Mühlenhagen - Spur-0 - outdoor | Fahrstrecke | Planung

  • Guten Abend in die Runde,


    für die Handvoll Interessierter und aufgrund derer ausdrücklichen Ermunterung berichte ich wie folgt:


    Nachdem der Bahnhof MÜHLENHAGEN letztes Jahr fertiggestellt werden konnte, steht dieses Jahr die Fahrstrecke im linken Beet an.
    In einem Gartenbeet ist Reissbrett-Planung nur schwer umzusetzen, weshalb ich hier wie folgt zum Besten gebe:



    Ausgehend von der MÜHLENAUBRÜCKE soll es im Bogen (R = 1.020 mm) am Fliederstamm vorbeigehen, der Lilienreihe folgen und in
    einer Verschwenkung, den Rhododendronstamm umgehend, zum lezten Bauabschnitt "Fiddleyard mit Schiebebühne und Drehscheibe" führen.
    Darüber mehr nächstes Jahr.


    Die Segmente werden dieses Mal aus Kieferholz 18 mm gefertigt, an den Kanten mit Stahllochband, 12 mm breit, gegen Durchbiegen armiert.
    Unten und an den Seiten wird mit CONSOLAN schwarz versiegelt. Die PECO-Gleise werden, wie gehabt, mit Rheinkieseln 2 - 4 mm eingeschottert
    und mit Klarlack fixiert, was sich ausgezeichnet bewährte.


    Als Auflagen dienen wieder Ziegelsteine, an passender Stelle im Sandbett eingefügt. Zur Feinjustage der Höhe erhalten die Segmente beidseitig wieder
    Stellschrauben M6, Senkkopf, geführt in Einschlagmuttern.


    Zur Erinnerung hier noch einmal die MÜHLENAUBRÜCKE als Übergangsstelle zum Beet rechts (Mühlenhagen - Bahnhof):



    Der geringen Länge (500 mm) wegen begnügte ich mich hier mit MS-Schrauben M4 zur Höheneinstellung. Die empirisch ermittelte Tragfähigkeit
    der Konstruktion beträgt 4 Kilogram. (ohne Durchbiegen)


    Ich hoffe, Ihr hattet Spaß an diesem Beitrag zum Anlagenbau der etwas anderen Art und grüße freundlich aus Tornesch


    Hannah Josephine

  • Guten Abend Hannah Josephine,


    vielen Dank für deinen Beitrag, :D


    hast du die Brücke selbst gemacht - oder gibt es die als Bausatz oder Fertigmodell :?:


    Fragt freundlich grüßend


    der


    Rpb :whistling:

  • hast du die Brücke selbst gemacht


    Guten Morgen Richtprellbock,


    Eigenkonstruktion und Eigenbau.


    Da sie über den Gartenweg führt war die Anforderung, dass sie jederzeit entnehmbar ist, ohne Kabelgefummel. Deshalb besitzt sie Längsträger aus MS-U-Profil 6 x 2 mm. In diesen Laufen MS-Schrauben M4 zur Stromabnahme vom linken Brückenkopf und zur Höheneinstellung:



    Die U-Profile sind auf die Schwellen geklebt und an einer Seite mit Kupferdraht mit den Schienenprofilen verbunden. Von Oben sind die Schwellen mit Sperrholz 3 mm abgedeckt und das wiederum mit Sandpapier. Die seitlichen Laufstege bestehen aus CONNEX-Kantenschleifgitter. Schwarze CONSOLAN-Wetterschutzfarbe und Klarlack (Oben) versiegeln die Brücke. Kupferdraht 1 mm diente zur Darstellung des Geländers.


    Freundliche Grüße aus MÜHLENHAGEN/Tornesch


    Hannah Josephine

  • Hallo Hannah,
    wirklich interessant was Du da baust, Bedenken habe ich allerdings bei dem verwendeten Material Kiefernholz. Alle Weichholzarten weden sich bei Witterungsänderungen verbiegen da helfen auch keine Metalleinfassungen. Du planst auch ein Drehscheibe, die soll sicherlich nicht dem Wetter ausgesetzt werden und nach dem "Spielen" mit ins Haus genommen werden ?
    Allzeit gutes Gelingen wünscht
    Alexandere

  • Bedenken habe ich allerdings bei dem verwendeten Material Kiefernholz


    Guten Morgen Alexandere,


    vielen Dank für dein Interesse und den Hinweis bezüglich des Holzes.


