Zufällig heute im Bahnhofskiosk entdeckt: Brezelkäfer

  • Hallo,


    sollte es sich beim VW-Brezelkäfer-Modell um die Farbgebung Azurblau L36 handeln, kann man die Produktionszeit mit April 1951 bis März 1953 genauer angeben. 8)


    Neben den Modelltypen an sich wäre nämlich mit zu berücksichtigen, dass VW auch die Lackfarben der Standardmodelle nahezu alljährlich neu festgelegt hat.
    Einen weißen VW-Käfer gab es z.B. erstmals 1960, einen orangefarbenen VW erstmals 1971.
    In den 50er Jahren gab es VW-Käfer in Bordeauxrot, Korallenrot, Granatrot und Indiarot. In den 60er Jahren wurden rote VW-Käfer nur mit den Farben Rubin oder Königsrot als Standardmodell ausgeliefert.


    Wer es streng nimmt, müsste neben dem passenden PKW-Modelltyp also auch die einst passende Farblackierung ab Werk mit berücksichtigen. :D


    Darauf jetzt ein Kaltgetränk!


    Gruß Armin

  • Gibt viele Internet-Quellen für die Entwicklung des Logos, und die sind sich leider nicht ganz einig. Hier ein Beispiel:
    VW Logo Historie


    Aber generell wäre es schon schön, und mein Dank und Respekt für Hinweisgeber wäre weitaus größer, wenn sich Menschen in diesem Forum austauschen könnten - gerne auch streiten in einer respektvollen Streitkultur -, ohne daß deren Neugier und Interesse an historischen Zusammenhängen von anderen despektierlich als Sommerloch verunglimpft würde.


    Gruß,
    Ralf

  • Hurra zusammen,


    wie oft hab ich mir schon überlegt, meinen mit 901ern und 911ern beladenen Offs 52-„Zug“ (Heimatbhf. Rüsselsheim!) endlich zu verkaufen, nachdem ich z. K. nehmen mußte, daß Porsche wohl eher auf G-Wagen verladen hat…


    Oder wenigstens mit Opel bestücken??!


    Ich schaff das einfach nicht, mentale Sperre … ;( Es bleibt so, gut isses :D


    VG, Christoph


  • Hallo,


    hier das Ergebnis. Zusätzliche Keile habe ich bestellt. Demnächst werden die Wagen dann auch noch gealtert.


    Ralf: mit Sommerloch meinte ich nicht die Diskussion um die Historik (die ich gerne hier fortsetzen würde), sondern die Tatsache, dass wir hier fast eine Diskussion über das Kritisieren und um Grundsätze etc. gehabt hätten. Das passiert hier im Forum schon mal...schön, dass wir die Kurve gekriegt haben!


  • Weil's so gut hierher passt.


    Hallo Freunde der Spur 0,


    Man kann doch bestimmt bei den Käfern den Steg in der Mitte der Heckfenster raussägen und eine neue ungeteilte Scheibe einsetzen, die eben mal schnell mit dem 3d-Drucker gedruckt wird.


    das ist natürlich eine herausfordernde Idee. Vorneweg: Mit 3D-Drucker ist bei mir nichts zu holen. Aber den Umbau habe ich trotzdem gewagt. Bei einem Kapitaleinsatz von €3,99 fiel mir die Entscheidung nicht schwer.


    Schritt 1: Auto zerlegen




    Schritt 2: Brezelfensterglas entfernen, kann auch zerstörungsfrei gehen, bei mir leider nicht ganz.




    Schritt 3: Steg mit Zange heraustrennen und dir übrigbleibenden "Noppen" abschleifen.




    Schritt 4: Farbliche Ausbesserung der Schnitt- und Schleifstellen. Hier habe ich vorhandene Farben genommen und ein wenig gemischt um eine Annäherung an die Karosseriefarbe zu erhalten.


    Schritt 5.1: Aus meiner Bastelkiste ein Stücken Plexiglas (ex H0-Fensterscheibe) genommen und anhand des herausgenommenen Brezel-Fenstereinsatzes die Form angerissen und beschnitten und beschliffen. Leider war es mir nicht möglich, die Scheibenwölbung nachzubilden. Die Fensterscheibe passte zwar, aber durch den geraden Verlauf sah das schrecklich aus.


