Diggetalbahn extended

  • Hallo Null-Freunde,


    mit großer Verwunderung habe ich festgestellt, dass ich seit beinahe vier Jahren nicht mehr aus dem Diggetal berichtet habe. In der Zeit meiner Abwesenheit aus dem Forum hat sich einiges verändert. Ich konnte bei meiner "Nachlese" viele großartige neue Projekte bewundern, aber leider haben uns auch einige wertvolle Mitglieder verlassen, deren Beiträge diese Seite so interessant gemacht haben. Beim Betrachten meines früheren Threads über den Bau meiner Diggetalbahn habe ich leider auch bemerkt, dass mein früherer Bilderhoster offensichtlich seinen Dienst eingestellt hat und viele Bilder nicht mehr verfügbar sind...


    Wie auch immer, mit diesem Thread möchte ich zum Forum einen hoffentlich interessanten Beitrag über meinen Anlagenbau beisteuern. Konstruktive Kritik und sachgerechter Austausch wird ausdrücklich begrüßt - alles Andere wird von mir konsequent ignoriert.


    Die langjährigen Leser werden meine Anlage sicherlich kennen, schließlich habe ich in den Jahren 2012-2014 regelmäßig über das Entstehen berichtet. Der Betrieb macht mir auch nach wie vor viel Spaß. Inzwischen sind aber wieder viele neue Ideen gereift, so dass ich mich zu einigen Veränderungen habe hinreißen lassen. Zum Glück bedeutet das bei mir nicht sofort ein Abriss und Neuaufbau, sondern im ersten Schritt um eine Erweiterung. Daher der Titel dieses Beitrags!


    Der Bahnhof Attenhagen war bisher eine Endstation und das Gleis endete an einem Prellbock vor dem Empfangsgebäude. Dieses Gleis hat nun eine Verlängerung erfahren. Auf dem ersten Segment sollen ein Bahnübergang, eine Bushaltestelle und eine Häuserzeile die Bahnhofsnähe betonen. Das zweite Segment wird durch eine Brauerei dominiert in deren Hof eine Waggondrehscheibe den betrieblichen Mittelpunkt bildet. Weiter rechts soll auf einem dritten Segment ein neues Schotterwerk entstehen.


    Meine Baugeschwindigkeit gleicht bis jetzt zwar der einer Bimmelbahn, aber die Grundlagen sind schon einmal geschafft. Der Rohbau, die Gleisverlegung und einen Teil der Hintergrundkulisse habe ich schon erfolgreich fertiggestellt. Die Waggondrehscheibe aus dem Hause Schnellenkamp wird übrigens über einen Bowdenzug vom Anlagerand aus bedient - eine 90-Grad-Drehung reicht in meinem Fall aus.


    Wie es sich für einen Bau-Thread gehört, möchte ich hier nicht nur schreiben sondern vor allem sollen hier die Bilder die Geschichte erzählen:











    Viele Grüße aus dem Sauerland
    Tom

  • Hallo Tom,
    durch den neuen Threat bin ich auch auf deine früheren Beiträge über das Diggetal "gestolpert". Einfach nur super, was Du da gemacht hast.


    Leider sin ein Großteil der alten Bilder, darinter bestimmt auch der Anlagenplan, nicht mehr vorhanden. Könntest Du vielleicht einen Anlagenplan posten, damit man die Bilder örtlich zuordnen kann?
    Gruß
    Uli

  • Hallo Null-Freunde,


    da in meinen älteren Beiträgen die meisten Fotos leider nicht mehr sichtbar sind und ich von verschiedenen Mitgliedern um einen Überblick meiner Anlage gebeten wurde, habe ich mich entschlossen diesen Wünschen nachzukommen. Zunächst einmal ein Gleisplan der "alten Anlage":



    Links unten im Plan befindet sich eine Fiddleyard-Schiebebühne. Diese verlassen wir durch ein Tunnelportal und zur linken Seite befindet sich die Schotterverladung. Rechts des Gleises schlängelt sich eine Landstrasse an einem Kornfeld entlang, überquert das Gleis und verschwindet hinter dem Bauernhaus. Nachdem in einem Bogen das Viadukt passiert wird, folgen die Wurstfabrik, ein kleiner Köfschuppen und die Schraubenfabrik bevor auch schon die Endstation erreicht wird.