    Die Kieferbretter (1400 mm x 110 mm x 18 mm) entstammen einem 12 Jahre alten Klappsofa von IKEA (Grankulla) und sind somit ausreichend abgelagert. Mit dem Stahllochband brachte ich sogar das völlig verzogene Bogensegment in Beet_1 wieder in Form, welches aus Sperrholz ist. Alle Trassensegmente sind nur von Mai bis September draussen und somit keinen eklatanten Temperaturschwankungen ausgesetzt. Die verwendete Wetterschutzfarbe lässt keinerlei Feuchtigkeit ans Holz gelangen. Die Rheinkieselschicht mit Klarlack ist ca. 2 mm dick und ebenfalls wasserdicht. (Ist wie Beton)


    Die Drehscheibe dient nur zum Wenden der BR 86 und wird sich an verdeckter Stelle befinden. Ein einfaches Sperrholzbrett mit MS-Stab in der Mitte und einfachem Griff. Eine Antriebsmimik ist nicht vorgesehen. Hierzu noch eine erste Skizze des Fiddleyard:



    B = 1.000 mm, T = 330 mm, H = 180 mm


    Das Oberteil der Schiebebühne wird abnehmbar und mit Deckel verschliessbar sein. Geschlossen dient es zum Transport des Rollmaterials:



    Erstes Modell zum Konzept - aber das ist noch Zukunftsmusik.


    Eine Spur-Null-Gartenbahn birgt schon eigene, interessante Herausforderungen und besitzt im Betrieb ihren eigenen Charme. 8)


    Freundliche Grüße aus Tornesch


    Hannah Josephine

  • Hallo Hannah Josephine,


    mir gefällt Deine pragmatische Art, wie Du das Thema "Spur 0 im Garten" angehst! Leider kann ich noch keine "Grünen" vergeben, ansonsten wäre Dir meiner sicher! Mach weiter so, bin gespannt...


    Mit freundlichem Gruß
    EsPe

    Nur weil ich den einen oder anderen Fehler an manch einem Modell zwar bedauere und gelegentlich kritisiere, aber mich dennoch über perfekte Fahreigenschaften usw. und einen gelungenen Gesamteindruck freue, bin ich noch längst kein Spielbahner (was übrigens abwertend klingt).


    Und nicht jeder, der von sich selbst behauptet, ein ernsthafter Modellbahner zu sein, muss es deshalb auch wirklich sein.
    (frei nach Blaukäfer)

  • Hallo Hannah Josephine,


    8o


    vielen Dank für deine ausführliche Antwort - inklusive weiteren Bildern und detaillierter Baubeschreibung - bezgl. deiner Eigenbaubrücke 8o


    Die Brücke gefällt mir ... :thumbup:


    Freundliche Grüße nach Tornesch


    vom


    Richtprellbock :whistling:

  • Guten Tag in die Runde,


    hier könnt Ihr die Darstelllung des Viertelbogens, am Flieder vorbei verfolgen:


    Der Aussenradius der Trasse beträgt ca. 1.100 mm, womit sie mittels Lasercut aus einem Sperrholzbrett 1.100 x 1.100 geschnitten werden könnte. Diese Bequemlichkeit würde um die 80,00 € inklusive Versand kosten. Viel zu teuer, von der Materialverschwendung durch Verschnitt abgesehen.


    Zunächst fertigte ich aus Papier die Schablone eines Achtelbogensegments mit 110 mm Breite. Anhand des Parkettbodenrasters liessen sich die benötigten Maße für die Fläche empirisch ermitteln: Länge = 830 mm, Breite 190 mm:



    Somit längte ich zwei der vorhandenen Kieferholzbretter auf 830 mm ab, versah die Stücke mit 4 Holzdübeln 6 mm und verleimte unter Druck mit PONAL wasserfest:



    Um meine Schraubzwingen mit 200 mm Spannbreite einsetzen zu können, versah ich die eine Seite mit rechteckigen Ausschnitten. Nun muss der Holzleim bis Morgen durchhärten.


    Morgen werden mit der Stichsäge die Konturen geschnitten, beide Achtelsegmente zum Viertelsegment vereint und an den Seiten mit Stahllochband 12 mm stabilisiert.


    Bis dahin freundliche Grüße aus Tornesch


    Hannah Josephine


    Post scriptum: Nachhaltige und kostengünstige Darstellung einer Viertelbogentrasse.

  • Guten Tag in die Runde,


    weiter ging es heute Morgen mit der Verbindung der zwei Viertelbögen zum Halbbogen:



    Die innenliegenden Stirnseiten wurden mit PONAL eingestrichen und zusammengefügt.
    Ein Sperrholzbrett 10 mm, 100 mm breit, diente zur Abdeckung der Nahtstelle mittels
    PONAL und diversen SPAX-Schrauben 4 x 20.