    Schritt 5.2 Ich habe mich dann für eine dünne Scheibe aus PVC entschieden, die leider die Fensteröffnungsdicke "stehen lässt". Schaut auch nicht besonders gut aus, schließt aber die Lücke.


    Schritt 6: Auto wieder zusammensetzen.




    Fazit: Im Prinzip funktioniert dieser Umbau und hat auch Spass gemacht. Die geänderte Heckscheiben-Partie ist im Makromodus grässlich, im normalen Betrachtungsabstand von etwa 50-70cm für mich einwandfrei.


    Für ein wirklich stimmiges Modell und ein schönes Finish müsste allerdings ein größerer Aufwand betrieben werden.


    Gruß Rainer :thumbup:

  • Hey, toll,
    was ich eigentlich als Scherz meinte, hast du toll umgesetzt, und es braucht nicht mal
    allzu großen Aufwand.
    Danke für die gute Beschreibung.
    Gruß

    Meinhard,
    der wohl immer noch nördlichste Nuller Deutschlands

    und nun endlich in Rente

  • Hallo Rainer,


    für deinen Ex-Brezelkäfer hätte ich für das Heckfenster noch eine Idee.
    Selber biegen könnte warme Finger erzeugen.
    Hast du schon mal an Acrylglas-Rohre oder Dosen gedacht?
    Da könnte doch irgendein Durchmesser doch passen.


    Meint Alfred

    Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir alt werden.

    Wir werden alt, weil wir aufhören zu spielen.

    G. B. Shaw

  • Hallo Rainer,


    um Dein Ex-Brezel-Fenster bis annähernd und analog dem eingesetzten Fensterglas zur "Oberkante" Karosserieblech hin aufzufüllen, könntest Du die schon passend geschnittene und von innen rundherum mit der Fensteröffnung abschließende Folie vielleicht "auffüllen" mit:


    1. dünnen Schichten aufgepinseltem Modellwasser ohne Wärmeentwicklung: Conrad,de oder Link zu Moedellbahnunion welches bei der Suche Modellwasser ohne Wärmeentwicklung angezeigt wurde. Hoffe trifft auch zu. Ich kenne die Produkte nicht.


    2. gleiches Prozedur mit hochglänzendem Bootslack


    3. Window Colors klar.


    und diese Schichten dann versuchen der Wölbung des Fensters anzupassen, was vermutlich mit dem Window Colors Produkt am ehesten gelingen könnte, denn es ist ja recht zäh und bleibt in nicht zu dicker Schicht aufgetragen formbar "stehen". Wie klar es austrocknet und wie lange der ganze Spaß dauern könnte..keine Ahnung. Muss halt mit Geduld alle paar Tage aufgebaut werden die "Scheibe". Window Colors hätte noch einen Vorteil, die lässt sich recht leicht und rückstandslos entfernen durch abknibbeln und ziehen der Schicht. Vorher test auf Deiner Folie empfiehlt sich.


    Ob es noch andere, klar aushärtende formbare "Massen" OHNE Wärmeentwicklung gibt weiß ich nicht.


    Letzte Idee: Eine aus Spachtel eingebrachte Füllung der Öffnung mit passender Wölbung, zuletzt matt schwarz gefärbt und dann entweder klar lackiert als Glas...oder eine angepasste, ggf. mit leichter Wärme formbare und so der Wölbung anpassbare Folie darauf von oben. Nur am Rahmen einkleben. Sicher fummelig und man könnte nicht durchsehen, aber nun ja, irgendwas ist ja immer ;-)

  • Hallo Rainer,
    von Sorini gab/gibt es eine Pralinenschachtel aus Polystyrol, welche einen gewölbten Deckel hat. Die Pralinen spendierst Du Deiner Frau als Entschädigung für Dein fehlen (beim Käfer-basteln) in der Familie und aus dem farblosen Deckel machst Du die Heckscheibe des Käfers. Solltet ihr keine Pralinen essen, kann ich Dir auch ein Stück aus dem bei mir liegenden Deckel der Schachtel heraus schneiden und schicken.