    Da ich es für müßig halte, die alten Threads korrekt wiederherzustellen, habe ich mich heute Nachmittag kurzerhand entschlossen euch den aktuellen Zustand zu zeigen. Aber das sind dann doch ein paar Fotos mehr geworden als ich zunächst gedacht hatte und es kamen mir Zweifel ob ich sie euch alle zeigen soll. :whistling: Was soll's - ich weiß ja dass Ihr Bilder mögt, drum gibt's jetzt was auf die Augen!












































































    Viele Grüße aus dem Sauerland
    Tom

  • Hallo Tom,
    ich schließe mich den Worten von Micha (Allgaier A111) an, es sind wirklich herrliche Bilder von einer ganz tollen Anlage.
    Und beim Betrachten der Bilder fällt mir auch wieder ein, dass ich deine "Drahtzieherei" ausgedruckt und als Vorlage


    zum Bauen meiner Drähte nehmen werde.
    Gruß

    Meinhard,
    der wohl immer noch nördlichste Nuller Deutschlands

    und ab 1.8. endlich in Rente

  • Hallo Tom,
    ich kann mich meinen Vorgängern nur anschließen.
    Eine super durchgestaltete Anlage hast Du da geschaffen.
    Ganz großes Kino. Hoffe, ich bekomme das auch mal so hin.
    Toll finde die Bilder mit dem alten Postbus....mit so einem bin ich früher auch oft gefahren.
    Grüße aus OWL
    Wulf

  • Hallo Null-Freunde,


    inzwischen nimmt im Diggetal die Hinterberger Straße auf meinen neuen Segmenten Gestalt an und die ersten Gebäude wurden errichtet. Das erste Haus hat die wichtige Aufgabe eine unschöne Ecke der Hintegrundkulisse zu tarnen, daher ist es nur ein 6/10-Haus - also etwas mehr als ein Halbreliefgebäude geworden.





    Da ich an anderer Stelle davon geschrieben habe, dass ich hinter einem Fenster unseren Freund Norbert erahne wie er mit seiner Modellbahn spielt, habe ich ihm ein prominentes Eckzimmer als Hobbyraum spendiert...







    Gar nicht so einfach durch die Fenster richtig zu fokussieren, daher hier ein paar Bilder des Interieurs vor dem Einbau ins Gebäude.









    Somit kann sich Norbert auch weiterhin an den Sauerländer Eisenbahnen erfreuen...



    Ein schönes Wochenende wünscht
    Tom

  • Hallo Tom,
    super, was Du da gebaut hast!
    Und laß uns bei der Fortsetzung Deiner Tätigkeiten nicht wieder 4 Jahre warten.
    Und noch eine Anregung zu Norbert: Kannst Du in das Eckzimmer noch einen Retriever einfügen?
    Er fühlt sich dann wirklich wie zuhause.
    Ein schönes Wochenende
    Carl :thumbsup:

  • Hallo Tom, :)


    Wow! Was für eine Superanlage! Du hast es mit deiner herrlichen Anlage geschafft,daß ich vor Bewunderung mit großen Augen auf deine Anlage schaue! Auch die szenische Gestaltung,u.a.
    mit dem alten Eicher-Traktor und dem alten Postbus nötigt mir als H0-AC-Bahner Bewunderung ab!
    Wahrscheinlich bist du beim Meister des Modellanlagenbaus,Josef Brandl ,in die Lehre gegangen!


    Mit dieser herrlichen Anlagen hast du ein Kunstwerk geschaffen,das seinesgleichen sucht!
    Ich bin mir absolut sicher,daß Meister Brandl vor Bewunderung deiner Anlage ebenfalls feuchte Augen und Hände bekommt!
    Bewundernder Gruß
    Erwin

  • Hallo Tom, da kann ich mich den Ausführungen der anderen nur anschließen. Toller, stimmiger Modellbau. Zwei Sachen bereiten mir allerdings etwas Kopfzerbrechen. 1. Wie kommt der Lokführer der 64 an seine Bedienelemente, wenn er an der Führerhaustür steht? Hat der so lange Arme? 2. Dürfte der Postbusfahrer ganz schöne Probleme bekommen, wenn er aus der Haltebucht kommend, die Rechtskurve zum Bü.schaffen soll.


    Gruß Micha :)

  • Hallo zusammen


    und ein großes DANKESCHÖN für die vielen positiven Rückmeldungen!