    Mit Lochstahlband 12 mm und vielen Schrauben wurden die Kanten armiert. Jetzt muss
    der der Leim an der Nahtstelle wieder einen Tag schön aushärten.


    Nächste Schritte: Gleise verbauen, verkabeln und einschottern, Brückenkopf darstellen.


    Bis dahin freundliche Grüße aus Tornesch


    Hannah Josephine

  • Guten Tag in die Runde,


    funktionell ist der Halbbogen Heute fertig geworden. Mit UHU Hart wurden die 4 PECO-Gleise (r=1.020 mm, 22,5°) auf dem Trassenbrett fixiert. Weil ich dem Kiefernholz nicht ganz traue, armierte ich die Segmentkante zu den weiterführenden, geraden Segmenten mit Alu-L-Profil 20 x 20 mm. Es wurde mit Pattex unter Druck geklebt.


    Den Brückenkopf auf der anderen Seite versah ich mit Auflagesteg aus Kieferquadratstab 9 x 9 mm und Messingwinkeln zur seitlichen Fixierung und Stromabnahme der Mühlenaubrücke. Auch die Winkel sind mit UHU Hart geklebt, was sich bisher bewährte.




    Die Schienenverbinder, hier ausnahmsweise benutzt, und die Profilstöße wurden verlötet. Mit wasserdichten Steckverbindern aus dem KFZ-Bereich erfolgt die elektrische Verbindung der neuen Segmente:



    Mit diesen Verbindern werden auch die bereits vorhandenen Segmente nachgerüstet.


    Bis Morgen lasse ich jetzt die Klebstoffe in Ruhe vollständig aushärten. Danach werden Segmentunterseite- und Kanten mit 2 Schichten CONSOLAN Wetterschutzfarbe, schwarz, versiegelt. Nach Durchtrocknung wird mt Rheinkiesel eingeschottert und mit Klarlack fixiert.


    Die ansteckbare Trapeztafel wird sich in der Mitte des Halbbogens befinden. Dazu mehr im Abschlußbericht.


    Freundliche Grüße aus Tornesch


    Hannah Josephine

  • Guten Tag in die Runde,


    vorhin um 09:00 Uhr hatte ich 25° auf dem Balkon und somit beste Voraussetzungen zum Einschottern des Halbbogens. Ist immer wieder eine Riesensauerei weil die Kiesel ja bis zu den Segmentkanten reichen, weshalb immer ordentlich Klarlack an den Seiten heruntertropft. Hier das Ergebnis:



    Leider ist die Temeratur im Garten wenig sommerlich und es weht eine frische Brise, was den Aufbau der Segmente und den ersehnten Betriebsstart vorerst verhindert. Aber, es sind ja noch vier Segmente zu bauen. Insofern kommt mir die Wetterlage sehr gelegen.


    Mit Hinweis auf meinen Bericht über die Saisonvorbereitungen in "Betrieb" grüße ich freundlich aus Balkonien


    Hannah Josephine

  • Wenn du an den Kanten der Segmente Abschlussleisten anbringst, dann tropft nichts runter


    Guten Tag nozet,


    dann hätten alle Segmente "Brückencharakter" und ich müsste die Kanten betongrau färben. Sie sollen sich aber möglichst unauffällig in die Vegetation einfügen. Bei einem Bogen wird das sowieso nichts. (Kanten biegen?)


    Das Getropfe stört mich ja nicht; es ist nur insofern lästig, dass ich den Balkonboden mit Zeitungen auslegen und Findus, den Spur-0-Kater, vom Betreten der Sauerei abhalten muss.


    Ausserdem verbietet schon meine Erwerbsminderungsrente jeden, nich unbedingt erforderlichen Aufwand. Wie sagte mein alter Chef immer:


    "Einfach, aber doch geschmacklos" 8)


    Freundliche Grüße aus Tornesch


    Hannah Josephine

  • Hallo Hannah Josephine,



    Die Leisten sollen ja nicht dauerhaft dran bleiben. Nur während des Gießvorganges.
    Mit 3 Nägeln anheften und kurz vor der Endfestigkeit wieder ablösen.
    Macht in Summe 2 Leisten.