    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Dirk,

    genau, diese Packung. Meine gesamte Verwandschaft hat von mir den Dauerauftrag, Pralinenschachteln aus Polystyrol bei mir abzuliefern. Dürfen natürlich auch mit Inhalt sein. :)

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland

  • Hallo Rainer ,


    Falls ihr die Pralinen nicht verkonsomieren könnt, so schickt doch diese zu mir. :) Die Verpackung mußte ja behalten. Brauche ich auch nicht.


    Falls du meine Anschrift brauchst, dann sage mir bitte Bescheid. ^^



    Viele Grüße Robby

  • Moin,


    als bekennender Ovali-Freund - für mich der schönste aller Käfer außer dem 67er Standard, selbst besitze ich ein 1500er Cabrio in Einzelteilen - finde ich den Umbau handwerklich doch recht gelungen.


    Tatsächlich gibt es am Käfer Merkmale, die eine Eingrenzung des Baujahres sogar genauer möglich machen, als bei Lokomotiven und Güterwagen möglich wäre.
    Ich behaupte, ein echter Käfer-Fan kann die Baujahre nach sichtbaren Merkmalen grob auf 2-3 Jahre einschränken. Den Umbau auf modernere Teile hat es gegeben (war ja auch sinnvoll oder aus modischen Gründen gewollt), den Rückbau auf "älter" dürfte in den 60ern noch niemand verfolgt haben, das ist eher eine Erscheinung der 90er Jahre Tuningszene.


    Insofern sind aufgesägte Brezelkäfer sogar historisch belegt, das haben damals viele gemacht, um mit der Mode zu gehen.
    Wer es ganz genau nimmt, kann das Modell mit diesem Wissen als Gebrauchtwagen an den Straßenrand der frühen 60er stellen.


    Ansonsten sehen wir im Detail das, was es ist - einen umgebauten Brezelkäfer und zwar einer von vor 1951, erkennbar an den verchromten Export-"Sickenstoßstangen", die der Ovali nicht mehr hatte (glatte Stoßstangen), dem ab 1951 verbauten Wolfsburg-Wappen über dem vorderen Haubengriff, der fehlenden Rheumaklappe der 51er Export-Brezel, den 16" Felgen und dem alten Armaturenbrett mit Dreispeichen-Einheitslenkrad, was schon der Brezel ab Ende 1952 alles nicht mehr hatte. Gleichzeitig wanderte das Bremslicht aus der Kenzeichenleuchte in den Blechsockel der Rücklichter ("Herzchenleuchte") und wurde dadurch der "Knubbel" für die Kennzeichenleuchte kleiner. Die letzten Brezelkäfer wurden abweichend zu späteren Modellwechseln (Werksferien/August) im März 1953 gefertigt. Diese Fahrzeuge entsprachen bis auf das geteilte Heckfenster bereits dem Ovali ("Zwitter-Brezel"). Erst zum Jahr 1955 kam dann das für den Käfer typische zweite Auspuffrohr, zum Modell 1958 dann das große Heckfenster.


    Einen frühen 1953er könnte man also perfekt auf diese Art "umsägen" - oder aber durch Einfügen eines Stegs aus einem Ovali erzeugen, einen 1950er eher nicht.
    Heißt aber auch für alle Freunde der Epoche IIIa, das 3,99 Modell ist im Detail schon ziemlich stimmig für 1950.


    Gruß,
    Schlußscheibe

  • Hallo,


    ich habe mal eine Frage, an diejenigen, die das intensiver verfolgen, als ich.


    Wie weit sind die denn in der Abo-Serie fortgeschritten?
    Hintergrund: am Samstag sah ich im Bahnhofkiosk den T2 mit geöffnetem Campingdach.
    Und aus Neugier bin ich heute mal auf der von Rainer erwähnten DeAgostini-Seite gewesen.


    https://www2.deagostini.com/de…ammlung-1-43/303053000000


    Da fielen mir der Fridolin und der Passat Variant auf.


    Sind sie damit schon durch oder kommen die noch?
    Der T2 ist - wenn man es in Zeilen liest - ja der letzte . . .


    Gruß
    dry

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