    @Carl: Deine Idee mit dem Retriever ist klasse - sie kommt aber leider zu spät, denn jetzt ist es nicht mehr möglich das Gebäude zu öffnen. Aber neben dem Haus wird es noch einen kleinen Garten geben wo sich bestimmt auch ein Hund wohlfühlen könnte...


    @Erwin: An die phantastischen Landschaften des Großmeisters Josef Brandl reicht meine Diggetalbahn bei weitem nicht heran, aber ich bemühe mich stets auch auf dem beschränkten Platz ein Maximum an Tiefe und Weitläufigkeit zu suggerieren ohne den Gegenwert eines Kleinwagens auf einem Quadratmeter zu verbauen...


    micha (SH Nuller): Wie so oft entgeht deinem kritischen Auge nicht das geringste Detail! 1. der Lokführer hat entweder ADHS oder er sucht gerade sein Pausenbrot. Tatsächlich bin ich an dem Versuch gescheitert den Lokführer sicher und aufrecht am offenen Fenster zu platzieren - ich habe keine Ahnung wie andere das geschafft haben ohne die Lok zu demontieren. 2. In den 60er Jahren war noch nicht so ein starker Straßenverkehr so dass der Busfahrer die gesamte Straßenbreite beim Losfahren nutzen durfte und die Kurve vor dem Bahnübergang problemlos schafft. Die Geometrie habe ich zuvor mit ein paar Pappschablonen ausgetüftelt...


    Ein schönes Restwochenende wünscht
    Tom

  • Hallo Null-Freunde,


    während unser Freund Norbert wie an jedem Nachmittag seiner Modellbahn-Leidenschaft nachgeht, spielt sich draußen vor seiner Haustür der ganz normale Alltag ab. Die beiden Buben aus dem Erdgeschoß kommen heute sehr spät von der Schule nach hause - sie zögern noch etwas, denn sie erahnen bereits das Donnerwetter weil ihre Mutter wieder ausser sich vor Sorge sein wird...





    Derweil steuert Richard zielstrebig die Eckkneipe "Zum Prellbock" an. Ob es ihm nur nach einem Feierabend-Pils gelüstet oder ob er auch die Dienstleistung der scharfen Rosi in Anspruch nehmen wird, welche im Obergeschoß ein Zimmer angemietet hat, bleibt dem Beobachter leider verborgen.




    Die Nachbarskinder haben sich die kleine Schmuddelecke zum Spielplatz auserkoren. Doch schon kommt Blockwart Kowalski ums Eck geschlichen um den kleinen Toni wegen der neuen Schmierereien an der Hauswand zu rügen. Er weiß sehr wohl, dass der Bengel nur Fussball im Kopf hat und noch gar nicht schreiben kann, aber vielleicht verplappert er sich ja... Unterdessen macht sich flugs sein Freund Markus mit seinem Tretroller aus dem Staub. Es bleibt zu vermuten, dass er mehr über den Autor der Kreide-Lyrik weiß!





    In wenigen Augenblicken wird er allerdings zu einem riskanten Ausweichmanöver gezwungen sein, denn ihm kommt die schüchterne Marlene entgegen. Sie hat ihrerseits nämlich nur Augen für den hübschen Robert welcher gegenüber an der Bushaltestelle wartet. Sie ist um jede Ablenkung dankbar, denn ihr graut schon vor ihrem Termin bei Dr. Zahn.







    Auf der anderen Straßenseite ist die Milchbar ein beliebter Treffpunkt. Im Außenbereich hat sich die flotte Manuela mit ihrem ehemaligen Schulfreund Frank verabredet. Sie wohnt seit ein paar Jahren in der Stadt und ist zu einem Verwandtenbesuch wieder in die Provinz gekommen. Ob Frank nach all der Zeit nun doch endlich die Gelegenheit bekommt bei Manuela zu landen, werden wir wohl auch nicht erfahren.




    Während draußen geflirtet wird, macht drinnen die kesse Marianne dem verdutzten Klaus klar, dass er niemals eine Chance bei ihr haben wird.




    Derweil summt zum x-ten Mal "Schuld war nur der Bossa-Nova" aus der Musikbox in der Milchbar und Norbert wirft einen kurzen Blick aus dem Fenster: Wieder ein ganz normaler Nachmittag in der Hinterberger Straße...




    Und weil es so schön ist, kommen hier noch ein paar Bilder in loser Folge...

























    Ich hoffe euch hat der kleine Ausflug gefallen.