  • Hallo Nozet,


    du kennst dich aus. Nur gibt es ein Problem: annageln macht nicht flüssigkeitsdicht, man müsste also mit Silikon abdichten. Und der Klarlack redet nicht und man weiß nicht so ganz genau, wann er so weit verfestigt ist, dass man die Leisten abnehmen kann. Ich denke, Hannah weiß was sie tut und sie macht das so gut sie kann, auf Ihre Weise. Ich ziehe meinen Hut vor Ihr, wie sie das mit der Spur 0 im Freien macht. Sie hat dazu tolle Ideen und kann sie realisieren und der Clou - es funktioniert auch noch!


    Wir laden dich hiermit herzlich ein, uns mal zu zeigen wie du deine Anlage planst und baust. Manches ist nämlich ganz schöne Knobelei, bis es steht. Und wenn es so was einfaches ist, wie die Vermeidung der Tropferei des Klarlacks.


    Nix für ungut, denk mal drüber nach.


    Herzlichst


    Peter Weigel

  • Guten Morgen in die Runde,


    aus der Summe meiner bisherigen Erfahrungen empfehle ich jedem angehenden und solventen Gartenbahner folgende Konstruktion der Segmente:



    Aluwinkelarmiertes Bootssperrholz, Kanten und Unterseite mit Bootslackversiegelt, garantiert langjährige Formstabilität. Die Profile dienen gleichzeitig als Ringleitung und die Stellschrauben zur Nivellierung, mit Gewinde M6 im Profil geführt, der Stromabnahme über MS-Plättchen auf den Auflagen, welche aus Stein oder Teak-Kanthölzern bestehen können:



    Die Auflagen werden in passenden Abständen in einem Sandbett lotrecht gelagert. Nach Einschotterung der Gleise gewährleistet das Segmentgewicht sehr gute Stromabnahme über die Stellschrauben aus Messing. Somit ist die Einspeisung des Fahrstromes nur am Beginn der Strecke, oder beliebiger Stelle in deren Verlauf erforderlich.


    Diese Empfehlung bezieht sich lediglich auf das generelle Prinzip. Sie berücksichtigt nicht die speziellen Anforderungen für Segmente mit servogestellten Weichen und Signalen.


    Freundliche Grüße aus Tornesch


    Hannah Josephine

  • Hallo Hannah,


    klare Zeichnung, schöne Idee für draußen!


    Eine kleine Anmerkung von mir, weil ich sehe, daß Du die Schiene mit dem eloxierten Aluwinkel elektrisch verbindest. Alu ist ein recht guter elektrischer Leiter. Allerdings ist die Eloxal-Schicht ein sehr guter Isolator - man sagt, es isoliert bis zu 600 V. Sprich, wenn Du elektrischen Kontakt brauchst, muß die sehr dünne (sehr harte) Eloxal-Schicht 'verletzt' sein. Weißt Du vermutlich längst.


    Ciao und Danke für Deine Berichte


    Ciccio

  • Hallo Hannah


    einen wunderschönen guten Morgen aus der verregneten Südsteiermark bei heißen 6 Grad.


    Ein paar Fragen:


    Wie machst du Kurvensegmente? Aluprofile gehen da doch wohl nicht.


    Welchen Schotterkleber verwendest du im Freien?

    Grüße aus der Steiermark

    Gerhard

  • Guten Morgen Gerhard,


    die Herstellung meiner Kurvensegmente beschrieb ich weiter Oben, beginnend mit Beitrag 8. Meine Lösung, der beschränkten finanziellen Mittel wegen.


    Einfacher und sicherer ist es sicherlich, sich die Teile aus entsprechend großen Platten vom Holzhändler ausschneiden zu lassen.
    Statt des billigen und hässlichen Lochbandes aus Stahl werden die Kanten mit Aluleisten 20 mm, unten bündig armiert. Die müssten dann vom Lieferanten allerdings in der benötigten Länge für Aussen- und Innenradius des Trassenbrettes geliefert werden, sofern sie länger als im Baumarkt verfügbare 2-m-Längen sein müssen. Befestigung mit PATTEX und passenden Edelstahl-Senkkopfschrauben 3 x 20 mm, (VAx)


    Zum Einschottern benutze ich Rheinkiesel 2 - 4 mm, die mit einer Mischung aus RENOVO-Klarlack*** und Wasser (20%), unter Beigabe von Spülmittel fixiert werden. Diese Schicht wird hart wie Beton. Die Trockenzeit bei direkter Sonneneinstrahlung und 25° Celsius beträgt ca. 2 Stunden. Endfestigkeit ist nach 24 Stunden erreicht.


    Freundliche Grüße aus Tornesch


    Hannah Josephine


    *** Eigenmarke der deutschen Baumarktkette HAGEBAU.

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