt eingebaut habe, ganz entfallen lassen, so ist nach unten ein großer freier Raum.


    Gruß Jürgen

  • Hm - der freie Platz innen ist doch recht beschränkt bei den Lenz V100.


    sobald ich die bestellten Module hier habe, schaue ich mir das genauer an, welche möglichen Anbaupositionen sich da bieten.
    Am langen Vorbau wäre super - wenn das Gehäuse genügend Öffnungen nach außen hätte.


    Die BR 211 hat den stirnseitigen Kühler vorne offen, man könnte aber noch zusätzlich Öffnungen unter dem Kühler-Propeller machen.
    Bloß nicht genau in der Mitte, denn da ist das "Lager" vom Propeller.
    Bei der BR 212 und 213 habe ich grade keine zur Hand, vermutlich sind dort die lamellenartigen Kühler aber alle geschlossen.
    Hier bliebe dann nur Öffnungen unter dem Propeller einzubringen.


    Vielleicht läßt sich das Modul mit einer Halterung auch über dem Dekoder fixieren. Die Membranen nach oben zeigend.


    Unten, zwischen den Tanks wäre auch gut für den Sound gewesen, dazu ist das Tang Band - Modul aber etwas zu lang.


    Viele Grüße
    Norbert

  • Hallo,


    habe den Lautsprecher nun im kurzen Gehäuse direkt von unten eingeklebt.
    Die Schalbox habe ich ganz entfernt, er hat also genung Raum nach unten.


    Alles ist natürlich auch wieder in den Oroginal Zustand zurück zubauen.


    Den Film, wo der Lautsprecher in der Schalbox eingebaut war, und einen neuen Film, mit LP direkt an Gehäuse habe ich mal zusammen geschnitten. Leider ist da kein großer Unterschied zu Hören. Aber im Echt kann man Hören, das es noch ein bischen dumpfer geworden ist. Auch habe ich leider keine Aufnahme von Original Sound.


    Ich werde es aber so lassen, da ich nicht glaube, das es eine Verbesserung gibt, wen man ihn im langen Vorbau einbaut.


    Aber ob es sich Lohnt, muss jeder für sich Entscheiden, denn der Original LP ist wirklich nicht schlecht. Warum da jetzt nicht so ein tolles Hörvergnügen wie bei der 64 raus kommt, kann ich nicht sagen.


    PS. bei beiden Filmen, sind die Decoder Einstellungen nicht veräandert, sogar die Fahrt ist gleich, da die Strecke auf Automatik über TC gefahren wurde, also alle Fahrstufen gleich bei beiden Filmen.


    Gruß Jürgen


    https://www.youtube.com/watch?v=cfs5BWgG808&feature=youtu.be

  • Hallo Sound-Tester,


    danke für Eure Mühen - sowohl bei der BR 64 als auch hier bei der V 100. Und es könnten noch mehr Loks werden. Ich denke da z.B. an die mit der BR 64 ja sehr verwandte BR 24. Ich meine, Stefan K. sollte Eure Berichte in einem neuen Thread zusammenführen, damit die Beiträge zentral und für Nachahmer besser aufzufinden sind. Ich werde es ihm jedenfalls vorschlagen.


    Und was den V 100-Sound betrifft: Vielleicht ist die Soundquelle ja qualitativ einfach nicht so gut wie die der BR 64? Da hilft dann auch der beste Lautsprecher nicht weiter.

  • Hallo Jörg,


    ja, zusammenführen wäre sehr gut, auch ich könnte mir vorstellen, das da noch mehr kommt.
    Mit der BR 24 könntest Du auch recht haben, obwohl da der Sound schon satter als von der 64 kommt.
    Warten wir mal ab was so kommt:


    Gruß Jürgen

  • Hallo zusammen,


    erstens in Bezug auf die Br64. Die Sounddateien haben viel Bass und der Decoder hat viel Power. Ich habe das Tangband-Soundmodul T1-1931sc mit geöffneter Br64 angeschlossen und der Sound war wirklich unglaublich !! Die meisten Spur1-Loks können damit nicht mithalten. Vielleicht in Bezug auf die Lautstärke noch ein Bisschen, aber gar nicht in Bezug auf den Klang. Dies ist auch meine Erfahrung mit Spur1, der Lautsprecher ist sehr wichtig und oft der finanzielle Abschlusspunkt. Genauso wichtig sind aber die Tondateien, unglaublich was auf dem Markt ist. In Spur1 ist KM1 mit allen möglichen technischen Highlights beschäftigt, aber am Ende ist der Sound von dieser On-Board HiFi-Anlage wegen der moderaten Aufnahmen únd Lautsprecher, etwas enttäuschend. Ich denke, das erklärt m.E. auch hier den Unterschied, wenn auch nicht so gravierend, zwischen dem BR64 und dem V100: die Sounddateien.


    Wie auch immer, wenn ich mir die V100 anschaue, denke ich, dass das erst größere Tangband da noch rein geht. Insbesondere die Höhe war das das Problem bei der Br64, sonst hätte ich das Tangband T1-1925s hineingesteckt. Dies kann wirklich eine große Verbesserung sein, von f0 = 200 Hz zu 150 Hz. Und zumindest der Decoder im BR64 verfügt über genügend Leistung, um viel Sound herauszudrücken. Ich habe den T1-1925SC in meinen Märklin Spur1 Schienenbus eingebaut: https://youtu.be/XqoNkw_B_hk.


    Alle Abmessungen der Soundmodule findest du hier: http://www.tb-speaker.com/products/list/31.


    T0-2008S F0 = 200 Hz Lautstärke 1 meter Abstand = 73 dB/Watt Abmessungen 55 x 25 x 9
    T1-1925S F0 = 150 Hz Lautstärke 1 meter Abstand = 76 dB/Watt Abmessungen 65 x 29 x 14


    (Die Dezibel-Skala ist logarithmisch. Dies bedeutet hier, dass 3dB mehr doppelt so laut ist.)



    Viele Grüße,
    Robbedoes

    Edited 9 times, last by Robbedoes: Falsche Produkt Nr: 2025 geändert in 1925 ().

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