    Viele Grüße aus dem Sauerland
    Tom

  • Hallo Null-Freunde,


    als Reaktion auf meinen letzten Beitrag hat mich Stephan (asisfelden) gefragt, wie denn so ein "Diggetaler" im Prellbock schmeckt? Darauf kann ich nur antworten dass es sich hier genauso wie bei den dicken Sauerländer Knackwürsten um eine lokale Spezialität handelt, welche auch weit über die Region hinaus bekannte und beliebte Delikatessen sind! Das süffige Pils wird auch nur einen Steinwurf vom Prellbock entfernt gebraut.


    Schon lange bevor Begriffe wie "Corporate Design" im Produkt-Marketing Einzug hielten war dem Brauereibesitzer klar, dass es sinnvoll ist seinem Gerstensaft einen einprägsamen Namen zu geben der die Heimatverbundenheit ausdrückt und überdies einen Wiedererkennungswert seiner Bier-Marke gewährleistet. Zu diesem Zweck habe ich im Netz unter www.beerlabalizer.com ein passendes Logo gestaltet.



    Die Bier-Reklame am Prellbock entstand übrigens aus zwei passend skalierten Ausdrucken welche nach der vor einigen Jahren hier im Forum und im Magazin vorgestellten "Emaille-Schild-Methode" mit UHU Endfest.


    Da die weitere Ausgestaltung des Brauereibetriebs als nächster großer Punkt auf meiner Agenda steht, habe ich bei der Planung festgestellt, dass es mir an passenden Bierwagen mangelt. Daraufhin habe ich kurzerhand zwei Henninger-Wagen von Pola-Maxi umbeschriftet. Zunächst wurde die alte Werbung vorsichtig entfernt. Firmenlogo und Schriftzüge habe ich mit einem Textverarbeitungsprogramm entworfen und skaliert. Der Ausdruck erfolgte mit einem Tintenstrahler auf Decal-Folie und wurde anschließend mit Klarlack versiegelt. Die selbsterstellten Decals konnten nach einer Trocknungsphase ganz normal aufgebracht werden. Bis jetzt fehlt allerdings noch die finale Fixierung mit mattem Klarlack, denn dieser ist bei mir gerade leider ausgegangen...




    An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich es ausdrücklich jedem unserer Modellbahnfreunde gestatte mein "Diggetaler Pils"-Logo für eigene Zwecke zu verwenden um damit seine Sympathie zur Diggetalbahn zum Ausdruck zu bringen. Über Beweisfotos würde ich mich sehr freuen!


    Derweil zisch' ich mir jetzt noch genüßlich ein weiteres Diggetaler - bis zum nächsten Mal...


    Prost und viele Grüße
    Tom

  • Hallo Tom,


    wunderbarer Modellbau, den Du da zeigst! Leider kann der örtliche Getränkehandel in unserer Gegend kein Diggetaler anbieten ;( daher müssen wir auf das gute, regionale Bier ausweichen:


    Schmeckt aber auch lecker!


    Vielleicht ergibt sich mal eine Gelegenheit gemeinsam im "Prellbock" mit einem Diggetaler anzustoßen!


    Prost,
    Thomas

  • Hallo Tom,


    Was eine sehr schöne Anlagen hast du. 8)
    Ich habe ein frage.
    Ich finde deine Hintergrund sehr schön.




    Hast du die selbst gemacht oder irgendwo gekauft :?:


    Mit Freundliche Grüße,
    René

    Lokkie aus Die Niederland. :thumbup:

  • Hallo René,


    leider habe ich nicht das Talent solche Hintergründe selbst zu malen. Der Fabrikkomplex wurde ursprünglich vom Schweizer Eisenbahnmaler Loisl (Rudolf L. Merz) gemalt und ist im H0-Programm des MZZ-Aktionshaus erhältlich. Ich habe diesen H0-Hintergrund lediglich mit einem Farbkopierer auf 130% hochskaliert.


    Der Kleinstadthintergrund zeigt die Stadt Siegen und wurde vermutlich vom Kupferstecher Mathäus Merian im Jahr 1638 gemalt. Ich habe dieses etwa 4 x 2 Meter große Gemälde auf einem Flur im Standesamt in Siegen entdeckt und mit meinem Smartphone fotografiert. Anschließend habe ich die Aufnahme am Computer nachbearbeitet, in passender Größe ausgedruckt und wieder zusammengepuzzelt.


    Viele Grüße
    Tom

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